Comeback nach schrecklichem Unfall: Woods sagt US Open ab
Superstar Tiger Woods muss erneut eine Pause einlegen und weiter auf sein Comeback bei der US Open der Golfprofis warten. Der 46-jährige Amerikaner, der zuletzt bei der PGA Championship wegen neuerlicher Probleme am Bein nach der dritten Runde aufgegeben hatte, sagte seine Teilnahme ab. Das Turnier findet kommende Woche in Brookline/Massachusetts statt.
"Mein Körper braucht mehr Zeit, um für ein Major stärker werden zu können", teilte Woods bei Twitter mit. Er "hoffe und plane", im kommenden Monat bei der British Open in St. Andrews (ab 14. Juli) anzutreten. "Ich freue mich darauf, bald wieder da zu sein", so Woods. Der Ausnahmegolfer hatte schon im Vorjahr die US Open verpasst, da er wegen eines folgenschweren Autounfalls im Februar 2021 für 14 Monate pausierte.
Jetzt gegen Peru: Zwei Bundesliga-Profis bringen Australien auf WM-Kurs
Die australische Fußball-Nationalmannschaft ist der WM-Endrunde in Katar einen Schritt nähergekommen. In der vierten Qualifikationsrunde der asiatischen Fußballkonföderation (AFC) schlugen die Socceroos die Vereinigten Arabischen Emirate mit 2:1 (0:0). Australien trifft nun im entscheidenden Duell um die WM-Teilnahme auf Peru.
Jackson Irvine (53.) vom FC St. Pauli hatte die australische Nationalelf kurz nach der Pause in Führung gebracht, doch Caio Canedo (57.) glich nur wenig später aus. In der Schlussphase erzielte Ajdin Hrustic (84.), der vergangenen Monat mit Eintracht Frankfurt in der Europa League triumphiert hatte, dann den entscheidenden Treffer. Die Begegnung war auf neutralem Boden in Al Rayyan in Katar ausgetragen worden.
Dank des Erfolgs trifft die australische Auswahl am 13. Juni in den interkontinentalen Playoffs auf Peru, den Fünftplatzierten der Südamerika-Staffel. Für Australien wäre es die fünfte WM-Endrunde in Serie.
Fußball war's nicht: Lewandowski erzählt, wie er sein erstes Geld verdient hat
Bayern Münchens Torjäger Robert Lewandowski hat sich als Kind sein erstes eigenes Geld mit Anstreichen verdient. "Ich erinnere mich, dass ich einen Zaun angestrichen habe, bei Nachbarn ein paar Häuser weiter. Und dafür habe ich mein erstes Geld bekommen", sagte der 33-Jährige in einem Interview für das polnische Internetportal Onet.pl. Seinen Lohn habe er aber nicht sofort ausgegeben. "Ich gehörte zu denen, die ihr Geld ins Sparschwein stecken, um auf Fußballschuhe zu sparen." Der gebürtige Pole gehört heute bei den Münchnern zu den Top-Verdienern und soll über 20 Millionen Euro jährlich verdienen.
Frisch operiert: Zverev meldet sich aus dem Krankenbett
Eine ganz lange Pause bleibt Tennisstar Alexander Zverev nach seinem Verletzungsschock bei den French Open offenbar erspart. Wie der Weltranglistenzweite nach ausgiebigen Untersuchungen in München mitteilt, droht ihm nach seinem schmerzhaften Umknicken im Halbfinale gegen Rafael Nadal wohl "nur" eine zwei- bis dreimonatige Pause. Trotzdem ist der Olympiasieger nicht um eine Operation herum gekommen. Jetzt meldet er sich mit einem Selfie aus dem Krankenhaus.
Deutschlands Ex-Golfstar erklärt, warum er schmutzige Millionen gerne nimmt
Der frühere Golf-Weltranglistenerste Martin Kaymer hat seinen Start bei der umstrittenen LIV Golf Invitational Series erneut verteidigt, den finanziellen Anreiz allerdings nicht bestritten. "Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass Geld kein Motivator wäre. Natürlich verdienen wir alle gern etwas mehr bei den Turnieren, das ist sehr menschlich", sagte der 37-Jährige bei Sky Sports UK.
Man müsse aber verstehen, "in welcher Phase meiner Karriere ich sich befinde", äußerte Kaymer weiter. Er würde "gern gegen die Besten der Welt spielen, aber ich kann es nicht". Der zweimalige Major-Gewinner wartet seit acht Jahren auf einen Turniersieg, im Ranking wird er nur noch auf Position 215 geführt, derzeit hat er keine volle PGA-Tourkarte.
Die neue Serie, die mit saudi-arabischem Geld finanziert wird, sei "aufregend", führte Kaymer aus. Der Modus sei "sehr fair", weil alle Spieler gleichzeitig im Einsatz seien. Das erste Turnier steigt von Freitag bis Sonntag im Londoner Centurion Club. Das Event ist mit 25 Millionen Dollar Preisgeld dotiert, selbst der Letzte der 48 Teilnehmer bekommt noch 120.000 Dollar, einen Cut gibt es nicht.
Zwei Autostunden entfernt: Drittliga-Aufsteiger ohne Drittliga-Stadion findet Lösung
Nach dem Aufstieg in die 3. Liga wird der VfB Oldenburg vorerst bis zum Erfüllen aller nötigen Auflagen in die Arena des Fußball-Zweitligisten Hannover 96 ausweichen. Das teilte der Verein auf seiner Webseite mit. "Wir sind sehr froh, dass wir eine Lösung gefunden haben. Jetzt werden wir aber hart dafür arbeiten, Drittligafußball in Oldenburg möglich zu machen", wurde Geschäftsführer Michael Weinberg zitiert.
Dafür muss der Verein verschiedene Auflagen vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Marschwegstadion erfüllen. Bis dahin werden die Niedersachsen in die knapp zwei Autostunden entfernte Landeshauptstadt ausweichen.
Neben der HDI-Arena, die ab Juli Heinz-von-Heiden-Arena heißen wird, hatte der VfB auch in Bremen, Meppen oder Osnabrück für eine Ausweichmöglichkeit angefragt, doch dort negative Rückmeldungen erhalten. Einem Umzug nach Lotte sei vonseiten des DFB eine Absage erteilt worden. Die Gremien des DFB tagen in dieser Woche und entscheiden dann über den Lizenzantrag des VfB Oldenburg.
Flick tauscht in der Startelf auf sieben Positionen
Bundestrainer Hansi Flick geht gleich mit sieben Veränderungen in der Startelf ins zweite Nations-League-Spiel gegen England gleich (20.45 Uhr/ZDF und im Liveticker bei ntv.de) in München. Flick bietet im Gegensatz zum Auftakt in Bologna gegen Europameister Italien (1:1) İlkay Gündoğan, Kai Havertz, Jamal Musiala, Lukas Klostermann, Nico Schlotterbeck, Jonas Hofmann und David Raum auf. Leon Goretzka, Leroy Sané, Serge Gnabry, Niklas Süle, Benjamin Henrichs, Timo Werner und Thilo Kehrer sitzen dafür draußen.
Die deutsche Aufstellung: Neuer - Klostermann, Schlotterbeck, Rüdiger, Raum - Kimmich, Gündogan - Hofmann, Müller, Musiala - Havertz. - Trainer: Flick
Mit Bayern und Schalke erfolgreich: BVB holt neuen Trainer vom DFB
Peter Hermann wird bei Borussia Dortmund Assistent von Cheftrainer Edin Terzic und verlässt den Deutschen Fußball-Bund. Wie der Bundesligist und der DFB mitteilten, komplettiert der 70 Jahre alte Routinier neben dem bisherigen Juniorencoach Sebastian Geppert das BVB-Trainerteam. Die große Erfahrung Hermanns als Co-Trainer in knapp 1000 Spielen der beiden höchsten nationalen Spielklassen und weiteren rund 200 Europapokal-Partien soll dem erst 39 Jahre alten Terzic zugutekommen. Seine Tätigkeit beim DFB als Co-Trainer der U20-Nationalmannschaft wird Hermann mit sofortiger Wirkung beenden.
Hermann hatte zuletzt beim Dortmunder Revierrivalen FC Schalke 04 als Co-Trainer von Mike Büskens ausgeholfen und dafür die Freigabe vom DFB erhalten. Er gilt als einer der erfolgreichsten Co-Trainer der Bundesliga-Geschichte. So feierte er mit Jupp Heynckes große Erfolge und gewann an seiner Seite mit dem FC Bayern München im Jahr 2013 das Triple.
Van Aert jubelt zu früh und verliert Tagessieg
Der Belgier Wout van Aert hat seinen zweiten Tagessieg bei der Dauphiné-Rundfahrt der Radprofis auch durch zu frühen Jubel verpasst. Van Aert hob kurz vor dem Ziel der dritten Etappe über 169 Kilometer von Saint-Paulien nach Chastreix-Sancy schon die Arme, der Franzose David Gaudu zog aber noch vorbei.
Zumindest löste van Aert, der den ersten Abschnitt gewonnen hatte, den Franzosen Alexis Vuillermoz wieder an der Spitze der Gesamtwertung ab. Vuillermoz fiel auf dem Anstieg Richtung Ziel zurück. Auch die deutschen Profis konnten nicht in die Entscheidung eingreifen. Routinier Simon Geschke hatte 42 Sekunden Rückstand, Nils Politt fast drei Minuten.
Das stark besetzte, anspruchsvolle Rennen dauert bis zum Sonntag. Die Dauphiné-Rundfahrt dient traditionell als Vorbereitung auf die Tour de France, die in diesem Jahr am 1. Juli in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen beginnt.
Bericht: Lewandowski telefoniert mit Salihamidzic wegen Bayern-Abgang
Bayern-Torjäger Robert Lewandowski hat nach seinem öffentlich geäußerten Wechselwunsch laut einem Bericht der "Bild" mit Klub-Sportvorstand Hasan Salihamidzic telefoniert. Der 33 Jahre alte polnische Stürmer hatte gestern bekräftigt, dass er den deutschen Fußball-Rekordmeister trotz eines bis 2023 laufenden Vertrages in diesem Sommer verlassen möchte. Der FC Bayern lehnt Lewandowskis Wunsch bislang ab.
Lewandowski habe ihn angerufen, berichtete Salihamidzic. "Wir haben uns unter anderem auch über seine öffentlichen Äußerungen unterhalten. Ich habe ihm unseren Standpunkt zu seiner Vertragssituation klar erklärt", sagte der Bayern-Sportvorstand. "Zu seinem Wechselwunsch haben sich Herbert Hainer, Oliver Kahn und ich mehrfach geäußert, deshalb möchte ich es dabei belassen", ergänzte Salihamidzic. Lewandowski soll einen Wechsel zum FC Barcelona anstreben.
Engländer in München: Sorgen wegen befürchteter Fan-Krawalle "sind berechtigt"
Beim Nations-League-Spiel gegen England kündigt DFB-Coach Hansi Flick einige Wechsel an. Der Fußballklassiker wird derweil von Befürchtungen überschattet, englische Fans könnten in München randalieren. ntv-Sportreporter Kyrill Ring berichtet.
Durst hört auf
Der zweimalige Paralympicssieger Hans-Peter Durst hat nach 15 Jahren seine erfolgreiche Karriere beendet. "Gerne werde ich meine Erfahrungen in Sachen Radsport, Dreiradsport und Inklusion weitergeben, wenn ich gefragt werde", sagte der 64 Jahre alte Radsportler: "Mein Leben und der Sport haben mir oft gezeigt, dass im Leben alles möglich ist."
Durst gewann zweimal Gold und einmal Silber bei den Paralympics, wurde neunmal Welt- und 20-mal deutscher Meister auf dem Dreirad. "Die Erfolge waren eine Motivation, mich weiterzuentwickeln. Ich war immer gut darin, mich auf das zu fokussieren, was ich will", betonte Durst. Aufmerksamkeit erreichte der gebürtige Allgäuer auch mit der Absage seiner Teilnahme an der Paralympics 2021 in Tokio, als er den Corona-Ausnahmezustand in Japan und die gesellschaftspolitische Situation insgesamt als Gründe nannte.
DFB-Elf spielt gegen England in Frauentrikots
Die Fußball-Nationalmannschaft der Männer trägt im Nations-League-Duell mit England heute Abend (20.45 Uhr/ZDF und im Liveticker bei ntv.de) in München die Herren-Version der EM-Trikots der deutschen Fußballerinnen. Mit der Aktion macht die Auswahl von Bundestrainer Hansi Flick auf die anstehende Titelmission der DFB-Frauen im Mutterland des Fußballs aufmerksam (6. bis 31. Juli).
"Augenwischerei": Ex-Champion kritisiert Konsequenz aus Fall Walijewa harsch
Der frühere Eiskunstlauf-Europameister Norbert Schramm hat die Weltverbandsentscheidung zur Anhebung des Mindestalters auf Spitzenniveau auf 17 Jahre als nicht ausreichend kritisiert. "Es ist ein erster Schritt, aber ich glaube kaum, dass es etwas Positives für den Sport bewirken kann. Es reicht einfach nicht aus. 17-Jährige haben im Profisport nichts verloren", sagte der 62-Jährige.
Die neue Regelung bezeichnete Schramm, Europameister sowie Vize-Weltmeister der Jahre 1982 und 1983, als "Augenwischerei". Sie bringe "noch gar nichts. Minderjährige sollen bei den Junioren starten, sie haben ganz andere Voraussetzungen von ihrer Größe und ihrem Gewicht her. Es macht keinen Sinn, Erwachsene mit jungen Sportlern zu mischen."
Schramm selbst würde sich eine Anhebung des Mindestalters auf "mindestens 18, besser noch auf 21 wünschen. Dann könnte sich der Sport weiterentwickeln." Zudem gelte es, "die jungen Menschen ganz anders zu schützen. Es geht um physische und psychische Dinge, aber auch ums Thema Doping."
Bierhoff will "um WM-Titel mitspielen" - aber 2024 "können wir nochmal stärker sein"
DFB-Direktor Oliver Bierhoff sieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft für die Heim-EM 2024 bestens aufgestellt. "Es wäre mal an der Zeit, 28 Jahre nach meinem Siegtreffer 1996 wieder Europameister zu werden", sagte Bierhoff im Interview der Portale "Spox" und "Goal". Der Druck werde "natürlich wieder enorm sein. Wir wollen in jedem Fall bis 2024 zurück an der Weltspitze sein."
Auf dem Weg dahin könne auch die WM Ende des Jahres (21. November bis 18. Dezember) in Katar helfen, sagte Bierhoff. "Wobei wir dort schon das Maximale erreichen, also um den WM-Titel mitspielen wollen. Aber ich glaube, dass wir zwei Jahre später bei der EM mit Spielern wie Jamal Musiala, Florian Wirtz, Nico Schlotterbeck oder David Raum noch mal stärker sein können. Dieses Heimturnier ist für den deutschen Fußball von ganz großer Bedeutung."
"Falls ich mal wieder die Wohnung in Brand setze": Tennisstar geht in Stuttgart erstmal einkaufen
Der griechische Tennisprofi Stefanos Tsitsipas hat seine ersten Tage in Stuttgart unter anderem für interessante Einkäufe genutzt. Unterwäsche und einen Feuerlöscher habe er sich besorgt, erzählte der bestens gelaunte Weltranglistenfünfte. Unterwäsche habe er nicht genug dabei gehabt, scherzte Tsitsipas. Den Feuerlöscher könne er brauchen, falls er mal wieder zu viel Energie habe und seine heimische Wohnung in Brand setze, berichtete der 23-Jährige lachend weiter.
Tsitsipas ist beim ATP-Rasenturnier auf dem Weissenhof an Position eins gesetzt. Bereits am Samstag ist er mit seinen Eltern und seinem Bruder Petros, mit dem er in Stuttgart im Doppel antritt, in der Stadt eingetroffen. Sein erstes Einzelmatch bestreitet Tsitsipas am Donnerstag im Achtelfinale des mit 769.645 Euro dotierten Events.
"Immer in meinem Herzen", aber Voronin kehrt erstmal nicht zu Hertha BSC zurück
Ex-Stürmer Andriy Voronin hat bestätigt, dass er in der kommenden Saison nicht Co-Trainer von Sandro Schwarz bei Hertha BSC wird. "Vielleicht kehre ich eines Tages zurück, aber nicht jetzt", sagte der 42 Jahre alte Ukrainer dem "Kicker". "Die Hertha und Berlin bleiben immer in meinem Herzen. Mir wurde schon zu meiner Rückkehr gratuliert, aber das war verfrüht", sagte er.
Woronin, der 2008/2009 eine Saison lang für die Berliner auflief, war bis zum Angriff Russlands auf sein Heimatland im Februar Assistent von Schwarz bei Dynamo Moskau, hatte das Land dann aber verlassen. Schwarz hatte in einer Medienrunde am Freitag bereits indirekt bestätigt, dass Voronin nicht Teil seines Trainerteams in Berlin wird.
Voronin lobte den 43-Jährigen im Interview des "Kicker" erneut: "Sandro setzt auf Zusammenhalt, nimmt sich viel Zeit für jeden einzelnen Spieler. Ich denke, dass wir Dynamo verbessert haben, vor allem die jungen Spieler." Über seine eigene Zukunft sagte der Ukrainer: "Ich bin offen und hoffe, bald in Deutschland arbeiten zu können."
Sensation zum Saison-Auftakt: Junges Paar begeistert beim Klippenspringen
Sich aus enormer Höhe unter freiem Himmel in natürliche Gewässer stürzen: Klippenspringen ist nichts für schwache Nerven. In Boston beginnt nun die Wettkampfsaison der Sportart - wenn auch ohne Felsen. Gleich zum Auftakt sorgen zwei Neulinge der Szene für ordentlich Wirbel. Obendrein sind die Sieger ein Paar.
"Aussage ist nicht populär, aber ...": Bierhoff verteidigt Vermarktung der #diemannschaft
DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat die Vermarktungsstrategie des Deutschen Fußball-Bundes verteidigt. "Was den Vorwurf der Kommerzialisierung der Nationalmannschaft angeht: Bei Profiklubs fließt ein erheblicher Prozentsatz der Einnahmen an Spieler und Berater, geht also aus dem System heraus. Bei uns gehen 85 Prozent an die Basis", sagte Bierhoff in einem Interview der Portale Spox und Goal.
Es wisse, dass "die Aussage nicht populär ist, aber da folge ich meinen Überzeugungen", äußerte Bierhoff: "Die Vermarktung der Nationalmannschaft ist notwendig, weil der DFB dieses Geld für die Fußballentwicklung an der Basis benötigt und damit er seiner sozialen Verantwortung gerecht werden kann." Die Vermarktung der DFB-Auswahl, die an diesem Dienstag (20.45 Uhr/ZDF) in München auf England trifft, war immer wieder als teils überzogen kritisiert worden. Zuletzt wurde erneut über die Abschaffung der umstrittenen Bezeichnung "Die Mannschaft" diskutiert worden.
Er sei "nicht frei von Fehlern und wir haben an der ein oder anderen Stelle sicherlich überzogen", sagte der frühere Nationalspieler, der 2004 zunächst als Manager der Nationalmannschaft zum DFB gekommen war. "Das bekommen wir dann auch zu spüren und werden dafür zu Recht in die Verantwortung genommen. Aber am Ende muss ich machen, was ich für richtig halte. Und wenn man auf die vergangenen 18 Jahre schaut, ist es dem DFB damit nicht schlecht gegangen."
"Kann auch Monate dauern": Zverevs banges Warten auf die Diagnose
Alexander Zverev wird den Rasen-Klassiker in Wimbledon wie erwartet nach seiner Fußverletzung bei den French Open verpassen. "Wimbledon ist ausgeschlossen, das ist klar", sagte sein Bruder Mischa der "Bild" vor den abschließenden Untersuchungen in München. "Sind nur ein, zwei Bänder durch, kann er nächste Woche schon wieder laufen. Sind viele betroffen, kann es auch Monate dauern." Das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres findet vom 27. Juni bis 10. Juli statt.
Alexander Zverev war am Montagabend in München untersucht worden, eine endgültige Diagnose stand zunächst noch aus. Der Olympiasieger war am Freitag in Paris gegen Ende des zweiten Satzes im Halbfinale gegen den Spanier Rafael Nadal mit dem rechten Fuß umgeknickt und hatte im Stade Roland Garros aufgeben müssen. Nach ersten Untersuchungen hatte der 25-Jährige mitgeteilt, dass er sich mehrere Seitenbänder im Fuß gerissen habe.
"Widerwärtige Gier": Golf-Superstar kehrt für umstrittene Millionen-Tour zurück
US-Golfstar Phil Mickelson will nun doch beim Auftaktturnier der umstrittenen neuen Tour LIV Golf Invitational Series starten. "Ich bin begeistert, bei LIV Golf zu beginnen", teilte der sechsmalige Major-Sieger via Twitter mit. Das erste von acht Turnieren der aus Saudi-Arabien finanzierten Tour startet an diesem Donnerstag in London. Auch Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer steht beim Auftakt-Event der millionenschweren Tour auf der Startliste.
Zuvor hatte der Kalifornier mit der nordamerikanischen PGA-Tour gebrochen und mit einem Start bei der neuen LIV-Tour geliebäugelt. Die US-Tour kritisierte er für zu wenig Veränderung und warf ihr unter anderem "widerwärtige Gier" vor.
Die neue Golf-Serie steht wegen des Millionen-Investments aus Saudi-Arabien in der Kritik. Hintergrund ist, dass das wegen Menschenrechtsverletzungen kritisierte Land mit lukrativen Sportveranstaltungen versucht, sein Image aufzubessern. Die Turniere sind mit sehr hohen Preisgeldern ausgestattet. Allein das Auftakt-Event in London ist mit 20 Millionen US-Dollar dotiert - der Sieger bekommt vier Millionen US-Dollar.
K.o. in der Overtime: Draisaitls Traum endet mit "Sudden Death"
Der Titeltraum von Eishockey-Star Leon Draisaitl ist geplatzt. Mit den Edmonton Oilers verlor der 26 Jahre alte Kölner auch das vierte Duell mit den favorisierten Colorado Avalanche und verpasste damit den Einzug in die Final-Serie um den Stanley Cup. Das 6:5 nach Verlängerung in Edmonton war der notwendige vierte Sieg für die Gäste aus Denver in der Serie Best of Seven. Schon nach 79 Sekunden der Verlängerung ereilte Draisaitls Oilers der "Sudden Death".
Seit seinem NHL-Debüt 2014 hatte Draisaitl mit den Oilers nur einmal die erste Runde der Playoffs überstanden. So nah wie mit den Finals in der Western Conference in dieser Saison war er dem Stanley Cup noch nie gekommen.
Der Augsburger Nico Sturm hat dagegen die Chance, als fünfter Deutscher nach Uwe Krupp, Tom Kühnhackl, Dennis Seidenberg und Philipp Grubauer die älteste Trophäe im nordamerikanischen Sport zu gewinnen. In den Finals treffen die Avalanche auf die New York Rangers oder Titelverteidiger Tampa Bay Lightning. Im Finale der Eastern Conference führt New York nach drei Partien 2:1.
Lewandowski will weg - und "mehr Freude in meinem Leben"
Der abwanderungswillige Bayern-Star Robert Lewandowski hat beim Poker um seinen Wechsel nachgelegt. Beim polnischen Anbieter "OnetSport" bekräftigte der Weltfußballer seinen Wechselwunsch und sagte: "Ich will mehr Freude in meinem Leben." Lewandowski hatte seinen Wechselwunsch in diesem Sommer und damit ein Jahr vor Vertragsende bereits offen bekräftigt. "Meine Geschichte mit Bayern ist vorbei. Nach allem, was in den letzten Monaten geschehen ist, kann ich mir eine weitere gute Zusammenarbeit nicht vorstellen", sagte der Pole, der vom FC Barcelona umworben werden soll.
"Freude hatte ich dort nie": BVB-Legende fühlte sich beim DFB "unwohl"
Marcel Schmelzer hat seine Karriere als Fußballprofi hinter sich, nach vielen Verletzungen erklärte er jüngst seine Karriere für beendet - nach 17 Jahren bei Borussia Dortmund. Zweimal wurde der Verteidiger mit Borussia Dortmund Deutscher Meister, gewann den DFB-Pokal, stand im Finale der Champions League, wurde mit der U21-Nationalmannschaft Europameister und machte 16 A-Länderspiele.
Doch die Zeit bei der DFB-Elf unter Joachim Löw hat bei "Schmelle" üble Erinnerungen hinterlassen: "In der Nationalmannschaft wird dir auf eine andere Weise 'Hallo' von deinen Konkurrenten als von den übrigen Spielern gesagt; im Training wird auch anders agiert. Damit habe ich mich anfangs schwergetan. Ich fühlte mich unwohl", sagte der 34-Jährige in einem Interview auf der Vereinswebsite. Und weiter: "Freude hatte ich dort nie." Sein letztes Länderspiel machte Schmelzer im März 2014, zur WM fuhr er nicht mehr mit.
Prozess als "Ergebnis eines Komplotts": Platinis Lager präsentiert Verschwörungstheorie
Die Verteidigung von Michel Platini sieht in dem Gerichtsprozess gegen den früheren UEFA-Präsidenten das "Ergebnis eines Komplotts". Der 66-Jährige muss sich wie auch der ehemalige FIFA-Präsident Joseph Blatter von morgen an wegen des Vorwurfs des Betrugs und anderer Delikte vor dem Schweizer Bundesstrafgericht in Bellinzona verantworten.
Man könne "detailliert darlegen, dass das Verfahren gegen Herrn Platini politisch motiviert war, mit dem Ziel, ihn daran zu hindern, FIFA-Präsident zu werden", sagte Platinis Rechtsanwalt Dominic Nellen der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sind zuversichtlich, dass das Verfahren zu einem positiven Ergebnis führen wird, das die völlige Aufrichtigkeit von Herrn Michel Platini in dieser Sache belegen wird. Ziel dieser Geschichte war es, ihn als FIFA-Präsident zu eliminieren."