Titelverteidiger startet mit Torfestival in EM, deutsche Gegner wenig beeindruckend
Titelverteidiger Frankreich legt einen Start nach Maß in die Handball-Europameisterschaft hin. Der Mitfavorit um den künftigen Füchse-Star Dika Mem gewann zum Auftakt in Oslo deutlich mit 42:28 (20:14) gegen Tschechien. Frankreich ist ein möglicher Hauptrundengegner des deutschen Teams.
Spaniens Handballer sind dagegen mit einem mühevollen Sieg in die deutsche Gruppe A gestartet. Der zweimalige Europameister, vermeintlich stärkster Vorrundengegner des DHB-Teams, setzte sich im dänischen Herning mit 29:27 (19:15) gegen Serbien durch und machte einen ersten Schritt in Richtung Hauptrunde. Mit dem deutschen Team von Bundestrainer Alfred Gislason bekommen es die Iberer im letzten Gruppenspiel am Montag (20.30 Uhr/ZDF) zu tun.
Ian Tarrafeta war mit sechs Toren bester Werfer der Spanier, die ihren dritten EM-Titel nach 2018 und 2020 jagen. Nach einem starken Start und einer schnellen Vier-Tore-Führung ließ die Mannschaft von Trainer Jordi Ribera lange keine Spannung aufkommen, musste in der Schlussphase aber noch einmal zittern.
Frankfurts Neuzugang "geht es beschissen"
Dino Toppmöller vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt hat nach der Verletzung von Younes Ebnoutalib einen Einblick in die Gefühlswelt seines Neuzugangs gegeben. "Younes geht es beschissen", sagte der Trainer zwei Tage, nachdem Ebnoutalib im Spiel beim VfB Stuttgart (2:3) eine Innenbandverletzung im Knie erlitten hatte.
"Wie soll es ihm gehen? Er kommt hierhin, hat einen Traumstart und war gefühlt im Umfeld eine Art Hoffnungsträger", führte Toppmöller weiter aus. Der gebürtige Frankfurter, der vom Zweitligisten SV Elversberg gekommen war, hatte gleich bei seinem Debüt gegen Borussia Dortmund (3:3) getroffen. Nun fehlt er der SGE in den kommenden Wochen. "Es ist bezeichnend für die ganze Saison", sagte Toppmöller.
"Schrecklicher und unglücklicher Unfall": Todesdrama um Pferd von deutschem Reitstar
Springreiter Christian Ahlmann hat wegen des tragischen Todes seines Pferdes D'Aganix 2000 Z den Start beim Weltcup in Leipzig abgesagt. Wie das belgische Gestüt Zangersheide bekanntgab, musste der zwölf Jahre alte Hengst trotz bester tierärztlicher Versorgung nach einem Unfall beim Abladen in Leipzig eingeschläfert werden.
"Ein schrecklicher und unglücklicher Unfall beim Ausladen in Leipzig führte dazu, dass D'Aganix 2000 Z sich aus bislang noch nicht vollständig geklärten Gründen aus dem LKW befreien konnte. Auf einem rutschigen Untergrund kam er zu Fall und zog sich dabei eine so schwere Verletzung am Oberschenkel zu, dass es keine Aussicht auf Heilung mehr gab", schrieb Ahlmann auf seinem Instagram-Account.
Der zweimalige Olympia-Dritte und dreimalige Weltmeister Ahlmann wollte an diesem Wochenende mit D‘Aganix beim Weltcup in Leipzig antreten. Zuletzt war der 51-Jährige mit dem Hengst im vergangenen Dezember in Genf geritten und hatte mit ihm auch zuvor bereits einige Erfolge errungen.
Staatsanwaltschaft äußert sich zu Stefan Kuntz
Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat eine Anzeige des früheren HSV-Sportvorstands Stefan Kuntz gegen Unbekannt bestätigt. Auf Anfrage teilte eine Sprecherin mit, "dass bei der Staatsanwaltschaft Hamburg eine erstattete Strafanzeige des Herrn K. vom 12.12.2025 gegen Unbekannt wegen des Vorwurfs der Nachstellung in Bearbeitung ist".
Zuletzt waren Vorwürfe gegen den 63-Jährigen wegen eines angeblichen Fehlverhaltens im Zusammenhang mit seinem unerwarteten Abschied vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV Ende des Jahres bekanntgeworden. Die "Bild" hatte in diesem Zusammenhang berichtet, dass Kuntz bei der Staatsanwaltschaft Hamburg Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Stalkings gestellt habe.
Fallrückzieher-Tor geht zu schnell für Gegner-Trainer
Gegen den 1. FC Köln trifft Heidenheims Marvin Pieringer am Wochenende traumhaft per Fallrückzieher. Nach dem Spiel lobt Kölns Trainer Kwasniok den Stürmer - allerdings scheint der Coach ein anderes Tor gesehen zu haben.
Gold und Doping: Deutsches Erfolgspferd Goldfever ist tot
Der viermalige Springreit-Olympiasieger Ludger Beerbaum trauert um sein ehemaliges Erfolgspferd Goldfever. Der Hengst, mit dem der Detmolder 2000 in Sydney mit der Mannschaft seine letzte olympische Goldmedaille gewonnen hatte, verstarb im Alter von 35 Jahren in seinem Heimatstall in Riesenbeck. "Natürlich sind wir heute alle sehr traurig, dass Goldfever nicht mehr unter uns ist – aber wir blicken auch alle mit großer Dankbarkeit und ein bisschen Stolz auf die Erfolge und die gemeinsame Zeit zurück", wurde Beerbaum in einer Mitteilung auf der Webseite seines Stalls zitiert.
Eine fünfte Olympia-Goldmedaille wurde Beerbaum wieder aberkannt. Bei den Spielen 2004 in Athen war Goldfever nach einem positiven Dopingtest disqualifiziert worden, Beerbaum verlor die Medaille mit der Mannschaft, der nach Streichung von Beerbaums Ergebnissen immerhin noch Bronze blieb. Goldfever war 2009 in den Ruhestand gegangen. Insgesamt holte das Pferd Preisgelder in Höhe von zwei Millionen Euro. Nach seiner aktiven Zeit war Goldfever Zuchthengst.
Deutsche Männer-Staffel bricht endlich den Bann
Die deutschen Biathleten haben sich in Ruhpolding bei der Olympia-Generalprobe in der Staffel für einen beherzten Auftritt belohnt. Justus Strelow, Danilo Riethmüller, David Zobel und Philipp Nawrath kamen mit fünf Nachladern auf Rang drei und sicherten sich nach 4x7,5 Kilometern das erste Podest des Winters. Zuvor war das DSV-Quartett in den ersten drei Saison-Staffeln auf den Rängen vier und zweimal fünf gelandet.
Strelow brachte das deutsche Quartett mit nur einem Liegend-Nachlader gut ins Rennen, übergab auf Tuchfühlung zur Spitzengruppe. Auch Riethmüller brauchte nur einen Extraschuss liegend, brachte mit starkem Stehendschießen und guter Laufleistung das Team in Führung. Zobel brachte dann eine identische Schießleistung wie seine Vorgänger, blieb auf Kurs Treppchen. Nawrath kämpfte lange mit um den Sieg, nach einem Nachlader stehend fehlten 7,9 Sekunden nach ganz vorne.
Bundestrainer streicht Europameister aus dem Kader
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft wird am Abend (20.30 Uhr/ARD und im Liveticker auf ntv.de) ohne Rune Dahmke in die Europameisterschaft starten. Bundestrainer Alfred Gislason war mit 18 Spielern zum Spielort Herning aufgebrochen, pro Spiel darf er allerdings nur 16 Profis nominieren. Neben dem verletzten Spielmacher Nils Lichtlein wird der Isländer nach Informationen der "Bild"-Zeitung für das Auftaktspiel auch auf den Kieler Dahmke verzichten.
Der Linksaußen ist neben Jannik Kohlbacher und Andreas Wolff einer von noch drei Sensations-Europameistern von 2016 im Kader. Bei den beiden finalen Testspielen gegen Vize-Weltmeister Kroatien in der vergangenen Woche hatte Dahmke als einziger Spieler im Kader keine Sekunde gespielt - weil er wegen fehlender Einlagen muskuläre Probleme bekam. Die Einlagen hingen wegen des Schneechaos am Flughafen in Amsterdam fest und erreichten Dahmke nicht mehr rechtzeitig.
Kadersorgen beim FC Bayern: Konrad Laimer fehlt länger
Nach Josip Stanisic fällt Konrad Laimer beim FC Bayern München als nächster Abwehrspieler aus. Der 28-Jährige zog sich im Bundesliga-Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am Mittwochabend (3:1) einen Muskelfaserriss in der linken Wade zu. Laimer ist in der laufenden Saison ein wichtiger Faktor im Spiel des deutschen Fußball-Rekordmeisters. Der Österreicher kam in 26 Pflichtspielen zum Einsatz.
Weil auch Sacha Boey zuletzt krankgemeldet nicht dabei war, droht dem FC Bayern für das Topspiel bei RB Leipzig ein Engpass rechts hinten. Auch Mittelfeldchef Joshua Kimmich, der in der Nationalmannschaft rechts hinten verteidigt, fehlte zuletzt. Der DFB-Kapitän soll seine Probleme am Sprunggelenk auskurieren. Trainer Vincent Kompany muss neue Überlegungen für seine Abwehrkette anstellen. Er hofft, dass Alphonso Davies nach Krankheit bald wieder als Linksverteidiger auflaufen kann. Raphaël Guerreiro könnte als eine Option als Rechtsverteidiger auflaufen.
"Scheiße, jetzt denkt ihr ..." - Bayern-Boss quatscht über neues Supertalent
Shooting-Star Said El Mala wird seit Wochen mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Nach dem Gastspiel beim 1. FC Köln wurde Sportvorstand Max Eberl zu dem 19-Jährigen befragt – und ließ tief blicken. Im Gespräch mit Medienvertretern glänzte er nämlich mit detailliertem Wissen zu El Malas Lebenslauf. "Scheiße, jetzt denkt ihr, ich kenne ihn gut", quittierte Eberl anschließend seine Ausführungen, nachdem ihm offensichtlich aufgefallen war, dass diese auf ein Interesse des FC Bayern am Offensiv-Juwel hindeuten könnten. Zu einem Lob für El Mala ließ sich Eberl aber dennoch noch hinreißen. Der Kölner sei ein "toller Junge", es mache Spaß, ihn Fußball spielen zu sehen, schwärmte der Münchner Funktionär.
Die "Bild" berichtete, der Rekordmeister könne in einem möglichen Transfer-Poker um El Mala auf die Unterstützung des DFB bauen. Demnach soll der Youngster aus dem Verband das Signal erhalten haben, dass man ihn auch künftig gerne in der Bundesliga und entsprechend nicht bei einem Klub im europäischen Ausland sehen würde. Weiter hieß es, die finanziellen Dimensionen eines möglichen El-Mala-Transfers seien in der höchsten deutschen Spielklasse nur für den FC Bayern zu stemmen. Andere Interessenten, darunter der BVB, der den Kölner ebenfalls im Visier haben soll, wären demnach chancenlos.
FC Bayern holt nächsten Rekord - und pfeift drauf
Der FC Bayern gewinnt auch in Köln mit 3:1 und spielt die beste Bundesliga-Hinrunde aller Zeiten. Im RTL-Interview hängt Münchens Trainer Kompany den Rekord nicht zu hoch, sein Blick richtet sich direkt auf die nächste Partie gegen Leipzig.
"Farce" löst Alarmstufe Rot bei Real Madrid aus
"Eine Farce", "besorgniserregend", "ein Pulverfass": Nach den schlimmsten 72 Stunden der jüngeren Vereinsgeschichte herrscht bei Real Madrid Alarmstufe rot. Die Talfahrt der Königlichen erreichte ausgerechnet im "Königspokal", der Copa des Rey, ihren Tiefpunkt. Das 2:3 (1:1)-Debakel beim Zweitligisten Albacete Balompié hallte in der Hauptstadt laut nach.
"Es ist eine Farce, es ist lächerlich. Alles, was in den letzten Tagen passiert ist", sagte der spanische Kommentator und Real-Experte Siro López, der auch für das Vereins-TV am Mikrofon sitzt und sich deshalb laut eigener Aussage noch zurückhielt, als er urteilte: "Wir haben Real Madrid zum Gespött gemacht."
Das nicht unverdiente Ausscheiden im Achtelfinale gegen den stark abstiegsbedrohten Tabellen-17. der zweiten Liga verschlimmerte die Turbulenzen der vorherigen Tage. Nach der Pleite im Supercopa-Finale gegen den Erzrivalen FC Barcelona (2:3) musste der ehemalige Leverkusener Meistermacher Xabi Alonso als Trainer gehen, Ex-Real-Profi Álvaro Arbeloa debütierte im Pokal als Nachfolger - und nahm die Blamage gleich auf seine Kappe.
Die sportlichen Schlagzeilen am Mittag
Russischer Fußballprofi stirbt nach Sturz aus dem Fenster
Lionel Adams ist tot. Der russische Fußballer mit nigerianischen Wurzeln kam in Swenigorod Medienberichten zufolge bei einem Sturz aus dem Fenster ums Leben. Den Berichten zufolge besuchte der 31-Jährige, der zuletzt vereinslos gewesen war, zum Zeitpunkt des Unglücks Timur Magomedov, einen ehemaligen Spieler von Rubin Jalta. Anfang Dezember waren Adams und Magomedov in Swenigorod in einen Konflikt verwickelt gewesen, bei dem die beiden verprügelt wurden und Adams sogar eine Schussverletzung erlitt.
Lionel Adams wurde bei ZSKA Moskau ausgebildet und spielte für die Jugendmannschaften des Vereins. Danach verbrachte er viel Zeit als Spieler in Armenien, Kasachstan und Belarus. Für die russische U-18-Nationalmannschaft lief er viermal auf.
Alexandra Popp flirtet mit Borussia Dortmund
Alexandra Popp hat ihre Zukunft beim VfL Wolfsburg offen gelassen, die frühere DFB-Kapitänin liebäugelt mit einem Wechsel zu Borussia Dortmund. "Das ist weiterhin in meinem Hinterkopf, daraus mache ich kein Geheimnis", sagte die 34 Jahre alte Angreiferin in einem Interview dem "Kicker": "Ob es in diesem Jahr der richtige Zeitpunkt wäre, ist schwierig zu sagen."
Popps Vertrag in Wolfsburg läuft zum Saisonende aus. Die 145-fache Nationalspielerin und Olympiasiegerin von 2016 ist schon länger bei den BVB-Frauen im Gespräch, die Tabellenzweiter der Regionalliga West und für ihre Bundesliga-Ambitionen bekannt sind. Popp ist zudem in Witten im Ruhrgebiet geboren und spielte früher beim MSV Duisburg, ehe sie 2012 zum VfL wechselte.
Popp will sich "in dieser Phase meiner Karriere nicht vorschnell entscheiden müssen", sagte sie. "Es gibt Fragezeichen in allen Richtungen. Es kann sein, dass ich in Wolfsburg bleibe. Es kann aber auch sein, dass ich nach dieser Saison woanders auflaufe oder gar nicht mehr spiele." In der Bundesliga führt Popp gemeinsam mit Hoffenheims Selina Cerci (beide zehn Treffer) die Liste der Torjägerinnen an. "Ich fühle mich körperlich sehr gut", betonte die dreimalige "Fußballerin des Jahres" in Deutschland.
Fehler beim Gegentor? Manuel Neuer verteidigt sich
Manuel Neuer schien sich der Tatsache gleich bewusst zu sein, dass er da gerade nicht gut ausgesehen hatte. Am Boden liegend, vergrub er sein Gesicht zwischen den Armen, als der Ball hinter ihm aus dem Netz sprang. War das also ein Fehler des Kapitäns von Bayern München im Bundesliga-Spiel beim 1. FC Köln?
Neuer hatte beim Gewaltschuss von Linton Maina (41.) mit 107 km/h aus 16 Metern zwar noch die Hände an den Ball gebracht, den Einschlag aber nicht verhindern können. "So kurz war das jetzt nicht. Sehr zentral, er kann überall hinschießen", verteidigte sich Neuer und betonte: "Ich versuche, mein Bestes zu machen. Und dann steht es 1:0 für den FC."
Die Bayern aber drehten das Spiel, gewannen 3:1 (1:1) und durften sich für die beste Hinrunde der Bundesliga-Geschichte feiern lassen. Und so ließ auch Max Eberl Gnade walten. Aus solch einer Distanz könne es immer passieren, "dass die Hand eben nicht komplett mit aller Kraft dahinter kommt", sagte der Münchner Sportvorstand, "und dann sieht das so aus. Von meiner Seite kein Vorwurf."
Kroos sagt etwas, das Schalke 04 nicht gerne hören wird
Der FC Schalke 04 startet am Samstag (20.30 Uhr bei RTL und im Liveticker bei ntv.de) als Tabellenführer gegen Hertha BSC in die Rückrunde der 2. Bundesliga. RTL-Experte Felix Kroos glaubt dennoch nicht an einen Aufstieg der Königsblauen. "Ich rechne damit, dass sie in der Rückrunde einbrechen werden. Schalke wird nicht aufsteigen", malte Kroos gegenüber "t-online.de" ein düsteres Szenario.
Der 34-Jährige begründet seine These: "Wenn wir die Hinrunde sportlich nüchtern bewerten, haben sie in ihrer Punkteausbeute überperformt. Mir fehlt die Fantasie, was sie rein fußballerisch über ihre Abwehrstärke hinaus entwickeln können." Andere Mannschaften, die defensiv ebenfalls stark sind, seien Schalke "in Punkten wie beim Herausspielen von Torchancen überlegen". Dass die Knappen in 17 Spielen nur 22 Tore erzielt haben, sei am Ende entscheidend, führte Kroos weiter aus.
Grundsätzlich bewertete Kroos die Entwicklung aber sehr positiv. "Es ist mittlerweile wieder Schalke 04 zu erkennen. Die Leute denken und reden optimistisch über den Verein, nachdem in den vergangenen Jahren kaum noch Hoffnung da war. Das ist ein riesiges Kompliment wert.".
Gladbachs Trainer fällt fatale Urteile über seine Mannschaft
Die Verantwortlichen bei Borussia Mönchengladbach haben nach der 1:5-Schlappe bei der TSG Hoffenheim wenig Mitleid mit ihren Prügelknaben gezeigt. "Wir fahren ja mit dem Bus nach Hause, was ein bisschen länger dauert. Da kann man sich mehr Gedanken machen", sagte Sportchef Rouven Schröder. Kopfschüttelnd analysierte er die Partie, in der seine Mannschaft zum Abschluss der Bundesliga-Vorrunde zeitweise gnadenlos vorgeführt worden war: "Wir waren einfach nicht da."
"Wenn wir den nächsten Step machen wollen, sind wir nicht da. Wahrscheinlich sind wir zu weich", urteilte Borussia-Trainer Eugen Polanski, den die Lehrstunde bei seinem früheren Klub besonders weh tat. Der einstige Hoffenheimer Kapitän kündigte für die Analyse an: "Jetzt reden wir die zweite Halbzeit von heute nicht mehr positiv, wir werden von der ersten Halbzeit reden." Wenn die Spieler nur "50, 60, 70 Prozent" zeigen würden, dann habe das "was mit Mentalität zu tun".
Rocco Reitz wollte auch erst gar nichts schönreden. "Wir haben vieles vermissen lassen, die Räume wieder vor der Kette viel zu groß gelassen. Das war zu wenig Kommunikation, zu wenig Intensität. Nenne man es, wie man wolle: Es war einfach zu wenig", sagte der Kapitän bei Sky.
Abschied steht kurz bevor: BVB schickt nächsten Spieler weg
Julien Duranville findet bei Borussia Dortmund weiterhin überhaupt nicht statt. Der Youngster kam in der laufenden Spielzeit keine einzige Pflichtspiel-Minute unter Niko Kovac zum Einsatz, hatte im Sommer und Herbst zudem einmal mehr mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen. Nun könnte das Kapitel BVB schon zeitnah für Duranville enden.
Wie es in einem jüngsten "Sky"-Bericht heißt, könnte der 19-Jährige die Schwarz-Gelben noch in der laufenden Januar-Transferperiode verlassen. Der Spieler und Borussia Dortmund sollen sich darüber einig sein, den gemeinsamen weg zumindest vorübergehend nicht länger fortzusetzen.
Laut dem TV-Sender gibt es auch weiterhin konkrete Anfragen für Julien Duranville, und zwar sowohl aus dem "näheren Ausland" als auch aus der Bundesliga. Um welche Klubs es sich dabei genau handelt, blieb zunächst noch offen. Die bis zuletzt als potenzielle Abnehmer favorisierten Vereine RSC Anderlecht, Borussia Mönchengladbach und FC Sevilla sollen allerdings nicht mehr dabei sein. Für Borussia Dortmund sollen weiterhin sowohl eine vorübergehende Leihe als auch ein fester Verkauf denkbar sein. Das Offensivjuwel besitzt bei den Westfalen noch einen laufenden Vertrag bis 2028.
Mehr zum Ende von Duranville hier bei den Kollegen von sport.de
FC Bayern bangt nach Zusammenprall um Konrad Laimer
Bayern München sorgt sich um den nächsten Außenverteidiger. Nach der Verletzung von Josip Stanisic stehen Fragezeichen hinter der Gesundheit von Konrad Laimer. "Er hat etwas gespürt an der Wade, wenn ich das richtig gesehen habe. Da geht es morgen sofort in den Scanner rein, dann wissen wir mehr", sagte Trainer Vincent Kompany nach dem 3:1 (1:1)-Erfolg des Rekordmeisters zum Hinrunden-Abschluss beim 1. FC Köln.
Der Außenverteidiger war in der Nachspielzeit mit einem Gegenspieler zusammengeprallt und musste behandelt werden. Weil die Münchner das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatten, mussten sie das Spiel zu zehnt beenden, Laimer humpelte vom Feld. "Hoffentlich kommen die anderen Spieler zurück", sagte Kompany: "Wir haben noch einige, die uns bald helfen müssen. Aber gut, hoffentlich geht es Konny gut und er kann einfach weitermachen."
Für den Ligaprimus war es nicht die einzige Schrecksekunde. Auch Harry Kane und Hiroki Ito mussten behandelt werden, Sorgen bestünden bei ihnen allerdings nicht, sagte Kompany.
Australian Open: Für Zverev wird es direkt zum Start richtig kniffelig
Anspruchsvoller Auftakt, aber keine Angstgegner in Sicht: Tennisstar Alexander Zverev hat bei den Australian Open eine interessante Auslosung erwischt. Der Weltranglistendritte aus Hamburg bekommt es in der ersten Runde mit dem aufschlagstarken Kanadier Gabriel Diallo, der Nummer 41 der Weltrangliste, zu tun - anschließend würden lange keine ganz großen Namen warten.
Der Brite Cameron Norrie (Nr. 26) könnte in der dritten Runde der erste gesetzte Gegner des Hamburgers sein. Im Viertelfinale wartet auf Zverev ein mögliches Duell mit Brisbane-Sieger Daniil Medwedew - im Halbfinale ein Match gegen den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz. Titelverteidiger Jannik Sinner und Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic landeten in der anderen Hälfte des Draws und können vor dem Finale nicht auf Zverev treffen.
Die anderen deutschen Spielerinnen und Spieler hatten Glück. Lediglich Laura Siegemund erwischte in Ljudmila Samsonowa (Nr. 18) eine gesetzte Spielerin. Eva Lys dürfte gegen Sorana Cirstea (Rumänien) gute Chancen haben. In der zweiten Runde winkt ein spektakuläres Duell mit der viermaligen Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka für die deutsche Nummer eins.
Premier-League-Stars denken, sie spielen auf Schalke
Malik Thiaw hat in der Premier League nicht nur sportlich Fuß gefasst, sondern auch schon eine emotionale Verbindung zu seiner neuen Heimat entdeckt. Seit seinem Wechsel zu Newcastle United im Sommer fühlt sich der deutsche Nationalspieler an frühere Tage beim FC Schalke 04 erinnert, wie er in einem Interview verriet.
"Es erinnert mich an Schalke 04", sagte der Verteidiger gegenüber "Sky" und zieht damit eine bemerkenswerte Parallele zwischen dem nordenglischen Klub und seinem Jugendverein, für den er insgesamt sieben Jahr lang spielte. In dem Interview mit dem TV-Sender erklärte Thiaw weiter: "Die Stadt ist auch so fußballverrückt wie Gelsenkirchen. Die lieben den Verein. Es ist wie eine Religion für die. Alle brennen für den Verein. Jedes Spiel ist das Stadion ausverkauft." Worte, die zeigen, wie tief der Fußball in beiden Städten verankert ist.
Auch Teamkollege Nick Woltemade, der wie Thiaw im Sommer nach Newcastle wechselte, verwies auf die besondere Atmosphäre. "Ich würde schon sagen, es ist vergleichbar mit Schalke so ein bisschen. Viele leben nur dafür und Newcastle ist auch so. Klar, es ist jetzt nicht wie im Pott, aber hier gibt's auch nur Newcastle und halt diese andere Mannschaft, die noch hier ist (AFC Sunderland, Anm. d. Red.)." Was Thiaw und Woltemade nicht erwähnten: Gelsenkirchen ist die Partnerstadt von Newcastle. Aber Umwege sind manchmal auch erhellend.
Mehr zu Schalke und Newcastle hier bei den Kollegen von sport.de
Supertrainer Kompany weiß nicht, was er vom Rekord für die Ewigkeit halten soll
Nach der besten Hinrunde der Bundesliga-Geschichte geriet Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany ins Grübeln. "Es ist eigentlich ein innerlicher Konflikt mit meiner Mentalität, dass wir mitten in der Saison schon einen Rekord bejubeln, weil das ist kein Titel", sagte der Belgier nach dem 3:1 (1:1) beim Aufsteiger 1. FC Köln. Aber es sei "so unfassbar schwierig" einen Rekord aufzustellen. "Deswegen sage ich den Jungs: 'Das habt ihr geschafft. Gratulation.' Und ab morgen startet die Rückrunde und dann ist alles wieder auf Null", blickte Kompany nach vorn.
Serge Gnabry (45.+5), Min-Jae Kim (71.) und Lennart Karl (84.) drehten die Partie nach der Kölner Führung durch Linton Maina (41.) für die Münchner, die die Hinrunde mit 47 Punkten und dem um 19 Tore besseren Torverhältnis im Vergleich zur alten Bestmarke in der Saison 2013/14 unter Startrainer Pep Guardiola beendeten. Die elf Punkte Vorsprung nach der ersten Saisonhälfte auf den BVB sind zudem eingestellter Ligarekord. In Summe ist das, was Kompany geschaffen hat, ein Rekord für die Ewigkeit.
"Die Hinrunde ist vorbei. Ich versuche die Rückrunde zu gewinnen und dann sieht es gut aus", gab Kompany die Marschroute für die verbleibenden 17 Spiele in der Liga vor. Kapitän Manuel Neuer sah "ein gutes Zeichen, dass wir jetzt so auch in die Rückrunde starten können, mit einem starken Gegner auswärts bei Leipzig."
Beim 1. FC Köln wird es langsam ungemütlich
Trainer Lukas Kwasniok stemmt sich gegen die aufkommende Unruhe beim 1. FC Köln nach dem achten sieglosen Spiel in Serie. Nach dem 1:3 (1:1) gegen den FC Bayern widersprach Kwasniok vehement seinem Profi Jakub Kaminski. Der hatte nach der unglücklichen Niederlage geklagt: "Acht Spiele ohne Sieg. Die Stimmung bei uns ist natürlich gerade nicht so toll."
Auf die Kaminski-Aussage angesprochen antwortete Kwasniok nun vehement. "Die Stimmung bei uns allgemein ist überhaupt nicht schlecht. Das wird mit mir nicht passieren. Im Leben gibt es viel, viel härtere Aufgaben", befand der 44-Jährige und fügte launig hinzu: "Morgen wird hoffentlich wieder ein bisschen gelächelt, am Freitag wird gelacht und am Samstag hoffentlich gewonnen." Dann spielen die Kölner gegen den Tabellen-16. FSV Mainz 05. Sollte es dann das neunte Spiel ohne Sieg in Serie geben, könnte die Stimmung endgültig kippen.