Montag, 13. April 2020Der Sport-Tag

Heute mit Tobias Nordmann & David Bedürftig
17:46 Uhr

"Gegnern immer weit überlegen": Pizarro adelt Guardiola

Claudio Pizarro hat in seiner Karriere unter vielen hochkarätigen Trainern gespielt, Pep Guardiola hat es der Sturmlegende von Werder Bremen jedoch besonders angetan. "Pep hat tatsächlich meinen Horizont im Fußball noch einmal erweitert, er hat eine ganz andere Vision vom Fußball als andere Trainer", sagte der Peruaner im Interview für ein Sonderheft des "Weser-Kuriers". "Er ist der beste, den ich hatte." Zwei Jahre spielte Pizarro beim FC Bayern München unter dem Spanier und schwärmte über den heutigen Manchester-City-Trainer: "Er ist den Gegnern immer weit überlegen in seinen Gedanken. Ich glaube, dass es rein taktisch und von all den Dimensionen, wie er über Fußball denkt, keinen besseren Trainer gibt als Pep Guardiola." Den früheren Bayern-Coach Jupp Heynckes bezeichnete Pizarro als "ganz tollen Menschen". "Er hat dem ganzen Verein enorm geholfen, und wie gut er das gemacht hat, sieht man daran, wie oft sie ihn zum FC Bayern zurückgeholt haben", sagte der 41-Jährige.

Eine besondere Beziehung gab es vor allem mit Thomas Schaaf. Unter dem langjährigen Werder-Trainer debütierte Pizarro 1999 in der Bundesliga. "Er hat mich wirklich immer unterstützt, und das zu spüren, ist für einen Spieler immens wichtig. Wir hatten ein Vertrauensverhältnis", sagte Pizarro. Gerne hätte der Südamerikaner auch einmal unter Jürgen Klopp gespielt. "Es hätte mir ohne jeden Zweifel sehr gefallen, mal mit so einem Trainer zu arbeiten. Klopp finde ich aus Sicht eines Spielers total spannend", erklärte Pizarro.

16:35 Uhr

Training mit kompletter Mannschaft: Ibrahimovic kickt weiter bei Hammarby

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Zlatan Ibrahimovic floh vor Corona aus Italien nach Schweden.

(Foto: imago images/Bildbyran)

Ein Fußball-Star dicht an dicht neben seinen vorübergehenden Trainingskameraden: So etwas ist für Zlatan Ibrahimovic während der Corona-Krise nur in seiner schwedischen Heimat machbar. Der 38-Jährige vom AC Mailand trainierte erneut beim Stockholmer Erstliga-Klub Hammarby IF mit, wie Bilder vom Trainingsplatz zeigten. Bereits am Donnerstag hatte der Stürmer bei Hammarby mitgekickt, bei der freiwilligen Trainingseinheit waren da aber im Gegensatz zum Mannschaftstraining am Montag zahlreiche Leistungsträger des Teams nicht dabei gewesen. Ibrahimovic im Hammarby-Trainingsanzug zu sehen, löste in Schweden umgehend Spekulationen aus, er könnte nach seiner Zeit in Italien noch als Aktiver in das skandinavische Land zurückkehren. Der Stürmer stammt ursprünglich aus dem südschwedischen Malmö, hält aber 25 Prozent der Klub-Anteile bei Hammarby.

"Ibra" war Mitte März aus Mailand nach Schweden zurückgekehrt, nachdem die Serie-A-Saison wegen der dramatischen Corona-Situation in Italien unterbrochen worden war. In seinem Heimatland gelten deutlich freizügigere Regelungen, mit denen die Verbreitung des neuartigen Coronavirus abgebremst werden soll, darunter ein Verbot von Versammlungen mit mehr als 50 Menschen. Fußballtraining ist nach Angaben der schwedischen Gesundheitsbehörde weiterhin erlaubt.

15:18 Uhr

Letztes Klinsmann-Überbleibsel: Hertha will Performance Manager Friedrich halten

Fußball-Bundesligist Hertha BSC möchte den früheren Nationalspieler Arne Friedrich weiterhin längerfristig an den Hauptstadtklub binden. "Wir hoffen, dass er an Bord bleibt. Wir glauben, dass er ein wichtiger Teil von Hertha BSC sein kann", sagte Sport-Geschäftsführer Michael Preetz. Der 40 Jahre alte Friedrich arbeitet zunächst noch bis zum Saisonende fest als Performance Manager für die Berliner. "Wir können uns den Arne in den nächsten Jahren in einer Rolle vorstellen, die Kabine und Geschäftsstelle verbindet", sagte Preetz. Die Gespräche sollen in den "nächsten Wochen" intensiviert werden. Auch der neue Trainer Bruno Labbadia kann sich vorstellen, künftig mit Friedrich zusammenzuarbeiten und hatte für Montagabend ein persönliches Gespräch mit dem Ex-Profi geplant. "Wir wollen ihn bestmöglich nutzen. Ich möchte Arne gerne auch eng an der Mannschaft haben, wenn er das möchte", sagte Labbadia bei seiner Vorstellung: "Ich bin froh, dass er da ist, weil er den Verein gut kennt." Friedrich war im vergangenen November gemeinsam mit dem ehemaligen Trainer Jürgen Klinsmann bei Hertha angetreten und hatte den etwas sperrigen Titel Performance Manager erhalten. "Für Performance sind wir alle zusammen zuständig", sagte Labbadia und musste dabei lachen. Nun könnte Friedrich möglicherweise eine Art Sportdirektor werden, das hatte Manager Preetz bereits Ende vergangenen Monats angekündigt.

13:56 Uhr

Real plant Sommer-Offensive mit Haaland und Mbappe

Sturmtalent Erling Haaland soll bereits in diesem Sommer von Borussia Dortmund zu Real Madrid wechseln. Das berichtet die "Marca" auf ihrer Titelseite. Demnach haben die "Königlichen" ihre Bemühungen sowohl um den 19 Jahre alten Norweger als auch um Weltmeister Kylian Mbappé intensiviert. Profitieren könnte Real dabei von einer angeblichen Ausstiegsklausel in Höhe von 75 Millionen Euro, die der erst im Januar abgeschlossene und bis 2024 datierte Vertrag zwischen dem BVB und dem ehemaligen Salzburger Haaland beinhalten soll. Nach Informationen der "Bild" greift diese Klausel jedoch erst frühestens im Sommer 2022.

13:13 Uhr

Bayerns Hernandez glaubt nicht an Königsklassen-Fortsetzung

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Lucas Hernandez glaubt nicht daran, dass die Saison in der Champions Leage noch zu Ende gespielt wird.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Weltmeister Lucas Hernandez vom FC Bayern glaubt wegen der Corona-Krise nicht mehr daran, dass die Champions League in dieser Saison zu Ende gespielt werden kann. Das sagte der Franzose der "L'Équipe". Wegen der Pandemie wird derzeit in Europa kein Fußball mehr gespielt. "Man muss Realist sein. Ich glaube nicht, dass es möglich ist, die Champions League abzuschließen, vor allem wenn man die Ligen vorzieht." Bevor eine Fortsetzung des Europapokals ins Auge gefasst wird, wollen die Ligen ihre Meisterschaften sichern. In der Bundesliga fehlen neun Spieltage. "Das ist machbar", sagte Hernandez und ergänzte zur Königsklasse: "Es wird schwer, dass alle gleichzeitig loslegen können, dass alle gleich fit sind oder dass man einfach nur Kontakt haben sowie nach Italien, Spanien, England oder Frankreich reisen darf."

11:51 Uhr

Labbadia verzichtet zunächst auf "weite Teile" des Gehalts

Bruno Labbadia wird zu Beginn seiner Zeit als Coach von Bundesligist Hertha BSC auf "weite Teile" seines Gehalts verzichten. Dies habe er angeboten für den Zeitraum, bis wieder regulär Fußball gespielt werden könne, sagte Geschäftsführer Michael Preetz bei der Präsentation des Nachfolgers von Alexander Nouri. "Das finde ich eine tolle und bemerkenswerte Geste und möchte mich da auch gleich zu Beginn schon mal für bedanken", betonte Preetz. "Das zeigt, dass er sehr reflektiert auch in dieser Situation auf die Gesamtumstände, die wir in unserem Land und im Fußball haben, abhebt und sie im Blick hat." Hertha hatte Labbadia am Donnerstag als bereits vierten Cheftrainer dieser Saison verpflichtet.

10:53 Uhr

Video: Enterprise-Captain liest Shakespeare für verstorbenen Moss

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Der Schauspieler Patrick Stewart, am besten bekannt für seine Rolle des Captain Jean-Luc Picard des Raumschiffs Enterprise, ehrt den verstorbenen Formel-1-Rennfahrer Sir Stirling Moss. Stewart, der in Corona-Zeiten auf Twitter jeden Tag ein Shakespeare-Sonnett verliest, wendet sich diesmal an die Kamera in Ehren seines "Freund und Helden" Moss. Der Brite war am Ostersonntag im Alter von 90 Jahren nach langer Krankheit in London verstorben. Viermal war Moss WM-Zweiter, dreimal Dritter. Auf 16 Grand-Prix-Erfolge konnte er zurückblicken, damit hatte er mehr Rennen gewonnen als 17 der bislang 33 Weltmeister.

09:06 Uhr

BVB, Bremen oder Ausland? Was wird aus Rashica?

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Wohin führt sein Weg?

(Foto: imago images/Buzzi)

Die Zukunft von Werder Bremens Youngster Milot Rashica in der Fußball-Bundesliga ist weiter offen. "Wir standen vor der Corona-Krise in Kontakt mit einigen Klubs - auch aus der Bundesliga. Zurzeit steht aber alles still", sagte Altin Lala, der Berater des 23-Jährigen, bei Sport1. In Bremen hat Rashica noch einen Vertrag bis 30. Juni 2022, die Ablösesumme für den Offensivspieler soll dem Vernehmen nach bei einem Wechsel ins Ausland bei 38 Millionen Euro liegen. Zuletzt wurde er immer mal wieder mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht - dieser Flirt soll aber mittlerweile erkaltet sein. Auch der FC Liverpool und der SSC Neapel wurden immer mal wieder gehandelt.

08:21 Uhr

Stadiondach-Einsturz in Alkmaar "war absehbar"

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Das Stadiondach stürzte ein, als das Stadion menschenleer war.

(Foto: imago images / Hollandse Hoogte)

Der Einsturz des Stadiondaches beim niederländischen Erstligisten AZ Alkmaar im Sommer 2019 war absehbar. Zu diesem Ergebnis kommt das mit der Untersuchung beauftragte Ingenieurbüro in seinem Abschlussbericht. Im Augenblick des Einsturzes war das Stadion menschenleer, daher gab es am 10. August keine Verletzten. Eine Kombination aus starken Winden, Konstruktionsfehlern und Schäden aus früheren Stürmen hat laut Bericht zum Zusammensacken geführt. Als Hauptgrund sieht das Ingenieurbüro zu dünne Schweißnähte und Planungsfehler bei Verbindungen. Die Konstruktion sei sehr wahrscheinlich schon kurz nach der Stadioneröffnung 2006 geschwächt worden.

07:31 Uhr

"Obszöne Zahlen" - Reif hält Neuers Poker für "riskant"

Der FC Bayern plant die Zukunft - und arbeitet auch an einer Verlängerung mit Manuel Neuer. Der Keeper fordert Medienberichten zufolge allerdings 20 Millionen Euro jährlich für seine Zusage, sodass die Verhandlungen stocken. Für Marcel Reif ein riskanter Poker. "Neuer ist der Kapitän, sein Wort hat Gewicht", schreibt er in seiner Kolumne auf "Sport1", für die "Struktur" beim FC Bayern sei er "extrem wichtig". Dennoch werden die Münchner "über seine angebliche Gehaltsforderung diskutieren. Das sind obszöne Zahlen, gerade in solchen Zeiten". Für Reif steht dennoch fest, dass der FC Bayern eine Einigung mit seinem Kapitän finden muss. "Er kann und wird noch drei Jahre auf Top-Niveau super Leistungen bringen." Nichtsdestotrotz sei Neuers Standpunkt riskant. Immerhin fehle es laut Reif an europäischen Top-Klubs, mit denen er einerseits die gewünschten Erfolge feiern und bei denen er andererseits das gewünschte Gehalt kassieren kann. "Wo ist also sein Ass?"

06:11 Uhr

Die Motorsport-Welt trauert um ihre Legende

Nach dem Tod des ehemaligen Formel-1-Stars Sir Stirling Moss hat die Motorsport-Welt ihr Bedauern ausgedrückt. "Er übertraf die Bezeichnung Legende. Seine Fähigkeiten in Rennwagen aller Art waren wirklich außergewöhnlich", sagte Formel-1-Sportchef Ross Brawn, der Moss zu seinen Freunden zählte. Als "gewaltigen Racer und Gentleman" bezeichnete ihn der frühere Formel-1-Pilot Martin Brundle. Moss habe "die gefährlichste Ära des Motorsports überlebt" und "großartige Geschichten zu erzählen" gehabt. "Das ist ein sehr trauriger Tag. Stirling Moss hat uns nach einem langen Kampf verlassen", schrieb Weltverbandschef Jean Todt. "Er war eine wahre Legende im Motorsport und er wird eine für immer bleiben."