Samstag, 27. Juni 2020Der Sport-Tag

mit Torben Siemer
Torben Siemer
22:15 Uhr

Flick äußert sich zu Thiagos Zukunft

Bayern-Trainer Hansi Flick hat vor dem letzten Bundesliga-Saisonspiel noch einmal klargemacht, dass er den spanischen Mittelfeldstrategen Thiago gern weiter in der Mannschaft des alten und neuen deutschen Fußball-Meisters sehen würde. Die Zukunft des 29-Jährigen gilt derzeit als offen, sein Vertrag beim Rekordchampion läuft noch ein Jahr. Flick unterstrich vor dem Anpfiff der Partie beim VfL Wolfsburg erneut, dass die Münchner den Kontrakt gern verlängern möchten.

Der Trainer lobte Thiago noch einmal in den höchsten Tönen. "Er ist ein außergewöhnlicher Spieler, er hat enorme Qualitäten. Er gibt einer Mannschaft das gewisse Etwas", sagte Flick. Er habe mit Thiago offen darüber gesprochen, berichtete Flick, wollte aber nicht auf mögliche Ergebnisse des Gesprächs eingehen. "Letztendlich ist es immer so, dass es auch der Spieler letztendlich entscheidet", erklärte Flick, der in Wolfsburg auf Thiago verzichten muss. Der 2013 vom FC Barcelona gekommene Profi ist nach seiner Leistenoperation möglicherweise im DFB-Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen am kommenden Samstag in Berlin wieder dabei.

22:03 Uhr

Zidane verspürt keine Lust, lange Trainer zu sein

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Mit 70 noch an der Seitenlinie? Das ist nichts für Zidane.

(Foto: imago images / Insidefoto)

Der frühere französische Fußball-Nationalspieler und heutige Trainer von Real Madrid, Zinédine Zidane, will nicht bis zum Rentenalter als Coach arbeiten. "Ich werde nicht 20 Jahre Trainer sein, ich ziehe mich früher zurück", sagte der 48-Jährige in Madrid. "Bei mir ist das so. Ich plane nichts, bei mir geht es von Tag zu Tag. Bis wann? Keine Ahnung", fügte Zidane hinzu, der mit seinem Klub im spannenden Titelduell mit dem punktgleichen Erzrivalen FC Barcelona gerade wieder die Tabellenführung in der Primera Division erobert hat.

"Im Kopf bin ich immer Fußballspieler geblieben. 18 Jahre lang war ich das, und als sie mich fragten, ob ich Trainer werden wolle, habe ich nein gesagt. Das zermürbt einen", bekannte Zidane, der 1998 mit der französischen Mannschaft Weltmeister und 2000 Europameister wurde. Dennoch zeigte sich Zidane zufrieden mit seiner jetzigen Aufgabe: "Ich habe das Glück, die Besten zu trainieren, und das genieße ich. Mir gefallen die Spiele, aber noch viel mehr das Training, das ist das Höchste".

21:26 Uhr

Nach Abstieg: Fortuna Düsseldorf klärt Zukunft von Coach Rösler

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Uwe Rösler freut sich auf die Chance zur Wiedergutmachung.

(Foto: imago images/Contrast)

Uwe Rösler bleibt nach dem direkten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga Trainer von Fortuna Düsseldorf. "Selbstverständlich", antwortete Sportvorstand Uwe Klein nach dem 0:3 (0:1) bei Union Berlin auf die Frage eines Sky-Reporters, ob Rösler auch in der 2. Liga die Verantwortung an der Seitenlinie tragen werde. Rösler sagte eine Stunde nach dem Abpfiff auch etwas zu seiner Zukunft. Im Moment spüre er "eine unheimliche Leere", aber er freue sich auch auf die nächste Saison, "auf die Chance, es wiedergutmachen zu können", sagte der Nachfolger von Friedhelm Funkel. Klein ließ sich derweil zum Thema Neuaufbau nicht mehr entlocken. "Der Abstieg sitzt tief, wir müssen uns erst mal schütteln und zusammensetzen und mit dem Trainer in Ruhe alles analysieren, damit wir wieder positiv in die Zukunft schauen", sagte der Sportvorstand. Gleich 17 Verträge laufen bei der Fortuna aus.

21:18 Uhr

Manchester United müht sich Last-Minute ins Pokalhalbfinale

Der englische Fußball-Rekordmeister Manchester United steht im Halbfinale des FA-Cups. Im Viertelfinale beim Premier-League-Konkurrenten Norwich City um den deutschen Trainer Daniel Farke, setzte sich der Rekordmeister nach Verlängerung mit 2:1 (1:1, 0:0) durch.

In der 51. Minute erzielte Odion Ighalo die Führung für United. Todd Cantwell glich für den Klub aus Norwich sehenswert aus (75.). Die Gastgeber mussten die Verlängerung in Unterzahl antreten, in der 89. Minute flog der frühere Bundesligaprofi Timm Klose nach einer Notbremse mit Rot vom Platz. Erst in der 118. Minute erlöste dann Abwehrchef Harry Maguire den Favoriten.

Am Sonntag folgen die restlichen drei Partien des Viertelfinals. Newcastle United empfängt Titelverteidiger Manchester City (19.30), der FC Chelsea ist bei Leicester City (17.00) zu Gast, Rekordsieger FC Arsenal spielt bei Sheffield United (14.00).

20:26 Uhr

Trotz Horrorserie: Wagner schließt Rücktritt beim FC Schalke 04 aus

Schalke-Trainer David Wagner hat nach dem 0:4 beim SC Freiburg zum Saisonabschluss in der Fußball-Bundesliga ausgeschlossen, seinen Job von sich aus aufzugeben. "Einen Rücktritt wird es nicht geben. Ich bin ein Schalker - und Schalker kämpfen", sagte der Coach. Das sei außerhalb jeglicher Vorstellungskraft für ihn, ergänzte der 48-Jährige. Die Schalker haben die schwächste Rückrunde ihrer Vereinsgeschichte hinter sich und die Saison mit einer Serie von 16 Spielen ohne Sieg beendet. Am Montag will der Verein zu Konsequenzen Stellung nehmen. Sport-Vorstand Jochen Schneider hatte dem Trainer zuletzt den Rücken gestärkt und schloss mehrfach eine Trennung am Saisonende aus.

19:49 Uhr

Ohje, wieder die Mentalität: Bürki befeuert Diskussion beim BVB

Als die Hoffenheimer im Mittelkreis tanzten und Europapokal-Lieder anstimmten, waren die Fußball von Borussia Dortmund schon längst in der Kabine verschwunden. Das peinliche 0:4 (0:2) zum Saisonabschluss verhagelte allen Beteiligten mächtig die Stimmung. Nur eine Woche nach dem imponierende Auftritt beim 2:0 im Spitzenspiel bei RB Leipzig bezog das Team von Lucien Favre eine denkwürdige Niederlage, die neue Zweifel an der Charakterstärke des Teams schüren dürfte. "Bayern hat diese absolute Winner-Mentalität. Vielleicht haben wir manchmal die falsche Mentalität und die falsche Einstellung", klagte Torhüter Roman Bürki bei Sky und eröffnete damit wieder eine leidliche Diskussion, die der Klub so ungern führt. Er ist sich aber sicher: "Den Kader haben wir dazu, Bayern zu schlagen."

19:16 Uhr

Patzer im Titelkampf: Ter Stegen verhindert totale Blamage des FC Barcelona

Titelverteidiger FC Barcelona hat im Kampf um die spanische Meisterschaft erneut gepatzt. Die Mannschaft um Superstar Lionel Messi und Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen kam am 32. Spieltag bei Kellerkind Celta Vigo (16.) nicht über ein überraschendes 2:2 (1:0) hinaus. Damit könnte Real Madrid mit einem Sieg bei Barcas Stadtrivale Espanyol am Sonntag (22 Uhr) um zwei Punkte davonziehen. Torjäger Luis Suarez brachte Barcelona zweimal in Führung (20./67.), Messi lieferte dabei seine Torvorlagen Nummer 249 und 250 im Barca-Trikot. Doch Fedor Smolow (50.) und ein brillanter Freistoß von Iago Aspas (88.) bescherten den Gastgebern einen unerwarteten Punktgewinn. Ter Stegen verhinderte in der Nachspielzeit gegen Nolito sogar noch eine Pleite. Für Barcelona war es das zweite Remis in den jüngsten drei Spielen (ein Sieg).

18:51 Uhr

FC Bayern spielt beste Rückrunde in der Bundesliga-Historie

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Daumen hoch von Hansi Flick.

(Foto: dpa)

Der deutsche Meister FC Bayern hat mit dem abschließenden 4:0-Erfolg beim VfL Wolfsburg die beste Rückrunde in der Bundesliga-Historie perfekt gemacht und den eigenen Rekord hauchdünn verbessert. Der Mannschaft von Trainer Hansi Flick gelangen wie in der Triple-Saison 2012/2013 unter Jupp Heynckes 16 Siege bei einem Unentschieden. Den Unterschied machte am Samstag letztlich ein Tor: Durch den 100. Saisontreffer des Rekordchampions durch Thomas Müller in der 79. Minute stehen 54:10-Treffer in der Bayern-Bilanz, vor sieben Jahren waren es bei 54 erzielten Toren elf Gegentreffer.

Einen ausführlichen Bericht zur brutalen Dominanz des FC Bayern lesen Sie hier!

18:26 Uhr

"Schalke ist kein Schlachthof": Fan-Protest gegen Tönnies

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(Foto: dpa)

Rund 1000 Anhänger des FC Schalke 04 haben rund um die Veltins-Arena gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies und den Vereinsvorstand demonstriert. Zeitgleich zum letzten Bundesliga-Saisonspiels des Teams von Trainer David Wagner beim SC Freiburg bildeten die Fans unter Einhaltung der Hygienevorschriften eine Menschenkette am Vereinsgelände Berger Feld. Die Demonstration unter dem Motto "Schalke ist kein Schlachthof - gegen die Zerlegung unseres Vereins" war zuvor unter Auflagen genehmigt worden. Bis zu 2000 Menschen waren zugelassen. Nach Angaben von Organisator Stefan Barta kamen etwa 1200 Fans, laut Gelsenkirchener Polizei "deutlich weniger". Alles blieb friedlich. "Als Schalker musste man sich in letzter Zeit schämen. Das hat mit Kumpel- und Malocherklub nichts mehr zu tun. Wir erwarten aber, dass die Vereinsführung unser Leitbild lebt", kritisierte Mitorganisatorin Katharina Strohmeyer.

An mehreren Stellen hatten die Schalke-Fans ihre Botschaften auf Bannern platziert. "Unser Vorstand - ein sozialer und moralischer Flop!", monierten sie. "Der größte Bulldozer hilft nicht mehr! Tönnies raus!", lautete eine Forderung an anderer Stelle. Fleisch-Unternehmer Tönnies ist das Hauptziel der Proteste. Seit Tagen sorgen die massenhaften Corona-Infektionen in seinem Großbetrieb in Rheda-Wiedenbrück sowie die Unterbringung und Bezahlung der Werksarbeiter für negative Schlagzeilen.

17:58 Uhr

DFB-Profi vor Wechsel zum FC Bayern an der Schulter operiert

*Datenschutz

Fußball-Nationalspielerin Klara Bühl vom Bundesligisten SC Freiburg ist erfolgreich an der Schulter operiert worden. Das teilte die 19-Jährige bei Instagram mit. Bühl hatte die Verletzung in der Vorwoche im Ligaspiel gegen die SGS Essen (1:2) erlitten und verpasst nun vor ihrem Wechsel zu Bayern München das Saisonfinale am Sonntag (14.00 Uhr/MagentaSport) beim 1. FFC Frankfurt. Wie lange die Offensivspielerin voraussichtlich ausfällt, wurde nicht bekannt.

17:12 Uhr

100 Tore in einer Saison: Müller lässt FC Bayern jubeln

Mit dem 100. Tor in einer Saison ist dem deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München ein seltenes Kunststück in der Geschichte der Bundesliga gelungen. Durch das Tor von Thomas Müller (79. Minute) zum 4:0 im letzten Saisonspiel beim VfL Wolfsburg erreichte erst zum zweiten Mal eine Mannschaft einen dreistelligen Wert bei den erzielten Treffern. Nur den Bayern selbst war das bisher gelungen, die Marke von 101 Toren aus der Spielzeit 1971/1972 ist der bis heute gültige Rekord.

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16:20 Uhr

Fans versammeln sich erneut bei Union Berlin

Auch beim letzten Bundesliga-Geisterspiel der Saison im Stadion An der Alten Försterei waren deutlich Gesänge von Fans des gastgebenden 1. FC Union Berlin zu hören. Schon bei den Heimspielen zuvor hatten einige Dutzend Berliner Anhänger im Wald außerhalb des Stadions das Team aus der Ferne lautstark unterstützt. "Ich wünsche mir für den Start der neuen Saison klare und verständliche Regeln für die Wiederzulassung von Menschen zu Großveranstaltungen ohne Abstandsregeln", erklärte Union-Präsident Dirk Zingler im Stadionheft zur Partie gegen Fortuna Düsseldorf.

"Wir spielen Fußball für Menschen, und zwar in erster Linie für Menschen im Stadion. Von dieser Grundhaltung bringt uns kein Ausnahmezustand ab, darauf arbeiten wir mit aller Kraft hin", sagte Zingler. Und es müsse klar sein: Würde man auf längere Zeit auf diese Abstandsregel bestehen, würden die Erlebnisse bei Fußballspielen oder auch Konzerten nachhaltig beschädigt. "Bitte nicht falsch verstehen! Ich möchte durch Fußballspiele in vollen Stadien Menschen keinen gesundheitlichen Gefahren aussetzen", schrieb Zingler. Aber er möchte Entscheidungen "als verhältnismäßig empfinden können".

16:11 Uhr

Würzburg marschiert, Braunschweig patzt

Die Würzburger Kickers haben einen wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga getan. Am 36. Spieltag der 3. Liga gewannen die Mainfranken gegen Hansa Rostock mit 3:1 (2:0). Eintracht Braunschweig unterlag hingegen 2:3 (1:0) beim abstiegsbedrohten FSV Zwickau. In der Tabelle belegen die Würzburger mit 63 Punkten den zweiten Platz vor Braunschweig (61). Spitzenreiter Bayern München II, der allerdings nicht aufsteigen darf, kam bei Absteiger Carl Zeiss Jena zu einem 2:1 (1:1). Mit 64 Punkten sind die Bayern weiter Tabellenführer.

Im Abstiegskampf kam Preußen Münster über ein torloses Remis bei Aufsteiger Waldhof Mannheim nicht hinaus. Die Talfahrt der letzten Wochen setzte der MSV Duisburg durch das 2:2 (1:2) gegen den Halleschen FC fort und verspielte weitere Punkte im Aufstiegsrennen.

15:32 Uhr

Nach Liverpool dann Bundestrainer? Das sagt Jürgen Klopp

Und nochmal Jürgen Klopp. Der Meistermacher schließt einen Wechsel ins Amt des Bundestrainers unmittelbar nach Ablauf seines Vertrags bei den Reds 2024 aus. "Das würde heißen, ich würde direkt nach Ende meines Vertrages übernehmen, ohne Vorbereitung - nee!", sagte Klopp bei Bild live. Der 53-Jährige machte zwar aus seiner Heimatliebe kein Geheimnis: "Ich bin in Deutschland aufgewachsen, bin Deutscher und bin das super gerne." Aber: "Ich bin jetzt hier bei Liverpool und habe darüber hinaus keine weiterführenden Pläne." Auch Klopps früherer Boss, Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, sieht seinen Freund nicht als baldigen Nachfolger von Joachim Löw (Vertrag bis 2022): "Ich denke, dass er sich da keine Gedanken drüber macht." An Klopps Eignung zweifelt Watzke jedoch nicht. "Jürgen kann jeden Job im Fußball, und notfalls kann er auch in die Showbranche wechseln." Auch eine Rückkehr zum BVB sei irgendwann vorstellbar.

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14:56 Uhr

Wenn Sancho ein Liverpooler wird, wäre Klopp "der Überraschteste"

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Was macht Jadon Sancho im Sommer?

(Foto: Groothuis/Witters/Pool/Witters)

Meistertrainer Jürgen Klopp vom FC Liverpool schwärmt von Jungstar Jadon Sancho, schließt einen Wechsel des Dortmunders auf die Insel nach dieser Saison aber aus. "Rot würde ihm sehr gut stehen", sagte Klopp bei Bild live, "aber ich glaube nicht, dass so ein Transfer in diesem Sommer über die Bühne gehen wird, das ist einfach eine unsichere Zeit." Sancho hat bei Klopps Ex-Klub noch einen Vertrag bis 2022, als Haupt-Interessent gilt Liverpools "ewiger" Rivale Manchester United. Der englische Nationalspieler sei "ein Topspieler, ein junger, hochinteressanter Spieler", sagte Klopp. Aber: "Wenn er in diesem Sommer nach Liverpool wechseln würde, wäre ich der Überraschteste von allen." Klopps früherer Boss, BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, zeigte sich "nicht so überrascht von Jürgens Aussage". Der Marktwert von Sancho (20), der aus seiner Sehnsucht nach der Premier League keinen Hehl macht, wird auf über 100 Millionen Euro taxiert.

14:20 Uhr

Erste Corona-Testergebnisse für Formel-1-Auftakt liegen vor

Vor dem Formel-1-Auftakt am 5. Juli im österreichischen Spielberg hat es bei rund 600 Tests auf das Coronavirus noch keine positiven Ergebnisse gegeben. Das sagte Manuela Machner, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Spielberg, der Nachrichtenagentur APA. Seit zwei Wochen werden in der Region Spielberg vor allem Hotellerie-Mitarbeiter wöchentlich getestet. Die Tests sind nach wie vor freiwillig. Knapp 400 Angestellte mehrerer Betriebe hatten sich gemeldet. Nur wenige schlugen das Angebot der Tests für eine der österreichweit fünf Pilotregionen aus, sagte die Tourismus-Chefin. Das Prozedere der Probeentnahme durch das geöffnete Autofenster dauert nur wenige Minuten. Rund um die ersten beiden Formel-1-Saisonrennen in Spielberg im Juli sollen insgesamt zwischen 10.000 und 12.000 Coronavirus-Tests durchgeführt werden. Nur durch ein strenges Hygienekonzept ist es überhaupt möglich, dass die Motorsport-Königsklasse mit knapp vier Monaten Verspätung starten kann. Fans werden bei den WM-Läufen in der Steiermark am 5. und 12. Juli nicht dabei sein.

12:56 Uhr

Argentinische WM-Legende infiziert sich mit Corona

Der argentinische Weltmeister-Coach von 1986, Carlos Bilardo, wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Wie argentinische Medien berichten, soll der 82-Jährige jedoch keinerlei Symptome zeigen. Bilardo gewann als Cheftrainer der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft um Superstar und Kapitän Diego Maradona vor 34 Jahren die Weltmeisterschaft in Mexiko durch das 3:2 im Endspiel gegen Deutschland. Seit 2019 leidet Bilardo an einer Hirnstörung und lebt in einem Pflegeheim, dort wurden zehn weitere Personen positiv auf das Virus getestet.

12:08 Uhr

Der FC Bayern trauert um Ulrich Siegel

Bayern München trauert um Ulrich "Uri" Siegel, Neffe des langjährigen Vereinspräsidenten Kurt Landauer. Wie der Fußball-Rekordmeister mitteilte, verstarb Siegel am Freitag im Alter von 97 Jahren. "Mit Uri Siegel ging der letzte Nachkomme unseres Ehrenpräsidenten Kurt Landauer von uns. Er wird dem FC Bayern fehlen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Siegel galt als einer der letzten jüdischen Überlebenden des Holocausts, die München noch aus der Zeit vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten kannte. Rummenigge sagte über sein Engagement: "Über viele Jahre stand er dem Präsidium und dem Vorstand des FC Bayern vertrauensvoll und verlässlich beratend zur Seite, wofür wir ihm zu großem Dank verpflichtet sind." Sein Onkel Kurt Landauer "prägte den FC Bayern wie kaum ein anderer in führenden Positionen, darunter 18 Jahre als Präsident in vier Perioden, zwischen 1904 und 1951", heißt es in der Mitteilung.

Siegel kehrte nach seinem Exil in Palästina nach Deutschland zurück und war später fast 20 Jahre lang Geschäftsführer der Israelitischen Kultusgemeinde Bayern. Charlotte Knobloch, die derzeitige Präsidentin der Kultusgemeinde München und Oberbayern sagte: "Eine Welt ohne ihn und seine Erinnerungen ist eine ärmere."

11:28 Uhr

"Müssen uns nicht schämen": Kehl verteidigt BVB-Coach Favre

Lizenzspielerchef Sebastian Kehl vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund hat den zuletzt häufig kritisierten Trainer Lucien Favre in Schutz genommen. "Lucien ist so wie er ist, authentisch. Er ist in seiner Arbeitsweise äußerst akribisch. Die öffentlichen Diskussionen um ihn herum waren teils sehr unfair", sagte der 40-Jährige im Sportbuzzer-Interview: "Lucien Favres Handschrift ist erkennbar."

Die BVB-Verantwortlichen hatten Favre, der einen Vertrag bis 2021 besitzt, zuletzt eine Jobgarantie ausgestellt. In seinen ersten zwei Jahren in Dortmund blieb der Schweizer ohne Titel. "Wir müssen uns für unsere Leistungen in dieser Saison absolut nicht schämen", sagte Kehl, der allerdings weiter einen Unterschied zu Meister Bayern München sieht: "Wenn sie so stabil sind, ist es schwer, an ihnen vorbeizukommen."

10:59 Uhr

Ihre Meinung ist gefragt: Wer steigt heute ab?

Die Ausgangslage vor dem Saisonfinale ist eindeutig: Gewinnt Werder Bremen heute um 15.30 Uhr (im Liveticker bei ntv.de) gegen den 1. FC Köln nicht, steigen die Grün-Weißen in die 2. Bundesliga ab. Zwei Punkte beträgt der Rückstand auf Platz 16, der immerhin die Relegation bedeuten würde. Auf diesem steht Düsseldorf, die Fortuna tritt zur selben Zeit beim 1. FC Union Berlin an - und könnte sich mit einem Sieg aus eigener Kraft vor Bremen halten. Was meinen Sie, wo wird nach Abpfiff getrauert und wer darf jubeln?

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10:22 Uhr

Juve baut Vorsprung aus

Spitzenreiter Juventus Turin hat seine Führung in der Serie A zumindest vorerst auf sieben Punkte vergrößert. Italiens Fußball-Rekordmeister gewann daheim zum Auftakt des 28. Spieltages 4:0 (0:0) gegen Abstiegskandidat US Lecce. Juventus hat nun 69 Punkte, der erste Verfolger Lazio Rom 62 Zähler. Lazio empfängt am Sbend den AC Florenz. Der Argentinier Paulo Dybala mit einem sehenswerten Schlenzer in der 53. Minute und Cristiano Ronaldo mit einem an ihm verschuldeten Foulelfmeter in der 62. Minute sorgten zu Beginn der zweiten Hälfte für die Entscheidung. Mit einem Zuspiel mit der Hacke bereitete der portugiesische Superstar noch das dritte Tor durch Gonzalo Higuaín vor (83.). Matthijs de Ligt (85.) traf wenig später zum Endstand. Der Aufsteiger aus Lecce war nach einer Roten Karte schon nach einer halben Stunde in Unterzahl.

09:54 Uhr

Nico Rosberg stammt aus "goldener Eizelle"

09:13 Uhr

"Bewiesen, dass nicht alle Fußballer Idioten sind"

Sportdirektor Max Eberl vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hat den Umgang mit dem Fußball während der Corona-Krise kritisiert. "Der Fußball hat bewiesen, dass nicht alle Fußballer Idioten und alle Funktionäre Geldmacher sind", schreibt Eberl in einem Beitrag für den "Focus". Sicherlich müsse nicht jeder Mensch ein Freund des Fußballs sein. Aber jede Branche habe Respekt dafür verdient, wenn sie versuche, um ihr Überleben zu kämpfen. "Der Fußball wurde von vielen Kritikern auf das Motto reduziert: Die Fußballer brauchen nicht noch mehr Geld - weg mit dem Fußball! Es ging hier aber nie um ein paar Fußball-Millionäre", so Eberl. Ein Bundesligaverein sei letztlich ein mittelständisches Unternehmen, das seien eben nicht nur Fußballspieler, sondern auch Verkäufer, Buchhalter, Marketingleute und Greenkeeper. Eberl räumte ein, dass "es in der Bundesliga auch den einen oder anderen peinlichen Fehltritt bei den Hygiene-Maßnahmen gegeben" habe: "Solche seltenen Dummheiten wurden dann aber populistisch von Leuten für deren eigene Interessen ausgenutzt. Das hatte mitunter nichts mehr mit einem seriösen Umgang mit Fakten zu tun."