Franz Wagners Monster-Spiel lässt Magic wieder träumen
Dank einer 34-Punkte-Gala von Basketball-Weltmeister Franz Wagner ist Orlando Magic in den NBA-Play-offs gegen die Cleveland Cavaliers wieder voll im Rennen. Orlando gewann das vierte Spiel der Achtelfinalserie mit 112:89 und glich nach zwei Niederlagen zum Auftakt zum 2:2 aus.
Nach neun Punkten Rückstand zur Pause drehten die Gastgeber aus Florida in Durchgang zwei mächtig auf. Allein das dritte Viertel ging mit 27 Punkten Unterschied an Orlando, dies sorgte für die Vorentscheidung. Wagners älterer Bruder Moritz kam auf sieben Punkte, vier Rebounds und zwei Assists. Franz Wagner verbuchte neben seiner starken Punkteausbeute auf bemerkenswerte 13 Rebounds, er war beim Scoring und unter beim Rebounding der mit Abstand wirkungsvollste Spieler auf dem Parkett. Am Dienstagabend (Ortszeit) geht die Best-of-seven-Serie in Cleveland in Spiel fünf, danach hat Orlando wieder Heimrecht. Ein mögliches Spiel sieben würde in der Halle der Cavaliers am 5. Mai stattfinden.
Darmstadt bittet Last-Minute-Leverkusen um spezielle Hilfe
Nach dem erneuten Last-Minute-Erfolg von Bayer Leverkusen hat Bundesliga-Schlusslicht SV Darmstadt 98 dem schier unbezwingbaren deutschen Fußball-Meister bei Social Media ein nicht ernst gemeintes Angebot gemacht. "Bayer Leverkusen, könnt ihr unsere Saison zu Ende spielen? Dann klappt das mit dem Klassenerhalt", schrieb der hessische Klub beim Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter). Bayer antwortete auf die Nachricht versehen mit einem Zwinker-Smiley: "Wenn ihr genügend Nachspielzeit zur Verfügung stellt…".
Leverkusen hatte im Heimspiel am Samstagabend beim 2:2 (0:0) gegen den VfB Stuttgart einen 0:2-Rückstand noch aufgeholt. Darmstadt ist mit nur 17 Punkten aus 30 Spielen abgeschlagen Tabellenletzter. Die Hessen müssen im Heimspiel am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN) gegen den 1. FC Heidenheim zwingend punkten, um die theoretische Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Mit einer Niederlage wären die Lilien definitiv abgestiegen.
Deutsches Wembley? Frings dämpft Final-Euphorie
Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Torsten Frings glaubt nicht an eine Neuauflage des deutschen Champions-League-Endspiels zwischen Bayern München und Borussia Dortmund. "Ich glaube, Real Madrid ist zu stark, das hat man jetzt auch gesehen. Da muss Bayern zweimal eine absolute Topleistung bringen, um da mithalten zu können", sagte Frings bei ran.
Die Bayern erwarten den spanischen Rekordmeister am Dienstag zum Halbfinal-Hinspiel, tags darauf trifft Dortmund auf Paris St. Germain. "Bei Dortmund weiß man nie. Wenn sie einen guten Tag haben, können sie jeden schlagen. Und wenn nicht, werden sie überrollt", sagte Frings. München und Dortmund waren 2013 in London im Endspiel der Königsklasse aufeinandergetroffen. Die Bayern siegten vor elf Jahren 2:1.
Nadal zeigt vor French Open ansteigende Form
Der spanische Tennisstar Rafael Nadal hat einen Monat vor Beginn der French Open ansteigende Form bewiesen. Der 22-malige Grand-Slam-Turniergewinner setzte sich beim Masters-1000-Turnier in Madrid auf Sand in der zweiten Runde gegen den an Nummer zehn gesetzten Alex de Minaur mit 7:6 (8:6), 6:3 durch. Mit dem hart erkämpften Sieg nahm der 37-Jährige zudem erfolgreich Revanche für die Zweitrunden-Niederlage gegen den Australier in der Vorwoche in Barcelona.
Nachdem Nadal im Tiebreak des ersten Satzes Nervenstärke bewiesen und den fünften Satzball verwandelt hatte, nahm er seinem Kontrahenten im zweiten Durchgang gleich den Aufschlag ab und beendete das Match nach etwas mehr als zwei Stunden. Er wolle sich "Schritt für Schritt" seiner Bestform annähern, "mal sehen, wie ich mich jetzt erhole", sagte Nadal hinterher. In der Runde zuvor hatte er das Generationen-Duell gegen den 21 Jahre jüngeren Darwin Blanch aus den USA klar für sich entschieden.
"Seltsames Gefühl": Völler mit Bayer bei alter Liebe
Rudi Völler fiebert der Rückkehr zu seiner alten Liebe AS Rom entgegen. "Es wird auch dieses Mal ein seltsames Gefühl sein, weil die Roma für mich eine unvergessliche Geschichte ist und drei meiner fünf Kinder in dieser Stadt geboren wurden", sagte der langjährige Funktionär des neuen deutschen Meisters Bayern Leverkusen der "Gazzetta dello Sport".
Leverkusen ist am Donnerstag (21 Uhr/RTL und im ntv.de-Liveticker) zum Halbfinal-Hinspiel der Europa League in der italienischen Hauptstadt zu Gast, und auch der heutige DFB-Sportdirektor wird vor Ort sein. "Ich werde mit meiner Familie, meiner Frau Sabrina und meinen Kindern Greta und Kevin, im Olympiastadion sein", sagte er. Für Völler wird das Spiel zu einer Rückkehr in seine zweite Heimat, von 1987 bis 1992 war er selbst für den Klub auf Torejagd gegangen. 2004 trainierte er zudem die Giallorossi kurzzeitig, 1990 wurde er in Rom Weltmeister.
Pokal-Schreck erleidet Liga-Schock
Der 1. FC Saarbrücken hat durch eine Heimpleite gegen den Halleschen FC wohl die letzte Aufstiegschance in der 3. Fußball-Liga verspielt. Die Saarländer mussten sich dem vom Abstieg bedrohten Tabellen-17. mit 0:1 (0:0) geschlagen geben und haben drei Spieltage vor dem Saisonende nun sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Henry Jon Crosthwaite besiegelte mit seinem Treffer in der 79. Minute das Ende aller Aufstiegsträume beim Pokal-Halbfinalisten, der mit 54 Zählern auf Rang sechs bleibt.
Harry Kane stellt nächsten Bundesliga-Rekord ein
Superstar Harry Kane von Bayern München hat den nächsten Bundesliga-Rekord eingestellt. Mit seinem Führungstreffer im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (9.) hat der Engländer in dieser Saison jetzt gegen 16 von 17 Gegnern ein Tor erzielt. Das gelang vor Kane nur Bayern-Bomber Gerd Müller (1966/67 und 1969/70), dem damaligen Bremer Ailton (2003/04) und dem früheren Münchner Robert Lewandowski (2019/20 und 2020/21). Eine Bestmarke kann Kane in dieser Spielzeit allerdings nicht mehr aufstellen: Gegen den SC Freiburg blieb er in beiden Partien ohne Tor.
Auf welchen Trainerposten Hansi Flick jetzt schielt
Weil Xavi Hernández beim FC Barcelona bleibt, wird Hansi Flick um eine gute Job-Gelegenheit gebracht. Den ehemaligen Trainer des FC Bayern und der deutschen Fußball-Nationalmannschaft könnte es nun in die Premier League ziehen. Wie die britische Zeitung "The Times" berichtet, ist Flick ein möglicher Trainer-Kandidat beim FC Chelsea. Demnach steht Flick auf einer Liste der Blues mit potenziellen Nachfolgern für Mauricio Pochettino. Darauf tauchen auch Ruben Amorim von Sporting aus Lissabon und Roberto De Zerbi von Brighton & Hove Albion auf.
Beim FC Chelsea steht Pochettino massiv in der Kritik. Die Londoner rangieren derzeit nur auf dem neun Platz der Premier-League-Tabelle. Nach der jüngsten 0:5-Klatsche im Derby gegen den FC Arsenal wackelt der Stuhl des Argentiniers mehr denn je.
Tuchel tauscht dreimal: Sehnenreizung bei Musiala
Trainer Thomas Tuchel verzichtet im Bundesliga-Heimspiel von Bayern München gegen Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) auf Jamal Musiala. Der zuletzt angeschlagene Nationalspieler wird nach Angaben des deutschen Fußball-Rekordmeisters nach einer Sehnenreizung geschont - am Dienstag (21 Uhr/Prime Video und im ntv.de-Liveticker) steigt das ungleich wichtigere Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Real Madrid.
Wie von Tuchel angekündigt, sind deshalb gegen die Eintracht auch Leroy Sané und Serge Gnabry nicht im Kader. Der angeschlagene Dayot Upamecano (Knöchel) fehlt ebenfalls. Im Vergleich zum jüngsten Sieg bei Union Berlin (5:1) nimmt Tuchel drei Änderungen vor. Noussair Mazraoui, Konrad Laimer und Raphael Guerreiro rücken für Alphonso Davies, Aleksandar Pavlovic und Mathys Tel in die Startelf.
"Sehr viel gelungen": Gesa Krause stürmt bei Comeback zu Olympia
Gesa Felicitas Krause hat im ersten Hindernisrennen nach ihrer Baby-Pause die Norm für die Olympischen Spiele in Paris geknackt. Auf der zweiten Station der Diamond League im chinesischen Suzhou kam die zweimalige WM-Dritte nach 3000 Meter in 9:16,24 Minuten auf Platz drei. Damit blieb sie auch unter der geforderten Zeit für die EM in Rom.
Geschlagen geben musste sie sich nur Weltrekordlerin Beatrice Chepkoech aus Kenia und Olympiasiegerin Peruth Chemutai aus Uganda. Die Norm für Paris (6. August) lag bei 9:23,00 Minuten, für Rom (7. bis 12. Juni) bei 9:37,00. "Als Dritte ins Ziel zu kommen, hat mich selbst überrascht", sagte Krause bei Sky: "Das Ziel war die Olympia-Norm, aber heute ist mir sehr viel gelungen, da fällt mir auch ein Stein vom Herzen. Das war der wichtigste Schritt Richtung Rom und Paris." Krause hatte ihr bis dato letztes Rennen über die 3000 Meter Hindernis bei der WM 2022 in Eugene bestritten. Vor einem Jahr brachte sie ihre Tochter Lola zur Welt.
Ex-Nationalspieler gesteht Skepsis bei Nagelsmann
Der ehemalige Nationalspieler Andreas Möller hält die Vertragsverlängerung zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Bundestrainer Julian Nagelsmann für die richtige Entscheidung. "Für mich ist es der logische Schritt vor dem Turnier. Dem DFB gibt es Planungssicherheit auf dieser Position", sagte Möller der "Offenbach-Post". Die zuletzt positive Entwicklung des Teams hatte Möller so nicht erwartet: "Ich muss zugeben, dass ich anfangs sehr skeptisch war. Doch die jüngsten Ergebnisse - aber auch die Art und Weise - stimmen mich optimistisch."
Nagelsmann habe die richtigen Maßnahmen getroffen und das Gesicht des Teams verändert. "Er hat eine Hierarchie aufgebaut, auch mit der Rückkehr von Toni Kroos", sagte Möller. Dennoch stehe das DFB-Team bei der Heim-EM (14. Juni bis 14. Juli) vor einer großen Herausforderung: "Grundsätzlich ist es fast noch schwieriger, einen EM-Titel zu holen als eine WM. Die Gruppe wird sicher kein Spaziergang." Trotzdem zeigte sich Möller optimistisch, "dass wir weit kommen können".
Nur zwei Klubs mit besserer Bilanz: Mainz voll verknallt in Trainer
Sportvorstand Christian Heidel vom Fußball-Bundesligisten Mainz 05 hat schon beim ersten Kontakt mit Bo Henriksen die Energie des neuen Trainers gespürt. "Das erste Gespräch mit ihm hatte ich noch per Videokonferenz. Da dachte ich schon, dass er aus meinem Bildschirm springt, so voller Energie war er. Das ist ansteckend", sagte Heidel dem "Kölner Stadtanzeiger".
Henriksen war im Februar vom FC Zürich nach Mainz gewechselt. "Wir waren sicher nicht der einzige Interessent. Glücklicherweise hat er sich schnell für uns entschieden", so Heidel: "Wir hatten uns mit Bo schon länger beschäftigt. Ich hatte mir bestimmt 20 Pressekonferenzen und viele Interviews von ihm angeschaut. Wir wussten also, was das für ein Typ ist. Wir hatten ihn aber vielleicht nicht ganz so spektakulär erwartet." Henriksen sorgt bei Heimspielen regelmäßig schon weit vor Anpfiff für Aufsehen, wenn er die bereits anwesenden Fans anheizt.
Unter Henriksen sammelte Mainz zuletzt elf Punkte in fünf Spielen - nur Leipzig und Leverkusen holten in diesem Zeitraum mehr. Morgen (17.30/DAZN und im ntv.de-Liveticker) steht das Kellerduell gegen den direkten Konkurrenten 1. FC Köln an.
Was ein Wohnmobil mit Klinsmanns DFB-Job zu tun hat
Der Wechsel von Jürgen Klinsmann auf den Bundestrainer-Posten im Jahr 2004 war das späte Ergebnis einer Kalifornien-Reise von Berti Vogts. Vogts sei damals mit seinem Sohn im Wohnmobil "die Küste abgefahren. Wie es jeder einmal im Leben tun sollte", verriet Klinsmann bei transfermarkt.de. Nach einem spontanen Telefonat sei es zu einem Treffen bei Klinsmann gekommen, der schon damals in Kalifornien lebte.
Auf dem Balkon habe Vogts dann den nach dem Rücktritt von Rudi Völler vakanten Bundestrainer-Posten angesprochen und Klinsmann das Versprechen abgerungen, sich ein Angebot zumindest anzuhören. Klinsmann unterschrieb wenig später beim DFB und führte das deutsche Team bei der Heim-WM 2006 ins Halbfinale. Zwei Tage nach Ende des Turniers erklärte er, seinen Vertrag als Bundestrainer nicht verlängern zu wollen.
"Bisschen abgeschlossen": Kroos überrascht Familie mit Comeback
Für die Verwandtschaft von Toni Kroos ist die Rückkehr des Weltmeisters von 2014 in die Fußball-Nationalmannschaft eher überraschend gekommen. "Man hatte das Kapitel als Familie schon ein bisschen abgeschlossen", sagte Bruder Felix Kroos bei t-online. "Es ist eine große Entscheidung gewesen, die jetzt auch nicht von heute auf morgen getroffen wurde. Deswegen haben wir da schon drüber geredet."
Die Entscheidung, nach fast drei Jahren Pause wieder für Deutschland zu spielen, habe der 34 Jahre alte Mittelfeldstar von Real Madrid aber allein getroffen. "Am Ende ist es so, dass er jemand ist, der seine Entscheidungen ganz klar für sich trifft", erklärte der Ex-Profi. Sein Bruder habe "einfach Bock" und "totale Vorfreude" auf die Heim-EM in diesem Sommer.
Bericht: Rangnick plagen Zweifel am FC Bayern
Die Trainersuche könnte sich beim FC Bayern noch etwas länger hinziehen. Den aktuellen Wunschkandidaten Ralf Rangnick plagen laut Medieninformationen offenbar Zweifel, ob er das Angebot des deutschen Fußball-Rekordmeisters annehmen soll. Das berichten die "Salzburger Nachrichten" und berufen sich auf das Umfeld des 65-Jährigen und der Bayern. Eine Entscheidung habe der österreichische Nationaltrainer demnach noch nicht getroffen.
Rangnick soll sich dem Bericht zufolge einen Wechsel zu den Bayern nur vorstellen können, wenn er bei Transfers und beim Betreuerstab "ein sehr gewichtiges Wort" mitreden könne. Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) würde seinen Trainer, der das Team auf jeden Fall bei der EM im Sommer noch betreuen soll, trotz eines Vertrags bis 2026 wohl nicht von einem Wechsel abhalten, besteht aber auf eine Ablösesumme.
IOC-Boss trotzt Doping-Vorwürfen: Chinas Schwimmer natürlich bei Olympia
Präsident Thomas Bach vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) hat der Welt-Anti-Doping-Agentur in der Affäre um chinesische Schwimmer den Rücken gestärkt. "Wir haben volles Vertrauen in die WADA, in die Vorschriften, und wir vertrauen darauf, dass die Vorschriften befolgt wurden", sagte Bach der Nachrichtenagentur AFP. Das IOC warte nun das Ergebnis der Untersuchung ab, die ein unabhängiger Staatsanwalt in der Sache durchführt.
Vorerst stehe einem Start der betroffenen Athleten bei den anstehenden Sommerspielen in Paris nichts im Wege. "Wenn die Abläufe befolgt werden, gibt es keinen Grund, weshalb sie nicht dort sein sollten", sagte Bach: "Es ist nicht möglich, dass Athleten mit Anschuldigungen konfrontiert werden, die nicht gestützt sind durch die zuständige Behörde - in diesem Fall die WADA - und man daraufhin sagt: Weil einige Leute nicht glücklich sind, hält man sie von den Olympischen Spielen fern."
"Absolut übertroffen": Tuchel schwärmt von "Notnagel"
Bayern Münchens Trainer Thomas Tuchel hat Innenverteidiger Eric Dier in den höchsten Tönen gelobt. "Wir sind extrem zufrieden mit ihm, er hat die Erwartungen absolut übertroffen und aus seiner Situation das Maximale gemacht", sagte Tuchel: "Er hat die Situation vom ersten Moment an mit großer Offenheit, Lust und Laune angenommen und kriegt jetzt die Belohnung dafür." Nachdem die Bayern in der Hinrunde häufiger mit Ausfällen in der Innenverteidigung zu kämpfen hatten, war Dier im Winter als Notnagel von den Tottenham Hotspur nach München gewechselt. Ursprünglich als Innenverteidiger Nummer vier eingeplant, entwickelte sich der Engländer entgegen aller Erwartungen jedoch schnell zum Stammspieler.
"Er war und ist ein extrem wichtiges Puzzleteil, weil er über seine Persönlichkeit und Fähigkeit, lautstark zu organisieren etwas mitbringt, was wir so nicht unbedingt hatten", lobte Tuchel den 30-Jährigen. Dier gebe der Mannschaft "viel Stabilität", betonte der Bayern-Coach, "weil er den Nebenleuten sehr hilft".
"99 Prozent versteht Fußball nicht": Doppelpacker wütet gegen eigene Fans
Das 2:3 beim VfL Bochum hat bei der TSG Hoffenheim für mächtig Ärger zwischen Fans und Spielern gesorgt. Während die TSG-Anhänger ihren Unmut nach der Niederlage beim Abstiegskandidaten offenbar recht offensiv kundtaten, wollten die Bundesliga-Profis deren Frust keineswegs einfach so über sich ergehen lassen. "99 Prozent (der Fans) versteht Fußball nicht, da braucht man gar nicht zu reden. Natürlich war ich in diesem Moment ein bisschen sauer", sagte Doppeltorschütze Andrej Kramaric bei DAZN, nachdem der Streamingdienst ihn wütend Richtung Gästeblock gestikulierend gezeigt hatte.
"Die Fans waren enttäuscht, was grundsätzlich mal in Ordnung ist. Ich erwarte schon, dass sie aber auch irgendwo umswitchen, weil wir letztes Jahr fast abgestiegen sind und dieses Jahr eine deutlich bessere Runde spielen als letztes Jahr", erklärte TSG-Torwart Oliver Baumann: "Es war ein bisschen emotional, von ihrer Seite, von unserer Seite. Und damit belassen wir es jetzt."
Hoeneß' Seitenhieb für Tuchel - und Riesenlob für Sportdirektor
Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat bemerkenswert offen Kritik an der Arbeitsweise von Thomas Tuchel geübt. Der zum Saisonende scheidende Trainer habe "eine andere Einstellung", wenn es um den Umgang mit jungen Spielern gehe, sagte Hoeneß im Rahmen des "FAZ"-Kongresses am Freitag: "Er meint nicht, dass er einen Davies, Pavlovic oder Musiala verbessern kann. Wenn es nicht klappt, sollte man einen anderen kaufen. Ich meine, man sollte hart an ihnen arbeiten und ihnen Selbstvertrauen geben." Der Weg für den FC Bayern führe in Zukunft aber verstärkt über die Arbeit mit dem Nachwuchs. "Wir können einmal 100 Millionen Euro für einen Harry Kane ausgeben, vielleicht noch einmal für einen deutschen Spieler, aber nicht vier- oder fünfmal", sagte Hoeneß.
Deshalb sei die Wahl auch auf Christoph Freund als Sportdirektor gefallen. "Er hat für Red Bull Salzburg einen Transferüberschuss von über 600 Millionen Euro erwirtschaftet, das ist der Ansatz für Bayern. Freund kennt jeden guten jungen Spieler auf der Welt."
NFL-Draft rührt deutsches Talent zu Tränen
Es gibt eine neue deutsche Hoffnung in der NFL: Der Traum von Offensive Tackle Brandon Coleman erfüllt sich im NFL-Draft, er wird gewählt. Und zwar an Tag drei, zum Start der dritten Runde. Der Deutsch-Amerikaner von der Texas Christian University war der 67. Pick im Draft - er kommt bei den Washington Commanders unter. Coleman hat nun das Zeug dazu, der Left Tackle von Rookie-Quarterback Jayden Daniels zu werden, der an Position zwei im Draft gezogen wurde.
Der 23-Jährige wurde in Virginia geboren, wuchs aber in Berlin auf. Im Alter von 15 Jahren aber ging er bereits wieder in die USA, am College spielt er zunächst Basketball. Erst später wurde American Football zu seiner Leidenschaft. Nun kann er sich auf der ganz großen Bühne beweisen - nach dem Pick lag er seiner Mutter weinend in den Armen.
Novum für den Rekord? Kane und die Nicht-Tore
Ein Tor-Novum würde Bayern-Star Harry Kane dem Rekord von Robert Lewandowski ein Schrittchen näher bringen. Der Kapitän von Englands Fußball-Nationalmannschaft traf in dieser Bundesliga-Saison gegen 15 der 17 Gegner. Nur gegen den SC Freiburg (zweimal) und beim 1:5-Debakel gegen die Frankfurter Eintracht ging er leer aus.
Eine Torpremiere des 30-Jährigen im Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) gegen die Hessen, die um ihren Platz im internationalen Geschäft kämpfen, würde Treffer Nummer 34 in dieser so furiosen Premierensaison bedeuten. 33 Saisontore in der Bundesliga sind der drittbeste Wert der Historie nach 30 Spieltagen. Die 41-Tore-Bestmarke des früheren Münchner Stürmers Robert Lewandowski aus der Saison 2020/21 ist ordentlich entfernt, aber noch in Reichweite. "Seine Torbilanz ist herausragend. Seine Tore helfen uns sehr. Er hat das komplette Paket: Er erzielt nicht nur Tore, er legt auch auf und ist ein Führungsspieler", sagte Trainer Thomas Tuchel. "Wir sind sehr glücklich. Er ist der Kapitän der englischen Nationalmannschaft, wir sind froh, dass er hier ist."