Der Sport-Tag
13. Februar 2026
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22:09 Uhr

Bundesliga-Trainer über Top-Transfer: "Mehr von ihm erwartet"

Rund zehn Millionen Euro zahlte Werder Bremen vor dieser Saison für den Belgier Samuel Mbangula von Juventus Turin. Damit investierte der klamme Fußball-Bundesligist einen Großteil seines Transferbudgets in nur einen einzigen Spieler. Vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) hat Trainer Daniel Thioune dem bislang enttäuschenden Neuzugang eine klare Ansage gemacht - aber auch neue Hoffnung geäußert.

Aktuell seien beide Seiten in einer Situation, "in der er sich mehr wünscht und in der auch wir mehr von ihm erwartet haben", sagte Thioune. "Das Gespräch mit Sam hat natürlich stattgefunden von meiner Seite. Der Junge war sehr offen. Danach haben wir die Tür auch zugemacht. Jetzt schauen wir nach vorne." Klar ist für den Bremer Trainer: "Wenn man für so einen Spieler ein paar Chips auf den Tisch legt, dann hat er eine gewisse Qualität. Und wir haben auch den Anspruch, dass wir diese Qualität nutzen und er sie auf den Platz bringt."

Bundesliga-Trainer über Top-Transfer: "Mehr von ihm erwartet"
21:32 Uhr

Russe spricht sich gegen Krieg aus, wechselt nach Polen - und gewinnt Silber

Wladimir Semirunnij, ein gebürtiger Russe, der nach Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine zum westlichen Nachbarn Polen gewechselt ist, hat für sein neues Land bei den Olympischen Winterspielen in Mailand die zweite Medaille gewonnen. Über 10.000 m, der längsten Eisschnelllauf-Distanz, musste sich der 23-Jährige nur dem nochmal vier Jahre jüngeren Tschechen Metodej Jilek geschlagen geben. Bronze ging an den 40-jährigen Niederländer Jorrit Bergsma. Es war Polens zweites Silber in Italien.

Semirunnij, geboren in Jekaterinburg, sprach sich 2023 gegen den Krieg aus und wechselte nach Polen, wo er im vergangenen Jahr die Staatsbürgerschaft erhielt. Semirunnij startet bei den Winterspielen auch noch über die 1500 m, dort trifft er am 19. Februar auf den deutschen Hoffnungsträger Finn Sonnekalb.

Russe spricht sich gegen Krieg aus, wechselt nach Polen - und gewinnt Silber
20:56 Uhr

Manuel Neuer nennt die eine Sache am Fußball, die er ändern möchte

Bayern Münchens Startorwart Manuel Neuer würde gerne das Zeitschinden im Fußball einschränken. "Ich würde mir wünschen, dass man eine Zeitbegrenzung für die Abstöße und Eckbälle anwendet, wie das bei den acht Sekunden mit dem Ball in der Hand der Fall ist", sagte der 39-Jährige im Interview mit "France Football".

"Zeitverzögerungen beeinträchtigen das Spiel. Das Publikum will mehr effektive Spielzeit", erklärte Neuer. Zudem würden Mannschaften oft viel Zeit bei Freistößen verschwenden. Nach einer neuen Regel darf der Torhüter den Ball maximal acht Sekunden mit den Händen kontrollieren. Der Schiedsrichter zählt die letzten fünf Sekunden sichtbar herunter. Bei Verstößen gibt es einen Eckball für die gegnerische Mannschaft.

Manuel Neuer nennt die eine Sache am Fußball, die er ändern möchte
19:55 Uhr

Zwei Australien-Fans stehlen Olympia-Athleten die Show

Zwei australische Brüder werden in den italienischen Alpen zum Olympia‑Hit: Mit ihren bunten, schrillen Outfits und einer Menge guter Laune sorgen sie im Internet für virale Momente. Derweil kann Australien dank Freestyler Cooper Woods-Topalovic sogar eine Goldmedaille feiern.

Zwei Australien-Fans stehlen Olympia-Athleten die Show
19:01 Uhr

Nationalelf vor WM in Not

Die iranische Nationalmannschaft steht vier Monate vor der Fußball-WM in den USA wohl fast ohne Testspielgegner da. Mehreren Medienberichten zufolge haben potenzielle Gegner - darunter Algerien, Island, Schottland und Spanien - ihre geplanten Partien gegen Iran abgesagt. Als einzige Alternative bleibt laut dem Sportportal 360 ein Turnier in Jordanien mit Spielen gegen den Gastgeber, Nigeria und Costa Rica. Nach Einschätzung zahlreicher Beobachter sollen die Absagen eindeutig politisch begründet sein. Die gewaltsame Niederschlagung der landesweiten Proteste hat international zu scharfer Kritik am islamischen System geführt - ein Grund, warum viele Länder derzeit nicht gegen den Iran antreten wollen, so die Beobachter.

Seit den Protesten Ende Dezember und Anfang Januar finden auch die Ligaspiele vor leeren Rängen statt. Der FFI befürchtet, dass Fans im Stadion Parolen gegen die islamischen Machthaber rufen könnten. Zudem müssen zahlreiche Vereine ihre Heimspiele aus Sicherheitsgründen in andere Städte verlegen, die als politisch weniger sensibel gelten.

Nationalelf vor WM in Not
18:54 Uhr

Bittere Szenen: Als Tränen den BVB-Titeltraum ertränkten

Der 27. Mai 2023 wird zu einem der schwärzesten Tage der Dortmunder Vereinsgeschichte. Der BVB hat seinerzeit die Bundesliga-Meisterschaft in der eigenen Hand. Für den 1. FSV Mainz 05 geht es eigentlich um nichts mehr. Am Ende steht ein Schwarz-Gelbes Trauma.

Bittere Szenen: Als Tränen den BVB-Titeltraum ertränkten
18:05 Uhr

Mercedes dominiert Testwoche mit komplett neuem Auto

Mercedes hat zum Abschluss der drei Formel-1-Testtage in Bahrain wieder in die Spur gefunden und die schnellsten Runden der Woche hingelegt. Kimi Antonelli gelang am Nachmittag in 1:33,669 Minuten die Bestzeit mit den komplett neuen Boliden, er lag damit knapp vor seinem Teamkollegen George Russell - und nur Mercedes schaffte es in Bahrain überhaupt unter die Marke von 1:34,00 Minuten. Zwar sind die Rundenzeiten so weit vor dem Saisonauftakt in Australien am 8. März noch mit Vorsicht zu genießen, Mercedes wurde seinem Status als Favorit zum Ende der Woche aber wieder gerecht. Am Donnerstag hatten technische Probleme das Team noch erheblich ausgebremst.

Bei McLaren hatte Weltmeister Lando Norris Pause, Teamkollege Oscar Piastri sammelte fleißig Runden und kam gut durch den Tag. Das galt auch für Rekordchampion Lewis Hamilton im Ferrari, der die drittbeste Zeit setzte. Nico Hülkenberg (Emmerich) spulte für Audi ebenfalls unauffällig sein Programm ab. Die Autos sind in diesem Jahr dank einer Regeländerung kleiner und leichter, die Aerodynamik wurde angepasst und die Antriebseinheiten revolutioniert. Der klassische Verbrennungsmotor liefert nur noch 50 Prozent der PS, die andere Hälfte kommt aus einer Batterie.

Mercedes dominiert Testwoche mit komplett neuem Auto
17:19 Uhr

Bauchfreier US-Athlet verläuft sich kurz nach dem Start

Bei immerhin 9 Grad plus an der olympischen Skilanglauf-Strecke kommt dem US-Athleten John Steel Hagenbuch offenbar die Hitze. Nur im Leibchen geht er an den 10-Kilometer-Start. Sein lässiger Auftritt nimmt dann jedoch schon kurz nach dem Start eine sportlich folgenschwere Wende.

Bauchfreier US-Athlet verläuft sich kurz nach dem Start
16:34 Uhr

"Super ängstlich": Deutsche Olympiaspringerin spricht über Periode

Skispringerin Agnes Reisch hat bei den Olympischen Winterspielen offen über die Auswirkungen ihrer Periode auf den Sport gesprochen. "Ich habe heute meine Tage bekommen. Dann bin ich immer super ängstlich", sagte die 26-Jährige nach dem ersten Training auf der Großschanze. Einen möglichen dritten Trainingssprung ließ sie am Donnerstagabend deshalb aus. "Als private Agnes Reisch, würde ich mir selbst nicht empfehlen, Extremsport zu machen. Skispringen ist mein Beruf, deswegen gehört das dazu, dass ich springe." Hinter einem dritten Sprung hätte sie "keinen Sinn mehr gesehen".

Reisch sagte zudem: "Natürlich belastet das irgendwie. Je nach jeder Zyklusphase ist man auch stärker oder fühlt sich nicht so gut. Aber man muss ja trotzdem Leistung bringen und kann den Wettkampf nicht nach dem Zyklus aussuchen." Teamkollegin Selina Freitag sagte der "Bild" zu dem Thema: "Ich finde es cool von Agnes zu sagen: "Meine Gesundheit und mein Körper gehen vor." Bis zum Wettkampf wird die Periode weniger. Dann kann sie auch wieder voll angreifen." Das Einzel auf der Großschanze findet am Sonntag statt.

"Super ängstlich": Deutsche Olympiaspringerin spricht über Periode
15:40 Uhr

Sprint-Star Lückenkemper liebäugelt mit Winterspielen

Deutschlands Sprint-Ass Gina Lückenkemper kann sich offenbar eine Zukunft als Bob-Anschieberin vorstellen. "Alles ist möglich", sagte die 100-Meter-Europameisterin von München, die sich derzeit die Olympischen Winterspiele als Fan vor Ort in Italien anschaut, bei Sport1: "Ausprobieren würde ich es auf jeden Fall." Doch erst einmal fokussiert sich Lückenkemper weiter auf ihre Leichtathletik-Karriere, im Sommer 2028 stehen schließlich schon "ihre" Olympischen Spiele an: "Und dann gucken wir weiter." Im Anschluss werde die Bronzemedaillengewinnerin von Paris mit der Staffel schauen, "ob ich dann überhaupt noch sage, ich möchte gerne Sport weitermachen, oder wie ich generell weitermachen möchte. Deswegen lasse ich das jetzt mal alles offen."

In Italien hat Lückenkemper die Goldfahrten von Rodlerin Julia Taubitz sowie der Teamstaffel an der Bahn miterlebt, ihre Freundin Laura Nolte kann sie im Kampf um eine Bob-Medaille aber nicht mehr vor Ort unterstützen. Aber vielleicht fährt Lückenkemper dann ja irgendwann mal im Bob ihrer Freundin mit. "Das müssen wir auf jeden Fall mal machen", sagte Nolte.

Sprint-Star Lückenkemper liebäugelt mit Winterspielen
15:12 Uhr

Deutsche Biathleten sprinten nur hinterher

Die deutschen Biathlon-Männer haben auch im zweiten Einzelrennen bei den Olympischen Winterspielen die erhoffte Medaille deutlich verpasst. Beim Gold-Triumph von Quentin Fillon Maillet belegte Philipp Horn als bester Athlet des Deutschen Skiverbandes (DSV) nur den zehnten Rang. Der 31-Jährige vergab die Chance auf eine bessere Platzierung mit einem Fehler beim letzten Schuss.

Fillon Maillet triumphierte mit fehlerfreier Schießleistung vor den Norwegern Vetle Sjaastad Christiansen (0/+13,7 Sekunden) und Sturla Holm Lägreid (0/+15,9). Horn (1) hatte bereits 1:09,2 Minuten Rückstand. Seine Ausgangsposition für den Verfolger am Sonntag (11.15 Uhr/ZDF, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) über 12,5 Kilometer ist ordentlich. David Zobel (0/+1:41,8), Justus Strelow (1/1:46,4) und Philipp Nawrath an seinem 33. Geburtstag (3/+1:52,9) haben nach dem Sprint kaum mehr Chancen. Nawrath hatte im Einzel als Fünfter die Medaille noch knapp verpasst. "Das war unfassbar hart, das war ein ganz schöner Kampf", sagte Zobel in der ARD.

Deutsche Biathleten sprinten nur hinterher
14:52 Uhr

Besondere Not: Im olympischen Dorf sind die Kondome alle

Im olympischen Dorf von Cortina d'Ampezzo sind nach einem italienischen Zeitungsbericht bereits vor der Hälfte der Winterspiele die Gratis-Kondome ausgegangen. Die mehreren Tausend Präservative mit dem Olympia-Logo, die für die Sportlerinnen und Sportler zur Verfügung gestellt wurden, seien alle weg, meldete die Tageszeitung "La Stampa". Unklar ist, ob es Nachschub geben wird. Insgesamt sind bei den Winterspielen, die noch bis zum 22. Februar dauern, etwa 2900 Athletinnen und Athleten am Start.

Bei Sommer- und Winterspielen ist es mittlerweile Standard, dass für die Athleten in den olympischen Dörfern Kondome bereitliegen. Zum ersten Mal wurde dies 1988 bei den Sommerspielen im südkoreanischen Seoul praktiziert. Bei den Spielen 2024 in Paris sollen es etwa 300.000 gewesen sein. Auch jetzt bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo waren wieder Verhütungsmittel zu haben - offenbar jedoch nicht in ausreichenden Mengen. Die "Stampa" zitierte einen Sportler, der namentlich nicht genannt werden wollte, mit den Worten: "Die Vorräte waren in nur drei Tagen weg. Sie haben uns versprochen, dass noch mehr kommen werden. Aber wer weiß, wann?"

Besondere Not: Im olympischen Dorf sind die Kondome alle
14:07 Uhr

Kanzler weggedrückt: Bundesregierung reagiert auf Fauxpas des Gold-Helden

Max Langenhan holt die erste Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo die erste Goldmedaille für Deutschland - dann produziert der Rodler einen schweren Fauxpas: Er drückt den Anruf von Bundeskanzler Friedrich Merz weg, der ihm zu seinem glänzenden Coup gratulieren will.

Nach seinem zweiten Gold im Teamwettbewerb berichtet Langenhan: Am Morgen nach seinem Olympiasieg im Einsitzer habe er sich gerade ein "cooles" Gratulationsvideo von Carmen und Robert Geiss angeschaut, als ihn eine unbekannte Nummer anrief. Der Kanzler, wie sich später herausstellte. Der Thüringer bat den Bundeskanzler dann öffentlich um Entschuldigung. "Lieber Friedrich. Ähh, lieber Herr Merz. Es tut mir sehr leid. Vielleicht schaffen wir es in den nächsten Tagen noch einmal, zu telefonieren. Ich bin auf alle Fälle stolz."

Die Bundesregierung sieht den Fauxpas gelassen. "Ich sehe keinen Grund für eine Entschuldigung", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Vormittag und fuhr schmunzelnd fort: "Herr Langenhan und alle anderen Athletinnen und Athleten, die diese Leistungen vollbringen, haben unseren höchsten Respekt und Bewunderung. Das wollte ihm der Bundeskanzler persönlich ausdrücken. Dass ein Goldmedaillengewinner nicht ständig telefonisch zu erreichen ist, ist aber auch nicht überraschend und überhaupt nicht schlimm." Man freue sich, wenn doch noch einmal ein Kontakt zustande käme.

Kanzler weggedrückt: Bundesregierung reagiert auf Fauxpas des Gold-Helden
13:24 Uhr

"Hat sich erledigt": Olympia-Verstoßener Heraskewytsch verliert Hoffnung

Nach der Anhörung im Eilverfahren um seinen Ausschluss von den olympischen Skeleton-Wettbewerben geht der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch nicht mehr von einer nachträglichen Teilnahme aus. "Das hat sich erledigt", sagte er in Mailand umhüllt von einer ukrainischen Flagge. In einer rund zweieinhalbstündigen Anhörung vor der Ad-hoc-Kommission des Internationalen Sportgerichtshofs Cas kämpfte er gegen die Entscheidung des zuständigen Weltverbandes IBSF, ihn von den Rennen in Cortina d'Ampezzo auszuschließen.

Der Ausgang in dem Eilverfahren ist weiter offen. Heraskewytsch ist davon überzeugt, dass der Cas zu seinen Gunsten entscheiden werde. Der Ukrainer plant aber nicht mehr, ins olympische Dorf nach Cortina d'Ampezzo zurückzukehren. "Von Tag eins an habe ich gesagt, dass ich glaube, dass ich im Recht bin", erklärte Heraskewytsch. "Ich bereue nichts." Entschieden wird der Fall von einer Schiedsrichterin, der deutschen Rechtsanwältin Annett Rombach. "Wir hoffen, dass wir heute ein Urteil verkünden können. Aber es ist schwer zu sagen, wann", sagte Matthieu Reeb, der Cas-Generaldirektor. Vor Ort waren Heraskewytsch und sein Vater sowie Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), zudem sollten per Video Vertreter des Weltverbandes IBSF und der Rechtsbeistand des Athleten zugeschaltet werden.

"Hat sich erledigt": Olympia-Verstoßener Heraskewytsch verliert Hoffnung
13:05 Uhr

Niemand gewann öfter Gold: Klaebo schließt zu Wintersport-Giganten auf

Der norwegische Skilanglauf-Star Johannes Hoesflot Klaebo hat sein achtes Olympia-Gold gewonnen und damit zu den Rekordsiegern bei Winterspielen aufgeschlossen. Der 29-Jährige setzte sich im Rennen über zehn Kilometer in der freien Technik vor dem Franzosen Mathis Desloges durch. Bronze ging an Klaebos Landsmann Einar Hedegart, der lange auf Siegkurs gelegen hatte. Einen Kilometer vor dem Ziel hatte Hedegart in einem packenden Rennen noch vorne gelegen, brach dann aber noch ein.

"Ich habe noch nie in dieser Disziplin gewonnen, das Rennen war sehr lange in meinem Kopf. Das bei Olympia zu schaffen, ist der Wahnsinn. Ich war sehr motiviert, es hier zu schaffen. Heute war ich an der Reihe", sagte Klaebo in der ARD.

Klaebo hat nun genau wie seine norwegischen Landsleute Marit Björgen (Langlauf), Ole Einar Björndalen (Biathlon) und Björn Dählie (Langlauf) achtmal Gold gewonnen. Alle drei sammelten zudem jeweils viermal Silber. Damit liegen sie in der Rangliste noch vor Klaebo, der einmal bei Winterspielen Zweiter wurde.

Niemand gewann öfter Gold: Klaebo schließt zu Wintersport-Giganten auf
12:25 Uhr

Bundesliga-Superstar schreibt Handball-Geschichte, auch deutsche WM-Heldin wird ausgezeichnet

Olympiasieger, Weltmeister, Europameister und nun zum dritten Mal in Serie Welthandballer: Starspieler Mathias Gidsel schafft Historisches und krönt seine herausragende Karriere mit der nächsten Auszeichnung. Als erster Spieler überhaupt gewinnt der Ausnahmekönner vom deutschen Meister Füchse Berlin den Titel als bester Spieler der Welt zum dritten Mal nacheinander.

Der 27-Jährige setzte sich gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Emil Nielsen und Ex-Bundesliga-Spieler Ivan Martinovic durch. Gidsel ist damit auf einer Stufe mit den Handball-Legenden Nikola Karabatic (Frankreich) und Landsmann Mikkel Hansen, die ebenfalls dreimal zum Welthandballer gewählt wurden.

Bei den Frauen gewann Norwegens Weltmeisterin Henny Reistad die Auszeichnung zur Welthandballerin ebenfalls zum dritten Mal nacheinander. Den Titel als beste Nachwuchsspielerin holte sich Deutschlands DHB-Akteurin Viola Leuchter (21), die im Dezember auf dem Weg zu WM-Silber beeindruckt hatte.

Bundesliga-Superstar schreibt Handball-Geschichte, auch deutsche WM-Heldin wird ausgezeichnet
11:48 Uhr

Kriminellem Fan wird Olympia-Besuch zum Verhängnis

Die Reise zu den Olympischen Winterspielen in Italien ist einem kriminellen Eishockey-Fan aus der Slowakei zum Verhängnis geworden. Der 44 Jahre alte Mann wurde auf einem Campingplatz am Stadtrand von Mailand festgenommen, weil gegen ihn in Italien bereits seit 2010 ein Haftbefehl vorliegt. Damals war er wegen einer Serie von Diebstählen in Geschäften von einem Gericht in Bozen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Der Slowake, der sich für das Spiel der Slowakei gegen Finnland in der neuen Eishockey-Arena von Mailand bereits ein Trikot in den Nationalfarben angezogen hatte, wurde nach italienischen Medienberichten von der Festnahme völlig überrascht. Er wehrte sich auch nicht dagegen. Der nächste Weg führte ihn dann nicht in die Sporthalle, sondern ins Gefängnis: Dort muss er nun eine Reststrafe von fast einem Jahr verbüßen. Auf die Spur kam die Polizei dem Slowaken aus der Nähe von Bratislava, weil er sich mit seinem Namen ins Unterkunft-Melderegister eingetragen hatte. Das Spiel endete übrigens 4:1 für die Slowakei.

Kriminellem Fan wird Olympia-Besuch zum Verhängnis
11:00 Uhr

Transfercoup: Nationaltorhüter wechselt zu Abstiegskandidat

Top-Torwart Andreas Palicka kehrt in die Handball-Bundesliga zurück. Der 39 Jahre alte Schwede wechselt mit sofortiger Wirkung vom norwegischen Champions-League-Teilnehmer Kolstad zum Tabellenvorletzten HSG Wetzlar und zieht im Sommer weiter zum deutschen Meister Füchse Berlin. Mit der Verpflichtung von Palicka haben die vom Abstieg bedrohten Mittelhessen einen Transfer-Coup gelandet. "Wir sind sehr froh und stolz, dass wir Andreas für die Aufgabe bei uns gewinnen konnten. Das ist ein starkes und wichtiges Signal im Kampf um den Klassenerhalt", sagte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp.

Palicka bringt reichlich Bundesliga-Erfahrung mit. Von 2008 bis 2015 hütete er das Tor des deutschen Rekord-Champions THW Kiel, mit dem er sechsmal Meister wurde. Zwischen Sommer 2016 und Dezember 2021 stand er bei den Rhein-Neckar Löwen unter Vertrag. Mit den Mannheimern holte er einen Titel.

Transfercoup: Nationaltorhüter wechselt zu Abstiegskandidat
10:31 Uhr

Schreck vor Gold-Coup: Rodel-Staffel eingeschlossen

Kurzzeitig war der Gold-Coup in Gefahr und die deutschen Rekord-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt bangten mit ihrem Team um ihre Teilnahme an der Staffel. "Die Rumänen waren als erster Starter ja schon fertig. Und plötzlich hatte einer die Klinke an der Tür zum Starthaus in der Hand, sie war rausgefallen. Da dachten wir 20 Sekunden lang, wie kommen wir jetzt pünktlich zum Start", berichtete Doppelsitzer Wendl.

Doch der Rumäne nahm schnell Kontakt zu einem Trainer auf und löste das Malheur mit der herausgefallenen Klinke, indem die Tür von Außen geöffnet wurde. So schafften es die Deutschen rechtzeitig zum Start und beendeten die olympischen Rodelwettbewerbe im Cortina Sliding Centre mit der dritten Goldmedaille bei den Winterspielen.

Schreck vor Gold-Coup: Rodel-Staffel eingeschlossen
09:56 Uhr

Positiver Dopingfund, aber Biathletin darf bei Olympia starten

Die italienische Biathletin Rebecca Passler darf nach ihrer vorläufigen Suspendierung wegen eines positiven Dopingbefunds nun doch bei den Olympischen Winterspielen in ihrer Heimat starten. Das entschied das Berufungsgericht von Italiens nationale Anti-Doping-Behörde Nado. Zuvor war der Fall von der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshof Cas in Mailand dorthin verwiesen worden. Die 24-jährige Passler war gegen ihren Olympia-Ausschluss mit einem entsprechenden Antrag vorgegangen und hatte damit Erfolg.

Passler hatte gefordert, die Sperre wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme in Antholz zu ermöglichen. Sie war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar laut Italiens Anti-Doping-Behörde positiv auf Letrozol getestet worden. Mit dem Medikament kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt. Die Biathletin argumentierte, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld. Das konnte sie in dem Eilverfahren glaubhaft nachweisen.

Positiver Dopingfund, aber Biathletin darf bei Olympia starten
09:23 Uhr

Sieg gegen Dänemark: Torhüter Grubauer schwärmt von "unglaublichem Gefühl"

Schon nach 23 Sekunden liegen die deutschen Eishockeyspieler gegen die Dänen in Führung - zu verdanken ist das Leon Draisaitl, der das erste Mal seit sechs Jahren wieder für die Nationalmannschaft auf dem Eis steht. Das DEB-Team lobt aber auch die Unterstützung der Fans vor Ort.

Sieg gegen Dänemark: Torhüter Grubauer schwärmt von "unglaublichem Gefühl"
08:37 Uhr

"Große Lektion": Flick verspricht nach böser Klatsche harten Kampf

Hansi Flick war nach der Pokal-Klatsche des FC Barcelona bei Atlético Madrid bedient. "Wir haben in der ersten Halbzeit nicht als Mannschaft gespielt. Die Abstände waren zu groß. Wir haben nicht so gepresst, wie wir es wollten. Die ersten 45 Minuten waren eine große Lektion für uns", sagte der deutsche Trainer nach dem 0:4 (0:4) im Halbfinal-Hinspiel. Aufgeben wolle er den Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung trotz der schier aussichtslosen Lage nicht.

"Wir haben die Chance zurückzuschlagen, wissen, dass es nicht einfach ist. Aber wir nehmen das in Angriff", betonte der 60-Jährige mit Blick auf das Rückspiel am 3. März: "Wir werden kämpfen, haben zwei Halbzeiten. Wenn wir in der Lage sind, beide Halbzeiten 2:0 zu gewinnen – das ist unser Ziel. Wir werden darum kämpfen, brauchen unsere Fans und werden dann sehen, was passiert."

"Große Lektion": Flick verspricht nach böser Klatsche harten Kampf
07:28 Uhr

NBA bestraft zwei Teams hart - weil sie Spieler geschont haben

Die nordamerikanische Basketballliga NBA hat empfindliche Strafen gegen die Utah Jazz und die Indiana Pacers verhängt. Beide Teams haben laut Ligaangaben gegen Richtlinien zur Einsatzsteuerung verstoßen und wurden daher finanziell sanktioniert. Utah muss wegen sogenannten "Tankings" 500.000 Dollar zahlen, Indiana 100.000 Dollar.

Die NBA begründete die Entscheidung mit ungewöhnlichen Personalmaßnahmen der Jazz in den Spielen gegen die Orlando Magic am 7. Februar und gegen die Miami Heat am 9. Februar. Utah hatte in beiden Partien Leistungsträger wie Lauri Markkanen und Jaren Jackson Jr. vor dem letzten Viertel aus dem Spiel genommen, obwohl sie laut Ligaeinschätzung weiterspielen konnten.

"Während dieser Spiele entfernten die Jazz zwei der Topspieler … und führten sie nicht zurück ins Spiel, obwohl diese Spieler ansonsten in der Lage waren, weiter zu spielen", hieß es in der NBA-Mitteilung. Auch die Pacers wurden nach einem Spiel am 3. Februar gegen Utah überprüft. Ein unabhängiger Arzt bestätigte laut NBA, dass Pascal Siakam wie zwei weitere Starter hätte eingesetzt werden können.

NBA bestraft zwei Teams hart - weil sie Spieler geschont haben
06:36 Uhr

"Lieber Friedrich, es tut mir sehr leid": Olympiasieger drückt Kanzler weg

Über diesen "kleinen Fauxpas" konnte Max Langenhan selbst nur lachen. Am Morgen nach seinem Olympiasieg im Einsitzer hatte sich der neue Rodel-König gerade ein "cooles" Gratulationsvideo von Carmen und Robert Geiss angeschaut, als ihn eine unbekannte Nummer anrief. "Ich habe den Anruf so weggewischt. Aber es hat sich herausgestellt: Das war Friedrich Merz", erzählte Langenhan gestern launig nach dem Gewinn der Goldmedaille mit der Teamstaffel.

Seine Teamkollegen um Julia Taubitz und Tobias Wendl konnten sich bei der Geschichte von Langenhan das Lachen nicht verkneifen. Der Thüringer bat den Bundeskanzler öffentlich um Entschuldigung. "Lieber Friedrich. Ähh, lieber Herr Merz. Es tut mir sehr leid. Vielleicht schaffen wir es in den nächsten Tagen noch einmal, zu telefonieren. Ich bin auf alle Fälle stolz."

Langenhan hatte am Sonntag in Cortina d'Ampezzo seinen ersten Olympiasieg gefeiert. Merz hatte ihm daraufhin in den Sozialen Netzwerken gratuliert und von einem "sensationellen Ergebnis" gesprochen. Gestern legte Langenhan mit der Teamstaffel nach, insgesamt gewannen die deutschen Rodlerinnen und Rodler in Norditalien fünf Medaillen in fünf olympischen Rennen.

"Lieber Friedrich, es tut mir sehr leid": Olympiasieger drückt Kanzler weg