"Lieber Friedrich ... äh ..."Olympiasieger drückt den Kanzler weg
Seit dem Triumph mit der Rodel-Staffel darf sich Max Langenhan Doppel-Olympiasieger nennen. Doch zuvor produziert der Kufenkönig von Cortina d'Ampezzo einen schweren Fauxpas. Seine Teamkollegen lachen herzlich darüber.
Über diesen "kleinen Fauxpas" konnte Max Langenhan selbst nur lachen. Am Morgen nach seinem Olympiasieg im Einsitzer hatte sich der neue Rodel-König gerade ein "cooles" Gratulationsvideo von Carmen und Robert Geiss angeschaut, als ihn eine unbekannte Nummer anrief. "Ich habe den Anruf so weggewischt. Aber es hat sich herausgestellt: Das war Friedrich Merz", erzählte Langenhan launig nach dem Gewinn der Goldmedaille mit der Teamstaffel am Donnerstag.
Seine Teamkollegen um Julia Taubitz und Tobias Wendl konnten sich bei der Geschichte von Langenhan das Lachen nicht verkneifen. Der Thüringer bat den Bundeskanzler öffentlich um Entschuldigung. "Lieber Friedrich. Ähh, lieber Herr Merz. Es tut mir sehr leid. Vielleicht schaffen wir es in den nächsten Tagen noch einmal, zu telefonieren. Ich bin auf alle Fälle stolz."
Langenhan hatte am Sonntag in Cortina d'Ampezzo seinen ersten Olympiasieg gefeiert. Merz hatte ihm daraufhin in den Sozialen Netzwerken gratuliert und von einem "sensationellen Ergebnis" gesprochen. Am Donnerstag legte Langenhan mit der Teamstaffel nach, insgesamt gewannen die deutschen Rodlerinnen und Rodler in Norditalien fünf Medaillen in fünf olympischen Rennen.
Der Fauxpas des Goldjungen Langenhan wird Merz, der erst vor knapp zwei Wochen nach dem EM-Finale noch zu Gast in der Kabine der deutschen Handball-Nationalmannschaft war, aber wohl nicht von seinem Engagement für eine deutsche Olympiabewerbung bringen.
Im Dezember vergangenen Jahres hatte das Kabinett beschlossen, die Bewerbung zur "nationalen Aufgabe" gemacht. "Die gesamte Bundesregierung – mich eingeschlossen – unterstützt die Bewerbung des deutschen Sports voll und ganz. Wir wollen die Spiele endlich wieder in Deutschland feiern", sagte Merz.
