Die ganz späten Schlagzeilen
Bein gebrochen: Barça- und Spanien-Superstar verletzt sich schwer
Schwerer Rückschlag für den FC Barcelona und die spanische Nationalmannschaft: Weltfußballerin Aitana Bonmati hat sich im Training mit Spanien einen Bruch des linken Wadenbeins zugezogen. Die dreimalige Ballon-d'Or-Gewinnerin fällt damit für mehrere Monate aus und verpasst auch das Rückspiel im Nations-League-Finale gegen Deutschland am Dienstag. Das bestätigte der spanische Verband.
Bonmati hatte die Einheit nach einem Sturz "mit Schmerzen beendet", wie der Verband mitteilte. Untersuchungen ergaben anschließend die Diagnose "Fraktur der linken Fibula". Laut katalanischen Medien beträgt die Ausfallzeit mindestens zwei Monate, bei einer notwendigen Operation könnte sich die Pause auf über drei Monate verlängern. Die 27-Jährige stand am Freitag noch beim 0:0 im Hinspiel gegen Deutschland auf dem Platz.
Schiedsrichter erklärt umstrittenen Elfmeterpfiff für Frankfurt
Schiedsrichter Harm Osmers hat seinen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit beim 1:1 zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg verteidigt. "Für mich war am Ende das Fußvergehen deutlich. Und das Haareziehen ist auch nicht gerade sehr geschickt", sagte Osmers bei DAZN über das Vergehen von Wolfsburgs Denis Vavro an Frankfurts Arthur Theate.
Den Zweikampf, der schließlich ausschlaggebend für die VAR-Intervention war, habe er "auf dem Spielfeld erstmal gar nicht wahrgenommen. Ich war auf den ersten Pfosten fokussiert", sagte Osmers, der nach langer Überprüfung der TV-Bilder dann aber nachträglich auf den Punkt zeigte. Die Aktion von Vavro sei "unclever" gewesen.
Und während die Frankfurter den Pfiff und den Last-Minute-Ausgleich von Michy Batshuayi (90.+6) gerne mitnahmen, herrschte auf Wolfsburger Seite deutlich weniger Verständnis. Der Elfmeter sei "schwer zu akzeptieren", sagte Interimstrainer Daniel Bauer. "Das tut mir unglaublich weh für die Mannschaft." Für ihn sei es "schon generell zweifelhaft, wenn der VAR eingreift und es sechs Minuten benötigt, um ein vermeintliches Foulspiel aufzuzeigen. Da stimmt für mich laut Regelkunde etwas nicht", sagte Bauer: "Das ist kein aktiver Tritt, sondern eine Berührung. Und wenn das ein Elfmeter ist, dann gibt es im Spiel zehn Elfmeter."
Drei deutsche Skispringerinnen landen in den Top 10
Die deutschen Skispringerinnen nähern sich ihrem ersten Podestplatz im Olympia-Winter an. Beim vierten Einzelspringen der Saison auf der Großschanze im schwedischen Falun landeten drei DSV-Athletinnen unter den besten zehn. Beste beim Sieg von Sloweniens Weltmeisterin Nika Prevc war Agnes Reisch auf einem starken fünften Platz.
Hinter der Allgäuerin belegte die siebenmalige Weltmeisterin Katharina Schmid Platz sieben - sie hatte 2015 auf der kleinen Schanze in Falun mit WM-Gold im Mixed ihren ersten großen Titel geholt. Vizeweltmeisterin Selina Freitag zeigte nach enttäuschendem Saisonstart deutlich verbesserte Form und landete als Zehnte erstmals in den Top 10.
Bei Schneefall und kaum mehr als 100 Zuschauenden im Ort der kommenden WM im Jahr 2027 knackte Weltcup-Titelverteidigerin Prevc die Siegesserie der Japanerin Nozomi Maruyama, die mit ihrem vierten Erfolg den Startrekord ihrer Landsfrau Sara Takanashi eingestellt hätte. Dritte wurde Eirin Maria Kvandal (Norwegen) vor Takanashi. Reisch fehlten umgerechnet rund zehn Meter zum zweiten Podestplatz ihrer Karriere.
Herber Verlust: DHB-Team verliert Spielmacher für Handball-WM
Die SG Flensburg-Handewitt muss für den Rest der Handball-Saison auf Spielmacher Luca Witzke verzichten. Der Nationalspieler musste sich wegen anhaltender Schulterbeschwerden einer Operation unterziehen und steht der deutschen Mannschaft deshalb auch nicht für die Europameisterschaft in Dänemark (15. Januar bis 1. Februar 2026) zur Verfügung.
Hoffenheim geht im Stadionverbot-Streit nicht weiter gegen Spielerberater vor
Die TSG 1899 Hoffenheim wird nicht gegen das Gerichtsurteil im Streit mit Spielerberater Roger Wittmann vorgehen. Dies sagte Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker in der TV-Sendung "Doppelpass" von Sport1. "Das hat für viel Unruhe gesorgt. Fakt ist jetzt auch, dass wir nicht in Berufung gehen, sondern das Thema hinter uns lassen", erklärte der 39 Jahre alte Österreicher.
Der seit Monaten in einer Führungskrise steckende Fußball-Bundesligist hatte gegen Roger Wittmann sowie einen weiteren Spielerberater der Agentur Rogon ein Stadion- und Hausverbot für die Sinsheimer Arena erlassen. Das Landgericht urteilte daraufhin im September, dass die Stadionverbote und die Einschränkungen beim Logen-Besuch unzulässig seien. Das Zutrittsverbot für das Trainingszentrum in Zuzenhausen blieb jedoch bestehen.
Wittmann ist ein enger Vertrauter von TSG-Mäzen Dietmar Hopp, der das juristische Vorgehen gegen seinen Freund als "große Sauerei" bezeichnete. Der Milliardär hält als Gesellschafter an der Profi-Abteilung 49 Prozent, die restlichen 51 Prozent liegen beim Verein. Die Fan-Szene wehrt sich seit Jahren gegen Wittmanns Einfluss in Hoffenheim, zuletzt mit zahlreichen Aktionen. Wittmann geht inzwischen juristisch gegen TSG-Fans vor, die Fahndungsplakate mit seinem Konterfei verteilt und im Stadion aufgehängt haben.
Die sportlichen Schlagzeilen
DFB-Star erklärt katastrophalen Stuttgart-Aussetzer vor HSV-Siegtor
Top-Torjäger Deniz Undav gab sich reumütig und geknickt. Mit einem missglückten Freistoß in der Nachspielzeit leitete der Stürmer die 1:2 (0:1)-Niederlage des VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga beim zuletzt fünfmal in Folge sieglosen Hamburger SV ein. "Das war eine Misskommunikation zwischen mir und Angelo (Stiller). Ich habe ihm was erklärt, was er nicht ganz verstanden hat. Deswegen nehme ich das auf meine Kappe", sagte der 29-Jährige bei DAZN. Der Absprachefehler ermöglichte dem HSV einen Ballgewinn, der über Fabio Baldé zum entscheidenden Kontertor von Fabio Vieira führte (90.+4 Minute).
Ex-Bayern-Talent überrascht als Torschütze für Man United
Manchester United hat die nächste Krise in der englischen Premier League abgewendet. Die Red Devils drehten eine enge Partie bei Crystal Palace und kamen beim 2:1 (0:1) zum ersten Sieg nach drei Begegnungen ohne Dreier. United überflügelte Palace in der Tabelle und hielt Anschluss an die Spitzenplätze. Für die Gastgeber war es die erste Heimniederlage nach zuvor zwölf Partien ohne Pleite.
Der frühere Mainzer Jean-Philippe Mateta brachte die Mannschaft von Teammanager Oliver Glasner per Foulelfmeter in Führung (36.) - im zweiten Versuch. Sein erster Treffer vom Punkt wurde nach VAR-Eingriff zurückgenommen, weil Mateta den Ball gegen sein Standbein und von dort ins Tor geschossen hatte. Bei einer Doppelberührung durch den Schützen sieht die Regel inzwischen eine Wiederholung des Strafstoßes vor.
Der ehemalige Münchner Joshua Zirkzee (54.) besorgte mit seinem ersten Ligatreffer seit 364 Tagen den Ausgleich. Ein indirekter Freistoß von Mason Mount (63.) brachte das 1:2.
Dynamo-Trainer will bestimmte Dresden-Fans nicht mehr im Stadion sehen
Der erste Zweitliga-Heimsieg von Dynamo Dresden gegen Fortuna Düsseldorf ist von einem rassistischen Zwischenfall überschattet worden. Während einer Verletzungsunterbrechung in der Nachspielzeit beleidigte ein Dresdner Zuschauer den Fortunen-Kicker Emmanuel Iyoha. Dieser machte das sofort beim Vierten Offiziellen Lasse Koslowski öffentlich.
Dynamo-Trainer Thomas Stamm machte der Vorfall wütend. "Ich habe die Bitte an diese Zuschauer, nicht mehr ins Stadion zu kommen. Sie haben hier nichts verloren, aber auch grundsätzlich nichts in der Gesellschaft. So etwas macht mich sprachlos. Die Leute können daheim bleiben und die, die drumherum sitzen, können so mutig sein, damit man weiß, wer es ist", betonte Stamm.
Vettel schwärmt von neuem "Vorbild" in der Formel 1
Sebastian Vettel sieht in McLaren-Pilot Lando Norris ein "Vorbild" über die Formel 1 hinaus - weil der Engländer sich traue, Schwäche zu zeigen. "Ich bin von ihm beeindruckt", sagte Vettel im Rahmen des Großen Preises von Katar beim Podcast Beyond the Grid: "Als Fahrer, aber noch mehr als Mensch. Wie mutig er sich öffnet und darüber spricht, wie es ihm geht."
Norris kam 2019 im Alter von 19 Jahren in die Formel 1 und räumte recht früh in seiner Karriere ein, dass die weltweite Berühmtheit ihm zu schaffen machte. Der Glaube in die eigenen Fähigkeiten habe zeitweise extrem gelitten, ließ Norris wissen, erst in der starken aktuellen Saison habe er gelernt, besser mit dem Druck umzugehen.
Derartige Schwierigkeiten einzuräumen, sei gerade in der Formel 1 lange Zeit ein "Tabu" gewesen, sagte Vettel nun: "Niemand hat darüber gesprochen, und dann gab es dieses Bild von Rennfahrern, die Maschinen sind, die präzise arbeiten und keine Schwächen zeigen. Ich denke, das ist alles Blödsinn. Wir sind alle Menschen, und wir haben alle unsere eigenen Probleme."
Deutsche Handballerinnen ereilt bittere Nachricht bei Heim-WM
Deutschlands Handballerinnen müssen im weiteren Verlauf der Heim-WM auf Kreisläuferin Jolina Huhnstock verzichten. Die 24-Jährige vom Bundesligisten Buxtehuder SV hat sich am vergangenen Freitag im zweiten Vorrundenspiel der DHB-Auswahl gegen Uruguay (38:12) eine Armverletzung zugezogen und wird am Montag nach Hause reisen. Bundestrainer Markus Gaugisch hat bereits auf den Ausfall reagiert und Marie Steffen vom VfL Oldenburg nachnominiert. Die 24-Jährige stößt am Montag zum DHB-Team. Insgesamt sind während des Turniers fünf Wechsel erlaubt.
Der Deutsche Handballbund (DHB) gab zudem bekannt, dass Rückraumspielerin Emily Vogel nach ihrer leichten Erkältung rechtzeitig für das wichtige Vorrundenfinale gegen die Serbinnen am Abend (18 Uhr/Sporteurope.TV) fit wurde und zum 16-köpfigen Kader zählen werde. Deutschland will gegen den ehemaligen WM-Zweiten den Gruppensieg klarmachen und die perfekte Ausbeute von 4:0 Punkten mit in die zweite Turnierphase nach Dortmund nehmen.
Talent drängt in die F1: 20-Jähriger rast als Neuling zu Formel-2-Meisterschaft
Der Italiener Leonardo Fornaroli hat sich vorzeitig den Meistertitel in der Formel 2 gesichert. Im Hauptrennen von Katar belegte der 20-Jährige vom Team Invicta Racing den zweiten Platz und machte damit den Titelgewinn perfekt. Beim Saisonfinale am kommenden Wochenende in Abu Dhabi kann er nicht mehr abgefangen werden. Fornaroli hatte im Vorjahr die Formel 3 gewonnen, nun gelang ihm dieses Kunststück auch in der nächsthöheren Klasse.
Fornaroli wurde bereits mehrfach mit der Formel 1 in Verbindung gebracht, den Italiener zeichnet eine konstant schnelle und gleichzeitig besonnene Fahrweise aus. Die Formel-3-Meisterschaft gewann er ohne einen Rennsieg, in der Formel 2 punktete er vor allem in der zweiten Saisonhälfte stark. Den Sieg in Lusail holte sich der Franzose Victor Martins (ART) vor Fornaroli und dem Iren Alex Dunne (Rodin). Der Deutsch-Däne Oliver Goethe schied früh wegen eines technischen Defekts aus.
Deutscher Meister löst peinliche Situation kreativ
Das bekannte Kinderlied "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" trifft hier nur halb zu - schließlich sind die Handballer der Füchse Berlin selbst das Opfer, dem die Meisterschale geklaut wurde. Die Trophäe für den historischen Debüt-Titel in der HBL ist nach wie vor verschwunden.
Mit leeren Händen wollte Kreisläufer Lukas Herburger aber nicht jubeln, als er und seine Teamkollegen gestern als Berliner Mannschaft des Jahres ausgezeichnet wurden. Und so griff der Spaßvogel kurzerhand zu einem weißen Teller und stolzierte damit auf die Bühne. "Das ist unser Ersatz - wer den echten gesehen hat, bitte melden", scherzte der Österreicher.
Vor über einer Woche hatten Diebe die Meisterschale aus der Geschäftsstelle des Bundesligisten gestohlen. Nach Angaben von Geschäftsführer Bob Hanning waren Profis am Werk. Es sei ein Generalschlüssel und ein Transponder genutzt sowie ein "namhafter Geldbetrag" geklaut worden. Die Polizei ermittelt. Die Füchse reagieren mit Galgenhumor.
Deutsches Biathlon-Liebespaar verpasst Staffel-Coup um 0,5 Sekunden
Die deutsche Single-Mixed-Staffel mit Marlene Fichtner und Lucas Fratzscher hat beim Weltcup im schwedischen Östersund eine Überraschung nur ganz knapp verpasst. Fichtner und Fratzscher, die auch im Privatleben ein Paar sind, belegten zum Auftakt des Olympia-Winters einen beachtlichen vierten Platz mit minimalen 0,5 Sekunden Rückstand auf das Podium. Der Sieg ging an das Team aus Schweden (0+4) vor Norwegen (0+6/+19,1 Sekunden) und Frankreich (1+6/37,3). Das DSV-Duo (0+3) lag 37,8 Sekunden zurück.
Es folgt heute noch die Mixed-Staffel (16.40 Uhr/ARD und Eurosport). Für den DSV sind Janina Hettich-Walz, Julia Tannheimer, Simon Kaiser und Justus Strelow am Start. Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß fehlte nach vorheriger Absprache bei den Rennen am Sonntag. Am Dienstag (15.30 Uhr/ZDF und Eurosport) geht es in Östersund dann auch für Preuß mit dem Einzel der Frauen über 15 Kilometer weiter.
Hartenstein ist erstmal zum Zuschauen gezwungen
Isaiah Hartenstein muss in der Basketball-Profiliga NBA eine verletzungsbedingte Pause einlegen. Wie Titelverteidiger Oklahoma City Thunder bekannt gab, fällt der Deutsche wegen einer Muskelzerrung in der rechten Wade aus. Laut OKC wird Hartenstein, der bereits am Freitag (Ortszeit) den 123:119-Sieg gegen die Phoenix Suns verpasst hatte, damit "mindestens zehn bis 14 Tage" fehlen.
Oklahoma City steht nach 20 Spielen bei einer Bilanz von 19:1 Siegen, der Champion ist schon wieder in meisterlicher Verfassung. Hartenstein hatte bis zu seiner Verletzung einen überzeugenden Saisonstart hingelegt. In dieser Spielzeit erzielte der frühere Nationalspieler, der in Zukunft wieder für Deutschland spielen will, bislang im Durchschnitt 12,2 Punkte, 10,7 Rebounds und 3,4 Assists pro Partie.
Füllkrug-Klub trauert um Rekordspieler
Der englische Premier-League-Klub West Ham United trauert um seinen Rekordspieler Billy Bonds. Der einstige Mittelfeldmann und Verteidiger verstarb "friedlich" im Alter von 79 Jahren, wie die Familie in einer Mitteilung des Vereins bekanntgab.
Bonds spielte stolze 21 Jahre lang für seine geliebten Hammers, für die er 799-mal auflief. Er führte West Ham als Kapitän zu zwei Triumphen im FA Cup und wurde für seine Verdienste um den Fußball mit dem britischen Ritterorden gekürt. Nach dem Ende seiner Laufbahn führte er den Klub aus London, bei dem Nationalspieler Niclas Füllkrug unter Vertrag steht, als Trainer zweimal zurück ins englische Oberhaus. 2019 wurde nach Bonds eine Tribüne im London Stadium der Hammers benannt.
Füchse feiern Transfer-Coup: Topstar Pytlick kommt
Nach monatelangem Vertragspoker hat der deutsche Handball-Meister Füchse Berlin den nächsten Mega-Transfer perfekt gemacht und gegenüber seinem Starspieler Mathias Gidsel ein Versprechen eingelöst. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wechselt der dänische Weltmeister und Olympiasieger Simon Pytlick per Ausstiegsklausel im Sommer 2027 von Bundesliga-Konkurrent SG Flensburg-Handewitt in die Hauptstadt. Zuletzt hatten mehrere dänische Medien und auch das Fachportal "Handball-World" über den Transfercoup berichtet.
Seit Monaten wurde der 24 Jahre alte Rückraumspieler mit den Berlinern in Verbindung gebracht. Der Transferpoker überlagerte zeitweise die sportlichen Schlagzeilen, sodass sich Flensburg zu einer Stellungnahme gezwungen sah. "Wir werden Simon im Sommer 2026 nicht abgeben", stellte die SG im Oktober klar. Nun erfolgt der Wechsel ein Jahr später.
Mit dem Transfer lösen die Berliner ein Versprechen ein, das sie ihrem zweimaligen Welthandballer Gidsel bei dessen Vertragsverlängerung im Februar gegeben hatten: Die Mannschaft soll mit weiteren Starspielern verstärkt werden, um die Titelsammlung auszubauen. Gidsel und Pytlick sind enge Freunde.
Sebastian Kehl reagiert auf Wolfsburg-Interesse
Bei Borussia Dortmund sitzt Sebastian Kehl derzeit fest im Sattel, dennoch gab es zuletzt Gerüchte, der BVB-Sportdirektor sei ein Kandidat bei einem Bundesliga-Konkurrenten: "Sport Bild" nannte Kehl, dessen Vertrag beim BVB bis 2027 datiert ist, als mögliche Option beim VfL Wolfsburg, der aktuell einen Nachfolger für den entlassenen Sebastian Schindzielorz sucht.
Bei Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker von der TSG 1899 Hoffenheim holten sich die VfL-Verantwortlichen in dieser Frage jüngst eine Abfuhr und auch bei Kehl sieht es wohl nicht gut aus, jedenfalls wenn man den Worten glauben schenkt, die dieser nach dem 2:1-Erfolg des BVB gegen Bayer Leverkusen am Samstagabend bei Sky äußerte. Vom TV-Sender auf die Spekulationen um seine Person und die Gerüchte um einen Wolfsburg-Wechsel angesprochen, sagte Kehl: "Erst mal bestätigt das Interesse unsere gute Arbeit beim BVB." Zudem fügte er in aller Deutlichkeit an: "Es gab aber keine Gespräche und demnach habe ich mich damit auch nicht beschäftigt."
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Deutsches Bob-Duo fährt in eigener Liga
Die Peking-Olympiasiegerinnen Laura Nolte und Deborah Levi fahren derzeit im Zweierbob in einer eigenen Liga. Nach ihrem Auftaktsieg auf der neuen Olympia-Bahn in Cortina d'Ampezzo war das Duo auch auf der umgebauten Bahn in Innsbruck/Igls nicht zu stoppen. Mit jeweils Startbestzeiten und zweimal Bahnrekord (53,73 Sekunden) verwiesen sie mit 0,41 Sekunden Vorsprung die Amerikanerin Kaysha Love, die mit Sylvia Hoffman fuhr, auf Rang zwei.
"Die Fahrten waren sehr, sehr gut. Wir sind zufrieden", sagte Nolte, die zuvor im Monobob-Rennen der sprintstarken US-Weltmeisterin Love noch den Vortritt lassen musste. Die Wiesbadenerin Kim Kalicki wurde trotz einer Handverletzung, die nach dem ersten Lauf geklammert werden musste, mit Anschieberin Leonie Fiebig Dritte.
"Schreckliche Bilder": Zweitliga-Profi erleidet fiese Verletzung
Der Zweitliga-Sieg von Eintracht Braunschweig gegen den 1. FC Kaiserslautern ist von einer schweren Risswunde bei dem Eintracht-Profi Florian Flick überschattet worden. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler wurde in der 43. Minute unglücklich von den Stollen seines Gegenspielers oberhalb des Knies getroffen, danach vom Platz getragen und heute in Braunschweig operiert.
Nach Angaben des Vereins erlitt Flick eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel und wird nun für die restlichen Spiele dieses Jahres ausfallen. Beim Anblick der Wunde fühlten sich einige Beobachter im Stadion und in den sozialen Netzwerken an das bekannte Foul an Ewald Lienen im August 1981 erinnert, bei dem dem damaligen Bundesliga-Profi von Arminia Bielefeld der Oberschenkel aufgeschlitzt wurde.
"Ich wollte, dass keiner hinschaut. Denn diese Bilder sind schrecklich", sagte Braunschweigs Trainer Heiner Backhaus nach dem Spiel bei Sky. "Er hat noch zu uns gesagt: Haut sie weg. Das haben wir für uns in der Halbzeitansprache natürlich als Motiv genommen." Nach dem Spiel posierten die Braunschweiger Spieler mit seinem Trikot in der Hand vor der Fankurve, um Flick zu grüßen.
Ärger über Donnarumma und ManCity: Deutscher Trainer tobt nach Last-Minute-Treffer
Daniel Farke war außer sich. Der Teammanager von Premier-League-Aufsteiger Leeds United fühlte sich um einen goldenen Punkt betrogen. Mindestens. Das unglückliche 2:3 (0:2) bei Manchester City konnte und wollte er nicht akzeptieren - und ging in den Angriffsmodus. "Wenn wir unseren Spielern im Fußball nicht beibringen, was Fairplay und Sportsgeist bedeuten, wenn wir einfach versuchen, die Regeln zu beugen und sogar eine Verletzung vorzutäuschen, um eine zusätzliche Teambesprechung abzuhalten, gefällt mir das persönlich nicht", schimpfte Farke.
Was war passiert? Sein Kollege Pep Guardiola hatte beim Stand von 2:1 für City eine Behandlungspause von Torwart Gianluigi Donnarumma genutzt, um seine zunehmend hilflose Mannschaft neu auszurichten. Der Keeper aber, behauptete Farke, sei gar nicht verletzt gewesen, sondern habe die Unterbrechung bewusst herbeigeführt. Citys Doppeltorschütze Phil Foden, der das umkämpfte Duell in der Nachspielzeit entschieden hatte, nannte die vermeintliche Verletzungspause "entscheidend" für den Sieg.
Basketball-Wunderkind raubt LeBron James Rekord
Für die Dallas Mavericks ist die laufende NBA-Saison bislang weitgehend eine zum Vergessen - doch ihr Wunderkind Cooper Flagg schreibt weiter munter Basketball-Geschichte: Beim 114:110-Sieg der Mavs gegen die Los Angeles Clippers erzielte der 18-Jährige als jüngster Spieler in der Geschichte der Eliteliga 35 Punkte in einer regulären Saison-Partie - und knackte damit den Rekord des großen LeBron James.
Rookie Flagg steigerte seinen gut eine Woche alten Karrierebestwert von 29 Punkten um sechs Zähler und trug ein weiterhin stark ersatzgeschwächtes Dallas-Team - gegen die Clippers setzte unter anderem Anthony Davis aus, ein Comeback von Kyrie Irving ist nicht in Sicht - zum erst sechsten Sieg im 21. Saisonspiel.
Dramatisch zum WM-Triumph: Deutschem Top-Talent gelingt Tischtennis-Sensation
Das deutsche Tischtennis hat zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Monaten eine Junioren-Weltmeisterin. Genau ein Jahr nach dem Titelgewinn von Annett Kaufmann im Einzel holten Mia Griesel vom TTC Berlin Eastside und Anna Hursey aus Wales völlig überraschend WM-Gold im Doppel. Die beiden besiegten die favorisierten Chinesinnen Zong Geman und Qin Yuxuan nach einem 0:2-Satzrückstand und der Abwehr von drei Matchbällen im U19-Finale noch mit 3:2.
"Ich bin sehr glücklich und kann es noch gar nicht fassen", sagte die 19-jährige Griesel nach dem Triumph im rumänischen Cluj. Zusammen mit Hursey gewann sie in diesem Jahr bereits die U21-Europameisterschaft im Doppel. Außerdem gehörte sie zusammen mit Kaufmann zum deutschen Nationalteam der Frauen, das im Oktober in Zadar den Titel bei der Team-EM holte.
"Nicht akzeptabel": Sandro Wagner schimpft über sein Team
Der FC Augsburg liefert bei der TSG Hoffenheim eine desaströse erste Hälfte. Trainer Sandro Wagner ist deshalb mächtig sauer auf seine Mannschaft. In einer anschließenden Pressekonferenz macht er seinem Ärger Luft.
Handball-Bundestrainer steht vor "schwierigstem Turnier meiner Karriere"
Für Handball-Bundestrainer Alfred Gislason ist die bevorstehende EM die größte Herausforderung seiner Trainerlaufbahn. "Es wird das schwierigste Turnier sein, das ich je gespielt habe. Unser Ziel bei jedem Turnier ist es, das Halbfinale zu erreichen. Aber dieses Mal ist es anders - das erste Ziel ist einfach, die Hauptrunde zu erreichen, idealerweise mit einer weißen Weste. Das wird schon schwierig genug sein", sagte der Isländer im Interview der Europäischen Handballföderation (EHF).
Schon in der Vorrunde warten auf die DHB-Auswahl in Österreich, Spanien und Serbien knifflige Aufgaben. In der Hauptrunde könnte man neben Weltmeister Dänemark auch auf Frankreich, Norwegen und den WM-Zweiten Portugal treffen. Torwart-Titan Andreas Wolff hatte die Auslosung schon als "Albtraum" bezeichnet. Die EM findet vom 15. Januar bis 1. Februar in Dänemark, Schweden und Norwegen statt. Das deutsche Team absolviert seine Partien in Herning.
"Keine Gespräche geführt": Kompany verkündet Neuer-Entscheidung
Mit Manuel Neuer über Berlin Richtung Berlin: Bayern München plant im Achtelfinale bei Union Berlin und auch darüber hinaus im DFB-Pokal mit seinem Kapitän im Kasten. "Manu ist wieder im Tor", bekräftigte Trainer Vincent Kompany, "wir haben keine Gespräche geführt über einen möglichen Pokaltorwart."
Dieser war in den ersten beiden Runden beim SV Wehen Wiesbaden (3:2) und beim 1. FC Köln (4:1) Jonas Urbig, weil Neuer noch rotgesperrt fehlte. In Berlin am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF, Sky und im Liveticker auf ntv.de) aber rückt wieder der Stammkeeper zwischen die Pfosten, obwohl Neuers designierter Erbe Urbig in dieser Saison doch vermehrt Spielpraxis sammeln sollte.
"Es wird ein Moment kommen, wo wir schauen, wie wir Jonas Minuten geben können", sagte Kompany, "das weiß Manu, das weiß Jonas. Aber ich habe keinen Kalender, wo ich sage: Dieses oder jenes Spiel. Aber wir haben vor, dass die Integration von Jonas weiter gut verläuft. Und im Moment sind wir damit auch sehr glücklich."
Unschlagbar seit 2019: Flamengo zementiert brasilianische Dominanz
Der brasilianische Fußballverein Flamengo hat zum vierten Mal die Copa Libertadores gewonnen. In einem brasilianischen Finale besiegte der Klub aus Rio de Janeiro seinen Rivalen Palmeiras in der peruanischen Hauptstadt Lima mit 1:0 (0:0). Mit diesem Sieg im "Estadio Monumental" liegt Brasilien nun mit Argentinien gleichauf als Land mit den meisten Titeln bei Südamerikas wichtigstem Klubwettbewerb – jeweils 25.
Danilo da Silva, der lange in Europa unter anderem bei Real Madrid, Manchester City und Juventus Turin unter Vertrag stand, erzielte in der 67. Minute per Kopf das einzige Tor
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Der seit 1960 ausgetragene Libertadores-Cup ist mit der europäischen Champions League vergleichbar. In den vergangenen Jahren haben brasilianische Vereine diesen Wettbewerb dominiert. Seit 2019 haben sie alle sieben Finale für sich entschieden.
"Vom lieben Gott geküsst": BVB-Trainer schwärmt von seinem Spieler
Niko Kovac nahm Karim Adeyemi auf dem Rasen fest in den Arm - und stimmte in den Katakomben die nächste Lobeshymne auf den Angreifer von Borussia Dortmund an. Der Fußball-Nationalspieler sei "vom lieben Gott geküsst", schwärmte der BVB-Coach bei Sky nach dem Sieg bei Bayer Leverkusen (2:1). Adeyemi habe "eine Schnelligkeit in die Wege gelegt bekommen, die er noch viel mehr nutzen muss". Er sei "froh" über das Tor des 23-Jährigen und freue sich "sehr für ihn".
Seit seinem Ärger mit der Justiz wegen einer "Mystery Box", die er im Internet bestellt hatte und die illegale Waffen enthielt, spielt Adeyemi stark auf im Trikot der Borussen. In den vergangenen drei Pflichtspielen traf er jeweils einmal - am Samstagabend in Leverkusen per Kopf zum 2:0.