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Perfekte Vorrunde bei Heim-WMDHB-Frauen zeigen Gala-Vorstellung nach Stimmungsdämpfer

30.11.2025, 19:50 Uhr
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Antje Döll brachte die deutschen Handballerinnen mit acht Toren schnell klar in Führung. (Foto: IMAGO/HMB-Media)

Das WM-Aus für Kreisläuferin Jolina Huhnstock trübt die Vorbereitung auf das letzte Vorrundenspiel der deutschen Handballerinnen. Nach dem Anwurf ist davon jedoch nichts mehr zu spüren: Gegen Serbien gelingt Antje Döll & Co. ein überzeugender Sieg.

Deutschlands Handballerinnen bleiben bei der Heim-Weltmeisterschaft auf Erfolgskurs und reisen nach einer 31:20 (17:10)-Gala gegen Serbien zum Abschluss der Vorrunde mit einer weißen Weste zur Hauptrunde nach Dortmund. Vor 5.527 Zuschauern in Stuttgart war Linksaußen Antje Döll mit acht Toren beste Werferin für die weiter ungeschlagene DHB-Auswahl.

Mit der Maximalanzahl von 4:0 Punkten bricht die deutsche Mannschaft am Montagvormittag nach Dortmund auf. Dort geht es in der nächsten Turnierphase am Dienstag (20.30 Uhr/Sporteurope.TV) zunächst gegen das Team der Färöer (2:2 Punkte), in den weiteren Spielen warten am Donnerstag Montenegro (2:2) und zwei Tage später Spanien (2:2). Komplettiert wird die Sechsergruppe von Serbien (2:2) und Island (0:4), nur die zwei besten Teams qualifizieren sich für das Viertelfinale. DHB-Ziel ist die erste Medaille seit WM-Bronze 2007.

Wenige Stunden vor der Partie hatte das WM-Aus für Kreisläuferin Jolina Huhnstock (Armverletzung) für einen kleinen Stimmungsdämpfer im deutschen Lager gesorgt. Für die 24-Jährige vom Buxtehuder SV stößt die Oldenburgerin Marie Steffen am Montag zum Team. Es gab aber auch eine gute Nachricht: Rückraum-Ass Emily Vogel meldete sich nach ihrer Erkältungspause wieder zurück.

Beflügelt von den souveränen Siegen gegen Island (32:25) und Uruguay (38:12) legten die DHB-Frauen nach einer kurzen Anlaufzeit gleich richtig los. Vor allem die Defensive stand sicher und bildete das Fundament für einen gelungenen Start. Nach neun Minuten lag Deutschland beim 6:2 mit vier Toren vorn, was Serbiens Trainer zu einer frühen Auszeit bewog.

Schon nach 22 Minuten ist das Spiel entschieden

Angetrieben von der überragenden Aimée von Pereira erzielte das deutsche Team etliche Ballgewinne und drückte dann aufs Gaspedal. Ein Spiel, von dem zunächst vor allem Döll profitierte. Immer wieder wurde die Kapitänin in Position gebracht, immer wieder versenkte Döll kompromisslos. Als die Linksaußen zum 9:3 traf (12.), standen bereits sechs Tore in ihrer Statistik. Bei sechs Versuchen. Die Halle stand kopf.

Serbien fand überhaupt keine Mittel gegen die Angriffswucht des WM-Gastgebers, der sich phasenweise in einen Rausch spielte. Und dann war da auch noch Torfrau Katharina Filter, die ihren Teamkolleginnen mit etlichen Glanzparaden zusätzliche Sicherheit gab.

Beim 16:6 nach 22 Minuten war der Deckel bereits drauf auf dem Spiel - auch wenn bis zur Pause nur noch ein Treffer hinzukam, weil sich einige Fehler einschlichen. Nach Wiederbeginn zog Deutschland dann wieder alle Register und schnell erneut auf zehn Tore davon. Zwar lief jetzt nicht mehr alles so reibungslos wie in der überragenden Startphase. Doch mit ihrer Spielfreude begeisterte die DHB-Auswahl das Publikum und weckte Hoffnungen auf weitere Top-Auftritte in der Hauptrunde, wo für den Einzug ins Viertelfinale mindestens Platz zwei hermuss.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa/sid

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