Der Sport-TagDie Bayern-Bosse betteln - Heynckes blockt ab

In 18 von 19 Spielen seit seiner Rückkehr hat der FC Bayern triumphiert. Trotzdem bleibt Jupp Heynckes dabei: Im Sommer ist wieder Schluss in München. Der 72-Jährige will sich nach wie vor nicht auf eine Diskussion um eine längerfristige Zukunft beim Fußball-Rekordmeister einlassen. In einem äußerst ausführlichem Interview mit dem "Kicker" stellte er klar: "Ich möchte über das Trainerthema nicht mehr reden." Denn: "Zu diesem Job, wie ich ihn mit meinen Mitarbeitern ausführe, gehören eine unheimliche Selbstdisziplin und Ausdauer. Aber ich werde im Sommer 73 Jahre alt. Da weiß man nicht, wie viel Zeit einem das Leben noch gibt." Er sei bei Jobantritt im vergangenen Oktober "fitter als jetzt" gewesen, "weil ich mehr Zeit für meinen Sport und meine Spaziergänge mit Cando (sein Schäferhund/Anm.d.Red.) hatte".
Allerdings: Das Interview wurde vor dem TV-Auftritt von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei den Bezahlfernsehkollegen von Sky am Sonntag geführt. Dort plauderte Rummenigge über eine große "Charmeoffensive von Uli Hoeneß" und ergänzte: "Wenn ich ehrlich bin, unterstütze ich die total." Rummenigge fügte noch hinzu, dass entschieden sei, dass "wir am 1. Juli einen deutschen Trainer haben werden". Und Heynckes wiederum "wäre der idealste deutsche Trainer. Wir wären schlecht beraten, wenn wir diesen Mann ohne Weiteres kampflos aufgeben würden, und das werden wir auch nicht tun".