Balljungen umgeschubst: Chelsea-Star wird nicht gesperrt
Nach einem Schubser gegen einen Balljungen ist Pedro Neto vom FC Chelsea um eine größere Strafe herumgekommen und wird im Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League seinem Verein zur Verfügung stehen. Die von der UEFA heute vermeldeten Ergebnisse der Ermittlungen gegen den 26-Jährigen enthielten keine Spielsperre. Vorausgegangen war ein Fehlverhalten Netos in der Nachspielzeit des Hinspiels bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain (2:5) am Mittwoch der vergangenen Woche.
Der Portugiese hatte beim Versuch, einen Einwurf schnell auszuführen, einen Balljungen so stark angerempelt, dass dieser über seinen Stuhl unsanft zu Boden fiel. Die UEFA kam nun zu dem Schluss, dass sich Neto in Bezug auf Artikel 15 wegen "unsportlichen Verhaltens" zwar schuldig gemacht habe, verzichtete aber auf eine Sperre, sodass Neto auch im Endspiel um das Viertelfinal-Ticket (Dienstag, 21 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) an der Stamford Bridge mitmischen kann. Lediglich eine Verwarnung wurde seiner Disziplinarakte hinzugefügt.
Absurde Torwart-Situation: Endlich mal eine gute Nachricht für den FC Bayern
Bei Bayern München hat sich die angespannte Torwart-Situation vor dem Champions-League-Spiel gegen Atalanta Bergamo etwas entspannt. Jonas Urbig kehrte am Montag ins Training zurück, damit steigen die Chancen auf einen Einsatz am Mittwoch im Achtelfinal-Rückspiel (21 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de). Auch die jungen Schlussmänner Leonard Prescott und Jannis Bärtl nahmen an dem Training teil.
Urbig hatte sich im Hinspiel in Italien (6:1) nach einem Zusammenprall in den Schlusssekunden eine Gehirnerschütterung zugezogen. Weil die Torhüter Manuel Neuer (Wade), Sven Ulreich (Adduktoren) und Leon Klanac (Oberschenkel) definitiv ausfallen, könnte auch der erst 16 Jahre alte U19-Schlussmann Prescott gegen Bergamo zum Einsatz kommen. Auch Bärtl (19), der bei der zweiten Mannschaft im Tor steht, wäre eine Option.
DFB zieht Bayern-Star für zwei Spiele aus dem Verkehr
Fußball-Rekordmeister Bayern München muss in den kommenden beiden Bundesligaspielen auf Nicolas Jackson verzichten. Der Stürmer hatte am Samstag bei Bayer Leverkusen (1:1) in der 42. Minute die Rote Karte gesehen und wurde heute durch den Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) "wegen eines rohen Spiels" für die nächsten zwei Ligapartien gesperrt. Das Urteil ist rechtskräftig.
Jackson steht dem Spitzenreiter damit sowohl am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Union Berlin als auch nach der Länderspielpause beim SC Freiburg (4. April) nicht zur Verfügung. Der Senegalese hatte in Leverkusen zunächst nur die Gelbe Karte gesehen, nachdem er Bayer-Angreifer Martin Terrier heftig auf den Knöchel gestiegen war. Nach einem Hinweis des VAR und kurzer Ansicht der Bilder stellte Schiedsrichter Christian Dingert Jackson dann aber doch vom Platz.
"Wenn Donald Trump nicht erlaubt, dass ...": Menschenrechtler sehen USA als "nicht den richtigen WM-Gastgeber"
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat große Bedenken wegen der Austragung der Fußball-WM in den USA. Das Land sei "nicht der richtige Gastgeber in einer Zeit, wo die Rechte von Arbeitern, Sportler, Fans und Communitys, die die WM erst möglich machen, eingeschränkt werden", sagte Direktorin Minky Worden in einem Interview im Deutschlandfunk.
Die Lage der Menschenrechte bewege sich in den USA in eine völlig falsche Richtung, um ein internationales Event auszutragen, meinte sie. "Wenn Donald Trump nicht erlaubt, dass Fans oder sogar Spieler zur WM anreisen, muss die FIFA überprüfen, ob es noch möglich ist, die WM weiter in den USA ausrichten zu können."
Einen Ausschluss des Iran lehnte Worden ab, auch wenn der Sport in dem Land seit Jahrzehnten politisiert werde. US-Präsident Trump hatte erklärt, dass es aufgrund von Sicherheitsrisiken nicht angemessen sei, dass der Iran an der WM vom 11. Juni bis 19. Juli teilnehme.
Der iranische Verband konterte, dass der Weltverband FIFA die Entscheidungen treffe. Zudem schlug der Iran vor, die WM-Spiele seiner Elf in Mexiko statt in den USA auszutragen. Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge aus.
Lust aufs Champions-League-Finale? UEFA startet Bewerbungsrunde
Mindestens 180 - und bis zu 950 Euro: Fußballfans können sich ab sofort für Tickets für das Champions-League-Finale in Budapest bewerben. Das Ticketportal der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ist bis Donnerstag (11 Uhr) geöffnet, im Anschluss werden insgesamt 4600 Karten für das Endspiel am 30. Mai in Ungarn unter den Bewerbern verlost. Maximal zwei Karten sind pro Person verfügbar.
Von den 61.400 Plätzen in der Puskas Arena seien insgesamt 39.000 "direkt für Fans und die Öffentlichkeit" bestimmt, teilte die UEFA mit. Davon gehen jeweils 17.200 Tickets an die beiden Finalteilnehmer, dadurch bleiben nur noch 4600 Karten im freien UEFA-Verkauf. Diese werden wie im Vorjahr in drei Kategorien für 180, 650 und 950 Euro angeboten. Die günstigste Kategorie 'Fans First' wird den Finalteilnehmern zur Verfügung gestellt und kostet 70 Euro.
Für das Finale der Conference League am 27. Mai in Leipzig müssen Fans 25, 45, 140 oder 190 Euro bezahlen. Auch für die Endspiele der Europa League am 20. Mai in Istanbul und der Champions League der Frauen am 23. Mai in Oslo hat der Verkauf begonnen.
F1-Rennabsagen sind "Erlösung für McLaren und Red Bull"
Wegen des Iran-Kriegs werden die beiden Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt. Schwächelnde Teams wie Red Bull und McLaren sollten die Pause nutzen, um "ihre Hausaufgaben zu machen", sagt F1-Experte Christian Danner. Gerade bei den Briten herrsche dringender "Nachholbedarf".
FC Chelsea kassiert saftige Geldstrafe und Transfersperre
Der Klub-Weltmeister FC Chelsea ist aufgrund früherer Verstöße gegen die finanziellen Regeln der Premier League mit einer Geldstrafe von 10,75 Millionen Pfund (rund 12,5 Millionen Euro) belegt worden. Zudem erhielt der Londoner Spitzenverein eine einjährige Transfersperre auf Bewährung sowie ein sofortiges neunmonatiges Transferverbot für die eigene Nachwuchsakademie.
Die Sanktionen beziehen sich auf Informationen, die das Konsortium unter der Führung des US-amerikanischen Geschäftsmanns Todd Boehly nach der Übernahme des Klubs vom russischen Milliardär Roman Abramowitsch im Jahr 2022 an die Liga weitergegeben hatte. Die Premier League stellte fest, dass zwischen 2011 und 2018 nicht offengelegte Zahlungen von mit Chelsea verbundenen Dritten an Spieler, nicht registrierte Berater und andere geleistet wurden.
Die Premier League kam jedoch zu dem Schluss, dass der Verein selbst dann nicht gegen die "Profit and Sustainability Regulations (PSR)", die einen Verlust von 105 Millionen Pfund (ca. 123 Millionen Euro) in drei Jahren erlauben, verstoßen hätte, wenn die Zahlungen ordnungsgemäß in den historischen Finanzberichten ausgewiesen worden wären.
Bayern-Torwart könnte Sondergenehmigung brauchen
Der FC Bayern hat ein Problem. Torhüter Manuel Neuer ist verletzt, ebenso wie Ersatzkeeper Sven Ulreich. Und ob Jonas Urbig nach seiner erlittenen Gehirnerschütterung einsatzfähig ist, ist unklar. Nun winkt dem erst 16-jährigen Leonard Prescott sein Champions-League-Debüt. Doch auch er muss womöglich noch eine kleine Hürde meistern.
"Verstehe ich nicht": Rolfes kontert wüste Hoeneß-Kritik
Bayer Leverkusens Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes kann die heftige Kritik von Uli Hoeneß nach dem 1:1 zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München nicht nachvollziehen. "Nein, verstehe ich nicht und sehe ich auch nicht so", sagte Rolfes.
Der 44-Jährige führte aus: "Es gab mit Sicherheit Situationen, die durch den Videoschiedsrichter überprüft worden sind, wo dann ein bisschen Unterbrechung war. Aber ansonsten hat der Schiedsrichter das Spiel laufenlassen. Es gab Spielfluss, es gab Torraumszenen, es gab Zweikämpfe im Mittelfeld oder auf dem Platz." Rolfes ergänzte: "Da habe ich schon ganz andere Spiele erlebt, obwohl ich ein bisschen jünger bin."
Bayerns Ehrenpräsident Hoeneß hatte in der "Bild" über das Schiedsrichterteam um Hauptreferee Christian Dingert gesagt: "Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe."
Wer wettet nach Hinspiel-Desaster auf ManCity? "Niemand. Auf gar keinen Fall!"
Pep Guardiola gibt sich keinerlei Illusionen hin. "Auf uns würde kaum einer mehr auch nur einen Dollar setzen", kommentierte der Teammanager von Manchester City die missliche Ausgangslage seiner Mannschaft vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Real Madrid. Ob irgendjemand darauf "wetten würde, dass wir gegen Madrid zurückkommen?", fragte der Starcoach und schob die ernüchternde Antwort direkt hinterher: "Niemand. Auf gar keinen Fall!"
Während vor dem Duell morgen (21 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) also laut Ansicht des Spaniers gähnende Leere in den Kassen der Buchmacher herrscht, blieben auch ihm selbst nach dem 0:3 im Hinspiel kaum mehr als ein paar trotzige Floskeln. "Wir müssen es versuchen", fasste Guardiola knapp zusammen: "Was haben wir zu verlieren?"
Tischtennis-Held "hätte sich gerne den Spaß gemacht": Bolls Traum "wohl für immer gestorben"
Mit feiner Selbstironie hat Gelegenheitsschauspieler Timo Boll auf die Nullnummer des US-Films "Marty Supreme" bei den Academy Awards in Los Angeles reagiert. "Meine Oscar-Hoffnungen sind damit, glaube ich, für immer gestorben", sagte das deutsche Tischtennis-Idol dem SID mit einem Augenzwinkern: "Ich hätte mir natürlich gerne den Spaß gemacht, mich auch Oscar-Preisträger zu nennen."
Der fast 150 Millionen teure Blockbuster mit Hollywood-Star Timothée Chalamet als Titelheld war in neun Kategorien für einen Oscar nominiert. Dennoch ging der Streifen bei der feierlichen Verleihung der wichtigsten Preise im Filmgeschäft vollkommen leer aus.
Boll hatte in dem Film in Anlehnung an das Leben des US-Tischtennisasses Marty Reisman in den 50er Jahren als Nebendarsteller einen tschechoslowakischen Gegner der Hauptfigur gespielt. Dabei flimmerte der EM-Rekordsieger und frühere Weltranglistenerste bei seinem Hollywood-Debüt nur wenige Sekunden über die Kinoleinwände.
Preußen Münster greift nach Dresden-Debakel durch
Der Fußball-Zweitligist Preußen Münster hat auf die sportliche Krise reagiert und sich von Trainer Alexander Ende getrennt. Das gab der Klub am Tag nach der desolaten Vorstellung bei der 0:6-Niederlage bei Dynamo Dresden bekannt. Neben Ende, der erst im vergangenen Sommer in Münster unterschrieben hatte, wurde auch Co-Trainer Zlatko Muhovic vom Verein freigestellt. Für das Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) gegen den 1. FC Magdeburg wird vorläufig U23-Coach Kieran Schulze-Marmeling übernehmen.
"Mit Alex war unser Ziel, eine klare und langfristig angelegte Spielidee aufzubauen. Diese Spielidee lebt von Attributen, die wir in der aktuellen Situation und nach der schwierigen Rückserie nicht mehr in der notwendigen Form auf den Platz bringen konnten", sagte Ole Kittner, Münsters Geschäftsführer Sport, Strategie und Kommunikation: "Mit dem Blick nach vorne und dem Bewusstsein, dass wir unser Saisonziel weiterhin aus eigener Kraft erreichen können, haben wir jetzt eine konsequente Entscheidung im Sinne des Klubs getroffen." Nach dem blamablen Auftritt am Sonntag in Dresden liegt Münster auf Relegationsrang 16. In 26 Spielen sammelte der Verein lediglich 26 Punkte. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt zwei Zähler.
Lukas Podolski sieht nach zwei Minuten Rot
Diesen bitteren Kurzauftritt wird Lukas Podolski wohl auch so schnell nicht vergessen. Erst musste der Fußball-Weltmeister von 2014 beim 3:1-Sieg seines Clubs Górnik Zabrze gegen Rakow Czestochowa in Polens Ekstraklasa bis zur 90. Minute auf seine Einwechslung warten. Und dann flog der Stürmer nur zwei Minuten später wegen einer Tätlichkeit mit Rot vom Platz.
Nach seiner Einwechslung kämpfte Podolski mit den Gegenspielern Stratos Svarnas und Michael Ameyaw um den Ball. Dabei attackierte Ameyaw den 130-maligen deutschen Nationalspieler und traf ihn schmerzhaft im Gesicht. Podolski ging dann zu Boden, ehe Ameyaw wenige Sekunden später an ihm vorbeilief und mit dem Arm an der Brust berührte. Das war für Podolski offenbar zu viel: Als Revanchefoul boxte er seinem Gegenspieler in den Bauch. Und Referee Pawel Raczkowski verwies Podolski sofort des Feldes.
Für Podolski war es erst der dritte Platzverweis in seiner Karriere. Zuvor hatte er beim 1. FC Köln am 10. März 2012 (1:0 gegen Hertha BSC) und beim japanischen Erstligisten Vissel Kobe am 1. September 2018 (1:3 bei Hokkaido Consadole Sapporo) Rot gesehen.
Borussia Düsseldorf gelingt Transfer-Sensation
Paukenschlag in der Tischtennis-Bundesliga: Chinas Superstar und Olympiasieger Fan Zhendong verlässt am Saisonende den Champions-League-Gewinner 1. FC Saarbrücken und wechselt zu Rekordmeister Borussia Düsseldorf. Den spektakulärsten Transfer in der bald 60-jährigen Bundesliga-Geschichte gaben der rheinische Ex-Klub von Fans persönlichem Freund und Deutschlands Idol Timo Boll und Saarbrücken zu Wochenbeginn gleichzeitig bekannt.
Fan war zu Saisonbeginn – gleichfalls sensationell - für sein erstes Auslandsengagement nach Saarbrücken gekommen. Mit Nationalspieler Patrick Franziska gewann der zweimalige Einzel-Weltmeister Anfang Januar bereits den Pokal für die Blau-Schwarzen.
Nicht zuletzt wegen Fan, der international seit Ende 2024 pausiert, gilt Saarbrücken in der laufenden Spielzeit auch in Champions League und Meisterschaft als Titelfavorit. Noch mehr als die bisher sportlich mitunter unerwartet schwankenden Auftritte des 29-Jährigen in seiner TTBL-Debütsaison lösten die regelrechten Massenanstürme chinesischer Anhänger aus aller Welt bei Fans Einsätzen in Deutschland eine aufsehenerregende Euphorie auch um die TTBL allgemein aus.
Rekordverdächtiger Geldregen für Gladbach: Reitz-Wechsel ist fix
Die Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig haben sich auf einen Wechsel von Rocco Reitz verständigt. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler wird nach Medienberichten für eine Basisablöse von etwas unter 20 Millionen Euro zur neuen Saison nach Sachsen transferiert, Bonuszahlungen können die Summe erhöhen.
"Die Ablösesumme, die wir für Rocco erhalten werden, ist die höchste, die Borussia je für einen selbst ausgebildeten Spieler generieren konnte. Der frühe Zeitpunkt der Einigung hilft uns sehr bei unseren Planungen", erklärt Gladbach-Sportchef Rouven Schröder.
Schröder hatte bereits Ende vergangener Woche angekündigt, dass eine Entscheidung zeitnah fallen werde. Im Kern ging es darum, dass Leipzig die in Reitz' Vertrag verankerte Ablösesumme von etwa 25 Millionen Euro nicht zahlen wollte. Nun einigte man sich, mit dem Spieler hatte sich Leipzig bereits zuvor über einen Vertrag bis 2031 verständigt. In Mönchengladbach stand Kapitän Reitz noch bis 2028 unter Vertrag.
Tor-Wut bei Werder: "Wenn es die Taube war, dann ist das scheiße"
Nicht der fiese Bremer Rückschlag, auch nicht das Kopfballtor des 1,69 Meter großen Paul Nebel, nein, eine Taube war das bestimmende Gesprächsthema nach Abpfiff des Kellerduells zwischen Werder Bremen und dem FSV Mainz 05: Eine Taube, die unmittelbar im Vorfeld des frühen Mainzer Führungstreffers für Aufruhr auf dem Spielfeld gesorgt hatte. "Das war anscheinend dann heute der Glücksbringer. Das ist dann eine ganz lustige Story vor dem Tor", sagte Torschütze Nebel nach dem wichtigen 2:0-Erfolg der 05er.
Deutlich weniger spaßig fanden die Situation naturgemäß die Bremer, die durch die Heimniederlage im Abstiegskampf Federn ließen. "Wenn es die Taube war, dann ist das natürlich scheiße. Trotzdem fällt das Tor vielleicht zu leicht", sagte Leonardo Bittencourt: "Egal, ob da jetzt 'ne Taube oder irgendetwas anderes auf dem Platz ist, das darf uns nicht ablenken."
Doch was war passiert? Unmittelbar vor dem Einwurf im Vorfeld des Treffers tapste der Vogel seelenruhig über das Spielfeld. Bremens Angreifer Marco Grüll versuchte vergeblich, die Taube zu verscheuchen - und schien kurz danach beim Verteidigen nicht auf der Höhe. Sehr einfach konnten die Mainzer Nebels Kopfballtreffer in der 6. Minute vorbereiten.
Steckt eiskaltes Kalkül hinter der großen Wut des FC Bayern?
Der FC Bayern fühlt sich bei mehreren strittigen Situationen im Bundesligaspiel bei Bayer Leverkusen benachteiligt. Anschließend machen die Münchner ihrem Ärger Luft, legen Protest gegen die Gelb-Rote Karte gegen Luis Díaz ein. Ivo Hrstic, Leiter der RTL-Sportredaktion, erklärt, warum Bayerns Rundumschlag gegen die Schiedsrichter unberechtigt ist.
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Timo Werner begeistert San José bei Startelf-Debüt
Timo Werner hat in seinem dritten Spiel für die San José Earthquakes zwar die erste Niederlage in der MLS einstecken müssen, dennoch hatte der 30 Jahre alte Angreifer Grund zur Freude. Werner stand bei der 0:1 (0:1)-Heimniederlage gegen die Seattle Sounders zum ersten Mal in der Anfangself. "Wir alle wissen, dass er ein sehr guter Spieler ist. Er verschafft uns viele Torchancen, wie man auch heute gesehen hat", sagte Werners Teamkollege Ronaldo Vieira. "Für seinen ersten Einsatz in der Startelf hat er sich gut in die Mannschaft eingefügt, wir können nur noch besser werden."
In seinen ersten beiden Spielen in der MLS war Werner noch eingewechselt worden und hatte mit zwei Vorlagen großen Anteil an den beiden Siegen. Der 30-Jährige war in der Winterpause der Bundesliga von RB Leipzig nach San José gewechselt, nachdem er in Leipzig kaum noch zum Einsatz gekommen war.
Am kommenden Sonntag trifft Werner beim Spiel der San José Earthquakes gegen die Vancouver Whitecaps auf Thomas Müller. Der Ex-Bayern-Star geht mit einem 6:0-Sieg über Minnesota im Rücken in das Duell der beiden deutschen Stürmer, Müller erzielte nach seiner Einwechslung in der 78. Minute keinen Treffer.
Die sportlichen Schlagzeilen am Vormittag
Raimund begründet aufsehenerregende "Verweigerung"
Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund hat seine aufsehenerregende "Verweigerung" am Holmenkollen mit Gedanken an seine Liebsten begründet. "Ich dachte an meine Freundin", sagte Raimund dem norwegischen Rundfunk NRK und ergänzte: "Mein erster Gedanke war: Was würde sie dazu sagen? Mir kam sofort in den Sinn, dass sie immer sagt, das Wichtigste sei meine Sicherheit und eine sichere Landung, egal bei welchem Wetter."
Auch der Rest seiner Familie habe eine Rolle bei seiner Entscheidung gespielt, in Oslo vom Bakken zu steigen. "Es gibt viele Menschen, die mich gerne wieder zu Hause haben", sagte er. Raimund hatte beim Windchaos am Holmenkollen spontan auf einen Sprung verzichtet, der Weltcup wurde letztlich nach einem Durchgang abgebrochen. "Ich springe nicht. Den Scheiß mache ich nicht mit", hatte Raimund gesagt. Zuvor hatte er mitangesehen, wie sein Teamkollege Felix Hoffmann wild durch die Luft getrudelt und nur mit Mühe unversehrt gelandet war.
Bei der Konkurrenz erntete der Deutsche Anerkennung für seinen Schritt. "Das zeigt, dass er ständig Risikobewertungen vornimmt. Niemand verzichtet gerne auf ein Weltcupspringen, das zeugt von Reife", sagte der Norweger Kristoffer Eriksen Sundal und erklärte: "Wenn du dich nicht ganz wohl fühlst, solltest du auch nicht springen." Auch Renndirektor Sandro Pertile äußerte sich respektvoll über Raimund. "Wir drängen niemals einen Athleten zu springen, das ist einzig und allein ihre Entscheidung. Wenn er sich nicht wohl gefühlt hat, hat er die richtige Entscheidung getroffen."
Joachim Löw hat Mesut Özils Rücktritts-Erklärung nie gelesen
Rund acht Jahre nach dem Bruch zwischen Mesut Özil und dem Deutschen Fußball-Bund hat sich der damalige Bundestrainer Joachim Löw zu Özils Rücktrittsschreiben geäußert. "Die ganze Presseerklärung und die Gründe habe ich nie gelesen. Weil erstens war mir das zu lang und zweitens war ich in dem Moment enttäuscht, weil ich's eigentlich nicht von ihm persönlich gehört habe", sagte Löw in der ZDF-Doku "Mesut Özil - zu Gast bei Freunden".
Dass Özil auch dem jüngsten Treffen der Rio-Weltmeister von 2014 ferngeblieben war, nannte Löw schade. "Der Mesut lebt jetzt in der Türkei, ist weniger in Deutschland oder äußerst selten", berichtete Löw und bezeichnete Özil als "einen der besten Nationalspieler, den Deutschland je hatte". Der damalige DFB-Manager Oliver Bierhoff vermutet, dass Özil einen klaren Schlussstrich ziehen und die Brücken nach Deutschland abbrechen wolle. Nach dem umstrittenen Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan schlug die Stimmung 2018 um. Aus dem einstigen Helden wurde eine umstrittene Reizfigur.
Nach dem historischen Vorrunden-Aus bei der WM 2018 erklärte Özil in einem dreiteiligen Post seinen Rücktritt und beklagte Rassismus. DFB-Verantwortliche wiesen den Vorwurf stets zurück. "Für Mesut war von Anfang an klar: Wir müssen uns für nichts entschuldigen. Wir haben nichts Falsches gemacht. Ich sehe den Präsidenten fast jedes Jahr", berichtete sein früherer Berater Erkut Sögüt und verriet über das Rücktrittsschreiben auf Englisch: "Das war die Art und Weise, wie er das haben wollte."
Leon Draisaitl trifft und wird dann schmerzhaft abgeräumt
Erst zur Führung getroffen, dann schmerzhaft abgeräumt worden: Eishockey-Star Leon Draisaitl hat sich beim 3:1-Sieg seiner Edmonton Oilers über die Nashville Predators verletzt. Nach einem harten Hit von Nashvilles Ozzy Wiesblatt gegen die Bande konnte der gebürtige Kölner im ersten Drittel nicht mehr weiterspielen. Kurz zuvor hatte Draisaitl mit seinem 35. Saisontor das 1:0 erzielt.
"Er hat sich danach nicht gut gefühlt. Das medizinische Team hat aber gesagt, dass es nicht zu schlecht aussieht", sagte Headcoach Kris Knoblauch. Zur Art der Verletzung machten die Oilers keine Angaben, Knoblauch rechnet allerdings nicht mit einer langen Ausfallzeit des Stürmers: "Das werden wird aber später herausfinden."
Bei Edmonton, das zuvor zweimal verloren hatte, glänzte Connor McDavid mit drei Assists. Mit nun 114 Punkten in 68 Spielen baute der Kanadier seine Führung in der Scorerwertung aus. Die Oilers liegen als Sechster der Western Conference auf Playoff-Kurs.
Funkel wundert sich über Reaktion des FC Bayern
Trainer-Ikone Friedhelm Funkel stimmt in die Kritik am FC Bayern wegen des Umgangs mit dem Platzverweis gegen Luis Diaz ein. "Fakt ist, mit dem Einspruch werden die Bayern überhaupt keinen Erfolg haben. Warum sie das machen, weiß ich nicht. Sie sprechen nur aus ihrer Sicht, dass sie benachteiligt worden sind, und nicht davon, dass andere Vereine auch benachteiligt werden", sagte Funkel im Fußball-Talk "Sky90".
Der FC Bayern sei zuletzt auch durch Schiedsrichterentscheidungen bevorteilt worden, betonte Funkel. "gegen Hoffenheim zum Beispiel". Der 72-Jährige führte aus: "Direkt am Anfang die Rote Karte, dadurch haben sie dieses Spiel im Grunde so klar gewonnen, weil sie fast die komplette Spielzeit mit einem Mann mehr gespielt haben. Und das ist auch in der einen oder anderen Situation so. Dann reden sie nicht davon, dass sie bevorteilt werden. Und das finde ich einfach nicht korrekt."
Diaz hatte im Bundesligaduell mit Bayer Leverkusen am Samstag (1:1) wegen einer vermeintlichen Schwalbe die zweite Gelbe Karte gesehen und war damit vom Platz geflogen. CEO Jan-Christian Dreesen hatte am Sonntag bei "Sky" bestätigt, dass der deutsche Rekordmeister inzwischen Einspruch beim DFB-Sportgericht gegen den Platzverweis eingelegt hat. Zudem monierte Dreesen grundsätzlich "fragwürdige Entscheidungen", die in den letzten Wochen gegen den FC Bayern getroffen worden seien.
Tennis-Gigant Sinner triumphiert an "ganz besonderem Tag für Italien"
Tennisstar Jannik Sinner hat erstmals das prestigeträchtige ATP-Masters in Indian Wells gewonnen. Der Südtiroler setzte sich in der kalifornischen Wüste bei Temperaturen um 35 Grad mit 7:6 (8:6), 7:6 (7:4) gegen den Russen Daniil Medwedew durch und feierte seinen 25. Karrieretitel. Im Halbfinale hatte Sinner Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev locker in zwei Sätzen ausgeschaltet. Medwedew verpasste nach seinem beeindruckenden Halbfinalsieg gegen den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz (Spanien) den 24. Titel auf der ATP-Tour.
"Ich bin überglücklich. Das ist heute ein ganz besonderer Tag für Italien", sagte Sinner auch mit Hinweis auf den ersten Karrieresieg von Formel-1-Newcomer Kimi Antonelli am Sonntag in China: "Ich bin ein großer F1-Fan. Und dass Kimi Italien dort zurück an die Spitze bringt, ist wunderbar." Für Sinner war es der 100. Erfolg bei einem der neun Masters-Turniere und der erste Titel in diesem Jahr. Bei den Australian Open war er im Januar im Halbfinale an Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic gescheitert, in Doha schied er zuletzt im Viertelfinale aus. Der Südtiroler verkürzte den Abstand in der Weltrangliste zu seinem Dauerrivalen Alcaraz.
"Scheiß auf die Hand" - Bundesliga-Torhüter sorgt für Aufsehen
Mit bandagierter rechter Hand und wässrigen Augen versuchte Matheo Raab nach seinem Bundesliga-Debüt, seine Emotionen in Worte zu fassen: "Ich bin einfach nur unheimlich glücklich", sagte der Keeper bei DAZN, "scheiß auf die Hand." Dass er sich bei seinem ersten Einsatz im deutschen Oberhaus für Union Berlin womöglich ernsthaft verletzt hatte, war dem 27-Jährigen in diesem Moment egal.
Mit einer spektakulären Flugparade tief in der Nachspielzeit hatte Raab seinem Team am Sonntagabend den immens wichtigen 1:0 (0:0)-Sieg beim SC Freiburg gesichert. Dabei stand seine Premiere wenige Augenblicke zuvor bereits vor einem frühzeitigen Ende. In der sechsten Minute der Nachspielzeit klärte die etatmäßige Nummer zwei der Berliner mit der Faust einen hohen Ball vor Bruno Ogbus - und tat sich dabei ordentlich weh.
Freiburg forderte Elfmeter, Schiedsrichter Sven Jablonski aber sah kein strafbares Vergehen. Und doch hatte Union nun ein Problem, hatte Trainer Steffen Baumgart doch schon fünfmal gewechselt. Also hieß es für Raab, der wegen der Fußprobleme des Stammkeepers Frederik Rönnow zu seinem Debüt gekommen war: "Auf die Zähne beißen, irgendwie die Handschuhe wieder anziehen und das Ding über die Bühne bringen." Was er mit seiner Glanztat kurze Zeit später dann auch fulminant tat.