Fußball

Díaz bleibt gesperrtDFB bügelt Einspruch des FC Bayern ab

16.03.2026, 15:15 Uhr
00:00 / 02:52
Video poster

Bayern-Stürmer Luis Díaz geht am Wochenende im Strafraum von Bayer Leverkusen zu Boden - und fliegt dafür vom Platz. Der Ärger beim Rekordmeister ist groß, doch ein Einspruch gegen die Sperre verpufft.

Der FC Bayern ist mit seinem Einspruch gegen eine Sperre von Luis Díaz erwartungsgemäß gescheitert. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wies das Ansinnen der Münchner im Einzelrichterverfahren als "unbegründet" zurück. Der kolumbianische Angreifer bleibt damit für das Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) gegen Union Berlin gesperrt.

Díaz hatte am Samstag im Bundesligaspiel bei Bayer Leverkusen (1:1) in der 84. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen. Schiedsrichter Christian Dingert hatte seine Entscheidung anschließend als Fehler bezeichnet. "Wenn ich jetzt die Bilder sehe, ist es kein Elfmeter. Gelb-Rot ist sehr hart, das würde ich jetzt nicht mehr so geben", sagte er.

"Das ist hier nicht der Fall"

Für das Sportgericht war die Einlassung von Dingert allerdings nicht relevant, wie der Vorsitzende Richter Stephan Oberholz erläuterte. "Entscheidend ist, dass sich der Vorgang als Tatsachenentscheidung darstellt, die nur dann korrigiert werden kann, wenn sie gravierend, offenkundig und ohne jeden Zweifel objektiv unrichtig ist. Das ist hier nicht der Fall", sagte er.

Dingert habe den "späteren Treffer" am Fuß von Díaz erst nach Ansicht der Videoaufnahmen nach dem Spiel wahrgenommen, erklärte Oberholz weiter. "Aber auch unter Berücksichtigung dessen hätte Spieler Díaz zuvor den Kontakt gesucht und gefunden", die Entscheidung des Schiedsrichters sei daher "nicht komplett falsch gewesen".

FC Bayern wütet

Mit seiner Spielleitung hatte Dingert besonders Uli Hoeneß auf die Palme gebracht: "Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe.", polterte der Klub-Patron nach zwei Platzverweisen und zwei aberkannten Toren für "seinen" Klub. "Das können wir nicht bestätigen. Vor allem die Spiel-relevanten Entscheidungen waren korrekt oder zumindest vertretbar - mit Ausnahme der Gelb-Roten Karte, wie Schiedsrichter Christian Dingert ja auch selbst eingeräumt hat", konterte Alexander Feuerherdt, Leiter Kommunikation der DFB Schiedsrichter GmbH, gegenüber der "AZ".

Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen bezeichnete Dingerts Reaktion zwar als "ehrenwert", bekräftigte aber die scharfe Bayern-Kritik am Unparteiischen. "Wir betrachten die Entwicklung der letzten Wochen mit Sorge. Die Leistung in Leverkusen war der Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert waren", sagte der 58-Jährige und appellierte: "Der DFB ist gefordert, das Niveau der Leistungen seiner Schiedsrichter zu verbessern."

Quelle: ntv.de, ter/sid

DFBFC Bayern MünchenFußball-Bundesliga