Der Sport-TagElektro-Eindampfung macht Chefkritiker Verstappen froh
Kaum hat die Formel 1 eine graduelle Abkehr von ihrer Elektro-Revolution beschlossen, da klingt Chefkritiker Max Verstappen schon wieder deutlich versöhnlicher. Angesichts der Rolle rückwärts beim Elektroantrieb könne er sich einen Verbleib in der Motorsport-Königsklasse "definitiv" vorstellen, sagte der Red-Bull-Star im Vorfeld des Großen Preises von Kanada. "Ich habe immer gesagt, dass es mir nicht darum geht, ob ich selbst ein gutes Auto habe. Ich will, dass die Formel 1 ein gutes Produkt ist. Und das wird mit Sicherheit das Produkt verbessern."
Zur laufenden Saison hatte die Formel 1 ein revolutionäres Antriebskonzept eingeführt, in dem der Elektroanteil im Hybridmotor beinahe 50 Prozent betrug. Nach anhaltender Kritik auch von den Fahrern soll das Konzept nun für die Saison 2027 überarbeitet werden, der Verbrenner soll dann etwa 60 Prozent der Gesamtleistung liefern. "Das geht definitiv in eine positive Richtung", sagte Verstappen: "Das war das Minimum, auf das ich gehofft hatte, und es ist schön, dass sie das jetzt machen möchten. Ich denke, dass es das ist, was der Sport braucht."
Verstappen hatte die neuen Regeln schon vor dem Saisonstart scharf kritisiert, sprach von einer "Formel E auf Steroiden". Im bisherigen Saisonverlauf kokettierte er immer wieder mit Rücktritt.