Eisbären gewinnen Krimi vor 32.000 Zuschauern
Mehr als 32.000 Fans, eisige Temperaturen und ein Nervenkrimi: Vor einer großen Kulisse haben die Eisbären Berlin beim Winter Game der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in die Erfolgsspur zurückgefunden. Die Mannschaft von Cheftrainer Serge Aubin mühte sich am Samstag im Heimstadion des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden zu einem 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0) nach Verlängerung beim Schlusslicht Dresdner Eislöwen und meldete sich nach dem jüngsten Dämpfer zurück.
Liam Kirk schoss den Rekordmeister in der Overtime nach 14 Sekunden zum Erfolg bei der siebten Auflage des Freiluftspiels. Zuvor hatten der Brite (34.) und Ty Ronning (59.) die Berliner jeweils nach Rückstand in die Verlängerung gerettet. Der in dieser Saison schwächelnde Titelverteidiger verkürzte auf Rang sieben den Rückstand auf die Direkttickets für das Play-off-Viertelfinale zumindest bis Sonntag auf fünf Punkte. Aufsteiger Dresden reichten die Treffer von Tomas Andres (25.) und Alec McCrea (54.) nicht, die Situation am Tabellenende wird immer brenzliger.
"Muss aufpassen, was ich sage ...": HSV-Trainer wütet wegen "absolutem Unding"
Der Hamburger SV startet mit einer Niederlage ins neue Jahr. Trainer Merlin Polzin sieht einen Teil der Verantwortung dafür beim Schiedsrichter-Gespann - und lässt das lautstark alle Welt wissen.
Enttäuschung im Supercup: Sané und Gündogan verpassen ersten Titel
Die deutschen Stars Leroy Sané und Ilkay Gündogan haben ihren ersten Titelgewinn mit Galatasaray Istanbul verpasst. Der Meister und Pokalsieger verlor das Finale um den türkischen Supercup 0:2 (0:1) gegen den Stadtrivalen Fenerbahce. Matteo Guendouzi (28.) und Jayden Oosterwolde (48.) trafen im Atatürk-Olympiastadion von Istanbul für die Mannschaft des deutsch-italienischen Trainers Domenico Tedesco.
Der deutsche Nationalspieler Sané, der sich noch Hoffnungen auf eine Nominierung für die WM im Sommer durch Bundestrainer Julian Nagelsmann macht, stand in der Startelf und wurde kurz vor Schluss ausgewechselt. Der frühere DFB-Kapitän Gündogan kam erst ab der 72. Minute zum Einsatz. Sané und Gündogan waren im vergangenen Sommer zu Gala gewechselt.
Galatasaray hatte sich für das Endspiel durch ein 4:1 gegen Trabzonspor qualifiziert. Fenerbahce schaffte es durch ein 2:0 gegen Samsunspor ins Finale. In der Liga liegt Fener mit drei Punkten Rückstand auf Galatasaray derzeit auf Platz zwei.
Woltemade verschießt bei Newcastles Cup-Krimi Elfmeter, darf aber trotzdem jubeln
Beinahe wäre für Fußball-Nationalspieler Nick Woltemade der traditionsreiche FA Cup schon nach einem Spiel beendet gewesen - auch weil er einen Elfmeter verschoss. Mit Newcastle United drohte dem Ex-Stuttgarter in der dritten Runde des englischen Pokalwettbewerbs gegen den AFC Bournemouth das Aus, ehe sich die Magpies mit einem Last-Minute-Tor in die Verlängerung retteten.
Im Elfmeterschießen schoss zwar Woltemade den Ball an die Latte, dennoch setzten sich die Gastgeber am Ende mit 7:6 durch. Der Ex-Schalker Malick Thiaw traf, Torhüter Aaron Ramsdale parierte den letzten Schuss von Bafodé Diakité. Nach 120 Minuten hatte es 3:3 (2:2, 0:0) gestanden.
Deutschlands Krisen-Adler stürzen auch im "Super Team" ab
Ohne ihre Topathleten Felix Hoffmann und Philipp Raimund sind die deutschen Skispringer beim Weltcup im polnischen Zakopane weit hinterhergeflogen. Im olympischen "Super-Team"-Wettbewerb kamen Karl Geiger und Pius Paschke vier Tage nach dem Ende der für sie unbefriedigenden Vierschanzentournee nicht über Platz sechs hinaus - schlechter als Platz vier war ein DSV-Duo zuvor nie in dieser Disziplin.
Der frühere Skiflug-Weltmeister Geiger (120,5+123,0+130,0) und der sechsmalige Weltcup-Sieger Paschke (127,5+122,0+128,5) sprangen von Beginn an hinterher und schafften es nur mit Mühe in den dritten Durchgang der besten acht Teams. Dort ging es mit mehr Anlauf immerhin noch zwei Plätze nach vorne.
Ganz vorn setzten sich die Österreicher Jan Hörl und Stephan Embacher mit 805,9 Punkten vor Slowenien (758,3) durch, das den frischgebackenen Vierschanzentournee-Sieger Domen Prevc schonte und stattdessen Anze Lanisek sowie nach abgelaufener Sperre den bei der Tournee zweimal wegen irregulärer Anzüge disqualifizierten Timi Zajc aufbot. Platz drei ging an die Polen Kacper Tomasiak und Dawid Kubacki (741,8) .Geiger/Paschke (688,7) lagen umgerechnet 65 Meter hinter Österreich zurück, sortierten sich deutlich hinter der Schweiz (729,5) und knapp vor der Ukraine (686,1) ein.
Kapitän verlässt DHB-Team "aus privaten Gründen"
Deutschlands Handballer haben die Vorbereitung auf ihre EM-Generalprobe gegen Vizeweltmeister Kroatien in Hannover ohne ihren Kapitän aufgenommen. Johannes Golla fehlte heute aus privaten Gründen, soll aber planmäßig am Spieltag wieder zur Mannschaft stoßen. Nach Angaben des Deutschen Handballbundes (DHB) besteht mit Blick auf die Partie am Sonntag (18.05 Uhr/ARD und Dyn) "kein Anlass zur Sorge".
Nach der wetterbedingt verlängerten Rückreise aus Zagreb, wo Deutschland den ersten Härtetest mit den Kroaten am Donnerstag 32:29 gewonnen hatte, standen für die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason heute Regeneration und taktische Vorbereitung auf dem Programm. Am Vormittag absolvierten die Spieler ein leichtes Krafttraining, am Nachmittag waren noch eine Videoanalyse und eine Trainingseinheit in der ZAG Arena angesetzt.
Erzrivalen entthront: Lochner feiert nächsten Statement-Sieg
Johannes Lochner hat zum zweiten Mal in seiner Karriere den Europameistertitel im Zweierbob gewonnen - und seine Dominanz im Olympia-Winter mit dem nächsten Statement-Sieg unterstrichen. Der 35-Jährige verwies Dauerrivale und Titelverteidiger Francesco Friedrich etwas mehr als einen Monat vor den Olympischen Rennen in Cortina d'Ampezzo auch in dem im Race-In-Race-Modus ausgetragenen Weltcuprennen in St. Moritz auf Rang zwei.
"Ich bin megahappy", sagte Lochner, der mit Fleischhauer in beiden Läufen die beste Startzeit hinlegte und einen Bahnrekord aufstellte. Im Vierer am Sonntag (ab 13.00 Uhr) werde es aber "auf jeden Fall wieder knapper", fügte der Bayer an.
DSV-Staffel rennt nach Aufholjagd noch aufs Podium
Die deutsche Frauen-Staffel hat sich beim Weltcup in Oberhof nach einer Aufholjagd den zweiten Podestplatz des Winters gesichert. Selina Grotian, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Schlussläuferin Franziska Preuß belegten nach einer Strafrunde von Grotian und 13 Nachladern wie bereits in Hochfilzen den dritten Rang (+1:28,4 Minuten). Den Sieg sicherten sich die favorisierten Französinnen um die Gesamtweltcupführende Lou Jeanmonnot (0 Strafrunden+8 Nachlader) souverän vor Norwegen (1+7/+53,7 Sekunden).
Grotian, die in Oberhof ihr Comeback nach längerer Krankheitspause gibt, eröffnete für die deutsche Mannschaft. Stehend handelte sie dem DSV-Quartett dann aber eine Strafrunde ein, Tannheimer ging an Position zehn liegend in die Loipe und übergab trotz zahlreicher Nachlader auf Rang fünf.
Hettich-Walz führte das deutsche Quartett auf Platz zwei, bevor Deutschlands Sportlerin des Jahres Preuß dann aber nach drei Nachladern beim letzten Schießen noch Norwegens Maren Kirkeeide vorbeiziehen lassen musste.
Nach Ärger um Stürmer: Zweitligist verkündet Ende einer Transferposse
Fußball-Zweitligist SC Paderborn und Drittligist Waldhof Mannheim haben das Wechsel-Wirrwarr um Stürmer Kennedy Okpala offenbar zu den Akten gelegt. Die Paderborner teilten mit, "eine einvernehmliche Lösung" mit den Mannheimern gefunden und "einen Transfervertrag für den Wechsel von Kennedy Okpala unterschrieben" zu haben.
Der 21-Jährige habe die Spielberechtigung für die 2. Liga erhalten und werde beim Auswärtsspiel bei Holstein Kiel am 18. Januar auflaufen können. "Ich begrüße es sehr, dass wir eine einvernehmliche Lösung gefunden haben", sagte Paderborns Sport-Geschäftsführer Sebastian Lange: "Diese ist im Sinne von Kennedy, von uns und auch von Waldhof Mannheim."
Rund um den von Paderborn verkündeten Transfer Okpalas Anfang Januar hatte es Misstöne gegeben. Nachdem Paderborn zunächst die Verpflichtung bekannt gegeben hatte, reagierte Mannheim mit einem Dementi. Unterschiedliche Auffassungen gab es über eine Vertragsklausel, die eine Kündigung und einen Wechsel ermöglichen sollte.
Beim Fitnesstest betrogen: Verband schließt Schiris von EM aus
Die Europäische Handballföderation EHF hat kurz vor dem Start der Europameisterschaft zwei Schiedsrichter aus dem Kader der Offiziellen zurückgezogen. Wie der Verband mitteilte, werden die Nordmazedonier Slave Nikolov und Gjorgji Nachevski nicht zu dem Turnier, das vom 15. Januar bis 1. Februar in Dänemark, Schweden und Norwegen stattfindet, anreisen. Demnach besteht der Verdacht, dass Aufnahmen eines Fitnesstests im Vorfeld manipuliert wurden.
"Nach der Einreichung der Aufzeichnungen durch Nikolov und Nachevski wurde die Europäische Handballföderation Ende Dezember darüber informiert, dass die von den beiden Schiedsrichtern eingereichten Videos möglicherweise verändert wurden und möglicherweise keine genaue Aufzeichnung des gesamten Tests darstellen", hieß es in der Verbandsmitteilung. Daraufhin habe man das Material von den Experten des EHF-Fitnesspartners Fitgood Pro weiter analysieren lassen und habe dieses auch an den Integritätspartner Sportradar übergeben. "Die eingehende Analyse ergab Hinweise darauf, dass die Videos mit hoher Wahrscheinlichkeit manipuliert wurden", teilte die EHF mit.
Dramatisches Finale: Kombinations-Altmeister denkbar knapp geschlagen
Kombinations-Altmeister Johannes Rydzek hat im Schneetreiben von Otepää seinen ersten Saisonsieg knapp verpasst. Der 34-Jährige musste sich in Estland in einem packenden Rennen knapp im Zielsprint des 10-km-Skilanglaufs dem Norweger Einar Luraas Oftebro geschlagen geben und wurde Zweiter.
Rydzek hat den letzten seiner bisher 19 Weltcupsiege am 30. November 2024 in Kuusamo gefeiert. Nun fehlten ihm 0,5 Sekunden zur Nummer 20 - im Kampf um das Olympia-Ticket sammelte der Routinier aber wichtige Argumente. Dritter wurde der Norweger Andreas Skoglund vor Jens Luraas Oftebro. Der Bruder des Siegers lief noch von Platz 29 auf vier nach vorne.
Pech hatte Julian Schmid. Der Oberstdorfer, der am Freitag im Massenstart seinen ersten Saisonsieg gefeiert hatte und heute als Spitzenreiter nach dem Springen in die Entscheidung gegangen war, kollidierte kurz vor dem Ziel in der Führungsgruppe mit Weltcup-Spitzenreiter Johannes Lamparter und dem Esten Kristjan Ilves. Nach dem folgenden Sturz rappelte sich Schmid zwar wieder auf, wurde aber letztlich nur Fünfter.
"Unfassbares Alter": FC Bayern hält Torwart-Opa Neuer die Tür weit auf
Manuel Neuer wird nach einem Muskelfaserriss im ersten Bundesligaspiel des Jahres wieder im Tor des FC Bayern München stehen. Die spannende Frage, ob Deutschlands Rekordtorhüter seine grandiose Karriere beim deutschen Fußball-Rekordmeister über die Saison hinaus fortsetzt, dürfte sich dagegen erst nach Neuers 40. Geburtstag Ende März entscheiden.
"Manu soll erst mal in dieses neue Alter einsteigen", sagte Sportvorstand Max Eberl vor dem Heimspiel des Tabellenführers am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) gegen den VfL Wolfsburg. Die Münchner Bosse wollen wie Kapitän Neuer nichts überstürzen und erst im Frühjahr über eine Vertragsverlängerung entscheiden. "Es ist ein unfassbares Alter, über das wir uns unterhalten. Manu wird im März 40. Wir reden über Champions League. Wir reden über Top-Level in Europa und in der Welt", erklärte Eberl. "Die Zeit ist da. Und die Zeit muss man sich auch geben. Weil in so einem Alter kann man nicht mehr perspektivisch mit solchen Spielern reden, sondern schaut kürzer", sagte der Sportvorstand.
Hollywood-Superstar Reynolds erlebt gigantische Pokalsensation in England
Ryan Reynolds fühlte sich fast wie in einem seiner Hollywoodfilme. Das dramatische 4:3 nach Elfmeterschießen seines Klubs AFC Wrexham hielt den amerikanischen Schauspieler und Miteigentümer des englischen Zweitligisten nicht mehr auf seinem Sitz. Immerhin hatten die Waliser gerade für eine der größten Überraschungen in der dritten Runde des FA Cups gesorgt und den Erstligisten und Vorjahres-Halbfinalisten Nottingham Forest aus dem prestigeträchtigen Wettbewerb geworfen.
"Ich habe mich vor dem Spiel mit ihm unterhalten und es war toll, ihn mit seiner Familie hier zu sehen", sagte Wrexham-Teammanager Phil Parkinson über den "Deadpool"-Star, der vor dem Spiel die Mannschaft abklatschte und auch anschließend auf dem Rasen des Racecourse Ground mitfeierte: "Ich glaube, Ryans Mutter war heute Abend zum ersten Mal hier. Das ist etwas ganz Besonderes und ich hoffe, sie haben den Abend genossen."
Sorgen um Kimmich: FC Bayern weiter ohne zwei DFB-Leistungsträger
Jamal Musiala brennt auf seine Rückkehr ins Team des FC Bayern, eine Aufnahme in den Kader beim Bundesliga-Neustart am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg (17.30 Uhr/DAZN) ist allerdings nicht geplant. "Wir sind nahe dran, aber wir wollen diesen letzten Schritt nicht zu schnell machen. Diese Woche war gut für ihn, er hat fast alles mitgemacht im Training. Aber dieses Spiel kommt noch zu früh", sagte Vincent Kompany vor seinem 50. Bundesliga-Spiel als Trainer.
Fehlen wird gegen die Wölfe auch Joshua Kimmich, der schon im Dezember den Jahresabschluss in Heidenheim wegen einer Sprunggelenksblessur verpasst hatte. "Jo Kimmich will immer pushen. Er will nicht ein Spiel mehr fehlen, als es sein muss. Wenn Jo zurückkommt, hoffe ich, dass das Problem definitiv gelöst ist und er wieder seinen Fußball spielen kann. Im Moment geht es in die richtige Richtung." Im Tor wird wie bereits erwartet Manuel Neuer stehen. Der Kapitän, der sich Ende März, Anfang April entscheiden will, ob er seinen Vertrag verlängert, hat seinen Muskelfaserriss auskuriert.
"Nicht wettbewerbsfähig": Deutsche Biathlon-Hoffnung beendet Heimspiel vorzeitig
Für Biathlet Philipp Horn ist das Weltcup-Heimspiel in Oberhof vorzeitig beendet. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) nur wenige Stunden vor der Verfolgung der Männer am heutigen Samstag im Thüringer Wald (12 Uhr/ARD und Eurosport) bekannt gab, sei der 31-Jährige aufgrund seit Freitag bestehender Symptome "nicht wettkampffähig". Horn wäre als Siebter mit 39 Sekunden Rückstand auf Sprintsieger Tommaso Giacomel aus Italien in das Jagdrennen gegangen.
Horn, der mit seinem dritten Platz im Sprint in Hochfilzen für das erste deutsche Podest des Winters gesorgt hatte, fällt damit auch für die abschließende Staffel am Sonntag (11 Uhr/ARD und Eurosport) aus. "Der Fokus liegt nun auf einer schnellen und vollständigen Regeneration, um zeitnah die volle Trainings- und Wettkampffähigkeit wiederherzustellen, insbesondere mit Blick auf Olympia", teilte der DSV mit.
Superstar kündigt Abschied von Bayern-Frauen an
Fußball-Europameisterin Georgia Stanway wird den deutschen Double-Gewinner FC Bayern nach dem Ende der Saison verlassen. Das teilten die Münchnerinnen am heutigen Samstag mit. Demnach werde die Engländerin ihren Vertrag nach vier Jahren nicht verlängern und sich einer neuen Herausforderung widmen. Stanway war 2022 zum FCB gewechselt. "Ich bin dem FC Bayern unglaublich dankbar für die vergangenen Jahre", sagte Stanway, die in München drei Meisterschaften, einen DFB-Pokalsieg sowie zwei Supercup-Titel gewann: "Und zum Glück ist meine Zeit hier noch nicht vorbei. Die Entscheidung, München und meine Mannschaft zu verlassen, war unglaublich schwierig, ich habe sie mir definitiv nicht leichtgemacht."
Für Bianca Rech, Direktorin Frauenfußball beim FC Bayern, habe Stanway als erste englische Spielerin beim FC Bayern "nicht nur Geschichte geschrieben, sondern auch Herzen erobert. [...] Wir haben viel und offen über ihre Zukunft gesprochen, und als sie uns mitgeteilt hat, dass sie nun noch einmal etwas Neues probieren möchte, waren ihre Beweggründe absolut nachvollziehbar". Bisher lief Stanway, die im vergangenen Sommer mit den Lionesses ihren zweiten EM-Titel gewonnen hatte, in 109 Spielen für die Bayern auf, in diesen gelangen der Mittelfeldspielerin 28 Treffer. "Ich werde bis zum letzten Tag absolut alles für den FC Bayern und unseren sportlichen Erfolg geben - genauso wie ich es die letzten dreieinhalb Jahre getan habe", kündigte die 27-Jährige an: "Und am Ende der Saison will ich mich vom Verein und von den Fans mit so vielen Titeln wie möglich verabschieden."
Toppmöller zum BVB-Spektakel: "Haben gewisse Männlichkeit auf den Platz gebracht"
Zum Rückrundenstart der Bundesliga liefern sich Frankfurt und Dortmund ein packendes 3:3-Spektakel. Vor allem Debütant Younes Ebnoutalib hat vor heimischem Publikum allen Grund zur Freude. Auch Eintracht-Trainer Toppmöller ist mit der Leistung seiner Mannschaft äußerst zufrieden.
"Kriegspropaganda": Deutscher Olympiasieger schießt gegen Biathlon-Legende
Gegenwind für Martin Fourcade: Der Verein Athletes for Ukraine hat Frankreichs Biathlon-Ikone aufgefordert, seine Unterstützung für eine Rückkehr der suspendierten Russen zu beenden. Selbst eine Teilnahme russischer Sportler als "neutrale Athleten" stütze den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und verstoße somit gegen den Friedensauftrag des IOC, hieß es in einem Schreiben des Vereinsvorsitzenden Jens Steinigen, der 1992 in Albertville mit der deutschen Staffel Biathlon-Olympiasieger wurde.
Im November hatte Wiktor Maigurow, Präsident des Russischen Biathlonverbandes RBU, erklärt, mit Fourcade in einer Videokonferenz über die Situation der seit drei Jahren ausgeschlossenen Russinnen und Russen gesprochen zu haben. Seit 2022 ist Fourcade Athletenvertreter im Internationalen Olympischen Komitee. Der Biathlon-Weltverband IBU hatte die Verbände aus Russland und Belarus im März 2022 aufgrund des Angriffskrieges gegen die Ukraine suspendiert und hält weiter an seiner Position fest. Der sechsmalige Olympiasieger Fourcade, früher im Anti-Dopingkampf ein meinungsstarker Gegner der Russen, hatte sich bereits im Februar 2023 für eine Rückkehr russischer und belarussischer Athleten in den Weltsport ausgesprochen.
"Wir müssen gemeinsam verhindern, dass der internationale Biathlonsport von Russland für seine Kriegspropaganda missbraucht wird, wie das in der Vergangenheit regelmäßig geschehen ist und auch weiter erfolgen wird, wenn russische Sportler in den internationalen Sport zurückkehren", hieß es in dem Schreiben weiter.
Mehr zur Situation im Biathlon hier bei den Kollegen von sport.de
Medien: Englischer Gigant vor Verpflichtung von Klub-Legende als Kurzzeit-Retter
Die Fans nennen den Klub-Mitbesitzer Sir Jim Ratcliffe einen "inkompetenten Clown", in der Liga droht ein weiteres Jahr ohne Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb und der Ex-Trainer Ruben Amorim wird am Tag nach seiner Entlassung in der vergangenen Woche mit einem breiten Grinsen fotografiert: Manchester United steckt weiter in der Dauerkrise.
Jetzt soll eine Klub-Legende helfen, die Zeit bis zum hundertsten Umbruch nach dem Abgang von Sir Alex Ferguson vor fast 13 Jahren rumzubekommen. An diesem Wochenende, so berichten Medien im Vereinigten Königreich, wird der Norweger Ole Gunnar Solskjaer zu Gesprächen über den Job als Interimstrainer in Manchester erscheinen. Der Norweger, Held des legendären Finalspiels gegen den FC Bayern im Jahr 1999, war bereits von Dezember 2018 bis November 2021 als Trainer bei United, erst als Interimstrainer, nach vier Monaten dann mit einem langjährigen Vertrag ausgestattet. Jetzt könnte zurückkehren. Der andere verbliebene Kandidat, Michael Carrick, war einst sein Co-Trainer bei United.
Bis zu einer Einigung jedoch wird Darren Flechter weiter als Interimsinterims-Trainer an der Seitenlinie stehen. So auch im FA-Cup-Spiel gegen Brighton an diesem Wochenende. Was aus dem Schotten, der wie Carrick und Solskjaer einst für die Red Devils spielte, nach seinem Ende als Interimsinterims-Trainer wird, ist noch unklar. Er könnte zur U18 des Klubs zurückkehren und den Interimstrainer unterstützen. Im Sommer dann träumt United wieder von den ganz großen Namen. Auf der Liste sollen angeblich auch Thomas Tuchel und Julian Nagelsmann stehen. Immerhin das mit den Träumen können sie noch.
VfB Stuttgart: Wilde Gerüchte um Barcelona-Youngster
Mit sechs Torbeteiligungen (2 Treffer/4 Assists) in 14 meist kurzen Einsätzen hat Youngster Roony Bardghji in Reihen des FC Barcelona durchaus bereits seine Klasse unter Beweis gestellt. Die Nebenrolle, die der Schwede bei den Katalanen spielt, soll ihm dem Vernehmen nach aber schlicht zu klein sein. Einen Ausweg könnte eine Leihe darstellen, der VfB Stuttgart soll angeklopft haben. Im Sommer 2025 verpflichtete der FC Barcelona Bardghji vom dänischen Erstligisten FC Kopenhagen, dass der Schritt zu einem Team aus der europäischen Fußball-Elite womöglich ein riesengroßer ist, drängte sich damals durchaus auf.
Angesichts der enormen Herausforderung macht der 20-jährige Offensivspieler seine Sache sehr beachtlich, jüngst lieferte er beim 5:0 gegen Athletic Bilbao im Halbfinale der Supercopa sogar eine echte Gala-Vorstellung, erzielte in 72 Minuten einen Treffer und bereitete zwei Tore vor. Dass sich Bardghji auf kurze Sicht regelmäßig in der Startelf der Blaugrana wiederfinden wird, ist dennoch nicht zu erwarten. Ein Umstand, der unter anderem für den VfB Stuttgart eine Chance darstellen könnte.
Dem türkischen Transfer-Journalisten Ekrem Konur zufolge sind die Schwaben an einer Leihe des Talents interessiert. Konkurrenz droht den Schwaben demnach vom portugiesischen Spitzenklub FC Porto, der ebenfalls die Fühler ausgestreckt haben soll. Ob Bardghji überhaupt Interesse daran hat, Barça den Rücken zu kehren, ist allerdings offen, zumal Barcelona seine Leistungen unlängst zumindest symbolisch belohnte.
"Nicht nur das Geld": Bayern-Star weckt Zweifel an Vertragsverlängerung
Beim FC Bayern hat sich Konrad Laimer unverzichtbar gemacht, die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters wollen mit dem mannschaftsdienlichen Allrounder daher gerne verlängern. Noch hat der Österreicher, dessen aktuelles Arbeitspapier 2027 ausläuft, aber nicht unterschrieben. Warum das so ist, hat er nun in einem Interview verraten. "Es ist nicht nur das Geld, es gibt natürlich immer noch andere Faktoren. Ich bin schon immer ein Bauchmensch gewesen und werde auch immer ein Bauchmensch bleiben", kommentierte Konrad Laimer den Status quo in den Gesprächen mit dem FC Bayern gegenüber "Sky".
Es sei ihm "wichtig, wie Leute mit dir reden, wie Leute mit dir umgehen und wie wertgeschätzt du dich fühlst", ergänzte der 28-Jährige, der 2023 ablösefrei von RB Leipzig nach München gewechselt war. Während der gebürtige Salzburger seine ersten beiden Spielzeiten an der Säbener Straße noch überwiegend im defensiven Mittelfeld verbracht hatte, ist er unter Vincent Kompany inzwischen meist als Rechtsverteidiger in der Startelf zu finden.
"So werde ich meine Entscheidungen immer zusammen mit meinem engsten Kreis treffen. Meine Eltern und meine Frau helfen mir dabei. Wenn ich dann mit der Entscheidung zufrieden bin und in den Spiegel schauen kann, dann treffe ich auch die Entscheidung, die für mich gut ist, und so werde ich das immer machen", stellte der österreichische Nationalspieler klar.
Mehr zu Laimer hier bei den Kollegen von sport.de
NHL-Superstar ist schockverliebt in Haie
Die Kölner Haie beeindrucken mit ihrer Siegesserie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auch Leon Draisaitl. "Sie spielen sich gerade in einen Rausch", sagte der NHL-Superstar, "gefühlt kannst du gar nicht mehr verlieren, du weißt gar nicht mehr, wie es ist, ein Spiel zu verlieren." Köln feierte am Freitagabend mit 5:4 beim ERC Ingolstadt den elften Sieg in Folge und liegt als Tabellenführer bereits elf Punkte vor dem ersten Verfolger Adler Mannheim.
Der gebürtige Kölner Draisaitl, der mit den Edmonton Oilers in den letzten beiden Jahren jeweils das Finale um den Stanley Cup verlor, traut seinem Heimatklub durchaus den ersten Titel seit 2002 zu: "Wenn du da oben stehst und so konstant Spiele gewinnst, dann machst du das nicht mal eben so. So eine Mannschaft musst du ernst nehmen." Er würde sich sehr "für die Leute in Köln, für die KEC-Fans und meinen Freund Mo" freuen. Haie-Kapitän Moritz Müller, der seit 2003 in Köln spielt, ist mit Draisaitl befreundet.
Noch steht der BVB hinter dem Krisenstürmer
Trainer Niko Kovac hat Sorgen über die anhaltende Torflaute seines Topstürmers Serhou Guirassy beiseite geschoben und seinem Stürmer den Rücken gestärkt. "Es ist ganz klar: Ich halte ihm weiterhin die Stange", sagte Kovac nach dem wilden 3:3 (1:1) bei Eintracht Frankfurt, bei dem Guirassy erneut keine Torbeteiligung verbuchte. Dass der 29-Jährige seit Ende Oktober auf ein Bundesligator wartet und seit dem 3. Spieltag nur ein einziges nachlegte, bereitet Kovac offenbar keine Sorgen. "Jeder Stürmer muss immer mal wieder durch so eine Durststrecke. Das gehört zum Fußball", sagte er, Guirassy würde wegen seines Status als Topscorer der letzten Saison schließlich "teilweise gegen zwei Leute spielen" müssen und habe deswegen häufig einen schweren Stand.
Frankfurter Traumdebütant platzt vor Glück
Dino Toppmöller fand es schlicht "sensationell", Younes Ebnoutalib sprach emotional von "einem sehr, sehr krassen Gefühl": Nach dem wilden 3:3 (1:1) von Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund war der besondere Debütant glücklich und gelöst. "Ich freue mich einfach und bin dankbar", sagte der gebürtige Frankfurter Ebnoutalib bei Sky: "Hier in meiner Heimatstadt beim Debüt das Tor zu schießen - ich bin einfach nur glücklich."
Ebnoutalib war kurz vor dem Jahreswechsel vom Zweitligisten SV Elversberg nach Frankfurt gekommen, bei seinem ersten Bundesligaspiel veredelte er einen schönen Konter nach einem traumhaften Zuspiel von Arnaud Kalimuendo zum zwischenzeitlichen 2:2 (71.). Sein Trikot schenkte er nach Schlusspfiff seinem Bruder Ilias, der auf der Tribüne mitfieberte und für die zweite Mannschaft von Hannover 96 in der Regionalliga Nord spielt.
Frankfurts Trainer Toppmöller lobte Ebnoutalib in höchsten Tönen. "Younes hat ein gutes Gespür für Positionierung im Rücken des Gegners, einen guten Tiefgang. Dass er den so mit der Sohle mitnimmt und reinschießt, das ist für ihn ein ganz besonderer Tag", sagte der Coach: "Vor allem hier vor der Kurve das Tor zu schießen, das ist schon eine schöne Sache, hat er sich verdient."
Deutscher Profi für 80 Spiele gesperrt
Der derzeit vertragslose Baseball-Profi Max Kepler ist nach einem positiven Dopingtest für 80 Spiele gesperrt worden. Der 32-jährige Berliner wird demnach verdächtigt, gegen das Drogenpräventions- und Behandlungsprogramm verstoßen zu haben, teilte die Major League Baseball mit. Ihm wird vorgeworfen, die leistungssteigernde Substanz Epitrenbolon eingenommen zu haben. Von Kepler oder seiner Agentur gab es bislang keine offizielle Stellungnahme. Epitrenbolon ist ein anaboles Steroid, das unter anderem in Produkten enthalten ist, die in Bodybuilding-Geschäften verkauft werden. Es dient zudem der Wachstumsförderung von Rindern. Kepler spielte zuletzt für die Philadelphia Phillies. Dort hatte er einen Einjahresvertrag über 10 Millionen Dollar unterschrieben. Seit November ist er vertragslos.