Der Sport-Tag"Kriegspropaganda": Deutscher Olympiasieger schießt gegen Biathlon-Legende

Gegenwind für Martin Fourcade: Der Verein Athletes for Ukraine hat Frankreichs Biathlon-Ikone aufgefordert, seine Unterstützung für eine Rückkehr der suspendierten Russen zu beenden. Selbst eine Teilnahme russischer Sportler als "neutrale Athleten" stütze den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und verstoße somit gegen den Friedensauftrag des IOC, hieß es in einem Schreiben des Vereinsvorsitzenden Jens Steinigen, der 1992 in Albertville mit der deutschen Staffel Biathlon-Olympiasieger wurde.
Im November hatte Wiktor Maigurow, Präsident des Russischen Biathlonverbandes RBU, erklärt, mit Fourcade in einer Videokonferenz über die Situation der seit drei Jahren ausgeschlossenen Russinnen und Russen gesprochen zu haben. Seit 2022 ist Fourcade Athletenvertreter im Internationalen Olympischen Komitee. Der Biathlon-Weltverband IBU hatte die Verbände aus Russland und Belarus im März 2022 aufgrund des Angriffskrieges gegen die Ukraine suspendiert und hält weiter an seiner Position fest. Der sechsmalige Olympiasieger Fourcade, früher im Anti-Dopingkampf ein meinungsstarker Gegner der Russen, hatte sich bereits im Februar 2023 für eine Rückkehr russischer und belarussischer Athleten in den Weltsport ausgesprochen.
"Wir müssen gemeinsam verhindern, dass der internationale Biathlonsport von Russland für seine Kriegspropaganda missbraucht wird, wie das in der Vergangenheit regelmäßig geschehen ist und auch weiter erfolgen wird, wenn russische Sportler in den internationalen Sport zurückkehren", hieß es in dem Schreiben weiter.
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