Nach Krankheitspause: Raimund gibt Blitz-Comeback
Philipp Raimund kehrt nach überstandener Erkrankung schon in dieser Woche in den Skisprung-Weltcup zurück. Nach eigener Aussage fühlt er sich bereit, am Wochenende im japanischen Sapporo zu starten. Bereits beim letzten Springen der Vierschanzentournee hatte sich Raimund unwohl gefühlt. Danach wurde er von den Verantwortlichen aus dem Kader für den Weltcup am vergangenen Wochenende in Zakopane genommen. "Ich bin wieder unter den Lebenden. Ich hatte für zwei Tage gut Fieber. Nun habe ich mich aber wieder erholt", sagte der Oberstdorfer bei der Olympia-Einkleidung in München.
Nach schwerem Sturz: Skistar verzichtet auf Start am Unfallort
Zwei Jahre nach seinem schweren Sturz verzichtet Skistar Aleksander Aamodt Kilde auf einen Start an diesem Wochenende am Unfallort in Wengen. "Dieses Jahr ist es einfach noch etwas zu früh", teilte der Norweger via Instagram mit. Stattdessen wolle er sich auf Trainingstage konzentrieren.
Im Januar 2024 hatte Kilde bei der Lauberhorn-Abfahrt im Ziel die Kontrolle verloren und war heftig in die Fangnetze gekracht. Der 33-Jährige musste daraufhin mehrmals operiert werden. Eine Infektion in der Schulter erschwerte den Heilungsverlauf. Lange war nicht abzusehen, ob er überhaupt jemals auf die große Ski-Bühne zurückkehren würde. Doch Ende November hatte er nach fast zweijähriger Leidenszeit sein Comeback gegeben. Experten halten es für möglich, dass der Gesamtweltcupsieger von 2020 bei den Olympischen Winterspielen im Februar in Italien wieder um einen Podestplatz mitfahren könnte.
Kuntz-Vorwürfe: Nun spricht der HSV-Trainer
Nach den Vorwürfen gegen den früheren Sportvorstand Stefan Kuntz beschäftigt das Thema auch die Mannschaft des Hamburger SV vor dem kommenden Spiel gegen Bayer Leverkusen. "Natürlich haben wir darüber gesprochen beziehungsweise ist es dann auch in der Mannschaft irgendwie ein Thema. Wir haben es jetzt nicht noch mal explizit angesprochen", sagte Trainer Merlin Polzin vor der Partie in der Fußball-Bundesliga am Dienstag (20.30 Uhr/Sky). Sein Motto und das Credo seien aber auch, "dass wir uns auf die Dinge fokussieren, die wir beeinflussen können: Das ist die Arbeit auf dem Platz, das ist die Arbeit im Videoraum", ergänzte Polzin.
Horrorverletzung bringt NFL-Punktegarant zu Fall
Bei diesem Anblick zuckte wahrscheinlich so manch einer vor dem Bildschirm zusammen: Beim Match seiner San Francisco 49ers gegen die Philadelphia Eagles erleidet George Kittle sichtbar einen Achillessehnenriss.
"Selbstsüchtig, dumm, gefährlich": 18 Monate Gefängnis für Fan
Ein Fan des schottischen Fußball-Erstligisten FC Aberdeen ist zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt worden, weil er einen Teil eines Stadionsitzes auf einen Spieler des Klubs geworfen hat. Der 32 Jahre alte Mann hatte den Gegenstand am 17. Mai des Vorjahres nach Aberdeens 1:2-Auswärtsniederlage bei Dundee United in Richtung des Feldes befördert und Verteidiger Jack MacKenzie damit im Gesicht verletzt.
"Ihr Handeln war selbstsüchtig, dumm, gefährlich und völlig verantwortungslos. Ihnen muss klar gewesen sein, dass das Werfen dieses Gegenstands jemanden treffen könnte", sagte Richter Alastair Carmichael am Sheriff Court in Dundee. Der Schotte MacKenzie, der inzwischen bei Plymouth Argyle unter Vertrag steht, hatte sich bei den mitgereisten Fans für ihre Unterstützung bedankt, als sich der Vorfall ereignete. Er erlitt eine tiefe Schnittwunde an der linken Augenbraue sowie eine Abschürfung unterhalb des Auges.
Katar will Klub-WM der Frauen
Katar bemüht sich offenbar um die Austragung der ersten Klub-Weltmeisterschaft bei den Frauen. Das berichtet der britische "Guardian". Demnach führe der umstrittene Gastgeber der Männer-WM 2022 bereits Gespräche mit dem Fußball-Weltverband FIFA. Das Turnier soll vom 5. bis zum 30. Januar 2028 erstmals ausgetragen werden, zu einem möglichen Bewerbungsverfahren für potenzielle Ausrichter machte die FIFA bislang keine Angabe.
Katar richtet seit Jahren internationale Turnier aus und pflegt enge Beziehungen zum Weltverband. Zuletzt wurde dort etwa der FIFA-Interkontinental-Pokal zwischen Paris Saint-Germain und CR Flamengo ausgespielt, die WM der männlichen U17 wird bis 2029 in Katar ausgetragen. Laut "Guardian" soll Katar zudem Interesse an der Ausrichtung der Klub-WM der Männer im Jahr 2029 bekundet haben, diese soll aber in der nördlichen Hemisphäre stattfinden.
Auf einmal gibt es schlechte Nachrichten für den FC Bayern
Fußball-Rekordmeister Bayern München muss vorerst auf Josip Stanisic verzichten. Der Kroate erlitt im Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg (8:1) eine Kapselbandverletzung im rechten Sprunggelenk. Das teilten die Münchner mit, eine Angabe zur Ausfallzeit machte der Klub nicht.
Der Abwehrspieler, der im Herbst 2025 bereits über einen Monat aufgrund einer Innenbandverletzung ausgefallen war, hatte sich am Sonntag in der Schlussphase verletzt. Stanisic verließ das Feld in der Nachspielzeit, weil die Münchner ihr Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatten, mussten sie die Partie mit neun Feldspielern zu Ende bringen.
Bayer 04 hofft nach Stuttgart-Desaster auf schnelle Rückkehr seines Torjägers
Fußball-Vizemeister Bayer Leverkusen hofft auf eine Rückkehr von Torjäger Patrik Schick im Bundesliga-Spiel beim Hamburger SV. Der Tscheche, der am Wochenende kurzfristig mit muskulären Problemen beim Heim-Desaster gegen den VfB Stuttgart (1:4) gefehlt hatte, habe heute trainiert, befinde sich nach der Einheit aber noch in medizinischer Behandlung, teilte Trainer Kasper Hjulmand vor der Partie morgen (20.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) mit: "Wir hoffen, dass es geht."
Eine Option im Hamburg könnte auch Edmond Tapsoba sein. Nach dem Aus beim Afrika-Cup mit Burkina Faso ist der Abwehrspieler zurück in Leverkusen, laut Hjulmand wird er aber auch behandelt. "Ich glaube nicht, dass es ein großes Thema ist", sagte er: "Vielleicht ist es morgen aber zu früh. Wir sehen die nächsten Stunden."
Den Kameruner Christian Kofane und den Algerier Ibrahim Maza, die in den kommenden Tagen im Rheinland erwartet werden, will Hjulmand zunächst im Training sehen.
Ex-Bundesliga-Profi nach Krebs-OP: "Ich gelte als gesund"
Der frühere Bundesliga-Profi Kjetil Rekdal hat seine Krebserkrankung offenbar erfolgreich überwunden. "Ich gelte als gesund", sagte der Trainer des norwegischen Erstliga-Aufsteigers Aalesunds FK der Zeitung "Sunnmörsposten". Es stünden nun verschiedene Kontrolltermine an, ergänzte Rekdal: "Ich bin in der Nachsorge. Die größte Herausforderung ist der mentale und körperliche Aspekt – wie man sich fühlt."
Der ehemalige norwegische Fußball-Nationalspieler war im vergangenen Herbst nach einer Krebs-Diagnose operiert worden. In den kommenden Wochen soll er zunächst noch eingeschränkt nur einige Tage pro Woche arbeiten. "Es geht darum, langsam, aber sicher rauszukommen und wieder zu funktionieren", sagte der 57-Jährige. Bis zum Trainingslager im Februar, wo sich Aalesund auf den Saisonstart Mitte März vorbereiten will, wolle er wieder voll belastbar sein.
Rekdal hatte in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC gespielt sowie später den 1. FC Kaiserslautern trainiert.
Per Mertesacker verlässt den FC Arsenal
Per Mertesacker verlässt den FC Arsenal zum Ende der Saison nach acht Jahren als Leiter der Nachwuchsakademie. Dies gab der Premier-League-Klub bekannt. Der 41 Jahre alte Weltmeister von 2014 sucht eine neue berufliche Herausforderung. Wohin Mertesacker geht, ist noch nicht bekannt. "Arsenal ist und bleibt für mich ein ganz besonderer Verein, daher war es eine schwierige Entscheidung", sagte Mertesacker. Er sei sehr dankbar für das Vertrauen, das ihm der Klub geschenkt habe: "Jetzt ist es an der Zeit, mich neuen Herausforderungen zu stellen und mich weiterzuentwickeln."
Mertesacker hatte seinen bisherigen Job nach dem Ende seiner Spielerkarriere 2018 übernommen. Er bleibe "voll fokussiert" bis zu seinem letzten Arbeitstag bei den Gunners, sagte der einstige Bremer, der von Klubboss Richard Garlick viel Lob erhielt ."Wir unterstützen Pers Entscheidung, etwas Neues zu wagen, aber wir werden sehr traurig sein, wenn er uns am Ende der Saison verlässt", sagte Garlick.
Auf so viel Gehalt müsste Gnabry beim FC Bayern wohl verzichten
In der Personalie Serge Gnabry gibt es beim FC Bayern angeblich grundsätzlich zwei verschiedene Sichtweisen. Laut des "Kicker" würde ein Teil der Führungsetage des deutschen Rekordmeisters mit einer möglichen Verlängerung des auslaufenden Vertrags des Offensivakteurs gerne noch abwarten. Aber: Die sportlich Verantwortlichen sollen sich bereits dazu entschlossen haben, Gnabry ein neues Arbeitspapier zu geben.
Diese haben bei Personalinvestitionen von bis zu 50 Millionen Euro grundsätzlich freie Hand. Da Gnabrys neuer Kontrakt leicht verringerte Bezüge enthalten und zudem leistungsbezogener ausgestaltet sein soll als sein alter, würde der Deal als Gesamtpaket diese Grenze demnach nicht überschreiten – einem Vollzug stünde nichts im Wege. Transfer-Guru Fabrizio Romano hatte zuletzt ebenfalls über die bevorstehende Verlängerung von Gnabrys Vertrag beim FC Bayern berichtet. Demnach seien nur noch letzte Details zwischen den Parteien zu klären. Das neue Arbeitspapier soll bis 2028 laufen.
"Bild" hatte bereits vor Weihnachten darüber geschrieben, dass die Zusammenarbeit zwischen dem FC Bayern und Gnabry wohl weitergehen wird. Demnach könne er zukünftig maximal zwischen 15 und 15,5 Millionen Euro statt wie bisher bis zu 18 Millionen Euro verdienen.
Die sportlichen Schlagzeilen am Mittag
Mbappé sorgt für großen Wirbel nach Supercopa-Pleite
Mit einem vermeintlich unsportlichen Verhalten bei der Siegerehrung für den FC Barcelona hat Real Madrids Superstar Kylian Mbappé für Diskussionen gesorgt. "Geste eines schlechten Verlierers", schrieb die Sportzeitung "Mundo deportivo" nach dem spanischen Supercup. Und bei "Sport" hieß es: "Die umstrittenste Szene des Supercup-Finales ereignete sich nach dem Schlusspfiff."
Was war passiert? Nach ihrem 3:2-Sieg bildeten die Barça-Profis wie bei Siegerehrungen üblich ein Spalier für Verlierer Real. Als die Madrilenen ihre Medaillen bekamen, schien Mbappé in Richtung der gegnerischen Spieler zu zeigen und Real-Profis, die auf dem Weg dorthin waren, zurückzuwinken. "Er forderte seine Mitspieler auf, nicht der Mannschaft von Hansi Flick zu applaudieren", interpretierte "Mundo deportivo" den Vorgang. Mbappé habe seinen Mitspielern etwas gesagt und diese hätten anschließend für Barça keinen Siegerkorridor gebildet, hieß es bei "Sport".
Einem anderen Bericht zufolge soll Real argumentiert haben, dass der spanische Verband die Spieler gebeten habe, wegen der Kameraeinstellungen in einen anderen Bereich zu gehen. Eindeutig aufklären kann das Geschehen wohl nur Mbappé selbst.
Sensationsserie und Spektakel: Hansi Flick bekommt riesiges Lob
Das Lob für Final-Experte Hansi Flick kam von höchster Stelle. Der Deutsche, schwärmte Präsident Joan Laporta nach dem Supercopa-Triumph des FC Barcelona gegen Erzrivale Real Madrid, sei ein "meisterhafter" Trainer. Er würdigte Flick für "alles, was er und seine Mannschaft so fantastisch leisten" - und gab ihm nach dem spektakulären 3:2 (2:2) gleich den nächsten Auftrag: "Wir möchten an den Erfolg der vergangenen Saison anknüpfen und noch etwas mehr erreichen..."
Klar, dass damit der Titel in der Champions League gemeint war. Mit diesem Trainer, mit diesem Team, da war sich der Barca-Boss sicher, muss auch der Henkelpott drin sein. Laporta zeigte sich begeistert vom "spektakulären Fußball zum Genießen" seines Klubs, zu dem "jeder" seinen Teil beitrage. "Wir sind wie eine große Familie. Es sind die Spieler, ihre Eltern, die Geschwister; ihnen ist es gelungen, verschiedene Kulturen zu vereinen."
Auch dank Flick, der im saudischen Jeddah auch sein achtes Endspiel als Trainer siegreich bestritt. "Es ist ein großartiges Gefühl, ein Finale gegen Real Madrid zu gewinnen. Wir haben es auf unsere Art und Weise geschafft, wie wir es als Barca tun wollen, und das macht mich umso stolzer", sagte Flick, der bei der Siegerehrung sogar von Real-Präsident Florentino Pérez geherzt wurde.
Bills entscheiden Touchdown-Krimi eine Minute vor Schluss
Im Wildcard-Game der NFL-Play-offs geht es für die Buffalo Bills gegen das Überraschungsteam Jacksonville Jaguars. In dem dramatischen Touchdown-Krimi wechselt die Führung siebenmal, ehe sich die Bills dank Star-Quarterback und MVP der Partie Josh Allen näher an die NFL-Meisterschaft kämpfen.
Lennart Karl lässt den FC Bayern mit vielen Millionen Euro warten
Überflieger Lennart Karl wird vorerst wohl keinen neuen Millionen-Vertrag beim FC Bayern unterschreiben. Wie der "Kicker" berichtet, liege der Fokus des 17-Jährigen in der näheren Zukunft voll auf dem Sportlichen. Karl wolle weiter mit Leistung überzeugen, sich beim FC Bayern etablieren und im besten Falle sogar in den Kreis der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vorstoßen. Vertragsthemen stehen demnach derzeit nicht auf seiner Agenda.
Zuvor hatte "Bild" berichtet, der Rekordmeister wolle den Kontrakt mit Karl, der sich an dessen 18. Geburtstag am 22. Februar ohnehin bis 2029 verlängert, gerne bis 2031 ausdehnen. Statt dann ein bis zwei Millionen Euro pro Jahr, hieß es, könnte der Shooting-Star im Falle einer Unterschrift jährlich satte sieben bis acht Millionen Euro einstreichen. Es hieß zudem, Gespräche mit Karls Management sollen zeitnah folgen.
Tischtennis-Pokal geht nach Berlin
Rekordsieger ttc berlin eastside hat zum elften Mal den deutschen Tischtennis-Pokal der Frauen gewonnen. Das Team der Mannschafts-Europameisterinnen Nina Mittelham und Mia Griesel setzte sich im Finale der Endrunde bei der SV DJK Kolbermoor gegen Meister TTC Weinheim mit 3:0 durch. In der Vorschlussrunde hatte Berlin die Gastgeber um die ehemalige Junioren-Weltmeisterin Annett Kaufmann mit 3:2 aus dem Titelrennen geworfen. Weinheim war durch 3:2 gegen den TSV Langstadt ins Endspiel eingezogen.
Bundesliga-Star ganz offen: "Bayern ist das einzige, was ich bereue"
Mehr als zehn Jahre im Verein, 342 Spiele mit 147 Toren: Andrej Kramaric hat bei der TSG Hoffenheim Maßstäbe gesetzt. Doch es hätte nicht viel gefehlt, und alles wäre ganz anders gekommen. Wie der kroatische Fußball-Nationalspieler jetzt im "Kicker" bekräftigte, hatte er einst ein Angebot vom FC Bayern.
"Im Nachhinein ist das der einzige Verein, von dem ich sage, vielleicht hätte ich das machen sollen", berichtete Kramaric und ergänzte: "Aber wir werden nie wissen, wie das ausgegangen wäre. Das war zur Zeit von Robert Lewandowski, Thomas Müller und all den anderen, da war klar, dass ich nicht so viel gespielt hätte wie hier." Finanziell hätte er sich "auf alle Fälle verbessert, auch für die Stationen danach. Das ist das Einzige, was ich vielleicht bereue, alles andere hat mich nicht extrem gereizt", meinte er und betonte: "Deshalb bin ich immer noch da."
Aufschlag-Riese hängt den Tennisschläger an den Nagel
Der Kanadier Milos Raonic hat seine Karriere als Tennisprofi beendet. Dies teilte der frühere Weltranglistendritte und Wimbledon-Finalist in den Sozialen Medien mit. "Ich bin der glücklichste Mensch gewesen, weil ich dort draußen meine Träume erfüllen konnte", schrieb der 35-Jährige. Seit seinem Erstrunden-Aus bei Olympia 2024 gegen Dominik Koepfer hatte Raonic kein Turnier gespielt.
Der gewaltige Aufschläger Raonic gewann in seiner Karriere acht ATP-Titel, zuletzt im Januar 2016 in Brisbane mit einem Finalsieg über Roger Federer. In seinem einzigen Major-Endspiel unterlag er 2016 in Wimbledon in drei Sätzen gegen Andy Murray. Zweimal stand Raonic zudem im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers: 2014 verlor er in Wimbledon glatt gegen Federer, 2016 bei den Australian Open in fünf Sätzen gegen Murray.
"Spezielles Gefühl" beflügelt DFB-Star
Kai Havertz war glücklich. Seit August hatte der Fußball-Nationalspieler für den FC Arsenal aufgrund einer Knieverletzung nicht mehr auf dem Platz gestanden, umso mehr genoss er seinen Einsatz am Sonntag im FA-Cup. "Es ist ein spezielles Gefühl und toll für mich", sagte Havertz nach dem 4:1-Erfolg des Premier-League-Spitzenreiters beim Zweitligisten FC Portsmouth.
Seine Einwechslung in der zweiten Halbzeit soll aber nur der Anfang gewesen sein. "Ich hoffe, dass ich den Jungs so schnell wie möglich helfen kann", sagte der 26-Jährige. Teammanager Mikel Arteta will den Offensivspieler behutsam aufbauen. "Er ist jetzt wieder bei uns. Jetzt müssen wir an seiner Fitness arbeiten. Dann ist er ein sehr wichtiger Spieler für uns", sagte Arteta, der "die Bewegungen" und "das Spielverständnis" seines Offensivspielers lobte: "Wir haben ihn sehr vermisst."
Havertz benötigt nun dringend Spielpraxis, um auch bei Bundestrainer Julian Nagelsmann wieder eine wichtige Rolle zu spielen. Die Länderspiele im März in der Schweiz und gegen Ghana sind die letzten vor der WM-Kadernominierung von Nagelsmann im Mai.
Justin Engel scheitert in Australian-Open-Quali
Der Traum vom ersten Einzug in ein Grand-Slam-Hauptfeld ist für Justin Engel vorerst geplatzt. Der 18 Jahre alte Nürnberger unterlag in Melbourne schon in der ersten Runde der Qualifikation zu den Australian Open dem Briten George Loffhagen 6:7 (4:7), 6:7 (2:7).
"Mein Ziel ist, dass ich mich für einen Grand Slam qualifiziere", hatte Engel mit Blick auf 2026 gesagt. Nun musste der Weltranglisten-180. gegen den 29 Plätze tiefer notierten und sechs Jahre älteren Loffhagen wieder Lehrgeld bezahlen. Schon bei den Next Gen Finals, dem Jahresendturnier der besten Nachwuchsprofis, war Engel im Dezember nach drei Niederlagen ausgeschieden.
Der FC Bayern hinterlässt ein Trümmerfeld
Nach der höchsten Niederlage des VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga war Trainer Daniel Bauer bemüht, den Schrecken des Jahresauftakts in München ganz schnell abzuschütteln. Aber kann man dieses 1:8 (1:2) gegen den FC Bayern wirklich einfach so abhaken und verdrängen? Der gegen Bayerns Flügel-Künstler Michael Olise völlig überforderte Wolfsburger Außenverteidiger Kilian Fischer sprach von "einem peinlichen Auftritt" seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte.
Der neue Sportdirektor Pirmin Schwegler bezeichnete das, was in den 42 Minuten in der Allianz Arena passierte, als "einen Komplettausfall. Wenn du zweite Halbzeit 0:6 rausgehst, dann war nicht viel gut." Angreifer Dzenan Pejcinovic, der das zwischenzeitliche 1:1 erzielt hatte, befand, dass man sich nach einer guten ersten Hälfte "teilweise ergeben" habe. Teilweise?
Bauer blieb nur, sich bei den mitgereisten VfL-Fans für den Untergang in der zweiten Hälfte "einfach zu entschuldigen". Auch wenn die Bayern sich "da in Topform" präsentiert hätten "und in einen Flow kamen", wie der 43-Jährige nach seiner extrem bitteren München-Premiere meinte. Ex-Profi Schwegler mahnte: "Du bestehst in der Bundesliga nicht, wenn du so verteidigst."
Auf einen Blick: Die Bundesliga-Highlights des Wochenendes
Abgestürzter Skisprungstar Karl Geiger glüht vor Zorn
Karl Geiger stand dick eingepackt im wilden Schneetreiben und glühte vor Zorn. Als beim Party-Weltcup in Zakopane die Topleute um den Sieg kämpften, war der formschwache Ex-Weltmeister wieder in der Zuschauerrolle. "Ich bin einfach nur sauer und frustriert", sagte Geiger in der ARD. Fünf Tage nach dem Ende der Vierschanzentournee scheiterte sein Angriff auf die Olympia-Norm kläglich: "Irgendwie muss ich das abhaken und mich beruhigen." Der gute Platz neun für Teamkollege Pius Paschke half ihm dabei ein wenig.
Geiger als 31. wieder nicht im zweiten Durchgang, Andreas Wellinger als 22. ebenfalls weit von den Besten um Tagessieger Anze Lanisek entfernt: In Abwesenheit der angeschlagenen Topleute Felix Hoffmann und Philipp Raimund hat nun auch das deutsche Team eine Anzug-Diskussion erfasst: Der zweite sitzt mit Ausnahme Paschkes nämlich nicht. "Es ist im Moment ein Kampfspringen", sagte Paschke, der mit einem starken zweiten Durchgang für einen doch noch etwas versöhnlichen Abschluss der Polen-Reise sorgte.