Polizei prügelt auf Fans des VfB Stuttgart ein
Der VfB Stuttgart muss in der Europa League ohne den harten Kern seiner Anhänger auskommen. Nach einem Vorfall mit örtlichen Sicherheitskräften boykottiert die aktive Fanszene die Partie bei den Go Ahead Eagles Deventer.
Große Sorgen um deutschen NFL-Superstar
Die Detroit Lions haben in der NFL einen Thanksgiving-Feiertag zum Vergessen erlebt. Das Team aus der "Motor City" unterlag den Green Bay Packers mit 24:31 (14:17) und verlor darüber hinaus den deutsch-amerikanischen Wide Receiver Amon-Ra St. Brown, der bereits im ersten Viertel und ohne Passfang mit einer Knöchelverletzung in die Kabine humpelte.
Die Lions kassierten im zwölften Saisonspiel der US-Footballliga die fünfte Niederlage, die gegen den NFC-North-Rivalen besonders schmerzt. Die Packers, bei denen Quarterback Jordan Love (vier Touchdowns, 234 Yards) einen überragenden Auftritt hinlegte, stehen bei einer Bilanz von acht Siegen, drei Niederlagen und einem Unentschieden. Lions-Quarterback Jared Goff (zwei Touchdowns, 256 Yards) blieb gegen eine starke Packers-Defensive um Micah Parsons unter seinen Möglichkeiten.
Eine Diagnose bei St. Brown steht noch aus. Sein Teamkollege Kayode Awosika war dem 26-Jährigen im ersten Viertel unglücklich auf das Bein gefallen. In der Folge bestimmten vor allem die Packers das Spiel, Highlight war ein 51-Yard-Touchdown-Pass von Love auf seinen Receiver Christian Watson. Die Lions haben seit 1934 an Thanksgiving traditionell ein Heimspiel.
Wück deutet Wechsel im Tor für Nations-League-Finale an
Die Strapazen rund um ihre verspätete Anreise aus den USA könnten Ann-Katrin Berger im Finalhinspiel der Nations League am Freitag in Kaiserslautern gegen Weltmeister Spanien (20.30 Uhr/ZDF und im Liveticker bei ntv.de) den Platz im Tor der deutschen Fußballerinnen kosten. Bundestrainer Christian Wück setzte ein Fragezeichen hinter den Einsatz der 35-Jährigen.
"Sie ist definitiv einsatzfähig. Aber wir müssen noch abwarten. Sie hat bisher nicht einmal mit der Mannschaft trainiert", sagte Wück vor dem Abschlusstraining im Fritz-Walter-Stadion: "Die Reise war strapaziös. Sie war mehrfach am Flughafen, bevor der Flug ausgefallen ist. Das müssen wir ein bisschen berücksichtigen. Das müssen wir erstmal überprüfen und morgen früh entscheiden."
Aufgrund des Flugausfalls war Berger erst mit einem Tag Verspätung am Mittwoch beim Nationalteam eingetroffen. Am Sonntag hatte die Torhüterin mit Gotham FC den Titel in der US-amerikanischen NWSL geholt. In den Halbfinals der Nations League gegen Frankreich fehlte Berger wegen einer Knieverletzung. Als Ersatz steht Stina Johannes vom VfL Wolfsburg parat. Die 25-Jährige hatte gegen die Französinnen starke Leistungen gezeigt.
"Fuzzy" Zoeller ist tot
Der frühere US-amerikanische Profi-Golfer und zweimalige Major-Turnier-Gewinner Frank Urban "Fuzzy" Zoeller ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Das teilten der nationale Golfverband USGA, die PGA Tour und die Nachrichtenagentur AP mit. Über die Todesursache ist noch nichts bekannt. Der im Bundesstaat Indiana geborene Mann, der 1973 Profi wurde, bekam seinen Spitznamen wegen der Anfangsbuchstaben seines Vor-, Mittel- und Nachnamens. Er wurde 1979 der zweite Golfer, der bei seinem Masters-Debüt den Titel gewann. 1984 triumphierte er bei den US Open.
Während seiner Karriere fiel er durch eine verbale Entgleisung auf, als er den jungen Nachwuchsgolfer und späteren Weltstar Tiger Woods rassistisch beleidigte. Dieser Moment verfolgte ihn den Rest seiner Karriere. Zoeller bat zwar um Entschuldigung, aber der Nachhall war so stark, dass er laut eigenen Angaben jahrelang Morddrohungen erhalten habe. Der Vater und Großvater, der laut des Verbands USGA "für seine gesellige Art und seinen Humor" bekannt war, wurde daneben durch seine Pfiffe zwischen den Golf-Schlägen bekannt.
FC Bayern vollzieht ungewöhnliche Rotation im Trainerstab der Basketballer
Basketball-Meister Bayern München kann nach zweiwöchiger "Erholungspause" wieder auf Cheftrainer Gordon Herbert bauen. Wie der Klub mitteilte, hat der Kanadier, der die deutsche Nationalmannschaft 2023 sensationell zum WM-Titel geführt hatte, die Arbeit wieder aufgenommen. Zum Grund für das zwischenzeitliche Fehlen des 66-Jährigen machte der FC Bayern keine genaue Angabe: Herbert habe "aufgrund einer Erkrankung" kurzfristig das Heimspiel gegen Barcelona am 12. November verpasst und "sich auskurieren müssen".
In insgesamt sechs Partien wurde Herbert an der Seitenlinie von TJ Parker vertreten. Der Franzose wird die Bayern nun verlassen. Wie der Meister mitteilte, habe Parker bereits vor einiger Zeit aus persönlichen Gründen um die Auflösung seines im vergangenen Sommer verlängerten Vertrages gebeten. Anfang Oktober war sein Vater verstorben. Parker kehre zu seiner Familie in seine Heimatregion Lyon zurück, wo auch seine Mutter lebt.
In den Trainerstab beim FCBB rückt dafür ab diesem Wochenende Josh Oppenheimer. Der 56-jährige US-Amerikaner, dessen Dienstantritt bereits für den Saisonbeginn vorgesehen war und sich aus persönlichen Gründen verzögert hatte, wird bei den Bayern vornehmlich als sogenannter Player Development Coach arbeiten. Die vakante Position Parkers wollen die Bayern "sehr zeitnah" nachbesetzen.
DFB-Star schwärmt von Nationaltrainer - aber nicht von Nagelsmann
Geht es nach Antonio Rüdiger, ist Englands Fußball-Nationaltrainer Thomas Tuchel über jeden Zweifel erhaben und hat die Karriere des Nationalspielers entscheidend beeinflusst. "Er hat alles verändert. Man muss schon ehrlich sagen: Er war der Trainer, der mir den Weg geebnet hat, heute für Real Madrid zu spielen", sagte der Abwehrspieler im Youtube-Format Long Story Shirt.
Besonders den Champions-League-Sieg 2021 während der gemeinsamen Zeit beim FC Chelsea hat Rüdiger als Karriereturbo ausgemacht. "Dieser Titel war mein Ticket - und er (Anm. d. Red.: Tuchel) war ein wichtiger Bestandteil für mich", erinnerte sich der 32-Jährige.
Immer wieder aufkommender Kritik, wonach der 52-jährige Tuchel abseits seines Fachwissens ein komplexer Charakter sein soll, kann der gebürtige Berliner nichts abgewinnen. "Was ich immer komisch finde, ist, wenn ich höre, er sei schwierig. Ich weiß jetzt nicht, was schwierig sein soll." Tuchel sei ein "top Trainer. Punkt."
Lewis Hamilton erklärt vernichtende Ferrari-Aussage
Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat seine jüngsten Aussagen nach dem enttäuschenden Großen Preis von Las Vegas relativiert. Diese seien dem "Frust nach dem Rennen" geschuldet gewesen, sagte der Engländer vor dem Grand Prix von Katar. Hamilton hatte die aktuelle Saison als die "schlimmste jemals" bezeichnet und betont, sich nicht auf 2026 zu freuen.
"Das hätte jeder Fahrer zu dem Zeitpunkt der Saison gesagt. Jetzt freut man sich ja eher auf die Freizeit, Familie und so weiter", sagte Hamilton in Lusail. An seiner grundsätzlichen Begeisterung für den Sport habe sich nichts geändert, beschwichtigte er. Vielmehr sei er "aufgeregt", wie Ferrari die Herausforderungen des neuen Regelwerks angehe und freue sich, "mit dem Team weiterzumachen." Die Entscheidung für die Scuderia "bereue ich nicht", fügte der 40-Jährige hinzu.
In Las Vegas war Hamilton erstmals in seiner 19 Jahre umfassenden Formel-1-Karriere im Qualifying der langsamste Fahrer gewesen. Das Rennen schloss er als Achter ab, dabei profitierte er von der Disqualifikation der McLaren-Piloten Lando Norris und Oscar Piastri.
Thomas Müller sorgt für "nackte Wahrheit"
Kaum ist Thomas Müller in Vancouver angekommen, erlebt die Stadt eine Welle der Euphorie rund um die Whitecaps: Müllers neuer Klub steht im MLS-Halbfinale. Er spricht exklusiv mit ntv über die Titelchancen, das Leben in Kanada und den FC Bayern.
Großer Sportverband holt Russland zurück - und geht auf Konfrontationskurs
Russische Judoka dürfen bei internationalen Wettkämpfen künftig wieder unter ihrer Nationalflagge antreten und werden dabei auch ihre Nationalhymne hören. Dies teilte der Internationale Judo-Verband (IJF) mit. Mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 war ein neutraler Status verhängt worden. Dieser wurde nun aufgehoben, obwohl der russische Angriffskrieg unverändert andauert.
Das IJF-Exekutivkomitee habe beschlossen, dass russische Athletinnen und Athleten ab dem am Freitag beginnenden Grand Slam 2025 in Abu Dhabi "wieder unter ihrer Nationalflagge mit Hymne und Insignien antreten", hieß es in einer Pressemitteilung. Der russische Verband begrüßte "diese historische Entscheidung", erklärte ihr Präsident Sergej Solowejtschik.
Während die Entscheidung in Russland erwartungsgemäß euphorisch aufgenommen wurde, regte sich in der Ukraine laute Kritik. Auf seinem Instagram-Account verurteilte der ukrainische Verband die Maßnahme kategorisch: Judo sei damit die erste Sportart, die die Empfehlungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) "offen ignoriere".
Doppel-Ausfall schwächt DFB-Frauen vor Finale gegen Spanien
Die deutschen Fußballerinnen müssen in den Nations-League-Finalspielen gegen Spanien ohne Mittelfeldspielerin Sydney Lohmann und Verteidigerin Camilla Küver auskommen. Das Duo steht aufgrund von muskulären Beschwerden nicht zur Verfügung und wird nach dem Hinspiel in Kaiserslautern am Freitag (20.30 Uhr/ZDF und Liveticker bei ntv.de) vom Nationalteam abreisen. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekannt. Bundestrainer Christian Wück hatte schon am Vortag vorsorglich reagiert und Bibiane Schulze Solano für die Abwehr nachnominiert. Das Rückspiel gegen die Spanierinnen steht am Dienstag (18.30 Uhr/ARD) im Estadio Metropolitano von Madrid statt.
Zum Genießen: Bundesliga-Rekordhalter fliegt in 130 Sekunden 9-mal vom Platz
Am letzten Spieltag der Bundesliga schreibt der Mainzer Dominik Kohr unrühmliche Geschichte. Zum bereits zweiten Mal in dieser Saison und damit zum neunten Mal in seiner Karriere fliegt er vom Platz: Rekord. Diesmal ist es ein brutales Foul, das war aber nicht immer der Fall. Ein Rückblick in Roten Karten.
Steinmeier ehrt Toni Kroos in Madrid
Der frühere Fußballstar Toni Kroos ist im Bernabéu-Stadion von Madrid mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte dem ehemaligen Spieler von Bayern München und Real Madrid die Auszeichnung im Rahmen seines Staatsbesuchs in Spanien. Kroos war 2014 mit der Nationalmannschaft Weltmeister geworden, dazu gewann er insgesamt sechsmal die Champions League. 2024 beendete der mittlerweile 35-Jährige seine aktive Karriere.
Hervorzuheben sei aber auch sein Engagement neben dem Platz. "Zur Legende sind Sie aber nicht nur wegen Ihrer herausragenden sportlichen Fähigkeiten und Erfolge geworden. Es war auch Ihr sympathisches und besonnenes Auftreten auf und neben dem Platz, das Sie zum Vorbild für viele junge Fußball-Talente und Sportbegeisterte gemacht hat", führte Steinmeier aus. Zudem unterstütze der gebürtige Greifswalder mit seiner Stiftung seit Jahren schwer kranke und chronisch kranke Kinder.
Gladbach denkt laut über 3,88-Meter-Sturm nach
Mit "XXL-Sturm" zum fünften Pflichtspielsieg in Folge? Borussia Mönchengladbach könnte gegen Rasenballsport Leipzig am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) erstmals auf Haris Tabakovic und Tim Kleindienst setzen - und zumindest Tabakovic liebäugelt mit einem Einsatz an der Seite des Rückkehrers. "Mit zwei großen Stürmern zu spielen, macht Spaß", sagte der 1,94 m große Tabakovic der "Sport Bild" über seinen exakt gleich groß gewachsenen Teamkollegen. Gemeinsam kommen sie also auf 3,88 Meter und wären damit eins der größten Sturm-Duo der Liga-Geschichte.
Trainer Eugen Polanski will Kapitän Kleindienst nach einem halben Jahr Verletzungspause allerdings behutsam aufbauen. "Klar ist, dass es in der nächsten Zeit noch etwas aufzuholen gilt", sagte der Coach über den Angreifer, dessen Trainingsleistungen aber bereits "in die richtige Richtung" gehen. .
Polanski scheint nach zuletzt vier Siegen in Folge allerdings die richtige Formel für die Spitze gefunden zu haben. Tabakovic wurde zuletzt der eher ungleiche Franck Honorat an die Seite gestellt. Der pfeilschnelle 1,80 Meter große Honorat glänzte direkt mit drei Vorlagen in den vergangenen drei Spielen. Kleindienst und Tabakovic haben dagegen ein ähnliches Profil. "Wir lachen viel zusammen, schreiben uns oft und ähneln uns mit unserer Arbeiter-Mentalität", sagte Tabakovic. Letztlich habe der Trainer die Entscheidung zu treffen.
Curling-Männer verpassen EM-Endrunde, aber machen WM-Quali klar
Die deutschen Curling-Männer haben ein Jahr nach ihrem Sensationsgold bei der Europameisterschaft im finnischen Lohja einen weiteren Coup am selben Ort verpasst. Das Team um Kapitän Marc Muskatewitz musste sich bei der EM in der Vorrunde nach sechs Siegen und drei Niederlagen mit dem fünften Rang begnügen.
Die K.-o.-Runde der besten vier Mannschaften verfehlte der Titelverteidiger aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs mit Italien und Schweden, die ebenfalls jeweils sechs Siege holten. Für die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in den USA im kommenden Frühjahr genügte die Platzierung aber.
Regionalligist führt überraschendes Bezahlsystem ein
Erst schauen, dann zahlen: Fußball-Regionalligist 1. FC Phönix Lübeck startet vor seinem letzten Heimspiel des Jahres erstmals die Aktion "FairPay". Die Zuschauer zahlen dabei ihr Ticket für das Spiel am Samstag gegen den HSC Hannover nicht vor dem Anpfiff, sondern erst nach der Partie. Die Fans dürfen selbst entscheiden, was ihnen das Spiel wert war. Die Kategorien sind: "War okay" (5,00 Euro), "Solides Spiel" (10,00 Euro), "Hat Spaß gemacht!" (15,00 Euro) und "Richtig stark!" (20,00 Euro).
"In der Form machen wir das erstmals", sagte Spieltags-Organisator Fredrik Trumpler. Vor zwei Jahren hatte der Klub bereits die Aktion "Pay what you want" inszeniert. Anders als diesmal mussten die Zuschauer damals schon vor dem Spiel entscheiden, was sie geben wollen. Im Schnitt kommen zwischen 300 und 600 Fans ins Stadion. Wenn "FairPay" erfolgreich ist, kann sich Trumpler vorstellen, die Aktion häufiger zu wiederholen. Das Ganze habe eine psychologische Komponente. "Wenn es kein festes Preisschild gibt, sind viele bereit, mehr zu zahlen", glaubt er. Die Resonanz sei positiv bislang.
Bitterer Rückschlag für Curling-Frauen
Die deutschen Curling-Frauen haben in der Olympia-Saison einen Rückschlag hinnehmen müssen. Das junge Team um Kapitänin Sara Messenzehl belegte bei der Europameisterschaft im finnischen Lohja mit drei Siegen und sechs Niederlagen in der Vorrunde nur den neunten Rang und verpasste damit die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im März in Kanada. Platz sieben wäre für die Teilnahme an der WM nötig gewesen. Die entscheidende Niederlage kassierte Deutschland am letzten Spieltag beim 5:6 gegen den direkten Kontrahenten Schottland.
Höhepunkt der Curling-Saison sind die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo im Februar, für die die deutschen Frauen noch nicht qualifiziert sind. Ab dem 5. Dezember geht es beim Qualifikationsturnier in Kanada um die letzten zwei Startplätze bei dem Großereignis.
Haarig wie nie: Thomas Müller erklärt seinen neuen Look
Er trifft und scherzt sich in die Herzen der Fans. Thomas Müller macht in Vancouver da weiter, wo er in München aufgehört hat. Doch ein Detail ist in Kanada anders als in Bayern: Der Bart ist deutlich länger. Wie der neue Look zustande kommt, erklärt er im exklusiven Interview.
Schlechte Nachricht für Biathlon auf Schalke
Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß wird im Olympia-Winter auf einen Start beim Biathlon auf Schalke verzichten. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte, bilden Marlene Fichtner und Danilo Riethmüller das zuvor noch offene zweite deutsche Duo. Bereits Mitte September waren Justus Strelow und Janina Hettich-Walz als erstes deutsches Team für den Mixed-Wettbewerb vorgestellt worden.
Fichtner feiert am 28. Dezember ihre Premiere beim Show-Wettkampf in der Gelsenkirchener Fußball-Arena. "Die Vorfreude ist riesig! Ich fand das Event schon als junges Mädchen einfach der Hammer – und es war immer ein Traum, irgendwann selbst dort laufen zu dürfen", sagte die 22-Jährige: "In einem Fußballstadion voller Biathlon-Fans zu starten, wird einfach unglaublich werden. Das Format liegt mir, und ich möchte zeigen, was wir draufhaben."
Olympiasieger Harting unterstützt Olympia-Gegner
Das Bündnis NOlympia hat mit Gold-Gewinner Christoph Harting einen prominenten Unterstützer für das Volksbegehren gegen die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in Berlin gewonnen. Der Diskus-Olympiasieger von 2016 in Rio sieht ein "moralisches Dilemma" angesichts der Nachhaltigkeit vergangener Spiele. "Wir haben tolle Sportstätten erlebt, die jetzt verfallen. U-Bahnen wurden gebaut, die jetzt nicht mehr fahren. Es geht immer auf Kosten anderer", sagte er bei einer Pressekonferenz. Harting kritisiert ebenso die fehlenden Gelder im heimischen Sport, wo selbst am Olympiastützpunkt Physiotherapeuten eingespart werden. "Ich finde es vom Senat geheuchelt, weil der Breitensport nicht unterstützt wird. Der Senat geht nicht auf die Grundbedürfnisse ein." Harting fände natürlich Spiele in der Hauptstadt toll, aber "Berlin schafft es nicht."
Das Bündnis will Anfang 2026 20.000 Unterschriften sammeln, um anschließend das Volksbegehren zu starten, für das 174.000 Unterschriften notwendig sind. Berlin will sich um die Austragung der Spiele für 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird im kommenden Herbst den deutschen Bewerber auswählen. Das mögliche Volksbegehren würde erst nach der Entscheidung des DOSB durchgeführt werden können.
Wilde Gerüchte: Wirft Hansi Flick im Sommer bei Barça hin?
Beim FC Barcelona bahnt sich angeblich ein Trainer-Knall an. Die Gerüchte um einen möglichen Rücktritt von Hansi Flick flammen wieder auf. Auch zwei prominente Nachfolgekandidaten werden nun gehandelt. Nachdem unlängst bereits die spanische Tageszeitung "ABC" berichtete, Flick sei "sehr müde" und habe sich zu einem Abschied im kommenden Sommer, also ein Jahr vor Ablauf seines Vertrags bei Barca, entschieden, legt "El Nacional" nun nach.
Flicks Entscheidung soll der Führungsriege um Klub-Boss Joan Laporta und Sportdirektor Deco inzwischen mitgeteilt worden sein. Das Duo habe sich bereits auf die Suche nach potenziellen Nachfolgern begeben, heißt es weiter. Demnach stehen zwei Namen auf Barças Trainer-Shortlist ganz oben. Einer der beiden Kandidaten ist offenbar ein alter Bekannter: Luis Enrique, der einst als Profi lange Jahre für den spanischen Doublesieger kickte und diesen zwischen 2014 und 2017 auch schon als Chefcoach betreute.
Aber: Eine Rückkehr zu Barça soll unwahrscheinlich sein. Enriques Vertrag bei Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain ist erst im vergangenen Frühjahr verlängert worden und noch bis 2027 datiert. PSG dürfte nach jetzigem Stand kein gesteigertes Interesse daran haben, den 55-Jährigen ziehen zu lassen. Das könnte für den angeblichen Kandidaten Nummer zwei sprechen, bei dem es sich um Cesc Fàbregas handeln soll. Auch der 38-Jährige würde eine Menge Stallgeruch mitbringen, stammt er doch aus der eigenen Jugend und absolvierte während seiner aktiven Laufbahn auch 151 Pflichtspiele (42 Tore, 50 Vorlagen) für die Profis.
Bayerns Super-Teenager stellt eine CL-Bestmarke auf
Bayern Münchens Super-Teenager Lennart Karl hat bei der 1:3-Niederlage beim FC Arsenal eine Bestmarke in der Champions League aufgestellt. Er ist mit 17 Jahren und 277 Tagen der jüngste Spieler in der Fußball-Königsklasse, der bei seinen ersten zwei Startelfeinsätzen jeweils ein Tor erzielte. Das meldete der Datendienstleiter Opta.
Karl hatte am Mittwoch bei der ersten Pflichtspielniederlage der Münchner zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen. Er stand ebenso wie beim 4:0 gegen Club Brügge im Oktober in der Anfangsformation; beide Mal erzielte er ein Tor.
Undav: "Ich spiele ähnlich abgezockt wie Gerd Müller"
Immer öfter wird der Vergleich von Deniz Undav mit dem "Bomber der Nation" Gerd Müller gezogen. Auch Undav selbst sieht Parallelen in seinem Spielverhalten. Insbesondere bei einem seiner Treffer sagt Undav: "Das ist ein typisches Gerd-Müller-Tor".
Knie zerstört, Olympia-Traum von Ski-Star damit auch
Der große Traum von Olympia ist für die Schweizer Skirennläuferin Lara Gut-Behrami geplatzt. Die 34-Jährige erlitt bei einem schweren Trainingssturz in Copper Mountain/USA einen Kreuzbandriss, einen Innenbandriss und einen Meniskusriss im linken Knie und fällt für den Rest der Saison aus. Dies teilte der Verband Swiss Ski am Donnerstag nach Untersuchungen in der Schweiz mit. Gut-Behrami wird nächste Woche operiert.
Ihre Pläne, nach dem Winter ihre Karriere beenden zu wollen, stellte die Super-G-Olympiasiegerin nun erst einmal zurück. "Mein Ziel ist, mich vollständig von dieser Verletzung zu erholen und wieder meine volle Leistungsfähigkeit zu erreichen. Erst dann werde ich wissen, was die Zukunft für mich bereithält", sagte Gut-Behrami. Ihre schwere Verletzung wollte die Schweizerin nicht dramatisieren. Sie habe sich die nächsten Monate zwar "ganz anders vorgestellt", so die zweimalige Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin. Aber man habe "in letzter Zeit dramatische Ereignisse erlebt in unserem Sport, tödliche Unfälle junger Athletinnen und Athleten. Ich bin der Meinung, dass eine Knieverletzung, so komplex sie auch sein mag, nicht als Tragödie betrachtet werden kann."
"Nichts riskieren": Ausfall von DFB-Shootingstar ist "bitter"
Trainer Ole Werner vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig bedauert den Ausfall von Shootingstar Assan Ouédraogo. "Natürlich ist das bitter für uns, dass er nicht zur Verfügung steht. Für ihn ist es schade, dass er diesen guten Lauf, in dem er gerade ist, nicht fortführen kann", sagte Werner vor dem Bundesliga-Duell mit Borussia Mönchengladbach am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker).
Ouédraogo gehe es aber "soweit gut", betonte Werner. Es sei keine "schwerwiegende Verletzung", weshalb der Mittelfeldspieler gegen Werder Bremen (2:0) zunächst noch habe weiterspielen können. Dennoch bestehe das Risiko, "dass Folgeverletzungen entstehen können, weil die gesamte Struktur einfach nicht so gut gehalten wird", erklärte Werner: "Das ist der Grund, warum wir ihn rausnehmen müssen, weil wir dem Ganzen wirklich Zeit einräumen wollen, um nichts zu riskieren."
Arsenal "zerreißt den Mantel der Unbesiegbarkeit der Deutschen"
Der FC Bayern kassiert im Champions-League-Topspiel im "Kampf der Titanen" beim FC Arsenal (1:3) die erste Niederlage der Saison. In Spanien werden die Gunners bereits als der "Schrecken Europas" bezeichnet, auf der Insel stürzen sich die Medien vor allem auf Harry Kane, dem von den Gunners "eins übergebraten" wurde.
"Daily Mail": "Die Gunners zerreißen den Mantel der Unbesiegbarkeit der Deutschen, während Mikel Arteta Vincent Kompany mit einem deutlichen Sieg in der Champions League eine Lektion erteilt."
"The Sun": "Die Kunst des Spiels. Die Gunners stürmen an die Spitze der Champions-League-Tabelle und beenden endlich den bayerischen Fluch.
"As": "Der Schrecken Europas! Ist dies das Jahr der Gunners? Es war ein vorweggenommenes Finale, und das Team von Mikel Arteta ging als Sieger hervor. November ist viel zu früh, um die Trophäe zu vergeben, aber der Sieg ist zumindest ein klares Statement. Und das, obwohl der sehr junge Karl und der sehr erfahrene Neuer Arsenal zeitweise in Bedrängnis brachten. Doch diesem Arsenal kann niemand das Wasser reichen."
"Kein Grund": McLaren weist alle Titelkampf-Änderungen von sich
McLaren schließt trotz der zuletzt dramatischen Entwicklungen im Titelkampf der Formel 1 eine Teamorder zugunsten von Lando Norris weiterhin aus. Es gebe "keinen Grund", die Herangehensweise zu ändern, sagte Teamchef Andrea Stella in einer McLaren-Mitteilung vor dem Rennwochenende in Katar. Norris führt mit 24 Punkten Vorsprung auf den Teamrivalen Oscar Piastri das Klassement an, doch auch Weltmeister Max Verstappen im Red Bull liegt nach der Disqualifikation beider McLaren zuletzt in Las Vegas nur noch 24 Zähler zurück.
"Wir haben immer gesagt, dass wir es den beiden Fahrern überlassen, um ihre Chance zu kämpfen - solange die Mathematik nichts anderes sagt. Und so wird es auch in Katar sein", sagte Stella. Beim Sprint von Katar am Samstag, im Rennen am Sonntag sowie beim Saisonfinale in Abu Dhabi sind noch maximal 58 Punkte zu gewinnen. Piastri präsentiert sich seit Monaten schwächer als Norris, stand seit August nicht mehr auf dem Podest. Verstappen dagegen kam seither in großen Schritten näher und profitiert auch davon, dass beide McLaren-Piloten frei gegeneinander fahren.
Verzerrtes Bild? Alle Roten Karten von Dominik Kohr
Am letzten Spieltag der Bundesliga schreibt der Mainzer Dominik Kohr unrühmliche Geschichte. Zum bereits zweiten Mal in dieser Saison und damit zum neunten Mal in seiner Karriere fliegt er vom Platz: Rekord. Diesmal ist es ein brutales Foul, das war aber nicht immer der Fall. Ein Rückblick in Roten Karten.
Überwachungsvideo hilft: Ex-Weitsprung-Weltmeister freigesprochen
Ein Überwachungsvideo führt zum Freispruch: Der chinesische Ex-Weitsprung-Weltmeister Wang Jianan ist von der Unabhängigen Integritätskommission (AIU) des Leichtathletik-Weltverbands World Athletics vom Vorwurf des Dopings freigesprochen worden. Videobilder einer Klinik in seinem Heimatland sollen die Unschuld des 29-Jährigen belegen. Demnach soll Wang Partikel das im Sport verbotene Terbutalin eingeatmet haben, als er einen Verwandten zur Behandlung mit einem Vernebler ins Krankenhaus begleitete. Terbutalin wird zur Linderung von Atemwegsproblemen eingesetzt. Wang, 2022 in Eugene mit einem 8,36-Meter-Sprung Weltmeister, waren bei einem Dopingtest im November des vergangenen Jahres Spuren von Terbutalin in seinem Körper nachgewiesen worden.
Die AIU gab nun an, dass sie eine "umfassende Überprüfung der Dokumente und der Überwachungsvideos" durchgeführt habe, die von der chinesischen Anti-Doping-Agentur zur Verfügung gestellt worden seien. Der Schluss sei, dass "daran nichts Verdächtiges zu finden sei".
"Wir lernen von klein auf ...": Gold-Kollegin reagiert auf Doping-Sperre
Die deutsche Langlauf-Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler hat auf den Dopingfall um ihre Kollegin Victoria Carl reagiert. Carl ist nach ihrem positiven Dopingtest vorläufig gesperrt und wird aller Voraussicht nach den kommenden Weltcup-Winter und Olympia 2026 verpassen. "Es ist schlimm, in einer solchen Situation zu stecken. Victoria hat auf ärztliches Anraten einen Saft gegen ihren Husten eingenommen und war danach positiv auf Clenbuterol", sagte Hennig Dotzler der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die 29-Jährige hatte im Teamsprint mit Carl 2022 in Peking überraschend Gold gewonnen.
"Wir lernen von klein auf, dass wir die Verantwortung für das haben, was in unsere Körper kommt. Wir müssen jedes Medikament und jedes Nahrungsergänzungsmittel ganz genau checken. Victorias Fall hat uns alle auf jeden Fall noch mal sensibilisiert", sagte Hennig Dotzler, die auch 2026 wieder von einer Medaille träumt.
Guirassy vor BVB-Abgang, heiße Gerüchte über Nachfolger
Die Gerüchte um einen Abgang von Borussia Dortmunds Torjäger Serhou Guirassy im kommenden Sommer nehmen Fahrt auf. Der 29 Jahre alte Nationalspieler Guineas wolle entweder zu einem europäischen Spitzenklub oder nach Saudi-Arabien wechseln, um dort noch einmal richtig abzukassieren, schreibt "Bild". Demnach gelte ein BVB-Verbleib Guirassys inzwischen als "sehr unwahrscheinlich". Mit Fisnik Asllani (TSG 1899 Hoffenheim) wurde zuletzt bereits ein möglicher Nachfolger gehandelt.
2014er-Weltmeister passte "nicht in diese Fußballwelt"
Karriereende mit 29, heute ein Leben größtenteils abseits der Öffentlichkeit: André Schürrle hat für sich seinen Weg gefunden, zufrieden zu sein. Der Fußballer hat die Reißleine bereits 2020 gezogen. "Ich hab mir immer gesagt, dass wenn ich irgendwann in einer Pause da sitze und ich verspüre keinerlei Kribbeln, keiner Motivation, um wieder zu arbeiten, wieder den Ball zu berühren, wenn dieser Moment da ist, dann ist es Zeit sich Gedanken darüber zu machen, aufzuhören", sagte er im Podcast "Wie geht's?" von Fußballkollege Robin Gosens. Während der Leihe von Moskau zum BVB war es dann so weit.
Schon Jahre zuvor habe er gemerkt, "dass ich nicht 100 Prozent in diese ganze Fußballwelt, so wie sie ist, reinpasse", bekannte Schürrle, der neben dem BVB und Bayer auch für den 1. FSV Mainz 05, den FC Chelsea, den VfL Wolfsburg sowie Spartak Moskau im Profi-Bereich die Fußballschuhe schnürte. Er sei zur Zeit seines Entschlusses "fremdbestimmt" gewesen, so Schürrle. "Das war nicht mehr mein Leben und hat sich nicht mehr wie mein Leben angefühlt." Er habe dann "den Mut gefasst" und mit dem Karriereende "wahrscheinlich zum ersten Mal eine Entscheidung getroffen, die absolut nur von mir war", so der 35-Jährige.
"Wow": Verlierer-Trainer will Ballon d'Or für Gegner
Nach dem Torspektakel von Paris St. Germain konnte sich der unerwartete Dreierpacker vor Lob kaum retten. "Vitinha war sensationell, außergewöhnlich wie immer", schwärmte Trainer Luis Enrique nach dem 5:3 (1:1) gegen Tottenham Hotspur. In seinem 171. Pflichtspiel für PSG gelang dem nicht gerade als Torjäger bekannten Portugiesen sein erster Dreierpack, selbst doppelt hatte der Mittelfeldmotor in seiner gesamten Vereins-Karriere noch nie getroffen. Die beiden Ausgleichstreffer zum 1:1 (45.) sowie zum 2:2 (53.) gelangen dem 25-Jährigen aus dem Spiel heraus, ehe er einen Elfmeter zum Endstand von 5:3 (76.) versenkte. "Einer der besten Mittelfeldspieler der Welt. Er zeigt uns, wie wichtig er ist", lobte Kapitän Marquinhos: "Mittlerweile ist er es, der unser Spiel kontrolliert, unser Meister im Mittelfeld, der das Tempo vorgibt, von einer Seite zur anderen."
Selbst der Gegner konnte nur staunen. "Wir haben gegen eine gute Mannschaft gespielt, mit einem Ballon d'Or-Gewinner (Ousmane Dembélé, d. Red) und vielleicht dem nächsten. Vitinha, wow, was für ein Spieler", so Spurs-Trainer Thomas Frank. Und Vitinha kündigte selbstbewusst an: "Das Beste kommt noch."
"Nicht notwendig": Michael Ballack kritisiert Manuel Neuer
Bei der Führung des Gegners per Rempler aus dem Spiel genommen, beim entscheidenden Gegentor zu spät: Manuel Neuer erlebte im Gipfeltreffen der Champions League mit Bayern München beim FC Arsenal (1:3) einen gebrauchten Abend - und erntete Kritik von Michael Ballack. Der frühere DFB-Kapitän gab dem Torhüter eine Mitschuld an der ersten Saisonniederlage des deutschen Fußball-Rekordmeisters.
"Für mich zu wenig für ein Foulspiel, ein normaler Zweikampf, nicht strafwürdig", sagte Ballack über die Szene vor dem 0:1 durch Jurrien Timber (22.) nach einer Ecke und ergänzte zu Neuer: "Er will den Spieler selber blocken, gerät aus dem Rhythmus und verliert das Timing." Beim 1:3 von Gabriel Martinelli (77.) sei Neuer dann "mit vollem Risiko" aus seinem Tor geeilt, "das war nicht notwendig. Manuel trifft da eine falsche Entscheidung. Wenn er auf den Ball geht, muss er ihn haben, das weiß er selber. Er hat sich entschieden, das Risiko zu gehen - und wird bestraft."
Neuer sei nunmal grundsätzlich ein Torhüter, "der mitspielt", sagte Ballack und betonte: "In vielen Phasen geht das gut und er rettet die Mannschaft. Hier ist es nach hinten losgegangen."
Hartenstein setzt mit OKC die Siegesserie fort
Zehnter Sieg in Serie und ein erneut überzeugender Isaiah Hartenstein: Oklahoma City Thunder bleibt in der NBA das Maß der Dinge. Der Titelverteidiger setzte sich mit 113:105 gegen die Minnesota Timberwolves durch und legt historisch starke Zahlen auf. Das Team um den einstigen Nationalspieler Hartenstein, der auch künftig wieder das Deutschland-Trikot überstreifen will, steht nach dem Erfolg im Rahmen des NBA Cups nun bei 18 Siegen und hat erst eine Niederlage kassiert. Einen derart starken Saisonstart haben erst fünf Mannschaften in der Historie der nordamerikanischen Basketball-Profiliga hingelegt, zuletzt die Golden State Warriors 2015/16 mit 19 Siegen in Serie.
"Es war eine gute Herausforderung für uns", sagte Hartenstein, der 15 Punkte und sieben Rebounds ablieferte: "Wir brauchen solche Spiele und haben es gut zu Ende gespielt." Erst in der letzten Spielminute setzte sich Oklahoma entscheidend ab.
FC Liverpool steht nach "Horrorspiel" unter Schock
Die Krise des FC Liverpool hat sich nach der herben 1:4-Niederlage in der Champions League gegen PSV Eindhoven weiter verschärft. Das Team von Trainer Slot hatte einen frühen Rückstand ausgeglichen, dann aber wenige Tage nach einem 0:3 in der Premier League gegen Kellerkind Nottingham Forest ein weiteres Heimdebakel erlebt. "Das ist ein Schock - für die Spieler, für die Journalisten, für mich, für uns alle", sagte Slot nach dem Spiel. "Das ist sehr, sehr, sehr unerwartet, wenn man sich unsere Qualität anschaut."
Die englische Presse attackierte den 47-Jährigen nach dem Debakel sofort scharf. "Das Horrorspiel in Anfield stürzt Arne Slot nach einem weiteren peinlichen Desaster in eine ausgewachsene Krise - es ist offensichtlich, dass seine Reds-Stars nichts mehr zu geben haben", schrieb die "Daily Mail". Der "Telegraph" titelte von der schlimmsten Krise seit 72 Jahren und sprach von einer Demütigung, die weit mehr sei als eine Krise.
Kritik gab's auch von einer Liverpool-Legende. "Sie kassieren zu viele Gegentore, sie sind zu offen, sie sind anfällig und instabil", sagte Steven Gerrard. "Anfield erzählt eine Geschichte. Die Sitze sind leer", sagte er mit Blick auf unzufriedene Fans, die bereits am vergangenen Wochenende beim Liverpooler 0:3 gegen Nottingham Forest vorzeitig das Stadion verlassen hatten. "Die Probleme von Liverpool werden immer größer, der Druck nimmt weiter zu", sagte Gerrard.
Manuel Neuer erklärt seinen groben Patzer
Bayern-Torwart Manuel Neuer hat seine misslungene Rettungsaktion im Champions-League-Spiel beim FC Arsenal mit Pragmatismus erklärt. "Wenn du zurückliegst, ist es einfach so, dass man ein bisschen mehr Risiko gehen muss", sagte der 39-Jährige nach dem 1:3 (1:1). Vor dem dritten Gegentreffer war Neuer weit aus seinem Tor, aber nicht an den Ball gekommen. Gegenspieler Gabriel Martinelli hatte freie Bahn und traf ins verwaiste Tor .Er habe gesehen, dass Arsenal ohnehin zu einer Großchance gekommen wäre, sagte Neuer. Ohne sein Eingreifen wäre Martinelli ins Laufduell mit Joshua Kimmich gekommen. "Ich sag' mal, dass er schneller ist als Jo", äußerte Neuer, der deshalb eine Eins-Gegen-Eins-Situation auf sich zukommen sah. "Das war mir schon klar, ich habe versucht, das vorher zu beseitigen."
Martinelli nahm den Ball perfekt mit und legte ihn am heraneilenden Neuer vorbei. Der erste Kontakt des Brasilianers sowie der Pass zuvor seien entscheidend gewesen, sagte der Bayern-Torwart. "Da komme ich am Ende nicht mehr hin, wobei ich wusste, dass ich großes Risiko gegangen bin." Nach dem Tor knapp eine Viertelstunde vor Schluss war das Spiel entschieden. Auch beim ersten Gegentreffer hatte Neuer nicht glücklich agiert. Jurriën Timber setzte den Ball in der 22. Minute nach einer Ecke per Kopf an Neuers Händen vorbei in Tor. Der Bayern-Torwart war unmittelbar zuvor aber von dem Niederländer angerempelt worden. Sportvorstand Max Eberl nannte das Verhalten der bei Standardsituationen sehr erfolgreichen Arsenal-Profis "Chaos, und Chaos kannst du nicht verteidigen".