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Der Sport-TagFragwürdige Sinner-Sperre: Djokovic erhebt schwere Vorwürfe

18.02.2025, 07:16 Uhr

Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic hat den Anti-Dopingkampf im Tennis nach der Dreimonatssperre für den Weltranglistenersten Jannik Sinner als "uneinheitlich" und "sehr unfair" kritisiert. Der Serbe sagte vor seinem Turnierstart in Doha: "Die Mehrheit der Spieler hat das Gefühl, dass es zu Bevorzugung kommt. Es scheint, als könne man das Ergebnis fast beeinflussen, wenn man ein Topspieler ist und Zugang zu den besten Anwälten hat."

Djokovic verglich die Sperren für Sinner und die ehemalige Nummer eins Iga Swiatek, die nach einem positiven Dopingtest nur für einen Monat suspendiert worden war, mit anderen Dopingfällen im Tennis. Die Rumänin Simona Halep und die Britin Tara Moore sowie "einige andere Spielerinnen, die vielleicht weniger bekannt sind, kämpfen seit Jahren darum, ihre Fälle zu klären, oder sind seit Jahren gesperrt", sagte der 38-Jährige. Es fehle an Einheitlichkeit und Transparenz.

Djokovic folgerte: "Es ist an der Zeit, uns wirklich mit dem System zu befassen, denn das System und die Struktur funktionieren nicht für die Dopingbekämpfung, das ist offensichtlich." Das Problem sei das "mangelnde Vertrauen" der Spielerinnen und Spieler in die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und die International Tennis Integrity Agency (ITIA), die für den Anti-Dopingkampf zuständig sind.

Quelle: ntv.de