Der Sport-TagFußballer Cohen nach antisemitischem Hass-Tweet "total schockiert"

Nach seiner Roten Karte in der zweiten Halbzeit beim 0:2 bei Union Berlin war Almog Cohen am Freitagabend via Twitter von einem User massiv antisemitisch beleidigt worden.
"Nachdem ich das gelesen habe, war ich total schockiert. Ich habe nicht gedacht, dass es Menschen mit solchen dunklen Ansichten noch gibt", sagte Cohen.
"Dass Antisemitismus so offen ausgedrückt wird - das ist mir in meiner ganzen Zeit in Deutschland noch nicht passiert. Sowohl in Nürnberg als auch in Ingolstadt habe ich nur Liebe und Zuneigung gespürt."
Der jüdische Profi berichtete von hunderten Nachrichten, die ihn unterstützen. Auch aus der Heimat habe es Reaktionen gegeben, sagte der FCI-Kapitän. "Natürlich gab es einige, die gesagt haben 'Komm' nach Hause, warum tust Du Dir das an?', aber die Nachrichten und die Unterstützung, die ich hier bekommen habe, zeigen mir, dass es richtig ist, weiterzukämpfen", führte Cohen aus.
Eine Entschuldigung des Twitter-Users würde Cohen nicht annehmen. "Ich bin ein sehr nachsichtiger Mensch und bereit, viel zu vergeben. Aber hier gibt es nichts zu entschuldigen. Das ist die schlimmste Form von Rassismus", sagte er.
Nun hofft der Ingolstadt Profi, dass die Ermittlungen der Polizei zum Erfolg führen. "Ich bin froh, dass sie ermitteln, so muss das sein! Ich hoffe, dass sie ihn bekommen. Wer so redet, wer solche Ansichten hat, der hat keinen Platz in der Gesellschaft, sondern im Gefängnis", sagte der 30 Jahre alte Israeli in einem Interview der "Bild".