Der Sport-TagGeschlagener Pogacar wird demaskiert: "Bin eben nicht Superman"
Florian Lipowitz stemmte sich auf dem provisorischen Siegerpodest des Mont Ventoux dem beißenden Wind entgegen, auch nach dem Kraftakt in der Steinwüste des Provence-Riesen kämpfte der Radsport-Überflieger mit den Elementen. Doch weder Wind noch Ventoux konnten Lipowitz etwas anhaben: Mit einer abermals ganz starken Leistung hat der Debütant bei der Tour de France seinen grandiosen dritten Platz gefestigt - die Alpen können kommen.
"Es kann noch viel passieren, die Alpenetappen werden superschwer. Aber wird sind auf einem guten Weg, auch wenn ich heute relativ k.o. war", sagte Lipowitz, der beim Ausreißersieg des Franzosen Valentin Paret-Peintre am brutalen Schlussanstieg bis auf 1910 Meter Höhe mit 1:53 Minuten Rückstand Zehnter wurde. Seinen Kontrahenten im Kampf um das erste Tour-Podest eines Deutschen seit 16 Jahren nahm er wichtige Zeit ab: "Ich habe schon Vorfreude auf Paris."
Von Traum zu Traum jagt derweil Superstar Tadej Pogacar. Der Slowene verpasste zwar den ersehnten ersten Sieg am Ventoux, hat aber seinen vierten Tour-Triumph dicht vor Augen. "Es war ein epischer Schlussanstieg", sagte der 26-Jährige: "Ich habe die Führenden vor mir gesehen, aber ich bin eben nicht Superman. Und selbst Superman hätte die heute nicht mehr geschnappt."