Der Sport-Tag"Haben keine wirkliche Identität": WM-Kapitän ist bedient
Moritz Seider hat nach dem Vorrundenabschluss der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in der Schweiz ein kritisches Fazit gezogen. "Ich weiß nicht, ob es ein Rückschritt war. Aber wir befinden uns in einer schwierigen Phase. Ich finde, wir haben im Moment keine wirkliche Identität, die uns auszeichnet", sagte der Kapitän nach dem 6:3-Sieg gegen Großbritannien.
Das deutsche Team käme nur noch ins Viertelfinale, wenn Lettland heute Mittag gegen Außenseiter Ungarn verlieren sollte. "Ich weiß nicht, ob es verdient wäre. So ehrlich muss man sein", sagte der NHL-Star, der sich über eine verpasste Chance ärgerte. "Es wäre sehr viel mehr drin gewesen", meinte Seider mit Blick auf die weniger prominent besetzten Kader der Topnationen: "Es ist sehr frustrierend, sehr bitter. Die Erwartung von jedem war wesentlich höher als der Ist-Zustand."