Der Sport-TagMoritz Seider tief getroffen: "Hatte Kacke am Schläger"
Nach dem frühen WM-K.o. rappelte sich Moritz Seider nur mühsam wieder auf, er spürte das "C" auf der Brust. "Das erste Mal der zu sein, der es mit den Jungs nicht erreicht hat, wiegt gerade sehr schwer", sagte der jüngste deutsche Kapitän seit über 50 Jahren nach dem Vorrunden-Aus der Eishockey-Silberhelden: "Es ist sehr bitter, wenn man jetzt hier Rede und Antwort stehen muss, wenn man nicht weitergekommen ist."
Der NHL-Star trug schwer an seiner neuen Rolle, fühlte sich nach dem dramatischen 1:2 nach Penaltyschießen im letzten Gruppenspiel gegen Gastgeber Dänemark "ziemlich leer". Ohnehin als aktuell teuerster deutscher Eishockeyspieler der Geschichte besonders im Fokus, hatte die neue Aufgabe den 24-Jährigen zusätzlich belastet.
Die Leichtigkeit des Silbercoups von 2023, als der 14 Jahre ältere Moritz Müller noch das deutsche Team aufs Eis geführt hatte, war verflogen. Mit nur einer einzigen Torvorlage und vielen ungewohnten Fehlern blieb Seider bei seiner fünften WM weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Er habe "Kacke am Schläger gehabt von Anfang an", gestand er.