Der Sport-TagMourinho in nächsten Fußball-Eklat verwickelt
Der portugiesische Startrainer José Mourinho von Benfica Lissabon hat nach dem turbulenten Klassiker gegen den FC Porto schwere Vorwürfe gegen den gegnerischen Co-Trainer erhoben. "Er hat mich 50 Mal einen Verräter genannt", sagte der 63-Jährige. Mourinho selbst hatte in der Schlussphase die Rote Karte gesehen. Beide Mannschaften trennten sich am Sonntag 2:2, Porto bleibt damit klarer Tabellenführer.
Laut Mourinho soll Portos Co-Trainer Lucho González ihn nach dem Abpfiff beleidigt haben. Zuvor hatte es schon einen hitzigen Schlagabtausch zwischen beiden Bänken mit Rudelbildungen gegeben. "Ich würde gerne wissen, wem gegenüber ich ein Verräter sein soll. Ich war in Porto, ich habe meine Seele für Porto gegeben. Danach war ich bei Chelsea, Inter Mailand, Real Madrid", sagte Mourinho weiter: "Ich habe überall 24 Stunden am Tag alles gegeben. Das nennt man Professionalität."
Der Platzverweis gegen Mourinho erfolgte wiederum, nachdem er laut Schiedsrichter einen Ball in Richtung der Ersatzbank des Gegners geschossen hatte. Mourinho wies jedoch jede Absicht zurück und sagte: "Oft schieße ich den Ball in Richtung der Tribüne, damit ein Fan die Möglichkeit bekommt, ihn zu fangen. Ich weiß, technisch bin ich nicht der Beste, aber er war für die Tribüne gedacht."