Olympia-Zuschauerin lässt ihren Frust auf das IOC raus
Die Nordische Kombinierin Nathalie Armbruster hat sich ihrem Ärger Luft gemacht. Die dreimalige WM-Zweite schreibt auf Instagram: "Niemandem sollte die Möglichkeit verwehrt werden, seine Träume zu leben, nur weil sie eine Frau ist." Hintergrund ist, dass bei den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina in der Nordischen Kombination nur die Männer an den Start gehen.
"Wir wollen unseren Platz bei den Olympischen Spielen nicht nur, weil wir Frauen sind und Gleichberechtigung wollen", schreibt sie. "Wir haben uns unseren Platz dort verdammt noch mal verdient, indem wir hochprofessionelle Weltklasse-Athletinnen sind und alle Anforderungen erfüllen, die das IOC einst festgelegt hat." Die NoKo steht insgesamt auf dem Prüfstand. Seit den ersten Winterspielen 1924 steht sie auf dem Programm, das IOC erwägt für 2030 eine Streichung - auch bei den Herren.
"Wünscht man keinem": DFB-Konkurrent spricht über ter Stegen und die Nationalelf
Auch Konkurrent Oliver Baumann wünscht dem erneut verletzten deutschen Fußball-Nationaltorwart Marc-André ter Stegen eine schnelle Genesung. "Ich fühle extrem mit", sagte der 35 Jahre alte Keeper der TSG 1899 Hoffenheim in einem Interview RTL/ntv. "Ich habe ihm geschrieben. Das gehört sich einfach. Das wünscht man keinem. Ich drücke ihm die Daumen, dass er schnell wieder fit wird." Ter Stegen muss sich an diesem Freitag einer Operation unterziehen - und fällt mehrere Monate aus.
Baumann ist nun nicht mehr nur Platzhalter für die virtuelle deutsche Nummer 1. "Ich bin einfach stolz darauf, Teil davon zu sein. Für mich persönlich, das ist das Interessante: Ich kriege das nur von außen mit", sagte er zu seiner Rolle in der DFB-Auswahl: "Der Eine kommt und sagt: 'Nummer Eins? Ja'. Der Andere kommt und sagt: 'Nummer Eins? Vielleicht.' Das interessiert mich aktuell wirklich gar nicht. Ich bin stolz darauf, vermutlich mitfahren zu dürfen." Die Nationalmannschaft sei so etwas Großes, wo Egos zweitrangig seien.
Crans-Montana-Held spricht über Rettungsaktion - und seine Fußball-Karriere
Der bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana schwer verletzte französische Nachwuchsspieler Tahirys Dos Santos, der seine Freundin aus den Flammen rettete und als Held gefeiert wurde, kann noch nicht wieder an seine Karriere denken. "Ich konzentriere mich nicht zu sehr auf den Fußball. Das Wichtigste ist, dass ich mich gut erhole", sagte der Spieler des französischen Fußball-Erstligisten FC Metz der Zeitschrift "Paris Match". "Ich konzentriere mich zunächst darauf, meine Hände wieder richtig einsetzen zu können, wieder richtig laufen zu können, und dann werden wir sehen, wie es weitergeht."
Seine Freundin und er seien in dem Moment gerade auf der Toilette gewesen. "Ich bin vorher hinausgegangen, wollte in den ersten Stock gehen, und da habe ich das Feuer gesehen. Es ging alles sehr schnell, ich habe nicht wirklich nachgedacht. Ich bin sofort zu Coline gegangen, habe sie gerufen, sie war auf der Toilette, und wir sind die Treppe hinaufgerannt." Es habe ein Riesengedränge und viele Schreie gegeben, später habe er mit schweren Brandverletzungen starr vor Schock vor der Bar auf dem Boden gesessen.
Ein Wiedersehen mit seiner Freundin, die zeitweise im Koma lag, gab es für Tahirys Dos Santos erst Ende Januar. In die Arme nehmen konnten die beiden sich da noch nicht, die vielen Brandwunden müssten erst noch verheilen, berichtete "Paris Match".
Abflug bei 145 km/h: Ski-Star kracht ins Fangnetz
Beim olympischen Abfahrtstraining auf der Stelvio-Piste in Bormio verpasst Daniel Hemetsberger eine Kurve und landet im Fangnetz. Der Österreicher verliert bei dem Sturz sogar seinen Helm - kommt aber mit einer blutigen Nase davon.
Heftiger Sturz zwingt kanadischen Snowboard-Star zur Absage
Der kanadische Snowboard-Star Mark McMorris muss nach einem heftigen Sturz auf den Big-Air-Wettkampf bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina verzichten. Der 32-Jährige wurde zwar mittlerweile nach dem Trainingscrash aus dem Krankenhaus entlassen, war aber noch nicht einsatzfähig für die Qualifikation am gleichen Abend.
"Ich habe mir den Kopf angestoßen und bin deshalb nicht im Big Air dabei", schrieb McMorris auf Instagram: "Zum Glück sieht es für Slopestyle besser aus." McMorris war 2021 Weltmeister im Big Air, seine drei olympischen Bronzemedaillen holte er aber im Slopestyle (2014, 2018, 2022). In dieser Disziplin geht es erst am 18. Februar um die Medaillen.
ICE-Gegner nutzen Super-Bowl-Trubel für Proteste
Mit dem anstehenden US-Sport-Highlight des Super Bowls richtet sich der Blick auf den Austragungsort San Francisco. Demonstranten nutzen die Bühne, um mit einer Reihe von Protestaktionen auf die Gewalt der US-Einwanderungsbehörde ICE aufmerksam zu machen.
Reuiger Dieb gibt Skisprung-Equipment zurück
Das gestohlene Skisprung-Equipment des norwegischen Teams ist wieder aufgetaucht. Am Mittwoch kam beim Skiklub Willingen ein Paket mit mehreren Skisprunghelmen, Skibrillen und Skijacken an. Laut Mitteilung der Polizei hat offenbar einer der beiden Tatverdächtigen, der sich zuvor bei der Polizei und dem norwegischen Team gemeldet hatte, das Paket versandt. Ob es sich um alle gestohlenen Gegenstände handelt, ist bislang nicht geklärt. Dem norwegischen Team werde laut Polizei die Ausrüstung "zeitnah ausgehändigt".
In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatten Unbekannte aus dem Lagerraum seiner Mannschaft beim Weltcup im hessischen Upland Skisprunghelme, Jacken, Mützen, Handschuhe und Brillen gestohlen. "Das ist ziemlich teure Ausrüstung. Die Helme sind für jeden Sportler eigens designt", sagte Norwegens Sportdirektor Jan-Erik Aalbu.
DOSB-Boss muss deutschen Fahnenträger verteidigen
DOSB-Chef Thomas Weikert hält die Wahl von Eishockey-Superstar Leon Draisaitl zum deutschen Fahnenträger trotz dessen fehlender Olympia-Erfahrung für eine gute Entscheidung. "Das Publikum hat es so gesehen, die Athletinnen und Athleten haben es so gesehen", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds am Tag vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Mailand. NHL-Profi Draisaitl war noch nie bei Olympia dabei, hatte sich bei der Abstimmung über den Fahnenträger aber gegen die Olympiasieger Tobias Wendl (Rodeln) und Johannes Rydzek (Nordische Kombination) durchgesetzt.
"Klar ist es eine Auszeichnung, wenn man lange dabei ist. Aber es ist auch eine Auszeichnung, wenn man in den USA ein Superstar ist, auf den die halbe Welt guckt, und es ist eine Ehre, wenn so ein Superstar in unserem Team die Fahne trägt", sagte Weikert.
Typisch Neuer: Bayern-Keeper spielt mal wieder überall - beste Aktionen gegen HSV
Torwartlegende Manuel Neuer ist bekannt für seine Ausflüge aufs Feld. Auch mit fast 40 Jahren ist das noch immer sein Spielstil. Zu sehen war das erst wieder beim Auswärtsspiel in Hamburg am vergangenen Bundesliga-Spieltag.
Jetzt fix: Gnabry bekommt neuen Vertrag - aber wohl weniger Geld
Nationalspieler Serge Gnabry geht auch nach dem Ende der laufenden Saison für den FC Bayern auf Torejagd. Der 30-Jährige hat seinen Kontrakt beim deutschen Fußball-Rekordmeister bis 2028 verlängert. Gnabry steht seit 2017 unter Vertrag bei den Münchnern, mit denen er unter anderem 2020 die Champions League gewonnen hat. Er hätte bei seiner ersten Unterschrift an der Isar "niemals gedacht", dass er so lange bleiben würde, bekannte Gnabry.
Damals hatten ihn die Bayern zunächst für eine Saison an die TSG Hoffenheim verliehen. Seit seinem eigentlichen Anfang in München 2018 hat er in 311 Pflichtspielen 100 Tore erzielt und 69 vorbereitet. "Meine Ziele sind, dass es so weitergeht: Wir sind eine echte Einheit und können Großes erreichen", sagte er. Als Gründe für seine Verlängerung zu angeblich leicht reduzierten Bezügen nannte er "die Mannschaft, das Trainerteam, den ganzen Verein, die Fans, die Stadt, das Umfeld: Ich fühle mich beim FC Bayern sehr wohl."
Noro-Ausbruch dezimiert olympisches Eishockey-Team
Nach einem Norovirus-Ausbruch im finnischen Eishockey-Nationalteam ist das Auftaktspiel der Frauen bei den Olympischen Winterspielen um eine Woche verschoben worden. Anstatt heute um 21.10 Uhr wird die Begegnung gegen die Kanadierinnen erst am kommenden Donnerstag in Mailand ausgetragen. Darauf einigten sich die Teams mit den Veranstaltern. Im Training am Donnerstag standen Finnland zuvor nur noch insgesamt zehn Spielerinnen - davon zwei Torhüterinnen - zur Verfügung.
Die übrigen 13 Spielerinnen waren am Donnerstagmittag einer Sprecherin zufolge in Quarantäne oder Isolation. Laut Regularien sind aber 17 Spielerinnen für eine reguläre Austragung nötig. Schon am Mittwoch hatten Training und Medienauftritte vorsichtshalber abgesagt werden müssen. Teamärztin Valtonen erklärte, dass die Erkrankten und ihre Zimmermitbewohnerinnen isoliert worden seien. "Und alle Räumlichkeiten des Teams im olympischen Dorf und in der Eishalle werden desinfiziert, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Außerdem wird versucht, vorerst alle Kontakte zu vermeiden."
Mick Schumacher dreht erste Runden in völlig neuem Abenteuer
Neustart für Mick Schumacher: Der Rennfahrer wechselt ins IndyCar und muss sich an eine komplett neue Welt gewöhnen. Ovalstrecken, Topspeeds von über 385 km/h und Kurven ohne Bremsen fordern ihn heraus. Bis zum Saisonstart sammelt er bei Testfahrten wichtige Erfahrung.
Schwere Vorwürfe gegen russische Olympiastarter
Offiziell sind Russland und Belarus von den Olympischen Spielen ausgeschlossen, einige wenige Sportler dürfen aber dennoch teilnehmen. Sie wurden vorher von einem IOC-Gremium geprüft, sie dürfen den russischen Krieg gegen die Ukraine nicht unterstützen oder Verbindungen zur Armee haben. 13 Athletinnen und Athleten wurde die Teilnahme unter neutraler Flagge gestattet. Doch nun gibt ein BBC-Bericht Grund zum Zweifeln an vier von ihnen.
Eisschnelläuferin Ksenia Korzhowa likte demnach genauso kriegsbefürwortende Inhalte in den sozialen Medien wie der Langläufer Sawelii Korostelew. Seine Langlauf-Kollegin Darija Neprejaewa war 2022 für ein Trainingslager auf der besetzten Krim. Und Eiskunstläufer Petr Gumennik arbeitete jüngst mit Ilja Awerbuch zusammen. Der frühere Eistänzer, der 2002 Olympia-Silber gewann, war von der Ukraine sanktioniert worden, weil er an Events in von Russland besetzten Gebieten teilgenommen hatte. Außerdem soll er Aufführungen für Familien von russischen Soldaten inszeniert haben.
Bewusstlos gecrasht: Ex-Schalker meldet sich nach Zusammenstoß
Der Ex-Schalker Ahmed Kutucu hat nach seinem heftigen Zusammenstoß beim Istanbul-Derby Entwarnung gegeben. "Gott sei Dank habe ich kein ernsthaftes Problem", schrieb der Angreifer in einer Instagram-Story. Er bedankte sich bei seinen Mitspielern, die ihm auf dem Platz sofort geholfen hätten, sowie beim medizinischen Team, dem Krankenhauspersonal und bei allen Fußballfans für die zahlreichen Nachrichten.
In der 46. Minute des türkischen Pokalspiels war der Stürmer von Galatasaray Istanbul nach einem langen Ball in den Strafraum heftig mit Istanbulspors Torhüter Isa Dogan kollidiert und zu Boden gegangen. Teamkollegen reagierten umgehend, brachten den offenbar bewusstlosen Kutucu in die stabile Seitenlage und hielten seine Atemwege frei. Nach der Erstversorgung kam der 25-Jährige wieder zu sich und verließ den Platz aus eigener Kraft.
Auch Torwart Dogan, der eine Platzwunde über dem linken Auge erlitt und per Krankenwagen vom Feld gebracht wurde, äußerte sich auf Instagram. Er werde heute operiert, es gehe ihm aber gut und die ärztliche Behandlung laufe planmäßig, schrieb der 26-Jährige.
Bericht: FC Bayern gibt Verteidiger ab - an dessen Ex-Klub
Der FC Bayern München gibt Außenverteidiger Sacha Boey Medienberichten zufolge an Galatasaray Istanbul ab. Wie unter anderem der italienische Transferexperte Fabrizio Romano berichtet, wird der 25-jährige Franzose bis zum Sommer an seinen früheren Verein in der Türkei verliehen. Das Geschäft soll eine Kaufoption beinhalten, Galatasaray übernimmt Boeys Gehalt bis Ende Juni. Die medizinische Untersuchung soll heute stattfinden.
Die Bayern hatten Boey Ende Januar 2024 aus Istanbul verpflichtet und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2028 ausgestattet. Galatasaray selbst teilte mit, dass die Münchner 30 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro Bonus bezahlt haben. Die Bayern teilten keine Details zur Ablöse mit. Boey hatte beim FC Bayern immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und konnte sich in seinen zwei Jahren in München keinen Stammplatz erarbeiten. Das Wintertransferfenster in der Türkei ist noch wenige Tage offen.
Chaos und Ärger: Fürs DFB-Pokalfinale gibt es großes Versprechen an die Fans
Das DFB-Pokalfinale der Männer wird bis 2030 im Berliner Olympiastadion ausgetragen und soll eine verbesserte Situation für Fans beim Einlass bieten. Der Deutsche Fußball-Bund und die Stadt verkündeten die Einigung im Roten Rathaus in der Hauptstadt und kündigten dabei auch ein Maßnahmenpaket an. "Im Zuge der Verlängerung wird auch die Infrastruktur des Olympiastadions weiter verbessert. Ein zentraler Bestandteil ist der Ausbau des Einlasses Süd, um den Zugang für Fans zu erleichtern und Wartezeiten zu reduzieren", hieß es.
Nach dem Endspiel 2025 waren von vielen Anhängern von Arminia Bielefeld teilweise chaotische Zustände vor dem Südtor und dem Marathontor des Olympiastadions moniert worden. Auch deswegen sollen die Verhandlungen sich länger als erwartet gezogen haben. Das Endspiel ist einer der sportlichen Höhepunkte der Hauptstadt und findet seit 1985 jedes Jahr im Olympiastadion statt.
Sanitäranlagen verwüstet: Sicherheit im olympischen Dorf gefährdet?
Im olympischen Dorf für die Winterspiele in Mailand ist es Medienberichten zufolge zu einer Sicherheitspanne gekommen. Trotz aller Kontrollen seien in der Unterkunft für die Athleten in mehreren Dutzend Zimmern die Sanitäranlagen von Unbekannten mutwillig beschädigt worden, berichtet der "Corriere della Sera" unter Berufung auf die Polizei. Der Zugang zu dem neugebauten Dorf ist eigentlich nur mit einem besonderen Ausweis und QR-Code möglich.
Nach Erkenntnissen der Ermittler wurden zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar in drei verschiedenen Gebäuden in insgesamt 70 Zimmern die Duschen beschädigt. Vermutet wird, dass dabei Fräsen zum Einsatz kamen. Die Schäden seien erst durch einen Wasserschaden aufgefallen, berichtet der "Corriere". Die Rede ist von Vandalismus oder Sabotage. In die Ermittlungen habe sich aber auch eine Anti-Terror-Einheit der Staatsanwaltschaft Mailand eingeschaltet. Aufschluss erhofft man sich von Bildern der Überwachungskameras.
"Lehne die Tests nicht ab": Angefeindete Box-Olympiasiegerin kämpft
Box-Olympiasiegerin Imane Khelif hat sich vor den Spielen 2024 in Paris einer Hormonbehandlungen unterzogen, um ihren Testosteronspiegel zu senken. Gleichzeitig beteuerte die Algerierin in einem Interview mit der "L'Equipe", dass sie nicht "transgender" sei. "Ich bin ein Mädchen. Ich wurde als Mädchen erzogen, ich bin als Mädchen aufgewachsen, die Menschen in meinem Dorf haben mich immer als Mädchen gekannt", sagte Khelif. Nach eigenen Angaben besitzt sie das SRY-Gen. Dieses weist auf das Vorhandensein des Y-Chromosoms hin, das als Indikator für das biologische Geschlecht dient. "Wir haben alle eine unterschiedliche Genetik", sagte Khelif: "Meine Verschiedenheit ist natürlich. So bin ich. Ich habe nichts getan, um zu ändern, wie die Natur mich gemacht hat."
Khelif stand wie die Taiwanesin Lin Yuting bei den Spielen in Paris im Zentrum einer Geschlechterdebatte. Sie will dem neu eingeführten Geschlechtstest des Amateur-Weltverbands World Boxing zustimmen, um bei den Spielen 2028 in Los Angeles teilnehmen zu dürfen. "Ich habe damit kein Problem", sagte die 26-Jährige, die seit Paris an keinem Wettkampf teilgenommen hat: "Ich habe diesen Test schon gemacht. Ich habe World Boxing kontaktiert. Ich habe ihnen meine medizinischen Unterlagen und meine Hormontests geschickt. Aber ich habe keine Antwort erhalten. Ich verstecke mich nicht, ich lehne die Tests nicht ab."
Ter Stegen meldet sich erstmals nach "dem Schlimmsten"
Marc-André ter Stegen ist bekanntlich wieder einmal verletzt. Nur zwei Spiele konnte er für seinen neuen Klub FC Girona absolvieren. Nach der Tragödie meldet er sich nun selbst zu Wort: "Letztes Wochenende ist das Schlimmste passiert: Ich habe mich während des Spiels verletzt. Ich war gerade erst in Girona angekommen, wo ich von der ersten Minute an mit großer Herzlichkeit und Nähe behandelt wurde", schreibt er bei Instagram.
Ter Stegen bestätigt, dass er operiert werden muss und für "mehrere Monate" ausfällt. Daher müsse er seine "Rolle komplett ändern, aber meine Unterstützung für das Team bleibt unverändert. Es ist nicht nur eine großartige Gruppe von Spielern und Trainern, es fühlt sich wie eine Familie an, und von Anfang an habe ich ihre Unterstützung und Nähe gespürt", lobt er den Klub, zu dem er leihweise vom FC Barcelona transferiert wurde.
Jüdischer Rat rügt Guardiola für "provokative" Äußerungen
Startrainer Pep Guardiola ist wegen dessen gesellschaftspolitischer Kritik vom jüdischen Repräsentantenrat von Greater Manchester und Region gerügt worden. "Pep Guardiola ist Fußballtrainer. Auch wenn seine humanitären Äußerungen gut gemeint sein mögen, sollte er sich auf den Fußball konzentrieren", schrieb der Repräsentantenrat in einer Stellungnahme auf X. Der spanische Coach des englischen Klubs Manchester City habe es versäumt, "seine bedeutende Plattform zu nutzen, um Solidarität mit der jüdischen Gemeinde zu zeigen, die nur wenige Kilometer vom Etihad-Stadion entfernt einem tödlichen Terroranschlag ausgesetzt war, oder mit der Gemeinde in Barcelona, die von antisemitischer Gewalt in der Nähe des Ortes erschüttert wird, an dem er erneut Äußerungen tätigte, die wir als provokativ empfinden", heißt es in dem Statement weiter.
Guardiola hatte sich jüngst bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Barcelona zur Situation von Kindern in den palästinensischen Gebieten im Gazakrieg öffentlich geäußert. Als er in einer Pressekonferenz von einem Journalisten darauf angesprochen wurde, verteidigte der 55-Jährige sein Engagement. "Noch nie in der Geschichte der Menschheit lagen uns die Informationen so klar vor Augen wie jetzt", sagte er: "Der Völkermord in Palästina, was in der Ukraine geschieht, was in Russland passiert, was überall auf der Welt geschieht - im Sudan und überall. Was vor unseren Augen passiert. Wollen Sie es sehen? Es ist unser Problem als Menschen."
Weltmeister Schröder feiert gelungenes Debüt
Deutschlands Basketball-Star Dennis Schröder hat bei seinem neuen NBA-Team einen starken Einstand gegeben. Der Welt- und Europameister feierte mit den Cleveland Cavaliers ein 124:91 bei den Los Angeles Clippers. Schröder steuerte in 19 Minuten von der Bank kommend elf Punkte, sechs Assists, drei Steals und zwei Rebounds bei. Der gebürtige Braunschweiger war vor wenigen Tagen von den Sacramento Kings nach Cleveland getauscht worden und durfte nach knapp fünf Minuten in L.A. erstmals für die Cavs auf den Court. Dort drückte er dem Spiel sofort seinen Stempel auf und war ständiger Aktivposten. Nur mit dem Wurf haderte Schröder noch: Lediglich fünf seiner 14 Versuche waren erfolgreich, darunter ein Dreier.
Schröders neuer Mitspieler James Harden, der in einem spektakulären Trade erst am Dienstag von den Clippers zu den Cavaliers gewechselt war, war gegen sein Ex-Team noch nicht dabei. Cleveland feierte seinen 30. Sieg im 51. Spiel und liegt in der Eastern Conference auf dem vierten Rang, acht Spiele hinter Tabellenführer Detroit Pistons.
Auf das Olympia-Hoch folgt für Fahnenträger der Dämpfer
Keine 48 Stunden vor seinem großen Auftritt als Fahnenträger bei Olympia hat Leon Draisaitl die nächste Niederlage in der NHL kassiert. Trotz zwei Treffern des deutschen Eishockey-Stars verloren die Edmonton Oilers bei den Calgary Flames 3:4. Nach der dritten Pleite in Folge geht es für Draisaitl direkt nach Mailand, wo er bei der morgigen Eröffnungsfeier der Winterspiele (20 Uhr/ARD und Eurosport/HBO Max) die schwarz-rot-goldene Flagge ins San-Siro tragen wird. Die frohe Kunde hatte den 30-Jährigen am Mittwoch vor dem Calgary-Spiel erreicht. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das bedeutet mir wirklich unfassbar viel. Ich fühle mich total geehrt", sagte Draisaitl. Das olympische Eishockeyturnier beginnt für die deutschen Männer derweil erst am 12. Februar.
Neben Draisaitl waren dessen Nationalmannschaftskollegen Moritz Seider, J.J. Peterka und Nico Sturm vor ihrer Reise nach Italien noch einmal gefragt. Seider kassierte mit den Detroit Red Wings eine 1:4-Niederlage im Duell mit Peterka bei Utah Mammoth, dem Star-Verteidiger gelang aber ein Assist. Sturm gewann derweil mit Minnesota Wild bei den Nashville Predators mit 6:5 nach Verlängerung, Grubauer kam beim 2:4 von Seattle Kraken bei den Los Angeles Kings nicht zum Einsatz.
"Mach mal 'nen Screenshot": Undav reagiert schlagfertig auf Weltstar-Vergleich
Ein Tor, eine Vorlage: Nach seiner nächsten Glanzleistung hat Deniz Undav zu einem absoluten Weltstar aufgeschlossen. "Sieht überragend aus, mach mal 'nen Screenshot", scherzte der Torjäger des VfB Stuttgart nach dem 3:0 (0:0) im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Zweitligist Holstein Kiel mit Blick auf eine spezielle Statistik gewohnt launig im Sky-Interview. Nur Kylian Mbappé hat mit 23 Scorern seit Anfang November mehr Torbeteiligungen gesammelt als der deutsche Nationalstürmer, der sich in diesem Zeitraum noch vor anderen Stars wie Bayerns Michael Olise oder Lamine Yamal (FC Barcelona) einreiht. "Überleg mal, welche Namen das sind", staunte Undav: "Dass ich da bin, ist schon eine Ehre."
In der Kieler Kältekammer hatte Undav zuvor mit seinem Führungstreffer (56.) und der Vorlage zum 2:0 von Chris Führich (90.) eine weitere starke Bewerbung Richtung Bundestrainer Julian Nagelsmann für die WM im Sommer abgegeben. "Das ist mein Ziel", sagte Undav: "Man muss Leistung bringen und die bringe ich gerade. Ich treffe, versuche Gas zu geben, um es ihm so schwer wie möglich zu machen." Sein Klubtrainer Sebastian Hoeneß sagte: "Wenn er so weiter macht, darfst du auf ihn nicht verzichten, dann musst du ihn dabei haben."
Auch ICE dabei: Doppelt so viele Polizisten wie Athleten bei Olympia
Fast 3000 Sportlerinnen und Sportler - und mehr als doppelt so viel Polizei: Aus Sorge vor Anschlägen und Störaktionen finden die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Erstmals in der Olympia-Geschichte gibt es offiziell zwei Gastgeberstädte: Italiens Mode- und Finanzmetropole sowie der Ferienort in den Dolomiten, wo 1956 schon einmal die Spiele zu Gast waren.
Angesichts der vielen Konflikte rund um die Welt ist die Sorge um die Sicherheit des sportlichen Mega-Ereignisses groß. Bis zum Ende der Wettbewerbe am 22. Februar hat Italien zusätzlich mehr als 6000 Sicherheitskräfte zu Olympia beordert. Erschwert wird deren Arbeit dadurch, dass die Wettbewerbe nicht nur in Mailand und Cortina stattfinden, sondern verstreut auf mehr als ein Dutzend Stätten in ganz Norditalien: Die Wege werden so lang sein wie bei Spielen noch nie.
Kurz vor der Eröffnung gab es zusätzlich Aufregung, weil zum Schutz von US-Offiziellen auch Angehörige der US-Einwanderungspolizei ICE nach Italien kommen. Die Truppe steht wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten, wobei auch zwei Menschen getötet wurden, in der Kritik. Die Regierung in Rom betonte mehrfach, dass ausschließlich italienische Kräfte zum Einsatz kommen.
Werder fragte wegen neuem Coach bei Ex-Chef Allofs nach
Werder Bremens früherer Sportchef Klaus Allofs hält die Verpflichtung des neuen Trainers Daniel Thioune für eine gute Entscheidung. Allofs holte Thioune im Februar 2022 selbst zu Fortuna Düsseldorf. Beide arbeiteten dort mehr als dreieinhalb Jahre als Sportvorstand und Trainer zusammen. "Er kann die Mannschaft begeistern. Das hat Daniel in Düsseldorf auf hervorragende Weise geschafft. Dazu ist er sehr eloquent und war stets ein guter Botschafter für Fortuna Düsseldorf. Das wird er auch für Werder Bremen sein", sagte Allofs der "Bild" über den 51-jährigen Thioune. "Darüber hinaus ist er als Osnabrücker ein echtes Nordlicht. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass er immer große Sympathien für Werder hatte. Wir haben uns immer wieder über Werder unterhalten."
Thioune trat am Mittwoch in Bremen die Nachfolge des freigestellten Horst Steffen an. Allofs bestätigte, dass sich Werders Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz vorher bei ihm über den neuen Trainer und dessen Arbeitsweise erkundigt hat.
Bericht: Cristiano Ronaldo wollte Top-Transfer verhindern
Frankreichs Stürmerstar Karim Benzema spielt jetzt für Al-Hilal, dem Tabellenführer der saudischen Fußballliga. Das gefällt Cristiano Ronaldo gar nicht - so wenig, dass er den Transfer offenbar sogar zu verhindern versuchte. Das berichtet ESPN mit Verweis auf informierte Quellen. Der Portugiese spielt nämlich bei Konkurrent Al-Nassr - der wie Al-Hilal und zwei weitere Teams in Mehrheitsbesitz des saudischen Staatsfonds PIF ist. Diesem wirft Ronaldo vor, Al-Hilal zu bevorzugen.
Mit dem Transfer von Al-Ittihad zu Al-Hilal wolle der PIF dafür sorgen, dass Al-Hilal seinen Spitzenplatz bis zum Meistertitel verteidigt, soll Ronaldo fürchten. Schon vor dem Benzema-Deal war Ronaldo pikiert und soll Berichten zufolge das Spiel am Montag nicht etwa aufgrund von Schonung verpasst, sondern vielmehr gestreikt haben. Und diesen Streik wolle er auch morgen beim kommenden Spiel fortführen heißt es von ESPN.
"Herz ist schwer" vor Olympia bei Ski-Queen Lindsey Vonn
Alpin-Superstar Lindsey Vonn verfolgt die Aktionen der Einwanderungsbehörde ICE in ihrem Heimatstaat Minnesota mit Sorge. "Ich habe Familie und Freunde in Minnesota, wo ich aufgewachsen bin. Mein Herz ist unglaublich schwer für alle zu Hause", sagte die 41 Jahre alte US-Amerikanerin auf einer Pressekonferenz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Cortina d'Ampezzo. Vonn ist in Minnesotas Hauptstadt Saint Paul geboren, die mit Minneapolis zusammen die Metropolregion Twin Cities bildet. In Minneapolis waren bei Einsätzen von ICE-Beamten eine Frau und ein Mann erschossen worden. Dies hatte zahlreiche weitere Protestaktionen ausgelöst.
"Ich glaube, das Beste, was ich tun kann, ist genau das zu tun, was ich gesagt habe: Aufrechtzubleiben, Hoffnung zu haben und der Welt zu zeigen, was Amerika ist, wer wir als Menschen sind, denn wir sind mehr als das, was gerade passiert", sagte die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 in Vancouver.