Der Sport-TagStreit um Konkurrenten: Gerichtlich gegen Abstieg
Der Erstligist Bergischer HC geht gerichtlich gegen die Handball-Bundesliga (HBL) vor. Dem abstiegsbedrohten Tabellenvorletzten geht es um die Lizenz für den Liga-Rivalen HSV Hamburg für die laufende und die kommende Spielzeit. "Nach den allseits einsehbaren öffentlichen Informationen ist mehr als zweifelhaft, ob der HSV Hamburg die wirtschaftlichen Kriterien in dieser Saison erfüllt hat und zukünftig erfüllen kann", heißt es in einer BHC-Mitteilung.
Der Ligaverband HBL hatte den Hamburgern die Lizenz für die Serie 2024/25 nur unter der Bedingung erteilt, dass bis Freitag die Schließung einer Liquiditätslücke nachgewiesen wird. Der BHC und andere Klubs stellen nun offenbar infrage, ob die Lizenz für 2023/24 überhaupt hätte erteilt werden dürfen. Die HBL teilte derweil mit, dass der BHC-Antrag abgelehnt worden sei, da "sämtliche während des Lizenzierungsverfahrens von den Lizenzbewerbern erhaltene Informationen streng vertraulich zu behandeln und diese weder direkt noch indirekt Dritten offenzulegen" seien.
Sollte dem HSV Hamburg die Lizenz entzogen werden, würde der BHC auch als Tabellen-17. Bundesligist bleiben. Die Hanseaten zeigten sich zuletzt zuversichtlich, die Bedingung für die Spielzeit 2024/25 erfüllen zu können.