Der Sport-TagTraditionsklub vom Spielbetrieb abgemeldet: Uerdingen-Vorstand wehrt sich
Das vom Insolvenzverwalter verkündete Aus des KFC Uerdingen in der Fußball-Regionalliga will der Verein nicht hinnehmen. Der Vorstand würde "dieses Vorgehen nicht akzeptieren" und "entsprechende rechtliche bzw. anwaltliche Maßnahmen" einleiten, teilte das Führungsgremium mit.
Gestern hatte der Insolvenzverwalter öffentlich gemacht, dass der KFC Uerdingen, der unter dem Namen Bayer Uerdingen 1985 den DFB-Pokal gewann, aus wirtschaftlichen Gründen mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb zurückgezogen wird. Es seien keine Einnahmen zu erwarten und stehe kein Geld zur Fortsetzung des Spielbetriebs zur Verfügung. Der Klub-Vorstand widerspricht: "Entgegen der Meldung des Insolvenzverwalters, dass keine Zahlungen mehr zu erwarten seien, lagen ihm allerdings Zusagen vor, etwaige Fehlbeträge zu übernehmen." Auch hätte die Mannschaft erklärt, die Saison unentgeltlich zu Ende zu spielen. Die Abmeldung will der Vorstand nun juristisch prüfen lassen.
Die Chancen sind jedoch gering. "Uns liegt ein offizielles Schreiben des Insolvenzverwalters zur Abmeldung der Mannschaft vom Spielbetrieb vor. Der Insolvenzverwalter ist der Ansprechpartner für uns, darum haben wir sofort reagiert", teilte der Westdeutsche Fußball-Verband mit.