Der Sport-Tag

Der Sport-TagUm "50+1" wird es kartellrechtlich noch länger nebulös bleiben

24.09.2021, 18:18 Uhr

Eine Entscheidung des Bundeskartellamtes über die 50+1-Regel im deutschen Profi-Fußball scheint sich einem Medienbericht zufolge zu verzögern. Die Behörde habe die Fristen für Stellungnahmen bis Ende Oktober verlängert, schrieb der "Kicker". Im Kern geht es bei dem Verfahren darum, ob die 50+1-Regel im Grundsatz mit dem Kartellrecht vereinbar ist. Dies hatte die Behörde bejaht, zugleich aber die derzeit geltenden Ausnahmegenehmigungen für die konzern- oder investorengeführten Bundesligisten Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG 1899 Hoffenheim kritisiert.

Die 50+1-Regel besagt, dass der Stammverein nach der Ausgliederung seiner Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft weiter die Mehrheit der Stimmenanteile besitzen muss. Die 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga müssen entscheiden, ob die Einschätzung des Bundeskartellamtes eher die 50+1-Regel in Frage stellt oder ob die Klubform der drei Vereine überdacht werden muss.

Bei einer Aufweichung oder gar Abschaffung der Regel befürchten vor allem Fan-Gruppierungen, dass Investoren die Vereine übernehmen könnten und sie dann keine demokratischen Mitspracherechte mehr hätten.

Quelle: ntv.de