Der Sport-TagVingegaard übersteht Giro-Schreckmoment - und macht Sekunden gut
Jhonatan Narvaez hat seinem arg gebeutelten UAE-Team den dritten Etappensieg beim Giro d'Italia beschert. Der ecuadorianische Radprofi, der schon die vierte Etappe gewonnen hatte, siegte auch auf der achten Etappe nach 156 Kilometern am Schlussanstieg auf den engen Straßen von Fermo. Die Mannschaft von Radsport-Dominator Tadej Pogacar, der beim Giro nicht dabei ist, hatte durch schwere Stürze zu Beginn der Rundfahrt ihre drei wichtigsten Fahrer verloren.
Zweiter wurde mit 32 Sekunden Rückstand der Norweger Andreas Leknessund vor Martin Tjøtta. Narvaez' Teamkollege Mikkel Bjerg hatte zuvor viel Arbeit für den Sieg des Ecuadorianers verrichtet. Topfavorit Jonas Vingegaard, der am Tag nach seinem Sieg am Blockhaus im Blauen Trikot des besten Bergfahrers fuhr, machte im Schlusssprint zwei Sekunden auf den Gesamtführenden Afonso Eulalio gut.
Dem Portugiesen bleiben aber 3:15 Minuten Vorsprung auf Vingegaard. Dritter ist der Österreicher Felix Gall mit 3:34 Minuten Rückstand. Die Favoriten belauerten sich im Finale. Für Vingegaard gab es einen Schreckmoment, als das Peloton auseinanderriss und er in der hinteren Gruppe war. Doch sein Team fuhr die Lücke zu. Dann konnte sich das Trio aus Bjerg, Narvaez und Leknessund lösen. Im hügeligen Finale mit steilen Rampen setzte sich der 29 Jahre alte Narvaez knapp zehn Kilometer vor dem Ziel ab.