Der Sport-TagWieder Korruptionsverdacht beim DFB
Zwei Monate nach dem Rücktritt von DFB-Präsident Reinhard Grindel, der am Ende einer ganzen Kette mindestens unglücklicher Äußerungen und Vorgänge über eine geschenkte Edel-Uhr stolperte, gibt es beim größten Sport-Fachverband der Welt offenbar schon wieder Anlass zum Kopfschütteln - und zu internen Ermittlungen. So berichtet die "Bild"-Zeitung, dass ein leitender Angestellter aus der Abteilung "Media Rights & Broadcasting" in der vergangenen Woche einen Aufhebungsvertrag unterschrieb und so aus der aus dem DFB ausgegliederten DFB GmbH ausscheiden musste. Der Anlass: Der Mitarbeiter habe zwar kein Bargeld angenommen, sich aber über andere Zuwendungen von Seiten Dritter gefreut, ohne dies dem DFB angezeigt zu haben. Die Beweise für solcherlei Verstöße gegen die DFB-Compliance-Vorschriften, die alle DFB-Angestellten zur Einhaltung interner Regeln zur Transparenz verpflichten, seien erdrückend gewesen.
Wie die Zeitung weiter meldet, geht es inzwischen jedoch nicht mehr nur um Verstöße gegen das interne Regelwerk, sondern um einen Korruptionsverdacht. Der Mitarbeiter sei für den DFB in exponierter Stellung an Verhandlungen um lukrative Werbe- und Übertragungsrechte beteiligt gewesen.