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Karriereende bei Covington?Die UFC setzt Trumps "Lieblingskämpfer" vor die Tür

19.05.2026, 06:03 Uhr
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2018 war Colby Covington (l.) bereits mit dem UFC-Titel im Weißen Haus. (Foto: instagram.com/colbycovington)

Mit verbalen Entgleisungen eskaliert Colby Covington regelmäßig und präsentiert sich stets als glühender Anhänger von Donald Trump. Nach Unstimmigkeiten mit der UFC schlägt der MMA-Kämpfer andere Töne an. Die Organisation trennt sich nun vom 38-Jährigen.

Der umstrittene MMA-Kämpfer Colby Covington und die Ultimate Fighting Championship (UFC) gehen künftig getrennte Wege. Die Verantwortlichen der UFC veränderten seinen Status auf der offiziellen Website der Organisation von "aktiv" auf "im Ruhestand". Covington hat sich bislang nicht zu seinem Rücktritt geäußert.

Covington, der wegen seiner Eskapaden am Mikrofon polarisiert, war einer der ersten MMA-Kämpfer, der sich bereits während dessen erster Amtszeit lautstark hinter US-Präsident Donald Trump stellte und sich voll und ganz einer MAGA-Persönlichkeit verschrieb. Er bezeichnete sich regelmäßig als der "Lieblingskämpfer des Präsidenten", prahlte mit Anrufen Trumps nach seinen Kämpfen. Covington hatte in den letzten Monaten allerdings seine Frustration über ausbleibende Kampfangebote zum Ausdruck gebracht. Ihm stieß auch übel auf, dass ausgerechnet er bei dem bevorstehenden "UFC Freedom 250"-Event am 14. Juni vor dem Weißen Haus in Washington nicht berücksichtigt wurde.

"Ich dachte, ich würde den Anruf bekommen, für die USA anzutreten und auf die Liste des Weißen Hauses zu kommen. Leider war das nicht vorgesehen. Die UFC hat mir diese Chance nicht gegeben", sagte der 38-Jährige Anfang März dem Portal MMA Junkie. Trotz seiner mutmaßlich guten Beziehung habe er nicht zu Trump gehen wollen. "Er hat viel wichtigere Dinge, um die er sich kümmern muss. Wir müssen jetzt den Weltfrieden sichern", so Covington.

Der 38-Jährige konnte im Laufe seiner 17 Kämpfe umfassenden UFC-Karriere eindrucksvolle Siege einfahren. Er kam auf eine Bilanz von 12 Siegen und 5 Niederlagen und hielt den Interimstitel im Weltergewicht, gewann jedoch nie den unangefochtenen UFC-Titel, da er bei seinen Herausforderungen gegen Kamaru Usman (zweimal) und Leon Edwards (einmal) jeweils verlor.

In den letzten Jahren war Covington weitgehend inaktiv. Seit Dezember 2023 bestritt er nur einen Kampf, trat jedoch zweimal im Ringen bei der Organisation Real American Freestyle (RAF) an. Derzeit ist geplant, dass er am 30. Mai bei RAF 9 in Texas gegen Chris Weidman antritt.

Quelle: ntv.de, mba

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