MMA

MMA-Kampf im "biblischen Alter""Hausfrau" Misteli plant den nächsten Schocker bei Oktagon

14.05.2026, 18:21 Uhr
00:00 / 02:43
OKT66EV_Kikinder_low_068
Danielle Misteli bestreitet in Hannover ihren zweiten Oktagon-Kampf. (Foto: Oktagon MMA)

Danielle Misteli ist eine Ausnahmeerscheinung in Mixed Martial Arts. Mit 49 Jahren zeigt sie ein beachtliches Niveau, obwohl sie sich eigentlich im Karriere-Winter befinden sollte. An ihr messen sich aufstrebende MMA-Kämpferinnen - und scheitern regelmäßig.

Stricken, Häkeln, Kochen, Backen und Putzen sind ihr Alltag - ebenso wie eine gepflegte Prügelei unter MMA-Regeln. Danielle Misteli ist nicht nur Hausfrau und Mutter, sondern für den knallharten Kampfsport auch in einem biblischen Alter. Die Schweizerin, die in Hannover bei Oktagon 88 in den Käfig steigen wird, wird in diesem Jahr 50 Jahre alt.

Im Februar 2025 hatte Misteli bereits die MMA-Welt geschockt, indem sie die favorisierte Sara Smajic besiegte. "Es ist großartig zu sehen, wie viele Menschen sich dadurch motiviert fühlen, selbst etwas auszuprobieren oder sich nicht von Alter und Grenzen aufhalten zu lassen", beschreibt Misteli die Reaktionen der Fans im Interview mit der MMA-Organisation Oktagon.

Oktagon 88 in Hannover ...

... am 16. Mai ab 17.30 Uhr LIVE auf RTL+.

Screenshot 2026-05-13 134809

Im Grunde sind alle Gegnerinnen der Schweizerin bislang jünger gewesen. Alter und Lebenserfahrung seien aber kein Vorteil, wenn es in den Käfig geht, betont sie. "Meine Lebenserfahrung hilft mir eher dabei, mit Siegen und Niederlagen umzugehen. Wobei ich ehrlich sagen muss: Ich kann überhaupt nicht verlieren. Ich bin extrem ehrgeizig, und jede Niederlage trifft mich hart."

Auch das Hausfrauen-Image trägt Misteli nach außen. Auf ihren Fingerknöcheln ist in Schweizerdeutsch "Huusfrau" tätowiert. "Ich bin unglaublich stolz auf meine Fähigkeiten als Hausfrau, die heutzutage oft unterschätzt werden", sagt Misteli. Sie genieße jeden Tag gutes Essen und ein sauberes Zuhause. "Dass das in der Welt des Kampfsports für Schmunzeln sorgt, finde ich großartig."

In Hannover trifft sie auf Ivana Petrović. Die Kroatin war bereits in der UFC, gegen Mistelis letzte Gegnerin hat sie allerdings verloren. "Ich weiß, dass ich die Außenseiterin bin", sagt Misteli. Auch bei ihrem letzten Kampf im November in Berlin bei WeLoveMMA überraschte sie ihre deutlich jüngere Gegnerin, siegte am Ende durch Aufgabegriff in der zweiten Runde - es war ihr vierter Sieg in Serie.

"Alt, müde, aber immer noch gefährlich", so steht in ihrem Instagram-Profil. An Misteli sollen sich jüngere Kämpferinnen messen. Dem stimmt die Schweizerin zu, schiebt aber ein: "Ich bin ganz sicher nicht hier, um irgendjemandem den Weg zu ebnen. Wenn jemand an mir vorbeikommen will, dann muss sie sich das hart verdienen. Und genau das macht mich zu einer so gefährlichen Gegnerin."

Quelle: ntv.de, mba

Mixed Martial Arts