Fans bekommen Mega-Show im ParkTrumps Käfig-Spektakel wird Inszenierung fürs US-Militär

Mixed Martial Arts vor dem Weißen Haus - diese fixe Idee von Donald Trump wird im Juni Wirklichkeit. Das Event soll Tausende Menschen in der US-Hauptstadt begeistern, in die Nähe des Käfigs gelangt aber nur ausgewähltes Publikum.
Brutaler Kampfsport, Geburtstagsspektakel und Freiheit: Die UFC-Veranstaltung vor dem Weißen Haus soll ein großes Fest zum 250-jährigen Bestehen der USA werden, aber "auf keinen Fall politisch", wie der Präsident der Kampfsport-Organisation, Dana White, bereits betont hat. Abgesehen davon, dass der Austragungsort schon eine politische Symbolik mit sich bringt, wird US-Präsident Donald Trump am 14. Juni auf dem Südrasen vorwiegend das Militär als Zuschauer platzieren.
Rund um den Käfig werden "4300 Menschen sein", sagte White im Interview mit dem US-Sender Fox News. "4300 Menschen, und die meisten von ihnen werden Militärangehörige sein." Weitere 85.000 Menschen werden von der Ellipse, auch bekannt als President's Park South, den "Freedom Fights 250" aus zuschauen können.
"Wir haben Bildschirme, wir haben Bühnen, wir haben Musik, wir haben dort verschiedene Aktivitäten. Wenn Sie ein Fan der UFC sind und vor allem, wenn Sie noch nie in Washington waren, werden wir etwa 85.000 Tickets verschenken", so White. Dafür gebe es aber Verfahren. "Man muss sich für die Tickets registrieren, und sie sind kostenlos."
Der Sender zeigte Animationen von der Ellipse: Im Zentrum des Parks versammelt sich eine Menschenmenge, mit zehn riesigen Bildschirmen im Vordergrund und kleineren Bildschirmen in verschiedenen Bereichen des Parks. Aus dem Inneren des Parks soll man durch eine große Öffnung weiterhin das Weiße Haus sehen können.
Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt, könnte sich jedoch um einige Stunden verschieben, falls in der Wettervorhersage Gewitter angekündigt werden. "Wir arbeiten mit dem Militär zusammen", sagte er. "Das Militär kennt also die Wettervorhersage für die nächsten 10 Tage und wird uns in diesen 10 Tagen alle zwei Stunden informieren. Ab sieben Tagen vor der Veranstaltung werden sie uns stündlich informieren. Das Einzige, was uns wirklich das Wasser abgraben könnte, ist Blitzschlag." Durch die Vorhersage könne man den Beginn des Events zwei Stunden vor oder nach hinten schieben.
Open-Air-Events sind sehr untypisch für die UFC. "Das einzige Mal, dass ich mich jemals auf eine Veranstaltung im Freien eingelassen habe, war in Abu Dhabi", sagte White mit Blick auf UFC 112 im April 2010. Die Wettervorhersage sei "heiß wie die Hölle" gewesen. In der Arena wurden mehr als 38 Grad gemessen. Die temporäre Veranstaltungsstätte wurde nur für das Event errichtet und in der darauffolgenden Woche wieder abgerissen.