Technik

Rundfunkgebühren Bald auch für Internet-PC

Die Fernsehkommission der Bundesländer hat eine Gebührenpflicht für Computer mit Internet-Zugang vorgeschlagen. Diese betrifft fast ausschließlich Gewerbetreibende und soll ab dem 1. Januar 2007 eingeführt werden, wie ein Sprecher der Landesregierung von Rheinland-Pfalz in Mainz mitteilte.

Pauschal 17,01 Euro für Firmen mit Internet-PC

Demnach muss jedes Unternehmen künftig pauschal die Rundfunkgebühr von 17,01 EUR pro Monat zahlen, wenn es einen oder mehrere Internet-Computer hat. Das gilt auch, wenn das Unternehmen keinen Fernseher oder Radio betreibt. Damit werde zugunsten der Betriebe von der im gewerblichen Bereich für Fernseher und Radios geltenden Gebührenpflicht für jedes einzelne Gerät abgewichen.

Regelung für Privathaushalte ohne Folgen

Der Sprecher betonte, dass die Neuregelung die meisten Privathaushalte nicht beträfe. Dort entständen keine neuen Kosten, da Zweitgeräte gebührenfrei seien. Neu gebührenpflichtig würden nur Haushalte, die keinen Fernseher bzw. auch kein Radio besitzen, dafür aber einen PC mit Internet-Zugang. Der verabschiedete Vorschlag soll zusammen mit der Gebührenerhöhung bei einer Sitzung der Ministerpräsidenten Anfang Oktober verabschiedet werden.

Für Fernsehen und Hörfunk sollen die Deutschen ab 1. April kommenden Jahres 17,01 Euro monatlich zahlen, 86 Cent mehr als bisher. Die Ministerpräsidenten der Länder wollen mit dieser Anhebung deutlich unter den Empfehlungen der unabhängigen Gebührenkommission (KEF) bleiben. Sie riefen die Sender zu Sparmaßnahmen auf.

Quelle: ntv.de