Technik

Samsung bietet XXL-Technik Galaxy Note ist nicht nur groß

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Das Galaxy Note ist groß und stark, aber trotzdem ein schlankes Leichtgewicht.

(Foto: Samsung)

Das Galaxy Note sticht durch sein 5,3 Zoll mächtiges Display ins Auge. Doch wer Samsungs "Smartlet" auf seine Größe reduziert, übersieht herausragende Merkmale. Es ist schneller als der "kleine Bruder" Galaxy S2, eröffnet mit dem Touchpen neue Möglichkeiten und ist ein ausgezeichnetes Telefon.

Das Galaxy Note sorgte bei seiner Präsentation im Rahmen der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin zu Recht für Aufsehen. Denn Samsung zeigte im wahrsten Sinnes des Wortes eine große Sache.

Das Galaxy Note hat einen 5,3 Zoll mächtigen HD-Super-AMOLED-Bildschirm, der sage und schreibe 1280 x 800 Pixel bietet. So eine Auflösung sieht man sonst nur bei großen Tablet-Rechnern. Auf 5,3 Zoll verteilt, entspricht dies einer sehr feinen Punktdichte von 284 ppi. Zum Vergleich: Das 9,7 Zoll große Display des iPad 2 hat "nur" 1024 x 768 Pixel und 132 ppi. Kein Wunder also, dass Videos und Fotos auf dem Galaxy Note fantastisch aussehen. Aber auch Webseiten profitieren von der hohen Punktdichte. Denn jede Schrift wird gestochen scharf dargestellt. Wie alle AMOLED-Displays zeigt der Bildschirm des Galaxy Note aber einen leichten Grünstich, wenn man ihn von der Seite betrachtet.

Starkes Innenleben

Angetrieben wird das Samsung Galaxy Note von einem hauseigenen Eyxnos-Chip, der auf 1 Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM) zugreifen kann. Intern bietet das Gerät 16 Gigabyte Speicher, der via SD-Karte um bis zu 32 Gigabyte vergrößert werden kann.

Der Doppel-Kern-Prozessor ist mit 1,4 Gigahertz getaktet und macht dem Smartphone trotz des viel Rechenleistung schluckenden Monster-Displays ordentlich Beine. Das Note ist sogar so schnell, dass es in vielen Anwendungen das Galaxy S2 stehen lässt, das in Sachen Leistung als Smartphone-Referenz angesehen werden darf. Kürzlich hat Samsung für das Galaxy Note ein Update von Android 2.3.5 auf 2.3.6 veröffentlicht, das Geräte, die unter Leistungsschwankungen leiden, stabilisieren soll. Trotzdem: Auch wenn das Galaxy Note mächtig Dampf unter der Haube hat, sollte man Multitasking nicht übertreiben. Ein Blick in den Taskmanager erklärt oft einen "geheimnisvollen" Leistungsverlust.

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Die Texterkennung funktioniert sehr gut.

Mit 146,85 x 82,95 x 9,65 Millimetern ist das Note sehr schlank gebaut. Außerdem ist es mit 178 Gramm für seine Größe außergewöhnlich leicht. Dabei macht das Gerät einen sehr hochwertigen Eindruck. Der geriffelte Kunststoff-Akkudeckel schließt lückenlos mit dem verchromten Rahmen ab. Nichts wackelt, kein Knarzen stört das solide Gesamtbild. Der Akku leistet 2500 Milliamperestunden und kommt im Normalbetrieb auch mal eineinhalb Tage ohne Steckdose aus. Sogar nach einem kompletten Spielfilm lag die Akku-Anzeige noch deutlich über 50 Prozent. Wenn man die Option "Sichtbarkeit im Freien" auswählt, leert sich die Batterie allerdings deutlich schneller.

Auf der Rückseite mit geprägtem Samsung-Schriftzug sitzt die gleiche 8-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz wie im Galaxy S2. Wie zu erwarten war, schießt das Note dewegen sehr gute Fotos und auch die 1080p-Videos können sich sehen lassen. Allerdings mag das Note ebenso wie das S2 keine sehr hellen Hintergründe.

Die weitere Ausstattung des Galaxy Note lässt keine Oberklasse-Wünsche offen. Hervorzuheben ist vielleicht noch die ausgezeichnete Qualität des GPS-Moduls, das selbst in Gebäuden auch ohne WLAN-Unterstützung die Position blitzschnell und exakt bestimmt.

Da geht man gerne stiften

Eine kleine, aber feine Besonderheit des Galaxy Note ist der Touchpen ("S Pen"), der unten rechts im Rahmen steckt. Da man ein Smartphone dieser Größe ohnehin gewöhnlich mit zwei Händen bedient, lernt man ihn schnell als zielsichere Eingabehilfe zu schätzen. Außerdem beherrscht der S Pen Gesten. Hält man die Taste auf der Seite des Stifts gedrückt, kann beispielsweise mit einem "Strich" von rechts nach links einen Schritt zurückgehen.

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S Memo bietet einen sehr großen Gestaltungsspielraum.

Bei der Texteingabe macht sich der S Pen nicht nur durch seine Treffsicherheit nützlich. Wählt man die Samsung-Tastatur als Eingabemethode, kann man eine SMS oder E-Mail auch handschriftlich via Texterkennung eingeben. Dies funktioniert erstaunlich gut, selbst die krakelige Handschrift eines Test-Kollegen wurde korrekt ausgelesen.

Doch der kleine Plastikstift kann noch weit mehr. Die App "S Memo" macht das Galaxy Note zu einem außergewöhnlichen Notizblock, mit dem man nicht nur schnell ein paar Zeilen aufschreiben oder Bilder malen kann. Handschriftliche Notizen lassen sich durch Fotos und Sprachaufzeichnungen ergänzen, wobei man auch die eingefügten Bilder beschriften kann.

Viel Spielraum für Kreative

Die Mal-Funktion bietet vier Werkzeugspitzen, deren Strichstärke stufenlos regelbar ist. Mit dem "Filzstift" sind auch transparente Linien und Flächen möglich und bei den Farben hat der Nutzer die freie Auswahl.

Hat man es eilig, tippt man mit gedrückter Taste zwei Mal auf den Bildschirm. Dann öffnet sich "S Memo light", das ausschließlich die Notiz- und Mal-Funktion erhält. Klasse: Hält man den Touchpen mit gedrückter Taste etwas länger auf das Display, erstellt das Note einen Screenshot, der danach beschriftet, beschnitten und direkt verschickt werden kann.

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Screenshots sind per S Pen schnell gemacht und beschriftet.

Weitere Apps, die mit dem S Pen kompatibel sind, finden Nutzer hinter dem Icon "S Choice". Dazu gehören Evernote, iAnnotate PDF, Zen Brush, OmniSketch, Soonr und ComicBook. Damit die noch sehr überschaubare Auswahl an S-Apps wächst, will Samsung in Kürze Entwicklern die entsprechenden Werkzeuge geben (SDK).

Insgesamt macht das Galaxy Note einen hervorragenden Eindruck. Speziell Nutzer, die zwar ein großes Smartphone, aber kein Tablet wollen, werden von dem Gerät begeistert sein. Denn auch als Telefon ist das Galaxy Note, das derzeit rund 515 Euro kostet, extraklasse. Die Antennen arbeiten spitze und die Akustik ist ausgezeichnet. Noch interessanter wird das Galaxy Note, wenn es das Update auf Android 4 erhält, das auch für große Bildschirme optimiert ist. Denn das Google-Betriebssystem für Smartphones und Tablets scheint wie extra fürs Galaxy Note gemacht.

Quelle: ntv.de

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