Technik

Die mobile Strategie Projekt: Firmeneigene App

Die eigene App wird für Unternehmen zur Pflicht. Haben einige Firmen gerade erst die eigene Webseite realisiert, wartet schon die nächste Herausforderung. Grund genug für die Softwaretester von Testbirds nach dem Stand der Dinge zu schauen.

Überraschende Preiserhöhung im App-Store: Der Einstiegspreis etwa steigt von 79 Cent auf 89 Cent. Foto: David Ebener

Mehr als zwei Millionen Apps in den deutschen App Stores sind ein klares Zeichen: Mobil ist Trend. Doch welchen Stellenwert nehmen mobile Wegbegleiter in deutschen Unternehmen ein und was bringt die Zukunft? Um Fragen wie diese zu beantworten hat Testbirds 108 Unternehmen in Deutschland hinsichtlich ihrer aktuellen sowie künftigen mobilen Strategie befragt. Die wichtigsten Ergebnisse lauten:

1. Knapp die Hälfte der Unternehmen unterhält momentan maximal drei Apps
2. Drei Viertel der Befragten planen eine mobile Website
3. Android & iOS dominieren, 19 Prozent der Befragten wollen in Zukunft Windows Phone Apps entwickeln
4. Nur in 18 Prozent der Fälle erfolgen die Releases nach Plan
5. Probleme bei der Entwicklung sind hauptsächlich fehlende Ressourcen
6. Erster Eindruck & Usability gelten als Erfolgsfaktoren

Alle befragten Unternehmen hatten in den vergagenen zwölf Monaten mindestens eine App entwickelt oder in Planung. Die Ausnahme sind mehr als acht Apps pro Unternehmen mit lediglich vier Prozent. Die jeweiligen Budgets variieren relativ gleich verteilt bis zu Großprojekten von mehr als 250.000 Euro. Desweiteren planen drei Viertel der Unternehmen eine mobil optimierte Webseite.

iOS und Android liegen vorn

Knapp die Hälfte der strategisch wichtigsten Apps sind mit Downloadzahlen zwischen 50.000 und 500.000 außerdem vergleichsweise erfolgreich.

Wenig überraschend gestaltet sich die Verteilung der genutzten Plattformen. Hier sind iOS und Android mit jeweils einem guten Drittel die klaren Gewinner. Knapp 20 % der Unternehmen planen jedoch bald auch für Windows Phone Applikationen bereit zu stellen (14 Prozent aktuell vorhanden). Fast die Hälfte der befragten Unternehmen (47,3 Prozent) entwickelt ihre Apps nativ für die jeweilige Plattform. HTML5 und hybride Apps nehmen in gleicher Verteilung den Rest ein und spielen damit ebenfalls eine Rolle. Dieses Verhältnis soll sich in Zukunft nach Angaben der Befragten auch nicht ändern.

Die Gründe für die Entwicklung mobiler Applikationen liegen vor allem in der Kundenakquise und -bindung sowie der Wettbewerbsfähigkeit. Die Verjüngung der Zielgruppe oder Einsparung von Kosten bzw. eine Effizienzsteigerung spielen weniger eine Rolle. An dieser Stelle wäre eine detailliertere Betrachtung der jeweiligen App-Kategorien notwendig um genauere Aussagen treffen zu können.

Herausforderungen bei der Entwicklung von Apps

Verantwortlich für die Entwicklung und das Management der Apps sind in fast einem Drittel der Unternehmen die IT-Abteilungen, 16 Protent besitzen außerdem spezielle App-Abteilungen. Insgesamt findet die Entwicklung in etwas mehr als der Hälfte der Fälle unternehmensintern statt. Externe Dienstleister sind in mehr als zwei Drittel der Fälle klassische IT-Dienstleister und nur zu einem Drittel Online-Agenturen. Auch das Testing der Apps erfolgt bei mehr als zwei Dritteln größtenteils intern, wobei 25 Prozent der Befragten künftig den externen Teil ausbauen möchten.

Knapp ein Drittel der Apps werden vom Top-Management in Auftrag gegeben (32,9 Prozent). Die Faktoren Kosten (14 Prozent) sowie fehlende Strategie (16 Prozent) spielen bei der Entwicklung weniger eine Rolle und legen eine Eingliederung der Apps in die Unternehmensstrategie nahe. Ein Drittel der Befragten bemängeln hingegen das Fehlen von Ressourcen.

Entsprechend schwierig dürfte es sein, die als relevant eingestuften Faktoren für den Erfolg mobiler Applikationen erfolgreich umzusetzen. Nach Angaben der Teilnehmer sind vor allem der erste Eindruck (22 Prozent) sowie die Benutzerfreundlichkeit (24 Prozent) entscheidend, weniger hingegen die Auffindbarkeit im Store (16 Prozent) oder der Innovationsgrad (11 Prozent).

Quelle: ntv.de

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