Starkregen in Indien und Nepal68 Tote durch Überschwemmungen und Erdrutsche

Heftiger Regen hat in Nordindien und Nepal Überschwemmungen und Erdrutsche mit mindestens 68 Todesopfern ausgelöst.
Allein im bevölkerungsreichsten indischen Bundesstaat Uttar Pradesh seien in den vergangenen drei Tagen 56 Menschen ums Leben gekommen, teilten die Behörden am Sonntag mit. Mehr als tausend Häuser wurden demnach beschädigt und auch auf Feldern richteten die Wassermassen schwere Schäden an.
Auch im benachbarten Nepal, das noch immer mit den Folgen der verheerenden Sturzflut Ende August zu kämpfen hat, gab es nun neue Überschwemmungen und Erdrutsche. Seit Donnerstag kamen dort nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde zwölf Menschen ums Leben. Sieben weitere werden nach Angaben einer Sprecherin noch vermisst.
Fachleuten zufolge führt der Klimawandel zu einer Zunahme extremer Wetterereignisse in Südasien. Ende August war eine gigantische Sturzflut durch das Grenzgebiet zwischen Nepal und der autonomen Region Tibet in China gerauscht. Mehr als 1400 Menschen starben, tausende weitere werden immer noch vermisst. Ausgelöst wurde die Sturzflut durch einen Gletscherabbruch im Himalaya.
In Nordindien kommt es während der Monsunzeit von Juni bis September häufig zu Unwettern mit Starkregen. Die Regenfälle in dieser Woche waren nach Angaben der Behörden in Uttar Pradesh aber außergewöhnlich stark. Von Freitag bis Sonntag fielen demnach 66,5 Liter Niederschlag pro Quadratmeter - der saisonale Durchschnitt liegt bei 7,6 Litern. Im Bundesstaat Odisha traten nach Berichten des Senders NDTV auch Flüsse über die Ufer, mehr als 70.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.