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Vermeidung von EngpässenAirbus-Prognose: 2,44 Millionen Mitarbeiter werden benötigt

14.10.2026, 15:56 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Luftfahrtbranche braucht in den nächsten zwei Jahrzehnten nach Berechnungen des weltgrößten Flugzeugbauers Airbus 2,44 Millionen neue Mitarbeiter.

Allein 730.000 Stellen müssten in der Wartung besetzt werden, bei der es einen der größten Engpässe in der Branche gibt und der den Fluggesellschaften heftige Kopfschmerzen bereitet, wie aus der am Mittwoch vorgestellten Prognose hervorgeht. Daneben würden 660.000 Piloten und 1,05 Millionen Mitglieder des Kabinenpersonals gebraucht. Das Geschäft mit Wartung und verwandten Dienstleistungen dürfte sich bis zum Jahr 2045 auf 420 Milliarden Dollar pro Jahr verdoppeln.

Airbus hat sich vorgenommen, die Dienstleistungsumsätze in der zivilen Luftfahrt bis 2030 auf mehr als zehn Milliarden Euro zu steigern, wie die zuständige Managerin Cristina Aguilar Grieder sagte. Im vergangenen Jahr waren es 5,4 Milliarden. "Das alte Narrativ war: Wir liefern Flugzeuge. Das neue Narrativ ist: Wir liefern Flugzeuge und wir bieten Dienstleistungen an", sagte der Chef der Airbus-Verkehrsflugzeug-Sparte, Lars Wagner. Auf eine vergleichbare Strategie hatte er auch in seinem vorherigen Job als Chef des Triebwerksbauers MTU gesetzt, bei dem das Wartungsgeschäft besonders lukrativ ist. Airbus will künftig einen größeren Teil des Kuchens abhaben und riskiert damit einen Streit mit den Triebwerksherstellern.

Die Schwelle von zehn Milliarden Euro Dienstleistungs-Umsatz hatte sich Airbus eigentlich schon für 2025 vorgenommen - ehe die Corona-Pandemie die Pläne der Branche über den Haufen warf. Der US-Rivale Boeing hat sein komplettes Dienstleistungs-Geschäft in einer eigenen Sparte gebündelt, die 20,9 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet und die profitabelste des Konzerns ist, allerdings auch das Militär-Geschäft umfasst.

Quelle: ntv.de, rts

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