Auf Drängen der USAChina: Sieben Festnahmen im Kampf gegen Fentanyl-Handel

Auf Druck der USA hat China im Kampf gegen den Handel mit Chemikalien zur Herstellung der Droge Fentanyl sieben Menschen festgenommen.
Gegen zwölf weitere Personen seien strafrechtliche Maßnahmen verhängt worden, meldeten staatliche Medien. Die Festnahmen erfolgten nach Handelsgesprächen mit den USA am Wochenende. Diese dienten der Vorbereitung eines ursprünglich für Ende März geplanten Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs beider Länder in Peking. US-Präsident Donald Trump hat den Besuch aber wegen des Kriegs im Nahen Osten verschoben, will die Reise nach Asien allerdings in etwa fünf oder sechs Wochen nachholen.
Washington fordert von China seit Langem ein härteres Vorgehen, einschließlich der Festnahme von Verkäufern der Chemikalien. Diese werden zur Herstellung der Droge Fentanyl verwendet, die in den USA jedes Jahr Tausende Todesfälle durch Überdosierung verursacht. Nach seiner Wiederwahl hatte Trump die Untätigkeit Chinas als Grund für die Verhängung von Zöllen in Höhe von 20 Prozent angeführt. Diese wurden halbiert, nachdem er mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping vergangenes Jahr in Südkorea zusammengetroffen war. Im Gegenzug sagte China ein hartes Vorgehen gegen die Fentanyl-Netzwerke zu.
Der nun bekannt gegebene Einsatz in der zentralen Provinz Hubei richtete sich der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge gegen die gesamte Lieferkette - von der Produktion bis zum Export. In einem Fall seien die Ermittler dank Informationen der US-Drogenbehörde erfolgreich gewesen. Bislang hatte sich China darauf beschränkt, Warnungen an die Branche zu veröffentlichen und Webseiten zu sperren.