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Wegen Hitze und TrockenheitBauernpräsident warnt vor Ernteausfällen und fordert Hilfen

14.08.2026, 09:22 Uhr
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(Foto: Elisa Schu/dpa)

Deutschlands Landwirte rechnen wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit mit Ernteeinbußen.

Im Süden könne es bei einigen Kulturen auch "bis zum totalen Ertragsausfall gehen", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. Gleichzeitig seien die Erzeugerpreise niedrig und die Kosten für Energie und Diesel hoch. "Das halten die Landwirte nicht mehr lange durch." Rukwied forderte Unterstützung, darunter eine Senkung der Steuer auf Agrardiesel "bis mindestens Ende November".

Rukwied sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitagsausgaben), sein Verband gehe von einer unterdurchschnittlichen Ernte bei Getreide, "hier insbesondere beim Weizen, und bei Raps aus". Auch für die Herbstkulturen zeichne sich in der Tendenz ab, "dass wir auch hier mit erheblichen Ertragseinbußen rechnen müssen". Dies gelte beispielsweise für Kartoffeln, Gemüse und Zuckerrüben, aber auch für Körnermais und Sojabohnen.

"In südlichen Teilen Deutschlands könnte das bis zum totalen Ertragsausfall gehen", fügte Rukwied hinzu. Etwas besser ist demnach die Lage im Norden, wo es in den vergangenen Wochen immer mal wieder wenigstens etwas geregnet hat. Dort sähen die Bestände noch akzeptabel aus. In der Tendenz werde es aber auch im Norden "unterdurchschnittliche Ernten" geben. Ein weiteres Problem der anhaltenden Trockenheit, vor allem in Süddeutschland, "ist, dass kein Futter mehr nachwächst."

Der Bauernpräsident sieht die Lage in der Landwirtschaft insgesamt düster. "Die Belastungen sind immens. Ich kenne Kollegen, die ihre Pflanzenschutz- und Düngemittelrechnungen nicht mehr bezahlen können und zur Bank gehen müssen", sagte er. "Manche greifen auf die Ersparnisse ihrer Frau oder ihre Lebensversicherung zurück."

Rukwied forderte im Sender Phoenix Unterstützung der Politik. Er nannte eine Erhöhung der EU-Düngemittelbeihilfe von 60 Millionen Euro für Deutschland auf 180 Millionen Euro sowie das Vorziehen der Auszahlung von 80 Prozent der EU-Direkthilfen an die Bauern auf Oktober. "Dritte Sofortmaßnahme wäre, die Steuern auf Diesel deutlich zu senken bis mindestens Ende November. Das würde den Bauern kurzfristig helfen und Entlastung bringen."

Quelle: ntv.de, AFP

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