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VW-Sparpaket sorgt für KritikBetroffene Standorte reagieren skeptisch auf Stellenabbau bei Volkswagen

04.09.2026, 12:01 Uhr
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Die überraschende Einigung im VW-Aufsichtsrat auf ein umfassendes Sparpaket mit dem Aus für Zehntausende Stellen stößt an den betroffenen Standorten auf Skepsis und Kritik.

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay zeigte sich "extrem frustriert" und sprach von einem Rückschlag. Für Emden betonte Oberbürgermeister Tim Kruithoff: "Die Unsicherheit für die Beschäftigten bleibt, und die kommenden Wochen werden schwierig." Hingegen zeigte sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer mit Blick auf das Werk in Zwickau zuversichtlich.

Auch nach den Beschlüssen des Aufsichtsrats am Donnerstagabend gibt es für vier Werke keine Entwarnung. Was mit den Standorten in Hannover, Emden und Zwickau sowie dem Werk der VW-Tochter Audi in Neckarsulm geschehen soll, ist bislang unklar. Klar ist nur: An den vier Standorten könne "aktuell keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden". Ergänzend zu einem Konzept für die europäischen Werke, das Ende Juni 2027 vorliegen soll, werden für die vier angezählten Standorte "alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft".

An der Börse kam die Einigung sehr gut an. Um fast 10 Prozent ging es für die VW-Vorzugsaktien an der Spitze im Dax nach oben.

VW-Konzernchef Oliver Blume will Europas größten Autobauer effizienter und sparsamer aufstellen, auch um der günstigeren Konkurrenz aus China die Stirn bieten zu können. Damit das gelingen kann, streicht VW erneut kräftig beim Personal. Hatten sich Vorstand und Arbeitnehmer bereits 2024 auf ein Aus für 50.000 Stellen bis 2030 geeinigt, beschloss der Aufsichtsrat nun den Abbau von etwa 50.000 weiteren.

Nimmt man Blumes jüngste Aussagen zur Hand, dürften etwa 25.000 davon in Deutschland wegfallen. Das ist ein erheblicher Einschnitt für einen der wichtigsten deutschen Konzerne, der Ende 2025 in seinem Heimatland etwa 284.000 Menschen beschäftigte.

Mit der Zustimmung zum Zukunftsplan 2030 des Vorstandes stelle Volkswagen die Weichen für einen nachhaltigen und langfristigen Erfolg des Unternehmens, betonte der Konzern. "Der Zukunftsplan 2030 schafft die Voraussetzungen, um die Volkswagen Group und ihre Marken leistungsfähiger, wettbewerbsstärker und zukunftsorientierter aufzustellen."

Quelle: ntv.de, dpa

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