"Durch starkes Wachstum" Deutsche Börse erhöht nach Rekordjahr die Dividende

Der Frankfurter Börsenbetreiber Deutsche Börse hat im abgelaufenen Jahr einen Rekordgewinn erzielt und hebt die Dividende an.
Der Frankfurter Börsenbetreiber Deutsche Börse hat im abgelaufenen Jahr einen Rekordgewinn erzielt und hebt die Dividende an. "Durch starkes strukturelles Wachstum haben wir den Gegenwind aus Zinsumfeld, geringer Volatilität und Währungseffekten mehr als ausgeglichen", kommentierte Vorstandschef Stephan Leithner die am Mittwoch nach Börsenschluss veröffentlichten Geschäftszahlen. Zum Erfolg trug vor allem das Segment Trading & Clearing maßgeblich bei: Eine hohe Nachfrage nach Absicherungsprodukten führte zu deutlichen Zuwächsen bei Zinsderivaten und im Energiehandel, insbesondere bei Gas. Zudem profitierten das Wertpapiergeschäft von einem erhöhten Interesse der Anleger an europäischen Titeln und das Devisengeschäft von dynamischen Marktbedingungen.
Die Nettoerlöse ohne Treasury-Ergebnis, die zentrale operative Steuerungsgröße, stiegen 2025 um neun Prozent auf 5,189 Milliarden Euro. Die Entwicklung kompensierte den erwarteten zinsbedingten Rückgang des Treasury-Ergebnisses um 20 Prozent auf 837 Millionen Euro. In Summe erhöhten sich die Nettoerlöse der Gruppe somit um drei Prozent auf 6,026 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ohne Treasury-Ergebnis wuchs um 14 Prozent auf 2,675 Milliarden Euro. Insgesamt kletterte das EBITDA der Gruppe um drei Prozent auf 3,512 Milliarden Euro. Der den Anteilseignern der Deutschen Börse zuzurechnende Periodenüberschuss stieg um zwei Prozent auf 1,995 Milliarden Euro. Für 2025 sollen die Anteilseigner eine Dividende von 4,20 Euro je Aktie erhalten, nach vier Euro im Jahr davor.
Für 2026 zeigte sich Leithner optimistisch, den Wachstumskurs fortsetzen zu können. "Die strukturellen Wachstumstreiber in unseren Geschäften sind voll intakt. Daher blicken wir zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr und erwarten, unsere operativen Ziele für 2026 zu erreichen." Der Vorstand rechnet mit einem Anstieg der Nettoerlöse ohne Treasury-Ergebnis auf rund 5,7 Milliarden Euro und einem EBITDA ohne Treasury-Ergebnis von rund 3,1 Milliarden Euro.