Im internationalen VergleichDeutschland hat mit die höchsten Strompreise

In Deutschland zahlen Verbraucherinnen und Verbraucher für Strom einer internationalen Datenanalyse zufolge so viel wie kaum in einem anderen Land.
In Europa sind die Strompreise für Haushalt lediglich in Irland und Belgien höher, wie aus einer Auswertung internationaler Daten durch das Preisvergleichsportal Verivox hervorgeht. Im Vergleich der G20-Staaten liegt Deutschland bei den Strompreisen demnach auf Platz eins.
Den Daten des Datendienstleisters Global Petrol Prices zufolge, die Verivox ausgewertet hat, zahlten Kunden in Irland im zweiten Quartal im Schnitt 42,6 Cent pro Kilowattstunde, in Belgien waren es 37,4 Cent, in Deutschland 35,6 Cent. Im Ranking hat sich Deutschland demnach zwar verbessert - vor fünf Jahren waren die deutschen Strompreise noch die höchsten. Allerdings ist der Durchschnittspreis seitdem dennoch um rund zwölf Prozent gestiegen.
Besonders schlecht steht Deutschland im Vergleich der 20 wirtschaftsstärksten Industrie- und Schwellenländer dar: Im Schnitt der G20-Staaten kostet eine Kilowattstunde Strom nur 16,3 Cent. "Verglichen damit ist in Deutschland der Strom mehr als doppelt so teuer", erklärte Verivox.
Ebenfalls sehr hohe Preise zahlen demnach Verbraucher und Verbraucherinnen in Italien (34,5 Cent) und Großbritannien (32,4 Cent). Der Abstand zu anderen großen Volkswirtschaften ist hingegen erheblich: In Frankreich kostet eine Kilowattstunde 23,3 Cent, in den USA 18,3 Cent und in Kanada 10,6 Cent und in China 6,7 Cent.