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Nach Protesten gegen RegierungDeutschland verurteilt Hinrichtungen von Demonstranten im Iran

12.08.2026, 20:30 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland und mehr als 30 weitere Länder haben die Hinrichtungen von Demonstranten und die Anwendung der Todesstrafe im Iran aufs Schärfste verurteilt.

In einer gemeinsamen Stellungnahme wenden sich europäische Länder sowie Australien, Kanada und Neuseeland gegen die Todesstrafe als Mittel zur Unterdrückung abweichender Meinungen. Die Menschen im Iran müssten ihre Rechte auf freie Meinungsäußerung und friedliche Versammlung ohne Angst ausüben können, heißt es weiter.

Zudem fordern die Länder die Islamische Republik auf, die Anwendung der Todesstrafe unverzüglich zu beenden und alle willkürlich Inhaftierten freizulassen. Die iranische Regierung müsse auf die Stimme ihres Volkes hören, das Veränderungen fordere, und konkrete Schritte unternehmen, um eine Achtung der Menschenrechte zu gewährleisten.

Im Zuge einer Hinrichtungswelle im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres sind im Iran bereits Dutzende Männer exekutiert worden. Die Demonstrationen im Winter waren Ende Dezember angesichts der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat ließ sie gewaltsam niederschlagen. Tausende Demonstranten wurden dabei getötet.

Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2.159 Menschen im Iran hingerichtet - der höchste verzeichnete Wert seit 1981. Auch im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg wurden Todesurteile gegen mutmaßliche Spione und politische Gefangene vollstreckt.

Quelle: ntv.de, dpa

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