Ministerernennung von WildbergerDigitalverband fordert Klärung der Zuständigkeiten des Digitalministeriums

Nach der Ernennung des Topmanagers Karsten Wildberger zum Minister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung hat der Digitalverband Bitkom eine "zügige und verbindliche Klärung der konkreten Zuständigkeiten, Befugnisse und Ressourcen" des Ressorts gefordert. "Das Digitalministerium kann nur schlagkräftig handeln, wenn es die Federführung für die digitalen Kernthemen erhält und mit den notwendigen Koordinierungsrechten, einem Digitalvorbehalt sowie einem ausreichenden Einzelplan ausgestattet ist", betonte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.
Er wünschte Wildberger bei seinen künftigen Aufgaben "bestmöglichen Erfolg". Seine Kernaufgabe sei, Deutschland zu einem digital souveränen Land zu machen - in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die Einrichtung des neuen Ressorts sei "ein Meilenstein für Deutschland", die Ausgestaltung werde maßgeblich dafür sein, ob es zu einem echten Treiber für die Digitalisierung in Deutschland wird.
Wildberger ist derzeit Chef des Handelskonzerns Ceconomy, zu dem unter anderem die Technikmärkte Mediamarkt und Saturn gehören. Er bat seinen Arbeitgeber um eine Entbindung von seinen Aufgaben zum 5. Mai. Am Tag darauf ist die Wahl von Friedrich Merz (CDU) zum Kanzler geplant.
Wildberger erklärte, er fühle sich "geehrt über das Vertrauen, das Friedrich Merz in mich setzt". Digitalisierung und Technologie seien prägende Themen seiner beruflichen Laufbahn gewesen; das neue Ministerium werde eine entscheidende Rolle bei der Modernisierung des Landes spielen.
Der Aufsichtsratschef von Ceconomy, Thomas Dannenfeldt, erklärte, er sei überzeugt davon, dass Wildberger in der neuen Ministerposition "einen hervorragenden Beitrag für die Entwicklung Deutschlands leisten wird", von dem auch viele Unternehmen profitieren würden. Er habe Ceconomy und MediamarktSaturn in den vergangenen fast vier Jahren "mit einer klaren Strategie und ruhiger Hand zurück auf Wachstumskurs gebracht".