Besuch in PekingEU-Handelskommissar will in China gegen "untragbares" Handelsdefizit vorgehen

EU-Handelskommissar Maros Sefcovic will bei seinem Besuch in China Fortschritte gegen das "untragbare" Defizit der Europäischen Union im Handel mit China machen.
Europäische Unternehmen bräuchten einen besseren Zugang zum chinesischen Markt, erklärte Sefcovic im Onlinedienst X. Er traf sich mit europäischen Unternehmen vor Ort in Peking, später soll er mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao verhandeln.
Die Beziehungen sind angespannt, beide Seiten wollen einen Handelsstreit aber vermeiden. Die EU will China überzeugen, seine Exporte nach Europa freiwillig zu begrenzen, weil das Handelsdefizit wächst und billige chinesische Anbieter die europäische Konkurrenz vom Markt verdrängen. Dabei geht es unter anderem um erneuerbare Energien und Autos.
Brüssel wirft Peking außerdem vor, mit massiven Subventionen für unfairen Wettbewerb zu sorgen, die chinesische Führung weist die Vorwürfe zurück und lehnt eine freiwillige Einschränkung seiner Exporte bisher ab. Ob es bei dem Treffen in Peking konkrete Ergebnisse gibt, ist noch unklar.