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Abstimmung in StraßburgEU-Parlament plant Aufschub von Methan-Regeln für Gasimporte um drei Jahre

22.10.2026, 14:06 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Eine Mehrheit im EU-Parlament will die europäischen Regeln für klimaschädliches Methan bei Öl- und Gasimporten um drei Jahre aufschieben.

Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag in Straßburg dafür, Importeuren mehr Zeit zu geben, bevor sie den Methanausstoß entlang ihrer Lieferketten überwachen und melden müssen. Sie wollen damit weiter gehen, als es die EU-Kommission vorgeschlagen hatte.

Methan ist nach Kohlendioxid (CO2) der zweitwichtigste Treiber für die weltweite Klimaerwärmung. Das Gas verbleibt kürzer in der Atmosphäre als Kohlendioxid, trägt innerhalb dieser Zeit aber besonders stark zur Aufheizung bei. Das EU-Gesetz verpflichtet Öl- und Gashändler deshalb, entlang ihrer Lieferkette auf den Methanausstoß zu achten.

Ab 2027 gilt das eigentlich auch für internationale Lieferverträge. Importeuren würden ohne den Aufschub hohe Bußgelder drohen, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Dass ein Aufschub kommt, scheint inzwischen ausgemacht, über die Länge wird aber noch gestritten. Die Kommission schlug ein Jahr vor, das Parlament will nun weiter gehen. Im Rat der 27 EU-Staaten gibt es noch keine gemeinsame Linie.

Auch die deutsche Bundesregierung hat sich noch nicht festgelegt. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) drängt wie die Mehrheit im Parlament auf eine dreijährige Verschiebung. Umweltminister Carsten Schneider hingegen will "mittel- und langfristig" nicht an den Vorgaben rütteln.

Quelle: ntv.de, AFP

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