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Weniger Import-AbhängigkeitEU plant Stärkung der heimischen Pharma-Branche

12.05.2026, 13:57 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten wollen die heimische Produktion von Medikamenten stärken und die Abhängigkeit von Importen verringern.

Die am heutigen Dienstag beschlossenen Maßnahmen zielen auf rund 270 als wichtig eingestufte Arzneimittel ab, darunter Antibiotika, Insulin und Impfstoffe. Geplant ist, entsprechende Industrieprojekte zu fördern und Unternehmen beim Ausbau ihrer Produktionskapazitäten in Europa zu unterstützen. Zudem sollen Behörden bei der Medikamenten-Beschaffung künftig europäische Hersteller bevorzugen können.

Hintergrund ist die Preispolitik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, die den Pharmasektor belastet und die Markteinführung neuer Medikamente in Europa verzögert hat. Das Vorhaben, das noch vom Parlament und dem Europäischen Rat formell gebilligt werden muss, soll die Abhängigkeit von Lieferanten aus Ländern wie China und Indien reduzieren.

Analysten der Beratungsgruppe Eurasia warnten jedoch, dass eine Bevorzugung europäischer Produkte den Handelskonflikt mit den USA verschärfen könnte.

Quelle: ntv.de, rts

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