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ZEW-UmfrageFinanzexperten blicken deutlich optimistischer auf deutsche Wirtschaft

16.06.2026, 11:42 Uhr
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(Foto: picture alliance / Rupert Oberhäuser)

Angesichts der Friedenssignale aus dem Nahen Osten schauen Finanzexperten im Juni weitaus optimistischer auf die deutsche Wirtschaft als gedacht.

Das Barometer der Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate stieg kräftig um 20,7 Zähler auf plus 10,5 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 190 Investoren und Analysten mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf minus 6,0 gerechnet. "Der ZEW-Index kehrt in den positiven Bereich zurück. Die Expertinnen und Experten setzen darauf, dass sich der Iran-Konflikt dem Ende nähert", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Umfrageergebnisse. Der massive Druck auf die Energiepreise und Inflation dürfte sich abschwächen, fügte er hinzu.

Die aktuelle Lage schätzten die Börsianer im Juni allerdings erneut schlechter ein: Dieses Barometer lag mit minus 81 Punkten um 3,2 Zähler unter dem Vormonatswert und verharrte damit tief im negativen Bereich.

Die deutsche Wirtschaft ist zwar im ersten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen, wozu steigende private und staatliche Konsumausgaben beitrugen. Auch wenn sich nun eine Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran abzeichnet, sind die Konjunkturaussichten für das laufende Jahr jedoch eher mau. Wie zuvor schon andere Institute senkten die Regierungsberater vom RWI-Institut ihre Wachstumsprognosen. Sie gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem und im nächsten Jahr um je 0,8 Prozent zulegt. Im März hatten die Ökonomen noch mit 0,9 Prozent für 2026 gerechnet und einem BIP-Anstieg von 1,2 Prozent für 2027. "Die Erholung wird jedoch durch den Iran-Krieg und die damit verbundenen Energiepreissteigerungen gebremst", hieß es nun.

Quelle: ntv.de, rts

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