Vorwurf fehlender NeutralitätFitch stuft Kreditwürdigkeit Chinas herab - Peking kritisiert Entscheidung

Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Chinas von A+ auf A heruntergestuft. "Die Herabstufung spiegelt eine erwartete Schwächung der öffentlichen Finanzen Chinas und einen schnell steigenden Schuldenpfad während des wirtschaftlichen Übergangs des Landes wider", erklärte die Agentur am Donnerstag.
Die chinesische Regierung kritisierte die Entscheidung und warf der Ratingagentur fehlende Neutralität vor. "Wir bedauern dies zutiefst und erkennen es nicht an", erklärte ein Sprecher der Finanzministeriums in Peking.
Die Herabstufung erfolgte vor dem Hintergrund gerade eingeführter neuer Zölle von US-Präsident Donald Trump. Fitch erklärte jedoch, dass die neuen Aufschläge in der nun veröffentlichten Projektionen noch nicht berücksichtigt seien. Es gebe noch "Unsicherheit über ihre Auswirkungen".
Trump hatte die Zölle auf Importe aus China seit einem Amtsantritt bereits um 20 Prozentpunkte erhöht. Mit der Ankündigung weiterer Aufschläge für viele Länder weltweit kamen am Mittwoch noch einmal 34 Prozentpunkte hinzu.
Peking strebt in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von fünf Prozent an. Die Verschärfung der Handelsspannungen mit den USA bedeutet jedoch, dass China dabei nicht auf starke Impulse seiner Exportwirtschaft setzen kann.