Unter EU-SchnittFrauen in Führungspositionen weiterhin unterrepräsentiert

Weniger als jede dritte Führungskraft in Deutschland ist eine Frau.
Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gab den Anteil weiblicher Führungskräfte am heutigen Montag unter Verweis auf Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat mit 30,3 Prozent an. Das sind 1,0 Prozentpunkte mehr als vor zehn Jahren - im EU-Durchschnitt stieg der Anteil im selben Zeitraum um 4,0 Prozent.
EU-weit liegt der Wert den Angaben nach nun bei 35,9 Prozent. Am meisten Frauen in Führungspositionen gibt es in Schweden mit 44,4 Prozent, gefolgt von Lettland, Estland und Polen. Eine geringere Frauenquote als in Deutschland gibt es nur in Zypern, Italien und den Niederlanden. Starke Anstiege in den vergangenen Jahren gab es in Malta, Estland und Österreich.
"Der geringe Anteil von Frauen in Leitungspositionen in Deutschland fällt besonders auf, da hier fast ebenso viele Frauen erwerbstätig sind wie Männer", notieren die Statistiker. So habe Italien eine Frauenquote in Führungspositionen nur leicht unterhalb der deutschen, zugleich aber eine deutlich niedrigere Erwerbstätigenquote. Österreich habe eine ähnliche Quote an erwerbstätigen Frauen wie Deutschland, aber einen deutlich höheren Anteil weiblicher Führungskräfte.